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#1
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| hi, ich wollte mal kurz eine frage zum kua(?) beim taiji loswerden.. wie verhält sich dieser muskel genau? ist er immer entspannt? oder hebt man das schambein in den standpositionen oder wenn schläge simuliert werden? und entspannt den bereich dann entsprechend wieder um seine position zu ändern? ich versuche eine form aus dem internet zu lernen :P und zu dem thema ist da leider nichts beschrieben, vllt. kann mir der ein oder andere ja einen tipp geben! vielen dank, robert |
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#2
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| Das Kua ist kein Muskel, sondern die Falte in zwischen Schambein und Beckenknochen.
__________________ But if they tell you that I've lost my mind Baby it's not gone just a little hard to find |
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#3
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| Eine gute Info aus dem Netz: .................................................. ........... What is "relaxing kua" in tai chi? I have read at some places that if you dont relax your kua / pelvis you get knee pain. How does one exactly achieve this " opening pelvis" or "opening hip joints"? Answer Remember, this is a very short answer for a question that will require months of practice to properly understand. It can be said that the kua are your hips. On the surface of the body the kua is the inguinal crease between the thigh and the pelvic area. Internally the kua is the ball and socket joint of the femur and the pelvis. Relaxing the kua requires flexibility, muscular development, and mindful practice. The flexibility can be achieved through stretches like butterflies, body bends and side splits. Muscular development can be achieved through silk reeling exercises. Mindful practice is trying to increase your awareness of the sensation in the area combined with proper coordination. This should all be done through the careful scrutiny of a qualified instructor, as there are MANY other structural principles at play here. If these principles are not adhered to, then you can injure yourself. It is true that relaxing the kua can relieve pain in the knees through proper structure and release of tension, but the opposite also holds true. Relaxing the kua places a heavier burden on the muscles of the legs. If the muscles, and more importantly the tendons, are not conditioned properly, then relaxing the kua and sinking into a stance that is too low for beginners, may also cause injury. .................................................. ........... (und siehe das Unterstrichene bezüglich Videolernen) Schöne Grüsse, Giles
__________________ Do not give up the near in order to seek the far. |
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#4
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| Dazu muss das Kua durchlässig sein, was nicht bedeutet, dass die zugehörigen Muskeln immer vollständig enstpannt sind, sondern dass die Muskelspannung das Gelenk nicht blockiert. Das Kua wird während der Ausführung der Form abwechselnd geöffnet und geschlossen. Verschiedene Stile haben dazu unterschiedliche Anweisungen in Bezug auf das Kua, die man eventuell erst nach tieferem Studium der IMA in Übereinstimmung bringen kann, bzw. den Zweck des Unterschieds versteht. In dem Buch "die Energietore des Körpers öffen" von Bruce Franzis wird ein wenig auf das Kua eingegangen, dafür lohnt es sich IMO zwar nicht das Buch zu kaufen, aber vielleicht findest Du es in einer Bibliothek, bzw. stehen auch da auch noch andere interessante Dinge drin. Zitat:
Die erste Wahl ist natürlich ein guter(!) Lehrer. ![]() Wenn Du diese Möglichkeit gar nicht hast, mach einfach das nach, was auf dem Video (solltes Dir natürlich nicht den Dilettanten von nebenan aussuchen, auch wenn er einen Seidenpyjama trägt) zu sehen ist, schule deine Beobachtungsgabe und Dein Körpergefühl und versuche Dich mit Deinem Gefühl immer mehr dem anzunähern, was Du siehst. Entspanne Deinen Körper und beruhige Deinen Geist! Geändert von bluemonkey (29-07-2010 um 10:16 Uhr). |
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#5
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| Der Punkt ist im Grunde recht einfach, nämlich der, dass man die ganzen Muskeln im Hüft- und Beckenbereich so (stark) trainieren muss, dass man mit Becken und Hüftgelenken wirklich machen kann, was man will bzw. was die Bewegungen und Bewegungsregeln erfordern, und dass man nicht mehr das macht, was bequem erscheint, oder was noch auszuhalten ist, oder was man vom Alltag her gewohnt ist. Wenn der Bereich stark genug trainiert wurde, dann kann man alle Bewegungen und Haltungen umsetzen, ohne zu verkrampfen und eine gewisse Entspannung in dem Bereich die ganze Zeit aufrecht erhalten. Das Problem ist oft, dass viele Übende diese Art der Entspannung (die auf der trainierten Kraft beruht) mit dem falschen Weg der Bequemlichkeit verwechseln, d.h. Hüften und Becken eiern immer da nur herum, wo es sich eben nicht (zu) anstrengend anfühlt. Wenn der ganze Muskelbereich einigermaßen durchtrainiert ist, dann kann die angemessen Entspannung aufrecht erhalten werden, und der gleichzeitige Muskeltonus für die gleichzeitig verhandenen hohen Muskelbeanspruchungen bedeuten dann erst das wirkliche Öffnen der Energiekanäle. Was nutzt es, die Energiekanäle durch falsche aber bequeme Bewegungswege offen zu halten? Leider nicht viel!
