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#1
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| Guten Abend, ich frage mich aktuell des öfteren, was so der grobe Schnitt ,,an Lehrzeit" sprich Übungsstunden bei den Lehrern hier bei uns in D-Land ist. Ich meine viele Optionen gibt es ja nicht wirklich: - Entweder man hat nen Lehrer hier vor Ort, das ermöglicht doch sehr intensives Üben. - Ist dies nicht der Fall, muss wohl in der Regel über Seminar oder Reiseaufenthalt gelernt werden. Jetzt würd mich doch sehr interessieren, welchen Umfang ihr für angemessen haltet bevor jemand unterrichtet und was euch in der Regel so begegnet. Ich fände es nett, wenn ihr dazu schreibt, falls ihr Unterrichtet und natürlich würde mich vorallem eure ,,Lehrzeit" interessieren, bevor man damit anfing! Grüße Ima-Fan |
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#2
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| eine zweischneidige Frage ... ![]() so effektiv die Seminare bei den (Groß-)Meistern auch sind, ohne begleitenden Unterricht hier- Gruppe und/oder Privat gehts meiner Meinung nach nicht, wenn man sich entwickeln will. Ich z.B. habe hier zwei Lehrer mit langjähriger Erfahrung (bei und mit Jan gelernt), die mir weiterhelfen, sowie einen Meister in Österreich, so daß ich in Zeiten ohne Seminare bei den Chens gut "aufgehoben" bin. Ich muß gestehen, bei mir sind es im Taiji gerade mal 5 Jahre, wobei nach eineinhalb eher durchschnittlichen Startjahren dann allerdings das Tagespensum über einen längeren Zeitraum bei mehreren Stunden lag- plus mindestens zwei Stunden Videos, Theorie, Bücher etc pro Tag- und davor auch diverse Jahre Kampfsport bzw Kampfkunst, Qi Gong, Meditation und "energetische Spielereien". Heute trainiere ich ca 4-5 mal pro Woche, die anderen Tage dienen der Regeneration. Also ein Pensum, das mancher Lehrer nicht hat, der schon doppelt so lange dabei ist. Ich denke, letztendlich zählen neben den Jahren und der Bewegungsqualität, die man mitbringt, auch die Inhalte und die Intensität der Lernzeit (auch wenn ich bedaure, nicht schon 20 Jahre früher mit Taiji angefangen zu haben), zuletzt auch der Draht zum Meister, von dem viel abhängt. Immerhin gibt es bei einer Inneren KK ja auch gewisse Prozesse und energetische Geschichten, die trotz aller Möglichkeiten eine gewisse Zeit brauchen. Interessant ist, daß sich Krankenkassen meines Wissens oft schon mit ca 250 Std zufrieden geben, während einigermaßen seriöse Schulsysteme bei eher um die 400 Stunden mindestens liegen, bzw. manche eine Mindestzeit von 2 Jahren festlegen, die allerdings betüglich Inhalt flexibel gehandhabt werden können von 1x wöchentlich bis zu mehrfach... Geändert von scarabe (31-07-2010 um 02:35 Uhr). |
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#3
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| Bei uns in der Akademie liegt die Dauer für die Lehrerausbildung bei drei bzw. sechs Jahren. Die drei Jahre gelten für Schüler vor Ort welche mehrfach wöchentlich zum Unterricht erscheinen und ca. 1000 bis 1500 Ausbildungsstunden absolvieren, die sechs Jahre gelten für Schüler von "weiter weg" welche "nur" zu Seminaren kommen und jährlichen Blockunterricht bei uns besuchen - sie haben rund 600 Stunden Ausbildungsdauer und zusätzlich noch quartalsweise Videoüberprüfung, Skype-Tutoring und Hausaufgaben.
__________________ There is no way to happiness, happiness is the way. |
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#4
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| . Geändert von Hengli (19-11-2011 um 20:15 Uhr). |
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#5
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| also ich übe jetzt seit 15 jahren ChingWu Kung Fu und unterrichte offiziell seit november 09...ich denke , dass die schon geschriebenen 10 jahre eine gute zeit sind,....6 jahre finde ich persönlich etwas zu kurz gegriffen.natürlich sollten sich auch lehrer ständig weiterbilden. jede lehrende person ist gleichzeitig auch immer schüler, entweder von einem direkten Meister oder von der Lehre selber...und ich glaube auch nicht, dass nur ein Dan-Grad oder schwarzer gürtel etwas über die qualifikation einer lehrenden person aussagen - natürlich hat solche person dann eine gewisse qualifikation...jedoch gehört in unserer branche (egal welche KK) auch immer der kampf dazu. viele leute z.b. im Kung Fu sind nur noch mit Formen/Kuen beschaeftigt...wo bleibt bei diesen leuten der Kampf, wo ja die KAMPF-Kunst her kommt? ich denke, dass auch immer das eine rolle dabei spilet
__________________ Kung Fu ist nicht kämpfen; Kung Fu ist nicht zu kämpfen;"It's a long way to go" www.chingwu-kampfkunst.de |
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#6
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| Zitat:
