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  #1  
Alt 08-10-2006, 22:22
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Kampfkunst: INNERE KAMPFKUNST
 
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Hi Leute
Sagen wir mal, Push Hands ist ein Qualitätsmerkmal für IKK. Wer, den ihr kennt entspricht diesem Merkmal? Wer kann nicht gepusht werden?
Hongmen

Geändert von Hongmen (08-10-2006 um 22:47 Uhr).
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  #2  
Alt 08-10-2006, 22:50
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Zitat:
Zitat von Hongmen
Hi Leute
Sagen wir mal, Push Hands ist ein Qualitätsmerkmal für IKK. Wer, den ihr kennt entspricht diesem Merkmal? Wer kann nicht gepusht werden?
Hongmen
Tuishou ist eine Übung, mehr nicht. Der Boxer, der am besten seilhüpft, ist deswegen nicht unbesiegbar. Tuishou entwickelt einige Attribute, entwickelt aber ebenso Angewohnheiten, die sich negativ im Kampf auswirken können - wie übrigens jede Übung.
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  #3  
Alt 09-10-2006, 07:46
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Wie ich hörte, sind Bäume oft ganz gut darin, nicht gepusht zu werden.

Abgesehen davon stimme ich Trinculo zu

Gruss, Thomas
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  #4  
Alt 09-10-2006, 10:03
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Tuishou ist nicht Kämpfen, klar. Es kommen andere wichtige Sachen dazu. Aber die Beziehung zwischen Tuishou und Kämpfen sollte wohl enger sein als zwischen Seilspringen und Kämpfen. Was meinst du, lieber Trinculo, mit Attribüten, die sich negativ im Kampf auswirken können? Wenn es um Dinge geht wie die Füsse nicht bewegen ( !) oder immer mit beiden Händen kleben wollen, beruht es wohl eher auf Mißverständnissen innerhalb des Tuishou-Trainings und nicht so sehr auf Schwächen von Tuishou als Methode selbst.
Oder denkst du an andere Sachen?

Ansonsten habt Ihr natürlich schon recht: keiner (und auch kein Meister) ist 'unpushbar', genau wie keiner 'unbesiegbar' ist.
Ausgewachsene Elefanten sind auch im Fach "Baumpushen" nicht schlecht...

schöne Grüsse,

Giles
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  #5  
Alt 09-10-2006, 10:43
Benutzerbild von Trinculo
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Kampfkunst: La Superba, Non-tree-hugging Yiquan
 
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Zitat:
Zitat von GilesTCC
Was meinst du, lieber Trinculo, mit Attribüten, die sich negativ im Kampf auswirken können? Wenn es um Dinge geht wie die Füsse nicht bewegen ( !) oder immer mit beiden Händen kleben wollen, beruht es wohl eher auf Mißverständnissen innerhalb des Tuishou-Trainings und nicht so sehr auf Schwächen von Tuishou als Methode selbst.
Tuishou ist schon eine gute Methode, um das zu trainieren, was man damit trainieren möchte - sonst würde ich das auch nicht machen

Jede Übung unterscheidet sich vom Kampf, und man eignet sich durch das Üben genauso die anwendbaren wie die nichtanwendbaren Bestandteile der Übung an. Das ist unvermeidbar, denn beide werden gleich oft wiederholt. Daher sollte man keine einzelne Übung übertreiben. Die Hauptgefahr beim Tuishou liegt darin, dass man beim Kontakt nach einer taktilen Information sucht: wie stark ist der Druck, und wo geht er hin? Das ist an sich eine schlechte Angewohnheit, weil es jedesmal, wenn man im Kampf Kontakt bekommt, in einer winzigen Verzögerung resultiert, und weil man nicht lernt, unnötigen Kontakt zu vermeiden. Dafür gibt es aber andere Übungen, und solange man die nicht zugunsten des Tuishou stiefmütterlich behandelt, sollte es keine Probleme geben
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  #6  
Alt 09-10-2006, 12:18
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Zitat:
Zitat von Hongmen
Wer kann nicht gepusht werden?
Hongmen
könnte es nicht auch sein, dass es am unvermögen des pushenden liegt, wenn jemand nicht gepusht werden kann ?
bzw. daran, dass der andere dafür sorgt, dass der andere nicht mehr gut pushen kann.

asonsten vote ich auch für bäume oder wände !

