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Taijiquan, Qigong-Neigong Tuishou, Baguazhang, Xingyiquan Alles zum Thema "Neijia" sowie gesundheitsorientierte Bewegungskünste



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  #46  
Alt 06-01-2017, 14:37
Benutzerbild von Klaus
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Ich werfe mal in den Raum, dass die beabsichtigte Entspannung meist nicht mit "Fehlhaltungen" im Sinne von falsch ausgebildet oder von der Arbeit deformiert zu tun haben, sondern eigentlich psychmotorische Manifestationen von Stress und unbewältigten Dingen sind. Die sind auch nicht immer wirklich "logisch" von aussen, obwohl eigentlich immer eine Form von Sinn dahintersteckt. Z.B. Bewegungen die man eingefroren hat weil sie unterdrückt werden mussten (Klassiker: ein Schlag ins Gesicht der Person), und die dann bis zur Lösung immer gefroren sind.

In dem Fall sollte man nicht erwarten, dass man einen Knopf X am Bauch drückt, und es entspannt sich alles einfach so für immer. Jede Einflussnahme auch durch Massagen o.ä. lösen immer die Emotionen die in der Motorik gespeichert oder abgebildet sind, und die hat man dann. Das kann dann auch schon mal viel werden, sprich es wird einem schlecht von der Erinnerung. Bei grossen Dingen sind das auch Entwicklungen die über einige Zeit gehen und sich wenn alles gut geht mit der Zeit ändern und abebben.
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  #47  
Alt 06-01-2017, 16:46
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Zitat:
Zitat von carstenm Beitrag anzeigen
So wirklich "über den Tellerrand" ist ja Franklin irgendwie gar nicht: Seine grundlegende Weise, mit Bildern zu arbeiten, ebenso wie auch sehr viele der konkreten Bilder selber kannte ich jedenfalls genau so aus meinem eigenen "traditionellen" Üben schon. Die für ihn Zentralen Bilder allesamt. Ich meine mich auch zu erinnern, daß er entsprechende Vorerfahrungen hatte. Auf aikidô jedenfalls bezieht er sich an irgendeiner Stelle ausdrücklich.
Gibt ja verschiedene Teller, ich mach ja kein Aikido und arbeite auch nicht so intensiv mit Bildern wie andere....(ich übe mich eher im Lassen, als im Machen, mehr im Wahrnehmen, als im Vorstellen, auch wenn bestimmte Bilder den Rahmen schaffen, in der sich bestimmte Dinge entfalten können)
Franklin spricht auch von Qi und Nadis, daraus schließe ich nicht, dass jeder Qigong- bzw. Yogaübende alles schon kennt, wovon er schreibt und umgekehrt.
Ich schließe auch nicht aus, dass es Aikidoübende gibt, die nicht all das kennen, was Du kennst...

Zitat:
Zitat von carstenm Beitrag anzeigen
Aber so ähnlich ist das ja mit Myers auch: Seine Anatomy Trains entsprechen ziemlich genau den Bewegungslinien, die einer meiner Lehrer unterrichtet. So daß Myers zugestimmt hat, daß sein Buch gewissermaßen als Textbook benutzt werden kann.
Das heißt, Du müsstest alle diese Bücher gar nicht lesen, zumindest nicht zum Zweck des Wissenserwerbs, weil Du schon alles aus Deinen Übungsmethoden kennst?

Zitat:
Zitat von carstenm Beitrag anzeigen
Was die Punkte anbelangt, mag als ein Beispiel der Augenhintergrund dienen: Die Rückseite des Auges entspannen und beobachten, wie sich das durch die gesamte Längsachse des Körpers auswirkt.

Was das Lösen anbelangt: Eine bestimmte Form der Bauchatmung wird verbunden der Lenkung der Aufmerksamkeit auf den zu lösenden Bereich. Es wird nicht in diesen Bereiche hineingeatmet oder dergleichen, sondern nur die Wahrnehmung dorthin gerichtet.

Kannst du damit was anfangen?
Ja, nun hab ich einen ersten Eindruck, was da behandelt, bzw. wie gelöst wird.
Wenn ich mich entspannend auf die Rückseite meiner Augen konzentriere, löst sich eher das Kopfinnere.
Das hat beim ersten Nachspüren allerdings nicht ganz gleiche die Auswirkung auf die Längsachse (Mittelkanal) wie das Lösen des oberen Dantiens, das da ja in der Nähe ist.
Natürlich kann man so eine einzelne Station nicht aus einem Übungskonzept rausreißen.
Eventuell habe ich nun allerdings durch die Anregung und das Rumprobieren einen neuen Zugang zu der Methode des inneren Blicks mit der Rückseite der Augen gewonnen, mal schauen

Zitat:
Zitat von Klaus Beitrag anzeigen
In dem Fall sollte man nicht erwarten, dass man einen Knopf X am Bauch drückt, und es entspannt sich alles einfach so für immer.
ich habe chinesische Methoden in eher als beharrliche Arbeit kennengelernt, nicht als Wundermethoden, die man einmal anwendet und dann ist alles gut....


