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#1
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| Hi, ich bin in Sachen Kampfkunst/Kampfsport sehr unerfahren, Interesse war schon immer da, leider wohne ich eher ländlich und daher ist das KK-Angebot hier sehr mager. Jetzt habe ich endlich Führerschein und Auto und neben der Ausbildung genug Zeit, um mich richtig in die Sache reinzuhängen. Im Internet habe ich eine KK-Schule gefunden, die Standard Stil Tai Ji Quan, Chen Hun Yuan Stil Tai Ji Quan, Chang Quan Kung Fu und Qi-Gong anbietet, außerdem einige kulturelle Angebote (Schrift und Sprache Chinas, chinesische Kunst). Für den Anfang sollten mir aber die 4 KK-Angebote reichen. Die Trainingszeiten sind so gelegt, dass man jeden Abend in der Woche 2-3 Std trainiert. Denkt ihr, es macht Sinn, da mit 20 Jahren einzusteigen? Die Disziplin um da regelmäßig hinzugehen, bringe ich auf jeden Fall mit, abends habe ich sowieso nicht allzuviel zu tun. Was ist generell von solchen KK-Schulen zu halten, die so viel verschiedenes anbieten? Was kann ich mir von regelmäßigem Training, vor allem in Hinsicht auf geistige und körperliche Entwicklung erwarten? (vor allem in puncto Ausgeglichenheit, habe öfters Stimmungsschwankungen und bin häufig sehr angespannt/verspannt, was sich auch körperlich äußert) Jegliche Gedanken zu dem Thema sind erwünscht. LG! |
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#2
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| Hi, warum soll es keinen Sinn machen? Diese Stile sagen mir gar nichts, aber geh doch einfach hin und finde heraus, ob Dir das Spaß macht. Manchmal dauert es ein bißchen, bis man den passenden Kampfsport gefunden hat. |
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#3
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| Vielleicht solltest du ein paar Wochen lang austesten, welchen dieser Stile du verfolgen möchtest. Dann entscheidest du dich und trainierst gezielter. Und mit 20 Jahren einzusteigen - nun, warum nicht?! Zu alt bist du jedenfalls nicht. Das ganze klingt fast paradiesisch: Zeit, Geld und Lehrer in der Nähe. Auf geht's! |
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#4
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| So wild ist das mit diesen Stilen nicht. Das sind zwei verschiedene Variationen von Taiji, und Longfist welches sich gut mit Taiji ergänzt (im Gegensatz z.B. zu WC-Derivaten). Daneben Qigong, auch keine wilde Sache die sich nur Eingeweihten nach Jahrmillionen erschliesst. Wenn derjenige das qualifiziert unterrichtet, ist das sicher eine gute Sache. Das sieht man im Zweifel daran wie gut die Leute die Longfist-Übungen hinbekommen, denn wenn das aussieht wie Kappes, ist das nicht zu verschleiern. Die Taktiken im Einsatz unterscheiden sich aber massiv, sofern man also lernen will sowas tatsächlich zu benutzen, wird man sich einen Schwerpunkt überlegen müssen. |
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#5
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| Scheint diese Schule zu sein ![]() Long Bao, Schule für chinesische Kampfkunst und Kultur in Dortmund - Standard Tai Ji Quan, Chen Shi Hun Yuan Tai Ji Quan, Chang Quan Kung Fu, Wu Shu Kennt jemand Shifu Long Jun?
__________________ But if they tell you that I've lost my mind Baby it's not gone just a little hard to find |
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#6
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| ja, genau die ist es. lg |
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#7
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| Hallo, setz dich mal mit dem Angebot der wctag in Nähe Dortmund auseinander. WCTAG Schulverzeichnis Frank Marquardt (Ausbilder): Trainingseiten telefonisch erfragen wäre für mich erste Anlaufstelle!
