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#1
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| Nachdem ich in Büchern und im Netz verschiedenste Thesen dazu gehört habe, möchte ich mal hier herum fragen, ob ihr Qigong als eine individuelle Übung anseht oder meint, dass man ständig einen Lehrer dafür benötigt. Manche Lehrer meinen, ohne die ständige Überwachung eines Lehrers würde man nur die äußere Übung machen, ohne eigentliches Qigong, nur wie will der Lehrer das überprüfen? Andere wiederum sagen, ohne Anleitung würde man Gefahr laufen, interne Schäden davon zu tragen, was der obigen Sichtweise ja widersprechen würde! Wiederum andere sagen man muss nur eine klare Vorstellung davon haben, wie und warum man bestimmte Übungen so ausführt und nicht anders, und sie dann im Selbststudium üben... Eure statements? |
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#2
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| Hallo Xiaoshi, hast Du mittlerweile das Buch von Jan Silberstorff? Dann lies das Kapitel: "Die fünf Stufen der Entwicklung im Taijiquan" von GM Chen Xiaowang. Darin stehen mehr Antworten auf Deine Fragen als ich Dir jemals geben könnte. Kurzzusammenfassung für die, die das Buch nicht haben: Bis zu einem bestimmten Level ist die ständige Korrektur durch einen kompetenten Lehrer unerlässlich. Gruß Ulrich |
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#3
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| Ja hab ich, hab´s auch gelesen und dabei dieses (für Bücher typische) Paradoxon entdeckt: "Dies geschieht in der Hoffnung, hiermit den vielen Taiji-Enthusiasten weltweit die Möglichkeit zu geben, selbstständig (!?) ihren eigenen Level richtig einschätzen zu können. Von hier aus können sie dann erkennen, was sie als nächstes zu lernen haben und wie sie die nächsten Stufen nach und nach erreichen können." Ich hoffe du verstehst was ich meine... Ich will damit bestimmt das Buch nicht schlecht machen, im Gegenteil. Meine ursprüngliche Fragestellung gilt aber immer noch, ich wollte ja Meinungen sammeln, denn nicht alles Qigong funktioniert auf die gleiche Art und Weise. Vielleicht sind ja noch andere Qigong-erfahrende Leute gewillt was zu sagen? |
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#4
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| Hi Daniel, da Jan nicht nur ein außergewöhnlicher Taijiquan-Meister sondern auch ein guter Diplomat ist, hat er diesen von Dir zitierten Absatz anders formuliert als es einmal Mike Sigman getan hat: "99% der Taijiquan-Praktizierenden machen nur Bewegungen, die so aussehen wie Taijiquan". Die Aussage bleibt die gleiche. Natürlich ist das selbständige Üben unabdingbar. Aber die Gefahr und die Wahrscheinlichkeit in die falsche Richtung zu laufen (zu üben) ist ohne Lehrer mehr als nur groß. Gruß Ulrich |
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#5
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| Das ist bei so etwas wie Taiji schon klar, aber es gibt ja auch viel simplere Qigong-methoden (unter den zig-tausenden). Und an sich wollte ich nur sehen wer was zu den obigen Einstellungen sagt, die ich sehr häufig im Internet bei diversen Leuten erkennen konnte... |
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#6
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| Da hier gerade ein Gewitter runterkommt, musste ich mein abendliches Üben ohne Lehrer leider abbrechen Und da dieses Thema hier offenbar sonst niemanden interessiert (oder sind die alle im Urlaub?) können wir beide ja noch ein bischen Theorie machen. Was verstehst Du unter "simpleren" Qigong-Methoden? Selbst wenn es simplere Bewegungsabläufe sind - das Prinzip ist bei allen gleich. Und wenn Dir dieses Prinzip nicht durch einen Lehrer nahegebracht wird, kannst Du jahrelang üben und sicherlich auch gute Bewegungen machen - aber die Bewegungen bleiben "leer". Und zu Deiner Frage ganz oben - ein guter Lehrer sieht und erkennt das (siehe auch Jans Erzählung über sein erstes Zusammentreffen mit Chen Xiaowang) ![]() |
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#7
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| Mit simplen Übungen meine ich so etwas wie Baduanjin oder auch Einzelübungen. Und ob alles das gleiche ist? Es gibt z.B. auch Qigong-übungen die mit leichter Körperspannung arbeiten... Geändert von Xiaoshi (27-07-2003 um 19:41 Uhr). |