__________________ chin. "Jin"="physische Energie". Dass sich durch langsame Bewegungen mit der Zeit eine mystische "Jin-Flüssigkeit" ansammeln würde, ist Unsinn. |
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#6
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| super, ich danke dir / euch vielmals. |
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#7
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| Wie auch in dem Post von Giles beschrieben, verlagert eine durchlässige Hüfte die Kraft mehr auf die Oberschenkelmuskulatur, was zu Beginn sehr anstrengend ist und was sich im Oberschenkelumfang der entsprechenden Trainierenden niederschlägt. D.h. gerade die normale Alltagshaltung fügt in der Hüfte mehr Spannung hinzu und erreicht damit eine Schonung der Oberschenkel. |
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#8
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Vielleicht reden wir sonst schon mal öfter aneinander vorbei ![]() rudi
__________________ Früher: "Bewegt sich der Gegner, bin ich schon da." Heute: "Bewegt sich der Meister, verharre ich." |
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#9
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| Ich meine damit eine fehlerhafte Haltung, die jemand deswegen einnimmt, weil sie eben bequem ist. Und die falsche Suche nach Bequemlichkeit, weil ja alles "entspannt" sein soll.
__________________ chin. "Jin"="physische Energie". Dass sich durch langsame Bewegungen mit der Zeit eine mystische "Jin-Flüssigkeit" ansammeln würde, ist Unsinn. |
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#10
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| zum kua: Der Schlüsselpunkt im Taiji und sicher vielen anderen Stilen... das Kua geht immer nach vorne auf, während die hüfte nach unten sinkt (steissbeinspitze nach vorne) und das gewicht in den jeweiligen fuss fliesst...der torso rotiert dabei um seinen stamm nach hinten....wenn das kua aufgeht drückt die hintere schulter nach hinten und unten...dadurch wird der körper aufgezogen und kriegt Fali Power.. zu beachten: wenn das kua aufgeht geht der kopf (baihui) immer nach oben und vorne...wenn es zugeht kopf auch obenlassen...wenn der kopf korrekt ist folgt das kua allmählich von selbst nach... generell ein sehr komplexer vorgang den man am besten von einem erfahrenen Lehrer in einem Hands On in Privatunterricht lernt ... das braucht jahre der übung man kann da wirklich viel falsch machen... lg he Geändert von Hengli (29-07-2010 um 19:52 Uhr). |
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#11
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| Ich glaube ich weiß was Du da beschreibst, aber da gibt es ganz simple Übungen für. Wie auch immer, vielleicht meinen wir aber etwas anderes und daher frage ich mal, was Du mit "aufgehen" meinst.
__________________ Früher: "Bewegt sich der Gegner, bin ich schon da." Heute: "Bewegt sich der Meister, verharre ich." |
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#12
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| Das eigentliche, oder geschwollen formuliert "wahre", Aufgehen/Öffnen des Kua, d.h. der Hüftgelenke, besteht darin, dass es komplett bewusst kontrolliert wird. Dazu muss der ganze Muskelbereich, wie gesagt, eben in einem gut trainierten Zustand sein. Die Kontrolle wirkt sich dann dahingehend aus, dass das Becken nicht planlos und von situativen "Zwängen" bedingt seitlich kippt, und sich zudem in der frontalen Kipprichtung optimal anpasst. Das frontale Kippen bedeutet dieses leichte Aufrichten des Beckens, d.h. die Vermeidung vom Hängen im Entenarsch o.