__________________ Liebe Grüße Dao |
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#8
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| Das Changquan, das dort unterrichtet ist, ist das moderne Wettkampf-Changquan. Das passt vielleicht nicht so gut zum Taijiquan, aber das muss man halt auch selber ausprobieren. Kommt eben drauf an, was man möchte. Anschauen ist nie schlecht, für richtiges gongfu wäre aber die WCTAG vielleicht die bessere Option. Kann aber sehr teuer werden, bei denen... |
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#9
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| Hi, der Vorteil bei der genannten KK-Schule ist m.E., dass man alles aus einer Hand bekommt und daher die Trainingszeiten gut kombinierbar sind, dH man kann erst Kung Fu machen und danach TJQ o.ä. Bekomme ich bei der WCTAG auch Kung Fu+TJQ+Qi Gong ? Womöglich noch direkt aufeinanderfolgend? Habe auf der Seite jetzt kein Kung Fu Angebot entdecken können. Mir ist wichtig, dass sowohl die äußere als auch die innere Komponente nicht zu kurz kommen, am ehesten schwebt mir ein hartes Kung Fu training und anschließend TJQ oder ähnliche Kombinationen vor. lg Geändert von maik_theissen (24-11-2007 um 20:00 Uhr). |
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#10
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| Zitat:
Die wesentlichen und grundlegenden Übungen sind das Qigong und die Lange Form, die eher langsam ausgeführt werden, dabei werden die Prinzipien erarbeitet. Später stehen Dir zusätzlich noch schnelle Handformen mit vielen Explosionsbegungen und Sprüngen, und die Waffenformen zur Verfügung, bei denen Du Dich nach Belieben auspowern kannst (z.B. mit einer schweren Hellebarde oder dem Langstock). Wenn Du dort richtig einsteigst, hast Du wahrscheinlich überhaupt keine Zeit mehr für etwas anderes. Es gibt einige Menschen hier in Deutschland (z.B. Frank Marquardt (WCTAG Frank Marquardt), der auch die Dortmunder Gruppe(n) regelmäßig betreut), die sich mehrere Jahre ihres Lebens ausschließlich Vollzeit mit Chenstil beschäftigt haben bzw. beschäftigen und ziemlich gut geworden sind. Einige in der WCTAG kommen von anderen Kampfkünsten (auch Danträger in äußeren KK), trainieren jetzt aber ausschliesslich Chenstil. Wenn Dir das nicht genügt und Lüdinghausen nicht zu weit ist, findest Du dort Gerhard Milbrat ->DAN GONG Meister in Tang Lang Quan, Taijiquan und mit sehr tiefer und langer Erfahrung in Qigong, der auch regelmäßig interessante chinesische und koreanische Meister nach Deutschland einlädt. Ist allerdings alles traditionelle KK und kein modernes Wettkampf-Akrobatik-Wushu! Geändert von bluemonkey (25-11-2007 um 08:15 Uhr). |
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#11
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| In welcher Schule trainierst Du? |
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#12
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| Gar keiner, mein Lehrer ist in Beijing. Ich weiß nur, dass Lehrgänge bei der WCTAG ziemlich teuer sein können. Zumindest empfinde ich das so, als Student. Nicht, dass andere Angebote nicht auch sehr teuer sind. Vielleicht sollte ich das erklären, indem ich sage, dass eines der großen Probleme des Taijiquan (oder allgemein Neijia) hier in Deutschland das ist, dass kaum junge Leute sich dem Training verschreiben - ganz anders als in China. Sowas wie Chen-stil könnte man mit Sicherheit aber auch bei jüngeren Generationen (Jugendlichen, Studenten etc.) an den Mann bringen, und gute Übende und Lehrer heranziehen. Hunderte von Euros für Lehrgänge verlangen ist da nicht so sinnvoll. Diese Kritik gilt nicht speziell für die WCTAG, wie gesagt, andere sind auf ähnlichem Niveau. Sinnvoll ist der Unterricht bei der WCTAG ganz sicher, nur eben nicht für jeden erschwinglich. Bezüglich Kungfu und Taijiquan: Ich will hier keine Diskussion modernes gegen traditionelles Wushu vom Zaun brechen, aber ein Anfänger kann sich unter den Sachen gar nichts vorstellen. Das Kungfu in der Schule scheint, wie ich schon sagte, modernes Wushu zu sein. Das ist sicherlich extrem anstrengend (weil hoher Akrobatik-anteil), kann sicherlich auch Spaß machen, wird einen aber nicht wirklich in kämpferischer Weise ausbilden - nicht mehr jedenfalls, als Geräteturnen o.