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#1
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| In dem Buch "Qi Gong" von Qingshan Liu habe ich diese Textstelle gefunden: Zitat:
Gruß, Wolfgang |
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#2
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| aber ja- denk mal an die verschiedenen Elemente- und stell Dir vor, Du wählst Dein Qi Gong so unseelig aus, daß Du ausgerechnet zwei Elemente, von denen eines das andere schwächt, unterstützt. Außerdem muß der Körper mit den unterschiedlichen Energien und Wirkungen, die QI Gong freisetzt, auch zurechtkommen. Ein Zuviel kann da schnell Überforderung und Pobleme mit sich bringen. |
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#3
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| bei der halben stunde am tag, die ein normalo übt, solltedas aber kein größeres problem sein....ichsitze lieber blöd in der gegend herum, ohne irgendwas beeinflussen zu wollen, da brauche ich auf sowasnicht zuachten. das schafft mein körper und mein geist schonganz gut ohne meine hilfe ![]() ausserdem sollte man selbst ein gefühl dafürentwickeln, wann es in eine guteund wann in eine weniger gute richtugn läuft.... |
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#4
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| Grundsätzlich sollten alle Qigong-Übungen bestimmte Basisanforderungen erfüllen/umsetzen, die sind leider auch in China nicht allen Lehrkräften bekannt/bzw. werden nicht immer vermittelt. Darüber hinaus gibt es bestimmte Übungen, um bestimmte Wirkungen zu erzielen. Daher sollte der Übende sich grundsätzlich über seine Zielsetzung klar sein (Einwirken auf bestimmte Gesundheitsprobleme/Kräftigung für KK/Stressabbau/spirtituelle Weiterenwicklung...) und aus dem Fundus der ihm (oder seinem Lehrer) bekannten Übungen das richtige Werkeug auswählen, um dieses Ziel zu erreichen. Das können auch kurzfristige Ziele sein, wie eben morgens etwas munterer zu werden, oder abends wieder runter zu kommen. Es gibt vollständige Systeme, die verschiedene Übungen für verschiedene Zielsetzungen beinhalten. Daher ist es gut, sich auf ein System zu konzentrieren, wenn man eines gefunden hat, das zu einem passt. Mit einiger Erfahrung der Grundlagen und in einigen Systemen (es gibt mehrere tausend!) kann man auch in neuen Übungen die Wirkungsweise eventuell selbst herausfinden. Als Faustregel soll man eine neue Übung 100 Tage täglich intensiv (>= 60min am Tag, eventuell auch mehrmals oder mal drei Stunden am Stück) üben, damit man herausfindet, wie sich die Übungen auf einen auswirkt. Mach man in dieser Zeit noch andere neue Übungen, weiß man dann natürlich nicht, woher welche Wirkung jetzt kommt. Ein guter Lehrer, der die Basis gründlich vermittelt und nicht nur den Wunsch der Schüler nach ästhetischen/exotischen Bewegungsfolgen befriedigt, ist natürlich auch keine schlechte Sache. ![]() Mein Buchtip: Bücherliste Geändert von bluemonkey (04-10-2010 um 08:59 Uhr). |
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#5
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| Hallöchen Ich machte da mal eine spannende Erfahrung mit Qigong: Eine zeitlang übte ich Ba Duan Jin und danach gleich die 5 Elemente. Ich habe dann plötzlich gespürt, dass ich mich dabei gar nicht so gut fühlte. Wenn ich aber nur Ba Duan Jin machte oder nur die 5 Elemente separat war das Gefühl viel besser. Von daher kann es schon sein, dass Übungen sich entgegenwirken können. Ich mache nun seit ein paar Wochen auch die Übungen von Qingshan Liu (also Taiji-Qigong). Dort steht, dass die Übungen in dieser Reihenfolge geübt werden sollten. Es gibt aber auch Übungen, die man einzeln machen kann. Vielleicht wage ich mal das Experiment von bluemonkey, eine Übung 100 Tage zu machen. Hat denn sonst noch jemand Erfahrungen mit den Übungen von Qingshan Liu? Würde mich sehr interessieren. |
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#6
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| Zitat:
![]() Ich empfand während des Übens ein starkes Anfüllen mit Kraft in allen Dantiens. Erst gegen Ende der ersten 18 Übungen wurde alles wieder im unteren gesammelt. Schön für morgens. Was die 100 Tage Geschichte angeht: Übung macht den Meister... und gleichzeitig muss man auch die Dinge in Waage halten. Wenn man viel hebendes übt, dann sollte auch entsprechend senkendes dabei sein. Harmony, baby !
