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#136
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| interessant, uns wurde gesagt, wenn wirklich nur das Steissbein leicht an der Wand ist und die Stellung sonst mit Beinbreite und Knien aussen Taiji-mässig stimmt, wäre es gut...? Stimmt wohl mit den Kanälen, auch wenn sich das diesmal irgendwie wieder anders anfühlt als sonst... |
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#137
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| Wenn das Steissbein nur "leicht" an der Wand ist, wieso die Wand ? Oder es ist eben doch nicht "leicht", und dann ist das eine Streckbewegung nach hinten die selten so gebraucht wird. Ausserdem stabilisiert die Wand gegen Scherkräfte, und das ist das Letzte an was man seinen Körper gewöhnen möchte. Wände gab es im alten China auch, und die haben aus gutem Grund die Wand weggelassen und einfach ohne Wand so tief gestanden.
__________________ "Man kann Leuten nicht verbieten, ein ***** zu sein." (Descartes) |
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#138
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| Ich finde solche Sachen wie mit Wänden für eine gewisse Zeit lang ziemlich gut. Ich begreife das aber eher als Stimulierung und mentaler Fixierung von Orientierungspunkten, was einem helfen kann, bestimmte Empfindungen zu isolieren, die man danach dann ohne das Hilfsmittel wie eine Wand o.ä. erzeugt. Sobald man die Empfindungen zur Herstellung der angestrebten Haltung ohne Hilfsmittel erzeugen kann, und damit selbst die Haltung korrigiert, lässt man das Hilfsmittel weg. Evtl. unerwünschte Trainingseffekte sind wegen der begrenzten Zeit zu vernachlässigen, außerdem macht man solche Sachen dann nicht in extrem tiefen Stellungen o.ä., sondern in mittelmäßig bis leichten Positionen, dann bilden sich auch keine muskulären Ungleichgewichte u.ä. heraus.
__________________ chin. "Jin"="physische Energie". Dass sich durch langsame Bewegungen mit der Zeit eine mystische "Jin-Flüssigkeit" ansammeln würde, ist Unsinn. |
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#139
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| Zitat:
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#140
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| Ach so, das heisst, Du drückst Dich nicht gegen die Wand, sondern stehst, und die Wand dient zur Orientierung. Ich denke so ist das ok.
__________________ "Man kann Leuten nicht verbieten, ein ***** zu sein." (Descartes) |
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#141
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| alles klar, nee, an die Wand drücken wär ja "gemogelt". Ist übrigens auch interessant, seine Grenzen so auszutesten, bin dabei schon ein paarmal "in mich zusammengerutscht", wenn die Muskeln nachgaben oder ich nicht rechtzeitig wieder hochgekommen bin ![]() |
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#142
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| Zitat:
Hab gehört, durch ein Fajin von GM kommt man in einen ungeahnten Entspannungszustand. ![]() |
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#143
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| schade, DAS haben wir nicht ausprobiert ![]() Das Hebeln geschah während der Anwendungen, sozusagen erklärungsweise. Und der GM scheint es ja selbst auch ein bißchen amüsant zu finden, die Reaktionen seiner Schüler auf die Hebel bzw. daraus resultierenden Schmerzen zu beobachten. Am Ende hat er für Fotos allerdings ein paar Leute durch die Gegend geschubst und der Letzte, der dran war und sich gleich mehrfach schubsen ließ, wirkte auch sehr entspannt und wäre auch ohne Fotos bereit gewesen, sich weiterschubsen zu lassen ![]() Aber ich würde mal frech behaupten, daß ein Teil des in CXWs Kursen so oft zu beobachtenden seligen Lächelns auf den Gesichtern auch auf den sowieso vorhandenen Großmeister-Effekt zurückzuführen ist... Mein gehebelter Arm hat jedenfalls mittlerweile eine ziemlich befreite rechte Körperhälfte bewirkt und ich kann nur hoffen, daß es noch so lange weiter wirkt, bis auch die linke Körperhälfte so "frei" ist... Geändert von scarabe (27-11-2009 um 12:35 Uhr). |
