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#286
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| hier ein Beispiel von Übungen mit "großen Kreisen" im Judo, die Grundlagen werden detailliert geübt, aber wirklich umfassend anwendbar sieht das noch nicht aus: Selbst, wenn Du einfach sicherer, zentrierter stehst, ist das schon Taijiquan. Nicht Taiji wäre es z.B., wenn Du jemanden zu Boden bringen willst, der noch einigermaßen im Gleichgewicht steht und es durch Erhöhung der eingesetzten Kraft, anstatt durch Bruch des Gleichgewichts/Entwurzeln versuchst. Oder wenn Du Dir eine Strategie zurechtlegst und diese ohne Rücksicht auf veränderte Bedingungen/Widerstände blind durchziehst. Am Anfang wird man durch die ungewohnte Körpersteuerung eventuell etwas kampfschwächer. Wenn man dann trotzdem mit Blick nur auf Sieg statt auf den Einsatz der neuen Bewegungsmodi gerichtet, z.B. Sparring übt, schafft man es eventuell nicht, die alten, durchaus erfolgreichen Muster abzulegen und schließlich von dem höheren Potential der neuen Muster zu profitieren. Im SV-Fall geht es um SV, nicht um Taijiquan oder nicht Taijiquan. ![]() Geändert von bluemonkey (05-09-2010 um 13:42 Uhr). |
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#287
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| Hey danke für das Video ![]() Ich glaube wir verstehen uns ![]()
__________________ Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel. (Konfuzius) |
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#288
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| Zitat:
Für mich sind Techniken zwar auch nur Übergangslösungen, bis man "soweit ist", aber ich meine, der Grund ihrer Existenz in den Formen ist deren Erlernen. Ich denke, sie sind auch zur Nutzung gedacht. Die Frage ist imho vielmehr WIE ich diese Techniken mache bzw. wie sie liefen. Ruhig oder aggressiv. Entspannt oder Verspannt. Konnte ich fühlen oder nicht? War da Fa-Jin drin oder ist es nicht geschehen? Prinzipien eingehalten oder nicht? etc. Das macht in meinen Augen schon einen Unterschied aus, ob ich sage, das war Resultat des z.B. Taiji-Trainings oder eines anderen Trainings. Grüße
__________________ Früher: "Bewegt sich der Gegner, bin ich schon da." Heute: "Bewegt sich der Meister, verharre ich." Geändert von rudongshe (05-09-2010 um 14:43 Uhr). |
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#289
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Bei einem Kampf bzw Angriff auf der Strasse spielen viele Faktoren mit und man kann es erst beurteilen wenn man es schon erlebt hat. Gruß |
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#290
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| was die Spiralen/Kreise betrifft: klar sind kleinere Kreise letztendlich schneller, besser, wirkungsvoller. Aber man sollte sich schon Zeit lassen, die Entwicklung von den großen zu den kleineren Kreisen auch zu durchlaufen. Vorteil anbei: auch die Anwendungen sitzen umso besser, wenn man sie erst mit großem Radius lernt und diesen dann mehr und mehr verkleinert, bis kaum noch etwas erkennbar ist. |
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#291
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| Und somit schweifen wir gehörig von der anfangsfrage ab ![]()
__________________ Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel. (Konfuzius) |
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#292
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| Zitat:
Ich sehe es genau wie Du, die Art und Weise wie man es macht ist dann eher der Punkt wo sich unterscheidet, ob es jetzt wirklich TJQ ist oder nicht. Gerade gestern hatten wir ´nen Seminar zu Anwendungen die sich aus den Formbewegungen ableiten. Die Techniken sind doch letztlich nicht wesentlich anders als in anderen KK. Schlagen, Treten, Greifen, Hebeln, ist alles dabei, und sieht auf den erste Blick auch nicht wirklich anders aus als vieles was man in anderen KK /SV-Systemen sieht. Die Frage ist dann eher, wohl hole ich die Kraft her, wie ist mein Körperstruktur etc., also letztlich einfach "habe ich das jetzt nach TJQ-Prinzipien durchgeführt oder nicht?". Und da habe ich (mal wieder) festgestellt, daß da die Prinzipien die man u.a. in der Formen lernt dann ganz schnell verloren gehen, und man es dann doch wieder "rein äußerlich" ausführt. Bedeutet natürlich nicht, daß es nicht auch so schon funktionieren würde, wenn man es mal anwenden müßte, von daher kann durchaus schon ein SV-Nutzen da sein, bevor man wirklich "sauberes" TJQ macht.
__________________ "Der Chen Stil geht auf das Jahr 1928 zurück und entstand in Peking." (Produktbeschreibung "Tai-Chi Chen Yi Lu - Formen und kriegerische Anwendungen") fei long guo jiang - enter the fat dragon |
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#293
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| ich denke die Techniken haben Taijiquan nicht berühmt gemacht. Die Techniken sind nicht die eigentliche Bewegung des Taijiquan - zumindest nach dem Verständnis, was ich bislang entwickelt habe. Aber das ist ja noch am Anfang und vielleicht sehe ich das bald auch wieder anders durch neue Erfahrungen.