__________________ Direktlink zur Spende für SOS Kinderdörfer: SOS Tai Chi Chuan |
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#7
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| Zitat:
Zitat:
Als vernünftige und vorsichtige Durchschnittsmenschen gehen wir natürlich davon aus, dass dies genauso häufig passiert, wie man logischerweise tot gefahren wird, wenn man bei Rot über die Ampel geht, vor allem wenn man vorher Aufputsch- und Schlafmittel gleichzeitig konsumiert hat (vom Arzt verschrieben, was soll man machen??). Normalerweise kann man aber davon ausgehen, dass eine Übung, die entgegengesetzt zur vorherigen wirkt, dessen Wirkung einfach platt macht und neutralisiert. Oder es fällt einem eben schwer, die Übung durch zu führen. Oder die Wirkung wird eben schwächer, aber ohne dass fürchterliche Disharmonien zu Krankheit, Verfall und Degeneration etc. führen. Außerdem ist es immer eine Frage, ob man die Übungen zwecks Qi-Wirkung macht, oder ob man sie zwecks Einübung irgendwelcher Bewegungen, Haltungen usw. macht. Wenn man bspw. Stehende Säule zwecks Strukturbildung und Seidenübungen zwecks Taiji-Bewegungsprinzip macht, dann hat man geübt und gelernt (d.h. sein Gehirn durch Stimulation durch Bewegung/Haltung programmiert), und das hat sich auch dann gelohnt, wenn man danach eine Übung macht, die den Qi-Effekt wieder "zerstört" (bspw. einen schweißtreibenden, stressigen Boxkampf oder krampfhafte Liegestütz oder ähnlich böses, unesoterisches Zeug).
__________________ chin. "Jin"="physische Energie". Dass sich durch langsame Bewegungen mit der Zeit eine mystische "Jin-Flüssigkeit" ansammeln würde, ist Unsinn. Geändert von nagual (05-10-2010 um 19:27 Uhr). |
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#8
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| Zitat:
Mit "Übung" meinte ich nicht unbedingt eine Einzelübung, das kann auch eine Übungsfolge sein (z.B. acht Brokate) aber eben aus einen System und intensiv und konzentriert üben, bis man es verstanden hat. Danach kann man es immer mal wieder benutzen, wenn man die spezifische Wirkung will. Sonst kommt man, wenn man eine gewisse Anzahl von Übungsfolgen kennt, irgendwann in Übungstress weil man alle üben will, oder springt von Anfang an ständig hin und her ohne irgendwo in die Tiefe gegangen zu sein. Manche Übungsfolgen sind ja mit Absicht in einer bestimmten Art und Weise zusammengestellt. |
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#9
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| Zitat:
Es wurde nach Beispielen von entgegenwirkenden Effekten gefragt. Das oberste Prinzip im Qigong ist Ziran (Natürlichkeit) und das Handeln in Einklang mit den Umständen. Natürlich kann man morgens sedierende Übungen machen und abends sich vor dem Einschlafen nochmal richtig hochpushen. Man kann auch Übungen zur Aggressivitätssteigerung machen und dann täglich noch über Mitgefühl meditieren. Man kann sich auch gesund Ernähren und nebenher Kettenrauchen... Die Frage ist, ob das sinnvoll und zielführend ist (sofern man denn ein Ziel hat). |
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#10
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| Ich habe mich hier versucht der Stilmittel "Übertreibung", "Sarkasmus" und "Ironie" zu bedienen. Man kann sich immer fragen, ob es gerade dann besonders gelungen oder misslungen ist, wenn es nicht jeder merkt. ![]()
__________________ chin. "Jin"="physische Energie". Dass sich durch langsame Bewegungen mit der Zeit eine mystische "Jin-Flüssigkeit" ansammeln würde, ist Unsinn. |
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#11