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#144
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| leute wie ihr ja wisst, vertrete ich bestimmte prinzipien, die im einzelnen zu einer einheit zusammengefügt werden und dann das, was ich unter "internal" verstehe, beweisbar machen. ich schlage mal vor, falls interesse besteht, jedes einzelne prinzip auf den unterschied oder die gemeinsamkeit von in und ex zu zerpflücken. ----- also z.b. so: Der Rooting Thread Rooting ( Verwurzeln ) Mit Verwurzeln ist die feste Verbindung des Körpers mit dem Boden gemeint. Die Aufmerksamkeit richtet sich dabei auf die Fußsohlen. Das Zentrum ( Tan Tien ) wird so abgesenkt, daß wir gefühlsmäßig auf den Füßen sitzen. Die Füße selbst kleben wie Saugnäpfe auf dem Boden. Die Schwerkraft durchdringt dabei die Fußsohlen und bildet eine Einheit mit der Erde. Diesen Zustand halten Fortgeschrittene selbst im Bewegung aufrecht. imo muss man unterscheiden von einer (ex) standtechnik und einem (in) standgefühl. der feste stand in ex-stilen ist meist an eine bewegungsschule bzw. standausrichtung gebunden. im "in" entsteht der stand, hauptsächlich, durch entspanntes "sinken lassen" des körpers und durch das öffnen des beckens. ----- ich glaube alle prinzipien in diesem laufenden thread zu behandeln, wird zu unübersichtlich. was meint ihr, soll ich dafür einen eigenen thread eröffnen? gruß hongmen
__________________ Schule für Innere Kampfkunst |
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#145
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| Ich meine das "zerpflücken " nichts bringt. Denke das ist eher konkraproduktiv, weil das leicht ins ausdefinieren abdriftet. Man erklärt und baut seine eigene Ebene des Gong Fu aus und definiert so ein gewisses Niveau des könnens. Dabei ist das eigene Niveau noch viel zu begrenzt als das es von Nutzen wäre. Hat man ein gewisses Niveau erreicht hütet man sich vom definieren, weil es noch viel zu viel zu erreichen gibt bis man sich das stetig wandelne "Gong Fu " erreicht. Weil genau betrachtet erreicht man nie das Gong Fu, sondern sein Gong Fu. Würde eher mehr trainieren empfehlen, hab ich verdammt viel trainiert, kann ich immer mal was weitergeben wenn es gebraucht wird. Das im Wissen das sich das auch wieder wandeln wird, verbringe aber nicht viel Zeit mit großer Definition. Suche ich Austausch, hole ich mir die Leute zusammen die ich brauche. Es ist nicht unmöglich Leute meines Niveaus zu treffen wenn ich es denn will. Viele grüße, Shin |
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#146
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| Zitat:
__________________ Direktlink zur Spende für SOS Kinderdörfer: SOS Tai Chi Chuan |
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#147
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| Man kann sowohl auf der Couch rooten, als auch in der Luft. Das ist nichts anderes als eine Strukturbildung die Stabilität liefert, und sich dynamisch an wechselnde Kraftwirkung anpasst. In der Luft durch Gleichgewichtsverlagerung, und Rooten in Masse bzw. am Kontaktpunkt. Üblicherweise bedeutet das aber auch dass diese Struktur durch JIN stabilisiert wird, und zwar dynamisch, in wechselnder Intensität je nach Wirkung von aussen. Wer sich auf seine Root "konzentrieren" muss, hat noch eine Menge vor sich. Das sollte man tunlichst der inneren Körperkontrolle überlassen, so wie ein Jongleur auf die Kugeln sieht und nicht auf die Pedale ob er die auch schön von oben tritt. Da muss man drin versinken. Man kann stundenlang diskutieren wie "genau" man was macht, aber dieses ständige Verkopfen ist ein brutal beschissener Ratschlag wie er schlechter und irreführender nicht gegeben werden kann. Lernt endlich mal euch auf eure Gefühle zu verlassen. Fangt mal an turnerisch und tänzerisch mit dem Körper umzugehen, instinktiv, und mit Spass an der Bewegung.
