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  #1  
Alt 09-05-2007, 14:35
Benutzerbild von Hongmen
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: INNERE KAMPFKUNST
 
Registrierungsdatum: 31.10.2005
Alter: 53
Beiträge: 1.466
Standard Merkblatt füt Tai Chi Anfänger

Wie ihr ja sicherlich selber wisst, gibt es inzwischen viele zwielichtige TCC-Lehrer.
Ich würde gern mit euch zusammen ein Merkblatt für TCC-Anfänger erstellen, um sie darauf hinzuweisen worauf man Achten sollte, wenn man bei einem seriösen TCC-Lehrer landen will. Ich wäre für Hinweise die Ihr für richtig haltet dankbar.

Ich mache mal den Anfang:

1. Ein TCC-Lehrer sollte eine TCC-Form sichtbar sicher beherrschen.
2. Er sollte die Anwendungen kennen und auch Anwenden können.
3. Push-Hands sollte er im Unterrichts-Programm anbieten.
4. Er selbst sollte mit Verwurzeln, Zentrieren und Entspannen keine Schwierigkeiten haben.

.... mir fällt zwar noch mehr ein, aber ich will erstmal warten was von euch so kommt?

Beste Grüße
Hongmen
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Schule für Innere Kampfkunst
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  #2  
Alt 09-05-2007, 15:43
KKB-Userstatus: Professional
Kampfkunst: Ma-Tsun-Kuen Tai Chi Chuan
 
Registrierungsdatum: 12.01.2006
Ort: Berlin
Alter: 49
Beiträge: 977
Standard

Hi Detlef,

finde ich gute Pünkte, als "Basisaussiebverfahren". Vier weitere Vorschläge:

- Nicht nur der Lehrer sollte "gut" sein; zumindest ein paar seiner (älteren) Schüler sollten auch klare Ansätze in der gleichen Richtung zeigen können. Angenommen, daß es die Schule schon seit einiger Zeit gibt.

- Die Anwendungen usw. des Lehrers sollten tendenziell auch gegen Menschen funktionieren, die grösser bzw. schwerer sind als er/sie. Das, um zu klären, ob die Techniken wirklich nach TC-Prinzipien laufen oder eher auf der Basis von Masse wirken.
Natürlich ist das etwas schwieriger festzustellen, wenn der Lehrer selbst 130 kg wiegt....

- Es sollte ersichtlich sein, wie sich Basisübungen, Formen, Push-Hands auf verschiedenen Levels, Anwendungen usw. alle ergänzen. Mit anderen Worten, daß ihnen alle die gleichen Prinzipien zugrunde liegen.

- Der Lehrer muss auf einem Abstand von 3 Metern ein Glas Wasser mit Qi zum kochen bringen können.
OK, diese letzte vielleicht nicht...

schöne Grüsse,

Giles
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Do not give up the near in order to seek the far.
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  #3  
Alt 09-05-2007, 15:49
9InchSnails
Gast
Kampfkunst:
 
Beiträge: n/a
Standard

Zitat:
Zitat von Hongmen Beitrag anzeigen
4. Er selbst sollte mit Verwurzeln, Zentrieren und Entspannen keine Schwierigkeiten haben.


Super Idee für nen Thread! o.o Findet das Dussel gut...nur bin ich mit Punkt 4 nicht so ganz einverstanden. Wenn wir von nem totalen TCC Anfänger ausgehen, so wird dieser wohl kaum früh genug feststellen können ob sein Lehrer diesen Punkt erfüllt...meine ich *shrug*
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  #4  
Alt 09-05-2007, 17:10
Benutzerbild von Dao
Dao Dao ist offline
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Kampfkunst: Taijiquan, Baguazhang, Xingyiquan, Waffen, Neigong
 
Registrierungsdatum: 28.01.2002
Ort: Bayern
Alter: 52
Beiträge: 4.438
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Hi Detlef,
guter Thread.

- der Lehrer sollte in seiner Art der Unterrichtung "authentisch" sein. Wenn er von friedfertig, Qi, Kampfqualitäten, ... spricht, dann muß dies auch nicht nur in seinen Worten zu hören sein. Dann muß das auch in seinem Unterricht zu spüren sein!
- wie lange betreibt der Lehrer seine Kunst? Hat er eine richtige Ausbildung gemacht? Wie lange hat er assistiert und bei wem?
- welche Waffenformen beherrscht der Lehrer?
- welche innere Künste praktiziert der Lehrer allgemein?
- der Lehrer sollte auch Seminare aus anderen Linien, andere Länder, ... besuchen (nicht nur die eigene)
__________________
Liebe Grüße Dao
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  #5  
Alt 09-05-2007, 17:24
inaktiv
Kampfkunst: -
 
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Beiträge: 388
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Geändert von Pedro (17-05-2007 um 05:58 Uhr).
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  #6  
Alt 09-05-2007, 17:28
Benutzerbild von Trinculo
Moderator
Kampfkunst: 没有, Ni NT, ничего, SFA
 