@ Hengli: ...und wie kommt es dann, dass Du Dich nach nur drei Jahren bei Herrn Chen schon als Yiquan Lehrer verkaufst !!??Naja...is schon O.K., die Chengrong Linie ist ja auch nicht besonders anspruchsvoll (meine Erfahrung) !!!Ich denke, dass wenn ein Schüler sich um die 10 Jahre intensiv mit seinem Stil unter fachlicher Anleitung auseinandersetzt und in dieser Zeit auch schon mal als "Assistenz Lehrer" unterwegs war...dann sind das optimale Voraussetzungen, um einen guten und sinnvollen Unterricht zu gewährleisten! Aber ich vermute, dass ich da mit meiner Meinung nicht zu viel Unterstützung bekomme... heute reichen ja manchmal schon ein paar Monate in China oder eine gewisse Zeit bei einem "großen Namen" um mit einem lächerlichen Lehrdiplom oder Duan zurückzukommen, um hier dann gut ins Geschäft einzusteigen...da wünsch ich mir doch wirklich manchmal die "guten, alten Zeiten" zurück, wo man solchen "Meistern" noch richtig in den Allerwertesten getreten hat... !!! |
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#7
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| 2 Std. tägl. X 6 = 12 Std/Woche X 50 Wochen = 600 Std. X 5 Jahre = 3000 Std. |
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#8
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| . Geändert von Hengli (19-11-2011 um 20:15 Uhr). |
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#9
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| Servus Hengli, ich gehe gerne noch mal auf einige Punkte genauer ein... Zitat:
Ich habe folgendes Hinterfragt, nicht mehr! Zitat:
Zitat:
Genauso Michael...aber daraufhin leider nix mehr von von Euch gehört!!! Also noch mal: Wenn jemand von Euch Lust auf Training, Sparring & Roushou hat...schick mir ne Nachricht, ich nehme mir gerne die Zeit dafür !!!Zitat:
... Zitat:
Und ich denke nach etwas über 20 Jahren Erfahrung und Austausch mit verschiedenen Yiquan Linien, kann ich mir ein persönliches Urteil über Yao's Methode erlauben...auch wenn es Dir nicht gefällt!!! Solong...und komm vorbei, wenn's Dich nach B. verschlägt! |
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#10
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| . Geändert von Hengli (19-11-2011 um 20:16 Uhr). |
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#11
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| entschuldigt bitte, aber ich frage mich schon, was diese Wechsel oder auch stilistische Ergänzungen bedeuten- es sind zwar viele Jahre des Praktizierens innerer KK (vor allem Chen Taiji?)- aber dann kamen erst WT zusätzlich zum Chen (nicht effektiv genug?), dann ein Jahr später Yiquan (anfangs ja Riesen-Begeisterung), jetzt, wieder drei Jahre später Practical Method Hunyuan (ist das nun ein eigener Stil oder gehört es noch zum Chenstil? CZH war ja Tudi von Feng Zhiqiang, der Hunyuanstil machte...? Und wenn es doch Chen ist, es sieht bei Chen Zonghua ja doch recht anders aus, als z.B. bei Chen Quanzong) ... was suchst Du? (und gibt es das Gesuchte denn überhaupt irgendwo im im Außen in irgendeinem Stil oder einer KK oder ist es eher eine innere persönliche Frage, bzw nur in Dir selbst zu finden?) Ich muß nun auch sagen, daß ich doch ein paar Einblicke in WT und Yiquan hatte und beides war zwar eine gute Erfahrung, aber auf Dauer meinen stilistischen skills im Chen Tuishou wegen diverser Unterschiede eher abträglich- wie kann man das unter einen Hut bringen, ohne daß die Entwicklung in einem Stil leidet? Würde man seine Energien auf den Fortschritt EINES Stils legen, müßte man doch wesentlich mehr erreichen, als wenn man quasi in verschiedene Richtungen zugleich marschiert? Geändert von scarabe (02-08-2010 um 01:04 Uhr). |
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#12
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| . Geändert von Hengli (19-11-2011 um 20:16 Uhr). |
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#13
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| Ja, alles Deine Privatangelegenheit, aber da Du eine große Webpräsenz pflegst, wo alles öffentlich einsehbar ist, solltest Du Dich über Rückfragen innerhalb dieses Threads, auch auf Deine Ausführungen vom 31. 7. hin, nicht wundern. Wenn ich richtig gezählt habe, waren das 10 Lehrer in 16 Jahren (bei mir sind's auch 8, in 27 Jahren, aber auf Empfehlung meines in Ruhestand getretenen Meister bzw. nach seinem Heimgang, und Baishi habe ich auch nur einmal gemacht). Das Yao-Zertifikat, das Du nach 3 Wochen in Beijing erhalten hast, ist immerhin ein Trainerschein, wenn auch nur für Anfängerniveau. Das widerspricht aber Deinen anfangs genannten 10 - 6 Jahren gewaltig, oder schaffst Du das alles in so kurzer Zeit? Alles doch im Rahmen des Themas, oder? |
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#14
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| . Geändert von Hengli (19-11-2011 um 20:16 Uhr). |
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#15
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| Zitat:
Lehrer: mindestens 6 Jahre Ausbildung, mindestens 500 Unterrichtseinheiten Bei einer Selbstverpflichtung von 30 min eingenem Training täglich nochmal mindesten 1095 Stunden eigenes üben, dazu 100 UE Unterrichtserfahrung. Das ist IMO eine gute Mindestanforderung, auch wenn die 30min mit Not gerade mal für die stehende Säule ausreicht ![]() Da man noch ein paar andere Übungen und Formen erlernen und am Leben erhalten will, kommt da normalerweise einiges mehr zusammen. |
![]() |
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