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#31
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| ich denke eine Grundsatzdiskussion über Zhang San Feng und Taijiquan würde hier zu weit führen in diesem Thread. Können wir aber gerne mal bei einem gemeinsamen Tee machen, wenn du mal in München bist ![]() Grüße Dennis |
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#32
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| Zitat:
Die "Techniken" sind im Taijiquan nicht so wichtig wie im Karate, denn es kommt eben auf die Bewegungsprinzipien an. Hat man die drin, ist man immer schneller als der Gegner, weil man sich vom "Gegner" führen lässt. (Siehe der Große Jan Silberstorff: "Bewegt er sich nicht, bewege ich mich nicht. Bewegt er sich, bin ich schon da.") Das funktioniert bei einem Anfänger nicht. Deswegen kommt Kampfkunst erst etwas später im Unterricht vor. Alles andere bliebe äußere Kampfkunst. Wir üben also langsame Bewegungen, auch Meditation und Sensibilisierungen, aber auch Anwendungen und Kampfkunst. Und die üben wir langsam, um spüren zu lernen (uns und die anderen) und schnell, um es als Kampfkunst zu üben. Wenn dein Kontakt mit Taijiquan also unbefriedigend war, dann warst du entweder noch nicht so entspannt, dass du es mit Taijiquan machen konntest (sondern nur mit Karate - wogegen ja nichts einzuwenden ist, im Prinzip), oder der Lehrer taugte nichts. Mein Tipp: Mach mal ein Seminar bei John Ding, Bob Boyd, Jan Silberstorff oder Chen Xiaowang. Das sind Könner, die dir jeder hier auf dem Board empfehlen kann. Da wirst du dann wirklich spüren, wie Taiji als Quan funktioniert. (Sorry, die meisten anderen hier kenne ich nicht persönlich, deswegen kann ich sie nicht empfehlen.) |
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#33
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| Zitat:
Grüße wudangdao |
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#34
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| Sich bei schnellen Bewegungen entspannt zu verhalten, ist noch schwieriger als bei langsamen Bewegungen oder im Ruhezustand. Sollte man da beim Taiqiquan nicht schnelle Bewegungen üben?
__________________ But if they tell you that I've lost my mind Baby it's not gone just a little hard to find |
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#35
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| Kurz gefasst, meiner Meinung nach: - Tai Chi Chuan war und ist eine Kampfkunst, die auch gesundheitlich grosse Wirkung entfalten kann. - Sie ist nicht so leicht in ihren Eigenarten zu erlernen und eignet sich gar nicht als "schneller SV-Kurs" - Andererseits geht es überhaupt nicht darum, sich auf "Qi-Kräfte" zu fokussieren. Das kann sogar richtig nach hinten losgehen. - Viele Leute, die heutzutage "Tai Chi (Chuan)" machen, haben und wollen nichts mit Kampfkunst zu tun haben. - Unter den Leuten, die Tai Chi Chuan doch als Kampfkunst betreiben (oder zumindest diesen Anspruch haben), gibt es recht unterschiedliche Auffassungen, Herangehensweisen und Ebenen des Könnens. - Manches, was als "richtiges Tai Chi Chuan" geübt wird, ist meiner Meinung nach eher 'Kung Fu' mit dem Etikett (und mit den Formen) von Tai Chi Chuan. Das bedeutet dann längst nicht, daß es schlechte Kampfkunst ist. Aber Tai Chi Chuan ist trotzdem etwas anderes. - Was Tai Chi Chuan (als Kampfkunst) eigentlich ist, ist ganz klar in den klassischen Schriften zu lesen. Wenn's aufs Wesentliche ankommt, sind diese Texte gar nicht so unzugänglich und undeutlich. Welchen Stil, welche optische Erscheinung, das Tai Chi Chuan anschliessend hat, ist schnuppe. - Eine Kampfkunst zu betreiben und dabei auch von den spezifischen gesundheitlichen und seelischen Vorteilen zu profitieren, ist eigentlich logisch. Tai Chi Chuan auch als eine Gesundheitsmethode zu üben, bedeutet nicht im geringsten, daß man sie deswegen weniger effektiv/realistisch als Kampfkunst betreibt. Im Gegenteil sogar, wenn man das Gehirn eingeschaltet lässt. ciao, Giles
__________________ Do not give up the near in order to seek the far. |
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#36
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| Schöne Grüsse, Giles
__________________ Do not give up the near in order to seek the far. |
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#37
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| Leute, es findet ein steter Wechsel statt von Yin und Yang (diese Theorie ist nun mal die Basis, auf der Taiji aufbaut). Yin ist sowohl weich, zusammenziehend, mehr innen und LANGSAM, Yang ist eher das HArte, ausdehnende, äußere, SCHNELLE. Gutes Taijiquan enthält also beides, es nur langsam auszufürheren wäre genauso daneben, wie nur durchzurasen. Jede Form- ich beziehe mich auf Chen, "meinen" Stil- enthält beides. Ob es dann allerdings auch korrekt so ausgeführt wird, ist eine andere Frage. |
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#38
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| Zitat:
Und meistens dann ebenfalls die Geschwindigkeit der daraus entstehenden 'yangartigen' Bewegung (Schlag, Wurf.....). Und für alle, die mit dem Yin/Yang-Modell überhaupt nichts anfangen können: Einfach die Augen zumachen und zur nächsten Postig übergehen. ![]() Schöne Grüsse, Giles
__________________ Do not give up the near in order to seek the far. |
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#39
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| man könnte auch sagen "langsam ist präziese, präziese ist schnell"! was bietet sich da besser an als tai chi? zumal die rübergebrachte schnelligkeit dann auch noch ansatzlos und ungehindert sein ziel findet! gruß hongmen
__________________ Schule für Innere Kampfkunst |
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#40
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![]() Zur Bewegungsmeditation: Wenn man darunter versteht, dass man sich ausschließlich in Zeitlupe bewegt, nur sanfte Bewegungen ausführt...gebe ich die Recht.Aber wenn man zur Tiefe der Stile gelangt, IST das Meditation in Bewegung und sehr effektiv.Ich glaube, dass die, die das als Wellness Methode benutzen es nicht anwenden können und die, denen es um die Anwendung geht, den spirituellen Aspekt ausklammern. Wie so oft wäre m.M.n. der Weg der Mitte der Richtige. ![]() |
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#41
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| wenn eine kraft von außen auf einen einwirkt, ist es am allerschnellsten, noch bevor man zeit hat, eine bewegung zu _machen_, von vornherein so gewohnheitsmäßig seinen gelenken zu gestatten, dass sie sich von selbst richtig zueinander auffädeln, dass die von außen einwirkende kraft elastisch aufgenommen und direkt an den boden weitergegeben wird. dann hat man ganz viel zeit für irgendwelche schrecksekunden und reaktionszeiten und dergleichen, und kann (je besser man es kann) die hereinkommende kraft für sich nutzen. dieses automatische ausrichten der gelenke - neudeutsch "alignment" - kannst du entweder langsam und behutsam trainieren, oder dadurch, dass du dich mit großer geschwindigkeit so enormen kräften aussetzt, dass es dich buchstäblich zerreisst, wenn du nicht die gelenkausrichtung zulässt (mein sohn ist golfer, der kann beachtlich gut taiji-angriffe "lesen" und taijimäßig damit umgehen - inklusive "automatisches werfen", wenn der druckpunkt erreicht ist - ohne sich je mit taiji befasst zu haben oder sonst eine kampfkunst auszuüben).
__________________ Wir müssen die Reise um die Welt machen, und sehen, ob das Paradies vielleicht von hinten irgendwo wieder offen ist. (Kleist) |
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#42
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| erstens, wenns richtig schnell gehen muß, helfen nur gute Reflexe und die blitzartige anwendung dessen, was man viele Male mühvoll korrekt einstudiert hat. Zweitens- wer sagt denn, daß man seine Bewegungen im Taiji immer nur langsam übt ??? |
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#43
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| Das sagt der Frager. Deswegen ja auch meine (unsere) Vermutung, dass er nicht viel Ahnung von Taijiquan hat und wohl auch (meine Vermutung) einen schlechten Lehrer in seinem Kurs erlebt hat. Ich kenne das so, dass die harten Kampfkunst-Cracks ab und zu die guten Lehrer auch mal herausfordern (mag doch unsere Karate-Frager auch) und die dann sagen: Greif mich halt mal an. Und ihn dann in irgendeine Ecke werfen. Deswegen auch meine Tipp, mal zu einem anerkannt guten Taijquan-Meister zu gehen und es wirklich mal auszuprobieren. |
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#44
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| Zitat:
Taijiquan ist nicht nur Kampfkunst, nicht nur Heilkunst und nicht nur Spiritualität. Bei wirklich guten Lehrern kann man alles lernen. Aber das dauert halt wirklich eine ganze Weile. |
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#45
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| Es lohnt sich nicht, auf so einen Attention-Fishing-Versuch so gross einzugehen. Das langsame Training dient dem physiologischen Training des Körpers, der Muskulatur inklusive der Zulieferer, und in gewisser Art der Hirnaktivität und der des Nervensystems. Mit der Ausführgeschwindigkeit hat es in soweit zu tun, als sich die Reaktion beschleunigt, weil durch die Beruhigung wieder Dinge mehr im Instinkt funktionieren. Den wiederbelebt man mit diesem Training nämlich. Der Rest ist Grappling verbrüdert mit Haudrauf, und das ist halt schnell oder langsam, je nach Laune, für viele Aktionen gibt es ein Timing das genau zu dem passen muss was der Gegner macht. Ich habe mal beim Handball einen Angreifer "umgehauen" indem ich ihm meine Arme nicht wie sonst volle Kanne auf die Brust gehauen habe, sondern nur hingehalten. Er stemmt sich dagegen mit aller Kraft weil er denkt da ist Widerstand, ich nehme die langsam (nicht schnell) weg, Resultat ist er fällt völlig merkwürdig weil er versucht sich auf meine noch nicht ganz weggenommenen Arme aufzustützen.
__________________ "Man kann Leuten nicht verbieten, ein ***** zu sein." (Descartes) |
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