ä.. Für den Lernenden ist dieses frontale Aufrichten, d.h. die Vermeidung vom Entenarsch, der erste Schritt, den ganzen Bereich motorisch und muskulär zu stimulieren, und immer mehr die bewusste Kontrolle über die ganze Region zu gewinnen. Mehr und mehr geht es aber darum, das unkontrollierte bzw. von Alltagsgewohnheiten geprägte seitliche Kippen des Beckens zu überwinden. Das geht nur, wenn die Muskulatur der Hüftgelenke wirklich gut trainiert ist. Die Hüftgelenke müssen 100%ig kontrolliert werden können, damit das Becken und damit die untere WS kontrolliert werden kann. Die Hüftgelenke müssen die untere WS von bestimmten "Aufgaben" befreien, damit die ganze Oberkörperstruktur sauber erhalten bleiben kann. Was machen die Leute für Fehler? Bspw.: - Ein Bein wird für einen Schritt angehoben, und die entsprechende Seite des Beckens bleibt nicht gesunken, sondern wird fälschlicherweise mit angehoben. Ggf. kommt die ganze WS in eine leichte Schräglage zur Gegenseite der Schrittrichtung. - Ein Fuß wird am Ende einer Schrittbewegung abgesetzt, und der Übende "fällt" in dieser letzten kurzen Phase in den Schritt hinein und verliert damit die Verwurzelung im anderen Bein, insbesondere in der Hüfte, weil die Hüfte damit kraftmäßig überfordert ist. - Eine Rotationsbewegung des Beckens, wobei logischerweise immer eine Rotation in einem oder beiden Hüftgelenken auftritt, wird mit einer Phase des Gewichtungswechsels vermischt. Das Rotieren in nur der gewichteten Hüfte ist zu anstrengend, also gleitet man schon (aus Unkenntnis und Bequemlichkeit) in die Phase des Gewichtungswechsels hinein. Das Problem ist, dass die meisten Leute die Wichtigkeit der peinlichst genauen Beachtung dieser Regeln nicht erkennen (können oder wollen, oder weil der Lehrer es nicht bekannt gibt). Die Leute denken intuitiv, dass es wichtiger wäre, den Fuß an der "richtigen" Stelle aufzusetzen, als die Hüfte korrekt und 100% unter Kontrolle zu behalten. Also machen sie lieber eine falsche Hüft- und Beckenbewegung, als (bspw.) den Fuß an einer "falschen" Stelle aufzusetzen. Die korrekte Übungsmethode wäre aber, zuerst die Hüfte und das Becken unter Kontrolle zu behalten, und sich zunächst mit der dadurch eingeschränkten Freiheit für die Beine und Füße zufrieden zu geben. Häufig passiert es aber, dass Lehrer ihre Schüler darüber aufklären, aber die Schüler es einfach nicht verstehen und die Worte wieder vergessen, weil sie die Wichtigkeit der Angelegenheit nicht einschätzen, oder weil das ihren eigenen (logischerweise zunächst naiven) Übungsvorstellungen widerspricht. D.h. die meisten wissen beim Einstieg ja gar nicht, worauf sie sich bei einer IKK einlassen; sie können es ja nicht wissen, weil sie es noch nicht gelernt haben. Viele wollen ja gar nicht weiter und vertieft üben, wenn sie erfahren, wie man richtig übt. Das ist IMO das Hauptproblem.
__________________ chin. "Jin"="physische Energie". Dass sich durch langsame Bewegungen mit der Zeit eine mystische "Jin-Flüssigkeit" ansammeln würde, ist Unsinn. |
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#13
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| Simple Übungen ja, aber eben auch profunde Übungen...das kua rotiert wie ein kugelgelenk um sich selbst frei in alle richtungen...wobei aber "nach unten" die wichtigste kraft in der anwendung ist.... um diese allseitige rotierung zu erreichen sinkt das gewicht durch die fixierten knie in den fuss während der torso nach hinten rotiert und das steissbein nach unten und vorne sich bewegt... dadurch geht das kua nach vorne und macht auf....der stamm rotiert also um seine eigene achse während das dantien nach hinten unten vorne rotiert...usw. usw. siehe auch ab ca. 1:45:http://www.youtube.com/watch?v=Rai-j...eature=related man beachte das vordere kua... Geändert von Hengli (29-07-2010 um 23:03 Uhr). |
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#14
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| Ah okay, ich denke ich meinte etwas anderen ![]()
__________________ Früher: "Bewegt sich der Gegner, bin ich schon da." Heute: "Bewegt sich der Meister, verharre ich." |
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#15
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| o0.. das verstehe ich leider nicht genau :/ ich komme wohl um angeleiteten unterricht nicht herum. vllt kann ich da gleich eine frage zu taiji-schulen in berlin loswerden.. bei mir in der nähe wird zum einen yang-taiji nach cheng-man-ching unterrichtet, in der "wuli"-schule. zum anderen wudang-taiji von einem gewissen yismet himmet. von dem halte ich persönlich recht viel, weiss aber nicht wie sein taiji ist, hat jmd. erfahrungen mit den schulen? daaaaanke :-) |
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