__________________ Früher: "Bewegt sich der Gegner, bin ich schon da." Heute: "Bewegt sich der Meister, verharre ich." |
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#294
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| Zitat:
Das war es ja was ich meinte als ich geschrieben habe daß die ganzen Tritte, Schläge, Griffe, Hebel etc. in der Praxis nicht wirklich anders aussehen als was man in anderen KK/SV-Systemen zu sehen bekommt. Ist ja auch logisch, denn der Mensch hat nun mal zwei Arme, zwei Beine, ´nen Rumpf und ´nen Kopf, das trifft auf dich wie auf deinen Gegner zu, und damit muß man arbeiten, und es ist logsich daß sich da immer wieder gleiche/ähnliche Sachen als gut funktionierend heraus stellen. Das was TJQ ausmacht ist dann wirklich eher die Art und Weise der Ausführung. Allerdings, wenn man sich wirklich mal verteidigen muß, dann braucht man nun mal bestimmte Techniken (die natürlich intuitiv greifen sollten, und nicht "Oh ja, mal überlegen welche Technik aus der Form ich hier jetzt einsetzen kann"), einfach nur gelöst und verwurzelt zwischen Himmel und Erde zu stehen alleine wird einen Angreifer wohl nicht besiegen oder dazu bringen aufzugeben. Darum ging es mir.
__________________ "Der Chen Stil geht auf das Jahr 1928 zurück und entstand in Peking." (Produktbeschreibung "Tai-Chi Chen Yi Lu - Formen und kriegerische Anwendungen") fei long guo jiang - enter the fat dragon |
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#295
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| Zitat:
Fei Long, lese bitte keine Bücher mehr. Komm lieber mal zu mir! Liebe Grüße Hongmen
__________________ Schule für Innere Kampfkunst |
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#296
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| es gibt mehrere solcher Bücher, nicht nur von CXW. Sie haben alle eine Einteilung in mehrere Stufen gemeinsam, deren Beschreibungen einander ähneln. Abgesehen davon- wenn ein Meister wie CXW so etwas schreibt, muß man zumindest damit rechnen, daß er recht haben könnte und vielleicht in Sachen "Inneres Geschehen" ein paar mehr Erfahrungen gemacht hat, als ein deutscher selbsternannter Spezialist für Innere KK... |
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#297
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| Zitat:
Ich kann diese Theorie, die sich auf das Beruft was andere "vielleicht" praktisch beherrschen, nicht mehr für voll nehmen. Und CXW ist nicht der Einzige Tai Chi Lehrer! Man kann nur mit Wasser kochen! Ihr versteht was ich meine? Hongmen
__________________ Schule für Innere Kampfkunst Geändert von Hongmen (13-09-2010 um 01:12 Uhr). |
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#298
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| Und natürlich bleibt es jedem selber überlassen wie man solche Aussagen bewertet. Nur, man sollte die Aussagen (in diesem Fall das Buch) dann doch schon kennen bevor man sich ein Urteil bildet. Ich denke da wirst Du mir zustimmen. In diesem Fall kennst Du das Buch offensichtlich nicht, hast nur 2-3 Schlagworte aufgefangen, diese dann falsch interpretiert und Dir daraus Deine Meinung gebildet. P.S.: Danke für die Einladung, vielleicht komme ich irgendwann mal darauf zurück... ![]()
__________________ "Der Chen Stil geht auf das Jahr 1928 zurück und entstand in Peking." (Produktbeschreibung "Tai-Chi Chen Yi Lu - Formen und kriegerische Anwendungen") fei long guo jiang - enter the fat dragon |
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#299
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| Es gibt ja auch andere Einteilungen, wie den äußeren, inneren und geheimen Lehrer. Wenn ich mir die Level ansehe, bin ich einigen Bereichen weit und in anderen nicht. So etwas hängt immer von den Trainingsmöglichkeiten auch ab. Solche Level (auch in anderen Entwicklungbereichen) suggerieren leider oft eine "statische" Entwicklungsprognose und sie leiten auch die Selbstwahrnehmung. Deswegen finde ich sie eher unvorteilhaft, weil eigene Erkenntnisse, der noch nicht dem Level unterliegen, dann eventuell nicht weiter verfolgt werden. Aber wir sind ja noch beim Thema sich selber wehren. Für andere Fragen müsste man vielleicht noch mal nen anderen Fred aufmachen. Für mich liegt der Kern des Taijiquan in dem, was die chens unter Kanonenfaust und die Yangs Eisen in Baumwolle zusammengefasst haben. Und wenn ich das übe, gepaart mit möglichst Neutralisieren und vier Unzen fühlen, dann denke ich, habe ich schon was.
__________________ Früher: "Bewegt sich der Gegner, bin ich schon da." Heute: "Bewegt sich der Meister, verharre ich." |
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#300
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| Zitat:
...nö, ich muß nicht Recht haben und hab auch nicht immer Recht... aber was Du da schreibst- meine eigenen Erfahrungen der letzten Jahre zeigen mir, daß da einiges dran ist (an den Büchern). Auch wenn gewisse "Phänomene" und Entwicklungen bei mir nicht immer 100%ig in der beschriebenen Reihenfolge aufgetreten sind- aber fast. Deshalb schließe ich daraus, daß auch am Rest, den ich noch nicht selbst erfahren habe, relativ viel dran sein könnte. Und ich würde mich ernsthaft fragen, ob ich in meiner Art, innerer KK zu praktizieren, nicht irgendwas ernsthaft im Argen ist, würden mir diese Erfahrungen allesamt vorenthalten bleiben... |
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