__________________ "Man kann Leuten nicht verbieten, ein ***** zu sein." (Descartes) |
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#148
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| ich neige allgemein auch eher dazu, Shin und Klaus zuzustimmen, zuviel Verstand ist hinderlich und gutes Rooting allein ist vielleicht ein Bestandteil, um auch innen wirkungsvoll arbeiten zu können, aber nicht alles. Wenn ich gerade mal wieder in mich hineinfühle, was sich da alles löst und tut und plötzlich in und außerhalb des Körpers viel feinfühliger geworden ist (usw), dann sind das (fast) alles Dinge, die ganz eindeutig wichtige Voraussetzungen sind, um irgendwann mit innerer Kraft auch bewußt wirkungsvoll kämpfen zu können/zugleich auch gelöst, gesund, blockadefrei zu leben (usw), es sind aber auch Vorgänge, die man kaum je hört oder zu lesen findet. Genau genommen kann ich ja selbst kaum beschreiben, was da eigentlich vor sich geht, obwohl ich mich doch eigentlich ganz gut ausdrücken kann. Und bedenkt man dann noch, daß die Vorgänge und Phänomene bei unterschiedlichen Menschen zwar ähnlich, aber nicht dieselben sind, dann erzielt man bei zuviel Zerpflücken und zuviel Verstandesbetonung höchstens den berühmten Effekt der Chan-Meditation, daß sich das Gehirn irgendwann wie ein PC "aufhängt" und endlich Leere und Fühlen und freies SEIN zuläßt. Und ich denke, das wäre auch die beste Voraussetzung, um dem Inneren der KK gerecht zu werden und es sich entwickeln zu lassen, denn es ist etwas sehr umfassendes- vergleichbar wird das Äußere des Menschen ja auch durch viele Faktoren definiert- Aussehen, Muskulatur, Körperbau, Sprache, Athletik, Training usw... und ähnlich vielschichtig ist auch der innere Aspekt. Abgesehen davon, daß unser Verstand, an dem wir uns so gerne festhalten, um etwas verstehen zu können, nur EINES von diversen Werkzeugen ist, die uns dafür zur Verfügung stehen (und tendenziell eher in Richtung Außen, Materie, Sicht- und Greifbares orientiert ist)- aber gerade wenn es um Inneres geht, spielen auch andere Werkzeuge, wie Gefühl, Instinkt, Intuition etc eine Rolle- als gleichberechtigte Werkzeuge NEBEN dem Verstand und nur als Gesamtheit und Einheit all dieser Werkzeuge mit wirklicher Aussicht auf "Erfolg". |
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#149
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das meine ich ernst!gruß hongmen
__________________ Schule für Innere Kampfkunst |
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#150
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| ich lese gerade in Jans Pushhands-Buch auf S227ff. über die Definition Innerer Kampfkunst. Einige zu unserem Thread interessante Sätze gebe ich mal wieder. -daß es eine rein innere KK nicht geben kann und daß nur eine kk, die innere und äußere aspekte enthält, auch vollständig ist und dazu taugt, darüber hinaus als lebensweg zu dienen... weil der innere aspekt quelle allen äußeren ist. das innere also als quell, geist, nicht so leicht fassbar und subtil, und daraus wird alles weitere geformt bzw geht daraus hervor, wird zu energie, die dann durch den körper ausgedrückt wird. zu beachten, daß speziell im tjq mit weichheit härte überwunden wird und daß in der inneren entwicklung schon der ansatz zu entgegengesetzter äußerer fähigkeit liegt, wo also aus dem weichen innen das harte, "entgegengesetzte" äußere entsteht. im tjq geht es vorwiegend um die entwicklung sogen. innerer energien, die dann in der kk als kraft nach außen wirken. (daher auch innere kraft anstatt von muskelkraft=genau genommen feisnte abstimmung/harmonisierung innerer und äußerer kräfte, die so subtil werden können, daß die eigentliche Bewegung nicht mehr auffällt und statt entgegensetzen eigener harter kraft am gegner besser dessen kraft nachgeben) d.h., innen und außen spielen zusammen und werden immer harmonischer und feinstofflicher, bis schließlich nahezu unsichtbar (kleinere Bewegungen) Prinzip größtmögliche wirkung bei minimalem aufwand. wichtig dazu ist innere einheit und gelassenheit, herz mit aufmerksamkeit verbinden (kennen wir aus inneren und äußeren harmonien), um die nötige innere entschlossenheit zu haben, um die in sich geschlossene, einsgerichtete energie zu erzeugen, die sich dann mit den kräften des körpers verbindet und in einem einzigen zusammenhang als ganzes bewegt (sehnen und knochen verbinden)- geistige einheit entwickelt energetische gesamtheit, wodurch der körper in seiner optimalsten form agieren kann (nei san he- wei san he) Netter Satz zum Schluß: "Aus dem Innen geführt, im Äußeren gestaltet, gibt es kein Innen und kein Außen" Letztendlich landen wir- das ist jetzt mein eigener "Senf" dazu- wieder wei Yin-Yang, Wuji und den kosmischen Gesetzen "wie innen, so außen"... |
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