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  #1  
Alt 08-04-2010, 10:35
Benutzerbild von scarabe
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Kampfkunst: Chen Taiji, Qi Gong
 
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Beiträge: 4.121
Standard Seidenfaden & Geschwindigkeit

Betrifft Seidenfadenübungen und Seidenfaden in den Bewegungen der Form- kennt Ihr alle.
Mir geht es um die Geschwindigkeit, ähnlich wie beim echten Seidenfaden-Wickeln:
Bewegt man sich zu schnell, reißt der Seidenfaden.
Bewegt man sich zu langsam, soll sich der Faden verzwirbeln.


Zu schnell kennt jeder, da hat vermutlich jeder von uns schon mal seinen Seidenfaden "zerrissen".
Aber wie siehts aus mit zu langsam?
Ein direktes "Verzwirbeln" ist ja schwer wahrnehmbar, andererseits ist auch kaum noch ein "Fließen" spürbar, wenn man so sehr in Zeitlupe bewegt, daß die Bewegung schon fast nicht mehr erkennbar ist.
Einer meiner früheren Trainer sagte mal, irgendwelche Russen oder Inbi-Leute hätten dieses extra-langsame Taiji "Tofu-Taiji" genannt, weil laut ihren Enrkenntnissen dabei eben kaum noch Energie fühlbar wäre.

Ich will hier bewußt nicht zum x-ten Mal meine Ansichten darüber kundtun, wüßte aber gerne, welche Erfahrungen Ihr damit gemacht habt und wann Ihr am deutlichsten Energie, Energiefluß beim oder nach dem Üben fühlt...
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  #2  
Alt 08-04-2010, 10:54
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Kampfkunst: Taiji: Yang
 
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Zitat:
Zitat von scarabe Beitrag anzeigen
wenn man so sehr in Zeitlupe bewegt, daß die Bewegung schon fast nicht mehr erkennbar ist.
Das finde ich auch zu extrem. Sehr, sehr, sehr langsam ist sehr, sehr interessant und gibt manchmal schon verblüffende Erkenntnisse )z.B. bei den Schritten und Kicks), aber das *absolute* Extrem finde ich unnötig.

Ob ich "Energiefluss" spüre oder nicht (was immer das sein mag), hängt bei mir nicht unbedingt von der Geschwindigkeit ab.
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  #3  
Alt 08-04-2010, 12:40
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Kampfkunst: Taichi
 
Registrierungsdatum: 31.05.2008
Beiträge: 258
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Ich finde auch, dass bei zu langsamen Üben der "Flow" verloren geht, was schade ist. Ich ziehe daraus die Folge, dass ich eben nicht NUR langsam übe, und z.B. nach extrem langsamen Neigongs/Cansigongs einen erfrischenden und flotteren Durchgang durch eine Form mache.

Andererseits ist "langsam" ja so eine Sache. Es gibt einem ja die Möglichkeit, sehr genau nach Innen zu spüren. Insofern sind einige äußerlich fast bewegungslose Übungen innerlich extrem actionreich! (Zugegeben, ein Nicht-Taichiler wird an dieser Stelle lachen...)
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  #4  
Alt 09-04-2010, 08:25
bluemonkey
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Kampfkunst:
 
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Zitat:
Zitat von scarabe Beitrag anzeigen
Einer meiner früheren Trainer sagte mal, irgendwelche Russen oder Inbi-Leute hätten dieses extra-langsame Taiji "Tofu-Taiji" genannt, weil laut ihren Enrkenntnissen dabei eben kaum noch Energie fühlbar wäre...
na wenn "irgendwelche Russen" das sagen, dann muss es ja stimmen
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  #5  
Alt 09-04-2010, 11:36
KKB-Userstatus: Intermediate
Kampfkunst: Choy Lay Fut / Chen TJQ / 四 向 門
 
Registrierungsdatum: 09.05.2008
Beiträge: 481
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Vor allem da die Russen ja berühmt sind für ihre "zarten" Kampfkünste,
ausgeführt von schmächtigen, nur ihre innere Energie benutzenden Individuen…
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  #6  
Alt 09-04-2010, 20:40
Benutzerbild von Drachin
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Kampfkunst: Tai Chi Chuan
 
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'Zu langsam' gibt es meiner Ansicht nach nicht - es sei denn, man will oder muss den Atem damit verbinden. Aber die Tagesform könnte nach schnellerem rufen, das ist dann sicherlich auch mal nicht verkehrt.
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  #7  
Alt 09-04-2010, 21:09
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Kampfkunst: Taiji: Yang
 
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Auch nicht, wenn es so langsam ist, dass man die Bewegung kaum sieht, wie von Scarabe gefordert. Mach das mal mit den ersten drei Figuren aus deiner Form... Oder mit der ersten. Dauert zehn Minuten.
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  #8  
Alt 09-04-2010, 21:30
Benutzerbild von Drachin
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Kampfkunst: Tai Chi Chuan
 
Registrierungsdatum: 06.03.2006
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Zitat:
Zitat von Hilla Beitrag anzeigen
Oder mit der ersten. Dauert zehn Minuten.
Die erste Bewegung in meiner Form ist, die Standposition mit geschlossenen Füßen parallel auf Schrittbreite zu erweitern. Ich weiß nicht, wie man dazu 10 Minuten in Anspruch nehmen kann, hab es noch nie versucht, und mag es auch nicht ausprobieren.

Mal so Pi mal Daumen würde man für die lange Yang Form derart etwa eine Woche brauchen.

Langsam wäre für mich da 45 Minuten, sehr langsam 75. Das geht gerade noch, wenn ich was spezielles zu üben habe, wofür diese Langsamkeit hilfreich ist. Das stört den Qi-Fluss dann auch nicht, die Aufmerksamkeit ist ja nicht DARAUF gerichtet.
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  #9  
Alt 09-04-2010, 22:55
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man sollte aus "langsam" keine disziplin machen. "langsam" ist einfach eine methode auf dinge in ruhe zu achten! heutzutage ist es eine "kunst" etwas langsam zu tun. und langsamheit wird eher negativ gesehen. dabei führt gerade das langsame zu präzision und präzision zu genauigkeit.

imo sollte man alles was man so macht auf langsamkeit überprüfen. wenn es dann präzise funktioniert, ist man auf dem richtigen weg.

gruß
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  #10  
Alt 09-04-2010, 22:58
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Kann man etwas zu langsam machen?
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  #11  
Alt 09-04-2010, 23:02
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Zitat:
Zitat von Trinculo Beitrag anzeigen
Kann man etwas zu langsam machen?
nur im "ernstfall"!

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  #12  
Alt 09-04-2010, 23:03
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Zitat:
Zitat von Hongmen Beitrag anzeigen
nur im "ernstfall"!

hongmen
Warum bist Du dann so gegen Zhan Zhuang ?
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  #13  
Alt 09-04-2010, 23:05
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weil das verharren in einer position der natürlichkeit des menschen wiederspricht.
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  #14  
Alt 09-04-2010, 23:06
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Das superlangsame Bewegen nicht?
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  #15  
Alt 09-04-2010, 23:10
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willst du immer nur ´hektisch´ durch die gegend laufen? natürlich muss der mensch auch langsame funktionenen erfüllen können. sonst dreht er durch.
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