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#8
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| Ja....und? Dir brauch ich doch nicht zu sagen, dass Qigong "Arbeit mit dem Qi" ist. Alle Methoden oder Übungen verfolgen das gleiche Ziel - Kultivierung des Qi. Zehntausend Methoden - ein Prinzip. |
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#9
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| Sehr schön... aber etwas unbrauchbar für einen Anfänger Es geht mir um die Frage, ab wann man eine Übung selbsständig betreiben kann, ohne (wie manche beim Qigong eben behaupten) Schaden zu nehmen oder in eine andere Richtung zu gehen... wobei ich nicht weis wie ich mir letzteres vorstellen soll. Auch ist klar, dass die Anwesenheit eines fähigen Lehrers immer wünschenswert ist - nur ist meine Vermutung dass man bei simplen Übungen schon ab einem frühen Übungsstadium selbstständig üben kann, anders als bei einer Kampfkunst wie Taijiquan. Ist ein bisschen langweilig so ohne breites Feedback ![]() Zumal viele Übungen eine etwas enger gefasste Zielsetzung haben. Es ist ja schon etwas anderes ob man einfach "nur" atmet oder Fa-jing trainiert. |
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#10
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| Wenn dann stimmt mit den 99% machen nur Bewegungen die wie TaiChi aussehen, dann ists ja so gut wie unmöglich auf normalen Weg TaiChi richtig zu lernen wie soll man dannn einen guten Lehrer finden, dass bedeutet ja dass man nur mit viel Glück und wahrscheinlich auch erforderlicher Asche (z.B. für Reisen nach China) TaiChi richtig lernen kann!Das ist wirklich sehr traurig und liegt sicher auch daran, das viele Geheimnisse des Tai Chi einfach nicht weitergegeben werden. (Warum auch immer) Das kann nicht der Sinn sein, denn so stirbt diese KK irgendwann aus, ist aber ein generelles Problem in allen Kampfkünsten. Somit kann man also sagen das es mehr eine Bewegungsübung gleich kommt als einer tieferen inneren Form?! Gruss Renner PS: Werde mal einen Thread im anderen Forum zum Thema Wissen verbergen... aufmachen Geändert von Renner (28-07-2003 um 13:31 Uhr). |
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#11
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| Zitat:
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#12
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| @einzelheinz Genau das meinte ich! @renner Das die Kunst so ausstirbt glaube ich nicht, aber ja, es ist sehr schwierig einen guten Lehrer zu finden. Das gilt aber für Taiji genauso wie für alle anderen Stile auch. Nur dass es bei Taiji noch mehr Mist gibt den du dir reinziehen kannst. Wobei mittlerweile ja immer mal wieder chinesische Meister Lehrgänge in verschiedenen deutschen Großstädten geben (Zhu Tiancai in München z.B.), die bleiben häufig auch für mehre Tage, wenn du vorher schon ein bischen Form geübt hast kann man da glaube ich ordentlich ausbauen. |
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#13
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| Hi, Qigong bedarf der Übung und der Übung und der Übung, und eines Lehrers Anweisung. Beides zusammen ist notwendig. Bald ist es mehr notwendig zu üben und zu üben. Da du sonst nicht weiterkommst. Dann verbessert zu werden, Fragen zu stellen und weiterüben erscheint mir sehr sinnvoll. Oder was schwebt dir da vor?
__________________ Liebe Grüße Dao |
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#14
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| sollte es eine Regel geben?
__________________ Liebe Grüße Dao |
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#15
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| Nein, darum geht es mir gar nicht. Aber wenn Leute von Qigong sprechen stellen sie sich immer Mediation oder ähnliche Übungen vor, bei denen gleich die größten "mystischen Geheimnisse" entdeckt werden. Aber es gibt auch einfach "nur" physische (Dehn-)Übungen kombiniert mit Atmung. Klar kommt man ohne Anleitung nicht auf die höheren Stufen, es erscheint mir nur zweifelhaft ob man für ein bisschen meditative Gymnastik die Beobachtung eines Lehrers benötigt - und ich verstehe halt auch nicht warum die Leute immer behaupten, Qigong hätte ja GAR NICHTS mit Gymnastik zu tun... in einem Buch über Xingyi heisst es ganz schön "Bewegung ist Leben". Klingt einleuchtend. |
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