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#1
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| Hi, Frage zum ,,Schlagtraining". Für mich fällt darunter Arbeit mit Pratzen/Sandsack/Schattenboxen usw. Was mich interessiert: Wie sieht der technische Rahmen dabei aus? Achtet ihr auf Sachen wie Fußstellung, Handposition und ähnliches? Oder geht ihr mehr/stärker nach Prinzipien, also Hauptsache der steht stabil, es kracht, kommt relativ ansatzlos? Ich bin ein wenig hin und her gerissen zwischen beiden Welten. Während bei den meisten VK Sachen der Technische Rahmen klar diktiert und das auch sehr erfolgreich, fehlt mir jedoch manchmal ein wenig Individualismus. Bei den Inneren fehlt mir persönlich aber oft genau diese klare Linie.... Ich habe bisher so gut wie kein Video gefunden, wo mal in einem relativ technischen, auf den Kampf bezogenen Rahmen, Schlagtraining inklusive Lehrer Korrektur statt fand... ![]() Grüße Ima-Fan |
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#2
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| Also so wie ich die Inneren stile kennen gelernt habe, wird da sehr auf die kleinigkeiten hingeiwesen. Heisst nicht nach dem motto einfach mal nach gefühl stabil stehen. Mir wurde erklärt wie ein stabiler stand aussieht. Aber kann natürlich auch an meinem lehrer liegen gruß Andy |
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#3
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| Also am meisten wird mit Feedback gearbeitet - der Lehrer kennt die Qualität eines Schlages und korrigiert dorthin. Der formelle Rahmen ist nur innerhalb der formellen Bewegungsmuster wichtig, die lernt man traditionell natürlich zuerst, weil sie einen bestimmten Anspruch mitbringen, aber dann muss man die Schläge/Tritte/etc aus allen möglichen Positionen bringen können. Beispielsweise ist ein Xing Yi Fauststoss in seiner Art der Kraftentwicklung hochspezialisiert, das versucht man zu üben, an einer Handpratze bzw einem Kickshield. Ansonsten ist ein Teil der Korrektur, sich eben mit den Schlägen "füttern" zu lassen, damit der Körper die kennenlernt und dann auch selbst entwickeln kann. Das kommt aber meist nach dem man die Grundlagen-Übungen gemacht hat. Idealerweise hat man seine Grundlagenübungen so ordentlich gemacht, dass das Shenfa bereits entwickelt ist, und noch ein bischen, sagen wir, herausgekitzelt werden muss. Gruss, Thomas
__________________ Der Gott, der Eisen wachsen ließ / der wollte keine Knechte Drum gab er Säbel Schwert und Spieß / dem Mann in seine Rechte |
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#4
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| Zitat:
danke schonmal für die Antwort! Achtest du aber nicht auch auf formelle Dinge wie z.B Schlaghand am Kinn/auf Kinnhöhe oder ähnliches? So was lernt ein Xing Yi'ler z.B durch Beng Quan schlagen ja nicht unbedingt. Vor allem eher passive Sachen, wie Fuß/Handposition während des Schlags, zurückziehen des Schlags und ähnliches sehe ich persönlich nicht so einfach durch die Formen vermittelt. Ich kann mir vorstellen, dass so was für Leute mit Kampferfahrung zum Teil selbstverständlich ist, aber ob das wirklich jeder von Natur aus so gut hinbekommt? Da habe ich ehrlich meine Zweifel... Grüße Ima-Fan |
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#5
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| Zitat:
Die nicht schlagende Hand ist eine "aktive" Hand, dass heißt hier im Bezug auf Bengquan, das die Hand etwas vom Gegner an oder in dich hineinzieht. Oft die Hand/Arm (gerne auch der Nacken/Kopfbereich) des Gegners, um simultan dann mit Bengquan in den Gegner hineinzurammen. Zudem werden im alten Xingyi mehrere Varianten des Bengquan unterrichtet (Schläge auf unterschiedlicher Höhe, mit Deckung am Kopf ähnlich wie Pao, als Ellenbogen/Schultervariante), nur werden leider in wenigen Vids auf YT und Co. diese Varianten gezeigt...warum auch immer!? Wenn einige (solide) Grundlagen in den IMA erarbeitet wurden, ist es absolut wichtig, an den von Thomas angesprochenen Pratschen & Co. zu arbeiten. Vor allem ist Kreativität dabei wichtig, also alle Möglichen Winkel und Höhen ausarbeiten, etc. Auch die klassischen Methoden zur Schlagentwicklung, wie Eisenkissen, Rattanbündel, Murmelsäcke und all diese "Bodyguard" Geschichten sind hocheffektiv, aber ohne Lehrer und Dit Da Ausbildung/Medizin nicht gesundheitsfreundlich !!! |
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#6
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| Hi, Zitat:
Zitat:
![]() ![]() Grüße Ima-Fan |
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#7
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| Also meistens wird die Schlagschule in verschiedenen Push Hands ähnlichen Übungen gelernt. Ein vernünftiger Lehrer sollte das Decken/Meiden/Kontern natürlich zeigen können, genauso wie die Handpositionen zeigen. Das ist allerdings recht individuell. Ein paar stilspezifische Bewegungsbilder kann man zum ausarbeiten festhalten, man muss (im sinne von man sollte) wissen, welche man wofür gebrauchen kann. Insofern ist ein technischer Rahmen dafür vorhanden. Beispielsweise lernt man bereits im ersten Xing Yi Muster, San Ti Shi, wie man in eine Doppeldeckung kommt und wieder raus. Schwer ist das nicht. Oder, um bei Xing Yi zu bleiben - ein Tsuen hat eine ganz schön definierte Handstellung beim Treffen. Gruss, Thomas
__________________ Der Gott, der Eisen wachsen ließ / der wollte keine Knechte Drum gab er Säbel Schwert und Spieß / dem Mann in seine Rechte |
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