Zitat:
Zitat von Klaus Beitrag anzeigen
Jede Einflussnahme auch durch Massagen o.ä. lösen immer die Emotionen die in der Motorik gespeichert oder abgebildet sind, und die hat man dann.
Eine der im Eingangsbeitrag erwähnten Übungsanleitungen ist mit folgendem Hinweis versehen:
"Warnung:
Gehen Sie sehr behutsam vor, es besteht die Möglichkeit, dass sich emotionale Verspannungen lösen. Nur mit normaler psychischer Belastbarkeit üben. "
Emotionen zu haben ist ja nicht das Schlechteste.
(Wer schon mal von seinen Emotionen abgeschnitten war, kann das vielleicht nachvollziehen.)
Wenn die irgendwo verkapselt sind, dann vielleicht weil man die in der Vergangenheit nicht ertragen konnte. Eventuell ist man nun in einer anderen Situation, wo man besser damit umgehen kann. Notfalls muss man sich halt "professionelle Hilfe" holen.
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Ich habs euch doch gesagt. Ich bin der Nostradamus des Forums.
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  #48  
Alt 06-01-2017, 20:26
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Das ist ja etwas das passieren soll. Nur, wenn das von der Grössenordnung mehr ist als üblich, sind die Wirkungen auch grösser, und halten länger bzw. brauchen länger. In dem Fall muss man auch bereit sein das hinzunehmen, und damit zu leben, auch mit momentanen Einschränkungen. Sind es akute Dinge, wie Ärger mit Personen, könnte es passieren dass man explodiert und den Leuten ein paar Takte sagt. Auch damit muss man dann leben, und ich kann sagen dass es normalerweise gut ist wenn das rausbricht.
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  #49  
Alt 07-01-2017, 10:31
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Zitat:
Zitat von Aruna Beitrag anzeigen
...
Franklin spricht auch von Qi und Nadis, daraus schließe ich nicht, dass jeder Qigong- bzw. Yogaübende alles schon kennt, wovon er schreibt und umgekehrt.
Ich schließe auch nicht aus, dass es Aikidoübende gibt, die nicht all das kennen, was Du kennst...
Ich habe bei meiner Aussage oben den Teller eher nicht auf die Einzelne Menschen bezogen, sondern auf Konzepte.

Zitat:
Das heißt, Du müsstest alle diese Bücher gar nicht lesen, zumindest nicht zum Zweck des Wissenserwerbs, weil Du schon alles aus Deinen Übungsmethoden kennst?
Ich benutze dergleichen Bücher in aller Regel nicht, um Wissen zu erwerben über etwas, das ich bis dahin nicht aus dem eigenen Üben kenne, sondern um Übungserfahrungen zu reflektieren und zu vertiefen.

Wenn ich in der Vergangenheit etwas für mich Neues kennenlernen wollte, das mir folgerichtig erschien, dann habe ich den Lehrer aufgesucht um den es dabei ging und bei ihm geübt, um über den Körper entsprechende Erfahrungen zu sammeln.

Zitat:
Natürlich kann man so eine einzelne Station nicht aus einem Übungskonzept rausreißen.
Die beschriebenen Punkte haben den Anspruch, aus sich selbst heraus zu wirken. Man kann sie isoliert nach Bedarf üben.
Myers beschreibt den Zusammenhang von Augenmuskulatur und Superficial Back Line.
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  #50  
Alt 07-01-2017, 10:56
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Zitat:
Zitat von carstenm Beitrag anzeigen
Myers beschreibt den Zusammenhang von Augenmuskulatur und Superficial Back Line.
Da passieren noch sehr, sehr, viel mehr Dinge im Gehirn und der Muskulatur als nur über die SBL...

Die Augen (nicht nur die Muskulaturder Augen) sind mit die wichtigsten "Instrumente" für die Körperarbeit, aber das ist ein anderes Thema.

Grüße

Kanken
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  #51  
Alt 07-01-2017, 11:12
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Zitat:
Zitat von kanken Beitrag anzeigen
Da passieren noch sehr, sehr, viel mehr Dinge im Gehirn und der Muskulatur als nur über die SBL...
:-) Na klar, das weiß ich wohl ...
Für mich persönlich als Fachfremden ist es halt immer spannend, den "richtigen Grat" zu finden zwischen einem Zuviel und Zuwenig an Wissen. Beides kann behindern.

Hier wollte ich nur auf Arunas eingehen und einen einen beispielhaften Hinweis anbieten, wie die Arbeit mit den Augen in den ganzen Körper hineinwirken kann.

Zitat:
Die Augen (nicht nur die Muskulaturder Augen) sind mit die wichtigsten "Instrumente" für die Körperarbeit, aber das ist ein anderes Thema.
Ein Spannendes! Ich habe mal am Rande ein System kennengelernt, das den gesamten Körper über Augenbwegungen "übt".
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  #52  
Alt 08-01-2017, 00:15
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Zitat:
Zitat von carstenm Beitrag anzeigen
Die beschriebenen Punkte haben den Anspruch, aus sich selbst heraus zu wirken. Man kann sie isoliert nach Bedarf üben.
Myers beschreibt den Zusammenhang von Augenmuskulatur und Superficial Back Line.
O.k., die oberflächliche Rückenlinie scheint mir woanders lokalisiert zu sein, als der Mittelkanal.
Die Augenmuskeln ziehen auch eher von seitlich nach hinten, als direkt von hinter dem Auge (da ist ja der Sehnerv und was sollen die da bewirken..); die hab ich dann eventuell schon teilweise bei der "Augapfelentspannung" dabei.
Ich werd da in Zukunft mal mehr nach hinten gehen, ich bilde mir ein, da ein Lösen in der erwähnten Region zu spüren.
Danke für den Tipp, da hat sich der Thread schon für mich gelohnt
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