ä. Man kann sich damit auch die Knie kaputt machen, was eventuell von dem Taijiquan und Qigong wieder aufgefangen wird. Meine Empfehlung wäre hingehen und sich das anschauen. Aber sich auch nicht davon blenden lassen, was für 'Sachen' die alles unterrichten. Es ist wichtiger, was die dort konkret unterrichten (und wie), und nicht was man sich vorstellt, was Kungfu und Taijiquan etc. ist und dass man unbedingt dies und jenes machen kann. Wie gesagt, wenn ich eine moderne Wushu Schule mit der WCTAG vergleiche, dann findet man traditionelles gongfu (im Sinne von wugong - kämpferischen Fähigkeiten) eher bei der WCTAG. Was nicht heißt, dass das eine besser ist als das andere. Es kommt nur darauf an, was man üben und erreichen möchte. PS Wenn es nur ums anstrengen geht, dass geht bei der WCTAG auch. Guter Chen-stil ist auch körperlich ziemlich fordern, nur anders als modernes Wushu. |
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#13
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| Zitat:
Geändert von bluemonkey (25-11-2007 um 18:42 Uhr). |
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#14
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| Persönliche Erfahrung habe ich natürlich nur mit meinem eigenen Lehrer. Der unterrichtet chinesische Studenten ihren finanziellen Möglichkeiten entsprechend. Nicht völlig kostenlos, da er der Auffassung ist, dass dadurch der eine oder andere meinen würde, es wäre nichts wert. Durch die Erfahrungen meines China-aufenthalts würde ich dem auch voll und ganz zustimmen. Ganz allgemein ist es aber eh so, dass jemand, der die baishi-Zeremonie hinter sich hat, eh nichts mehr zahlt. Stattdessen ist man halt dem Lehrer anderweitig verpflichtet, was heißt, jeder soll halt seinen Fähigkeiten und Möglichkeiten entsprechend den Lehrer bei seinen Aktivitäten unterstützen. Der traditionellen Auffassung nach ist Geld nicht entscheidend, lediglich die Hingabe des Schülers zählt - dazu gehört aber mehr, als nur im Unterricht fleissig zu sein. Mein Lehrer hat wohl ziemlich viel Zeit verbracht, die Wohnung seines eigenen shifus in Schuss zu halten, also zu reparieren, renovieren etc. Das sind typische Wege traditioneller Art, für den Unterricht des Lehrers zu "bezahlen". Heute ändert sich das auch in China, es werden also nicht nur Ausländer zur Kasse gebeten. Aber die ernst zu nehmenden Lehrer haben gewisse Grenzen und sind zumindest mehr an Talent und Hingabe der Schüler interessiert als an ihren wirtschaftlichen Möglichkeiten. Ich will auch ganz klar sagen, dass ich verstehen kann, wenn ein Lehrer für seinen Unterricht Geld verlangt, besonders, wenn er davon Leben muss. Und die Zeit und Kraft, die man in eine "Ausbildung" in Sachen gongfu investiert hat, ist absolut nicht ohne. Aber häufig steht dann leider der wirtschaftliche Aspekt der Weitergabe und Verbreitung der Übungsmethoden im Weg. Andererseits wäre es in Deutschland vermutlich furchtbar anstössig, Schüler und Studenten nur ein Taschengeld abzuverlangen, während vollverdienende Menschen höhere Gebühren entrichten sollen... von wegen "Gleichheit" und so ![]() |
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#15
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| Zitat:
In Karlsruhe bekommst Du ab 33 Euro im Monat einmal die Woche sehr qualifizierten und engagierten Unterricht. Das ist weniger, als einige Tanzschulen oder Fitnessstudios verlangen, die sich dennoch nicht über Zulauf von Jugendlichen und Studenten beklagen müssen. Sicherlich kann man nicht alle über einen Kamm scheren und ich bin auch nicht blind für die zunehmende Verarmung größerer Bevölkerungsgruppen, dennoch gibt es viele Jugendliche und Studenten, die weitaus größere Summen in Kneipen und Diskotheken oder für Ihr Handy liegen lassen. Nach meinem Eindruck gibt es gerade in der WCTAG vergleichsweise sehr wenige Lehrkräfte, die tatsächlich davon leben können, obwohl Sie selbst sehr viel (vor allem Zeit!) investiert haben. |
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