Registrierungsdatum: 15.01.2004
Ort: Land der tausend Hügel
Alter: 41
Beiträge: 18.755
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Einerseits hast Du Recht, andererseits sagt natürlich die Anzahl der Stunden auch nichts aus. Jemand, der jede Schulklasse zweimal hinter sich gebracht hat, ist nicht unbedingt schlauer

Und die Sache mit dem Talent kann ein Anfänger bestimmt nicht einschätzen

Trotzdem: interessantes Thema, interessante Diskussion
__________________
But if they tell you that I've lost my mind
Baby it's not gone just a little hard to find
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  #7  
Alt 09-05-2007, 21:23
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Geändert von Pedro (17-05-2007 um 05:58 Uhr).
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  #8  
Alt 10-05-2007, 12:17
Benutzerbild von förderverein
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Kampfkunst: taiji, yiquan
 
Registrierungsdatum: 02.12.2004
Beiträge: 85
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Hallo zusammen,

auch ich finde dieses Thema durchaus interessant. Ich wage zwar zu bezweifeln, dass wirklich eine Merkbaltt herauskommt, mit dem sich jeder identivizieren kann, aber der Versuch ist erstrebenswert.

Zitat:
4. Er selbst sollte mit Verwurzeln, Zentrieren und Entspannen keine Schwierigkeiten haben.
"Dusseltier" hat in meinen Augen recht. Wie soll ein Anfänger das beurteilen können. Der Lehrer könnte das zwar verbal rüberbringen, aber der Anfänger könnte es schwerlich nachvollziehen. Ich denke der Lehrer sollte zu folgenden Begriffen, Ideen entwickelt haben und diese auch körperlich darstellen können.
  • Verwurzelt
  • Becken abgesunken (Becken kippen) o.ä.
  • Gelenke geöffnet
  • Wirbelsäule aufegrichtet
  • Verbundheit der Gliedmaßen
  • Enspannt im Sinne von Song
  • Zentriert
  • Vermeiden der Doppelgewichtigkeit
  • Yi - Qi - Li/Jing
  • 8 Grundtechniken und 5 Richtungen
  • Verschiedene Anwendungen der Positionen

    Ich denke es gibt noch viele weitere Punkte. Die o.a. sind mir so auf die Schnelle eingefallen. Ein Lehrer muss ja nicht in all diesen Punkt perfekt sein. Auch ein Lehrer bleibt immer ein Schüler. Aber es sollte eine klare Vorstellung da sein.

    Zitat:
    - der Lehrer sollte auch Seminare aus anderen Linien, andere Länder, ... besuchen (nicht nur die eigene)
    Zitat:
    Ich sporne meine Schüler dazu an, nehme sie überall hin mit (wenn sie wollen). Nur dann können sie mein Können (bzw. Nichtkönnen) beurteilen.

    Wer nur eine Rose gesehen hat, kann nicht sagen, ob sie gut gewachsen ist, oder kümmerlich ist.
    Nur wer viele Rosen gesehen hat, vermag das zu tun.
    Ich fände es auch wichtig, dass der Lehrer seinen Schülern die Möglichkeit gibt, andere Lehrer zu besuchen, ohne Angst haben zu müssen, es geht im etwas durch die Lappen (Geld). Das sollte sich auch nicht darauf beschrenken, dass der Lehrer seinen Lehrer anbietet. Infos zu Seminaren sollte der Lehrer offen weitergeben und kein Geheimnis daraus machen.

    Zitat:
    Widerspruch.
    Muss heissen: Wie intensiv!!!!

    Lieber 10 jahre täglich 2 Stunden. Als 20 jahre 3 x die Woche 1 Stunde.
    Ist ja logisch oder?
    Welcher Zeitrahemn ist den erforderlich um ein guter Lehrer zu sein? Grundsetzlich gebe ich Pedro recht. Eine lange Zeit Taiji, das oberflächlich abläuft, kann eine kürzere, intensive Phase nicht das Wasser reichen. Aber eine zu kurze Phase, auch wenn sie intensiv war, ist auch nicht immer das Beste. Taiji braucht nun mal Zeit um sich zu entwickeln. Ich glaube, auch wenn die eigene Lernzeit intensiv war sollte sie mindestens über eine Zeit von 4-5 Jahren erfolgt sein.
    Ein weiteres Kriterium ist denke ich auch, wie bildet sich der Lehrer fort? Besucht er selbst noch Seminare und bei wem?


    Jetzt bin ich mal gespannt, was noch so für Ideen zu diem Thema kommen. Bis bald

    Thomas














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  #9  
Alt 10-05-2007, 13:03
Benutzerbild von BanYan
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Hallo,

@förderverein

alles schön und gut, was Du da aufzählst. Hatten wir schon mal in diversen Prinzipen-Threads.