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| Der Qigong Meister sagt: Verschiedene Qi Gongs zu üben, ist schlecht. Der Qigong Meister meint: Mach nur MEINE Übungen. Der Qigong Meister erhofft sich: Bleib mein Schüler und gib mir dein sauerverdientes Geld. Also das soll es ja auch geben ![]() Ansonsten sind Qi Gong Übungen eben Training, insofern vergleichbar mit Krafttraining - wenn man da z.B. einen 3er Split einhält, überlastet man sich nicht und gibt sich Zeit genug zu Regeneration. Man muss sich auch nach Qi Gong regenerieren. Platzen wird man wegen Chi-Überdrucks in irgendwelchen Dan Tiens aber nicht, ausser man übertreibt es mit Spezialübungen und brennt sich sein Nervensystem durch, dann gibts die gefürchtete Qigong-Psychose bzw das Kundalini-Syndrom. Gruss, Thomas
__________________ Der Gott, der Eisen wachsen ließ / der wollte keine Knechte Drum gab er Säbel Schwert und Spieß / dem Mann in seine Rechte |
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#12
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| Glück = Reichtum + Gesundheit solche Meister kenn ich zum Glück nicht näher. Und der hier zitierte meint das wohl auch nicht: Zitat:
IMO ist Qigong aufgrund seiner Vielfalt eher vergleichbar mit allgemeinem Körpertraining. Wenn man vor dem Sprinttraining einen Marathon läuft ist das eventuell nicht so geschickt. Geändert von bluemonkey (05-10-2010 um 20:10 Uhr). |
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#13
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| Zitat:
Mit subtilen Wirkungen meine ich bswp. den Unterschied, ob man in der Sitzmeditation den kleinen Kreislauf oder lediglich das Einsammeln der Energie im Dantian praktiziert (als Übungen des Stillen Qigongs / Yi Qigongs). Grobere bzw. massivere Wirkungen entsprechen bspw. dem Unterschied, ob man Sitzmeditation betreibt, oder Power-Übungen wie Luohan-Qigong oder irgendwelche Shaolin-Stellungen usw. betreibt. Außerdem geht es um die Frage, ob man mit der Übung gezielt angestrebt hat, den Qi-Zustand des Körpers für die nachfolgenden Stunden und den Rest des Tages zu beeinflussen. Wenn ich bspw. morgens schön sauber nach dem Aufstehen 1/2h Säule stehe, und dann schön energetisch gereinigt und ausgeglichen in den Tag starte, dann hält das solange, wie ich nicht bspw. schwere körperliche Arbeiten zu verrichten habe, oder in irgendwelchen Stress und Hektik gerate. Ansonsten kann ich die Stimmung und die saubere Energie mit mir herum tragen, bis ich der nächsten Frittenbude ne doppelte Portion Pommes-Rot-Weiß ziehe (dann ist auch alles hin, siehe "massive Wirkung"). Also die Sache mit der massiven Wirkung ist jetzt klar, denke ich. Nun zur subtilen Wirkung. Wenn man schon an bedeutsame Unterschiede in subtilen Wirkungen glaubt, und dann gezielt bspw. den kleinen oder großen Kreislauf übt, oder andere Kreisläufe oder Nasenlochatmungen usw. (zu einem subtilen Zweck), dann genügen ja logischerweise schon subtile Einflüsse, die subtile Wirkung der vorherigen Übung wieder platt zu machen. Ich meine, also wenn schon subtil, dann auch so konsequent subtil, dass sich die Übungen nicht gegenseitig subtil platt machen. Man braucht die Sache mit den verschiedenen Sinn und Zwecken der verschiedenen Methoden auch nicht übertreiben. Wer bspw. viel stehende Säule oder Seidenübungen praktiziert, kann sich IMO Übungen wie den großen Kreislauf (im Sitzen oder Stehen) weitestgehend auch sparen, weil die Aufmerksamkeit bei Stehender Säule und Seidenübungen sowieso überall da lang geht, wo der große Kreislauf her geht. Zumindest was den Effekt der Übungen betrifft. Wenn man den großen Kreislauf unbedingt lernen und kultivieren will, ist das eine andere Sache. Es bringt einen hinsichtlich der Qi-Effekte nur nicht wirklich weiter, sondern ist dann eher eine Sache der Bildung und Beherrschung vieler Übungen.
__________________ chin. "Jin"="physische Energie". Dass sich durch langsame Bewegungen mit der Zeit eine mystische "Jin-Flüssigkeit" ansammeln würde, ist Unsinn. |
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