grüße,
cherubin
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  #7  
Alt 09-10-2006, 12:46
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Das soll man auch im Tuishou nicht tun. Keinesfalls versuchen "bewusst" zu spüren was geht wohin um dann zu entwurzeln, das muß unbewusst automatisch kommen, mit der Zeit. Ähnlich wie man in Sportarten wie Basketball, oder Rückschlagsportarten halt irgendwann nicht mehr "schaut", sondern sofort irgendeine Aktion aus dem unbewussten Verständnis macht, ohne zu überlegen. Das ist zwar teilautomatisiert, anhand der erfolgreichen Versuche im Üben, aber nicht total robotisch. Darin besteht eigentlich das Spiel, spielerisch variieren zu üben, spontan zu kombinieren. Anfangs wird man vielleicht eine bewusste Phasen durchlaufen in der erörtert wird was man alles machen kann, und wofür, und danach wird es immer spielerischer und unbewusster. Leider fehlt das meistens bei Leuten die noch nie echte Wettkampfsportarten ausgeübt haben. In schnellen Sportarten kann man halt nicht wie im Kegeln sich lange überlegen was man genau tut, da kommt einer auf einen zu und man muß spontan agieren. Das entsteht dann aus Erfolg und Misserfolg.
Ich kannte durchaus einzelne Leute die zumindest SCHWER zu bewegen waren, innerhalb des Setups. Sobald man rumlaufen darf relativiert es sich wieder, weil man Winkel bekommt, die man variieren kann.
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  #8  
Alt 09-10-2006, 14:23
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zumindest ziemlich schwer zu pushen (für mich unmöglich) waren chen xiaowang, zhu tiencai, ma jingbao, bucksam kong und noch einige andere
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  #9  
Alt 09-10-2006, 17:59
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Zitat:
Zitat von scientist
zumindest ziemlich schwer zu pushen (für mich unmöglich) waren chen xiaowang, zhu tiencai, ma jingbao, bucksam kong und noch einige andere

Bist du Sam F.S.Chin schon begegnet, falls ja was war dein Eindruck?
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  #10  
Alt 09-10-2006, 18:03
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sorry, kenn ich nicht...
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  #11  
Alt 09-10-2006, 18:27
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Zitat:
Zitat von scientist
sorry, kenn ich nicht...
Hätte ja sein können, einige der Namen die du nanntest waren im selben Verein wie Sam.

http://www.taiji-qigong.de/workshops/Chin/sticky.php

Ansonsten:
http://www.iliqchuan.org/


bis dann
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  #12  
Alt 09-10-2006, 19:50
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Die dürften alle nicht leicht zu bewegen sein. Chenler die viel trainiert haben waren schon als Hobbyisten nicht leicht zu schieben.
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  #13  
Alt 10-10-2006, 13:09
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Stimme dir zu, Trinculo, daß es eine schlechte Gewohnheit wäre, Kontakt mit dem anderen (also Angreifer) zu suchen, wenn eine direkte Öffnung zum anderen sich schon auftut. Nicht kompliziert tun, wenn es einfach geht.
Andererseits stimme dir voll zu, Klaus, daß auf die Berührung zu reagieren und in der richtigen Richtung zu reagieren bzw. sich bewegen zu lassen, keine Verzögerung mit sich bringt. Zumindest nicht, wenn dieser Vorgang korrekt und intensiv trainiert wird. Dann wird man wie, sagen wir, ein gut geölter Wetterhahn obern auf dem Kirchturm. Wenn der Wind weht, muss der Wetterhahn überhaupt nicht 'sich überlegen' oder 'kalkulieren', um in genau der richtigen Richtung und mit der richtigen Geschwindigkeit mitzugehen. Es passiert einfach, unmittelbar. Dafür unter anderen ist Tuishou-Training da, und gerade damit kann man die Energie des anderen 'klauen'. OK, das ist natürlich nicht das Ende der Geschichte, aber ein ganz wichtiger Kapitel immerhin.

schöne Grüsse

Giles
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  #14  
Alt 11-10-2006, 02:11
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Zitat:
Zitat von Klaus
Die dürften alle nicht leicht zu bewegen sein. Chenler die viel trainiert haben waren schon als Hobbyisten nicht leicht zu schieben.

Was zeichnet Chenler besonders aus?
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  #15  
Alt 11-10-2006, 10:12
Benutzerbild von Klaus
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Normalerweise daß diese von einer solideren Basis operieren und damit erstmal ein Niveau vorgeben daß man "knacken" muß, und das gibt die Möglichkeit sich diese größere Anstrengung (so man sie denn verwendet) mit Lü-Methoden zunutze zu machen. Es dürfte aber rein eine Frage der Art des Trainings sein. Ein guter Yangler der in der Lage ist, aus nicht zu spürenden Neutralisierungsbewegungen wieder solide zu werden, wie es einer konnte den ich getroffen hat, ist technisch wieder ein anderes Niveau, wenn da die Menge an Jin hoch genug ist, ist sowas hochwertiger. Viele verlieren sich aber darin nicht solide zu sein, auch wenn es alles andere als nicht spürbar ist. Da ist einfach kein Rooting, und dann wirft man denjenigen mit einem Finger um. Einfach nur steif zu sein ist aber auch kein richtiger Ansatz, da gehört dann das Feeling dazu übermässige Kraft des Gegners durch Lu zu nutzen. Da geht es um den Wechsel von Rou und Gan, weder nur um Gan, noch ständig um Rou.
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