Fortgeschrittenen hilft das vielleicht, für Anfänger ist diese Aufzählung an Details, auf die sie den Lehrer, das Lehrprogramm oder ein paar seiner Schüler untersuchen sollen leider völlig ungeeignet.

Gruß
BanYan
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  #10  
Alt 10-05-2007, 13:10
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Muss Pedro da völlig recht geben, die meisten genannten Punkte sind für einen blutigen Anfänger tatsächlich leider nicht überprüfbar.

'Nobody can judge craft but the craftsman.' (George Silver, 'Paradoxes of Defence', 1599)
__________________
Es wird zuviel erzählt von zu wenig Erlebtem

Geändert von Jörg B. (10-05-2007 um 14:05 Uhr).
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  #11  
Alt 10-05-2007, 13:19
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Beiträge: 388
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-

Geändert von Pedro (17-05-2007 um 05:59 Uhr).
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  #12  
Alt 10-05-2007, 13:19
Benutzerbild von förderverein
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: taiji, yiquan
 
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Beiträge: 85
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Zitat:
Hallo,

@förderverein

alles schön und gut, was Du da aufzählst. Hatten wir schon mal in diversen Prinzipen-Threads.

Fortgeschrittenen hilft das vielleicht, für Anfänger ist diese Aufzählung an Details, auf die sie den Lehrer, das Lehrprogramm oder ein paar seiner Schüler untersuchen sollen leider völlig ungeeignet.

Gruß
BanYan
So war das auch nicht gemeint. Klar kann ein Anfänger die Punkte nicht beurteilen. Er könnte den Lehrer aber nach den Punkten fragen. Ich kenne einige, die Kurse anbieten, aber mit vielen genannten Begriffen nichts anfängen können. Ja, sowas gibt es! Es kann natürlich sein, dass der angesprochene Lehrer das blaue vom Himmel erzählt. Ich glaube aber, dass man durchaus heraushören kann, od der Lehrer eine eigene Idee von der Sache hat oder garnnichts weiß. Mit Aussagen wie: "Das ist für einen Anfänger nicht wichtig" oder "dazu kommen wir nach einem Jahr im Unterricht", würde ich mich nicht zufrieden geben. Der Lehrer braucht ja keinen Vortrag halten aber er sollte sehr wohl kurz erklären können um was es geht.

Kann ein Lehrer schlüssige Erklärungen liefern, bedeutet das nicht automatisch, das der Leher die Punkte auch gut kann oder unterrichten kann, aber man könnte eine erste "Filterung" treffen.

Pedro verurteilt immer gerne die Volkshochschul-Kurse. Das liegt daran, dass eben viele Lehrer dort sehr oderflächlich arbeiten und eben keine Ahnung von den genannten Prinzipien haben. Es gibt aber auch andere, die sehr wohl gutes Taiji unterrichten und die VHS als Einstieg ins Taiji anbieten. Aus den Kursen entwickeln sich dann oft fortlaufende Gruppen. Auch das ist über die Volkshochschule möglich und gut.

Gruß

Thomas

Geändert von förderverein (10-05-2007 um 13:24 Uhr).
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  #13  
Alt 10-05-2007, 15:48
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Zitat:
Zitat von Pedro Beitrag anzeigen
wovon mind. 4 Stunden ausfallen weil Tante Erna zum Kaffee kommt, und weil der Hamster schluckauf hat, und wir zum Tierarzt müssen
wovon sogar 6 Stunden aufallen, weil wir schon mit den Weihnachtsvorbereitungen beschäftigt sind, und uns leider eine Grippe flach gelegt hat. Von Tante Erna ganz zu schweigen
Hallo Pedro,
gefällt mir sehr, deine Tante Erna hier in Bayern.
Wie heißen die Ernas eigentlich in Spanien?
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Liebe Grüße Dao
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  #14  
Alt 10-05-2007, 15:49
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Hallo all,
bin dafür Tante Erna mit ins Merkblatt aufzunehmen!
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Liebe Grüße Dao
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  #15  
Alt 10-05-2007, 16:08
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Wenn das mit Tante Erna und so auf den Lehrer zutrifft, könnte das Merkblatt ja so aussehen:
  • Der Lehrer hat eine Tante namens Erna
  • Die Tante trinkt gerne Kaffee/Tee
  • Der Lehrer hat einen Hamster
  • Der Lehrer liebt Weihanchtsvorbereitungen

Sollten sie 1-2 Fragen bejat bekommen ist der Leher bedingt geeigent.
Sollten sie 3 Fragen bejat bekommen ist der Leher bedingt ungeeigent.
Sollten sie 4 Fragen bejat bekommen ist der Leher ungeeignet.

Heißt der Lehrer Rodrigez, Pedro oder ähnlich, so können Sie die Bewertung vergessen. Dieser Lehrer wird sicherlich auf Tante, Hamster, etc. scheißen (links liegen lassen), sofern es um Taiji/Qigong geht.

Viele Grüße

Thomas
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