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  #1  
Alt 26-01-2012, 21:54
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: -
 
Registrierungsdatum: 24.08.2010
Beiträge: 33
Standard Taiji - Bagua - Hsing-I

Hallo liebe Forumgemeinde,

ich habe eine allgemeine Frage an euch; ganz gleich ob ihr Taiji, Bagua oder Hsing-I oder einen anderen "inneren" Stil lernt ...

Seid ihr der Auffassung, dass man andere innere Stile lernen/verstehen/anwenden kann, wenn man selsbt bei nur einem Stil geblieben ist? An einem Beispiel: Ob man durch das Üben des Bagua auch einen Zugang zum Taiji bekommt - oder sind die Bewegungen gänzlich anders?

Liebe Grüße und vielen Dank für eure Antworten.
J.T.
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  #2  
Alt 26-01-2012, 22:04
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: Siu Lam Weng Chun
 
Registrierungsdatum: 16.03.2006
Beiträge: 9.240
Standard

Zitat:
Zitat von junger Tiger Beitrag anzeigen
Hallo liebe Forumgemeinde,

ich habe eine allgemeine Frage an euch; ganz gleich ob ihr Taiji, Bagua oder Hsing-I oder einen anderen "inneren" Stil lernt ...

Seid ihr der Auffassung, dass man andere innere Stile lernen/verstehen/anwenden kann, wenn man selsbt bei nur einem Stil geblieben ist? An einem Beispiel: Ob man durch das Üben des Bagua auch einen Zugang zum Taiji bekommt - oder sind die Bewegungen gänzlich anders?

Liebe Grüße und vielen Dank für eure Antworten.
J.T.
Für mich wird deine Frage nicht so richtig klar, wenn du meinst ob man mit dem Wissen was man aus dem Bagua bekommt Taiji verstehen kann dann würde ich sagen in den meißten Fällen begrenzt ja. Also gewisse Rudimentäre Vorgänge erkennt man wieder, auch wenn die äußerlich nicht ganz identisch aussehen. Gibt aber immer wieder Eigenheiten die man nicht unbedingt ohne Erklärung/Hinweiß begreift.
War es diese Frage ?


Liebe Grüße,
Shin
__________________
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  #3  
Alt 26-01-2012, 22:08
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: -
 
Registrierungsdatum: 24.08.2010
Beiträge: 33
Standard

Ja, genau das war meine Frage - ob man über das Erlernen des BAgua auch zum Taiji kommt und umgekehrt ...
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  #4  
Alt 26-01-2012, 22:13
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: Kung Fu
 
Registrierungsdatum: 24.08.2007
Beiträge: 1.173
Standard

Zitat:
Zitat von junger Tiger Beitrag anzeigen
Ja, genau das war meine Frage - ob man über das Erlernen des BAgua auch zum Taiji kommt und umgekehrt ...
Das hängt vermutlich auch von den jeweiligen Substilen ab, die man erlernt. Der Sunstil zB beinhaltet alle drei Kampfkünste. Konkret kann ich aber nichts dazu sagen, da ich den Sunstil nicht trainiere.
In einem anderen Forum habe ich gelesen, dass Bagua die umfassendste Kampfkunst sei und daher Bewegungen aller drei Künste in sich vereine.
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  #5  
Alt 27-01-2012, 00:20
Benutzerbild von Richard22
KKB-Userstatus: Intermediate
Kampfkunst: Historisches Fechten, Taiji, Ing Un, To Te
 
Registrierungsdatum: 27.11.2006
Ort: Frankfurt am Main
Beiträge: 451
Standard

Die Frage ist eher, was ist KK?

Haben Menschen ähnliche Körper?

Wie arbeitet die Psychologie im Kampf?

Wie ermögliche ich einem Gegner das Ableben?

Schnell kommt die Frage auf - gibt es Stile?

Fechtergruß
__________________
Jung Ritter lere / got lip haben frawen io ere / So wechst dein ere - stahlaufstahl.de
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  #6  
Alt 27-01-2012, 09:52
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: Ip/snake-Style TaiChiChuan
 
Registrierungsdatum: 02.06.2007
Beiträge: 1.007
Standard

Zitat:
Zitat von Richard22 Beitrag anzeigen
Die Frage ist eher, was ist KK?

Haben Menschen ähnliche Körper?

Wie arbeitet die Psychologie im Kampf?

Wie ermögliche ich einem Gegner das Ableben?

Schnell kommt die Frage auf - gibt es Stile?

Fechtergruß
Du denkst Stil eher als Trainingsmethode;
Stil"prinzipien" als Schwerpunktsetzung?

Das verbindende Element- das was man "eigentlich" wirklich lernt ist die Erfahrung des "Kampfes"?
__________________
"bewegte Prinzipien" http://meinehp.com/bewegen/
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  #7  
Alt 27-01-2012, 10:54
KKB-Userstatus: Professional
Kampfkunst: VingTsun
 
Registrierungsdatum: 09.05.2010
Alter: 27
Beiträge: 834
Standard

das was man wirklich lernt ist eher konditionierung und spezialisierung des körpers auf bestimmte aspekte. Jeder stil trainiert diese aspekte anders.
also ja,schwerpunktsetzung.
insofern,finde ich als "fachfremder" , passen einige stile ,Trainingsmethoden und schwerpunkte besser zusammen als andere und somit nimmt man zumindest im Bereich der Körperschulung aus stilen die ähnliche attribute schulen mehr mit.
Das bedeutet nicht das man schneller ein tieferes Verständniss für den "substil" entwickelt,sondern nur das die ausgebildete Körperstruktur behilflich sein kann bewegungen schneller zu verinnerlichen.Das es aber auch um zb innere Haltung,Kraftentfaltung usw geht habe ich mittlerweile mitbekommen,denk nicht dass das auch mitgenommen werden kann.Diese dinge vermittelt mehr der Lehrer,nicht der stil
so seh ich das (die antwort ist bewusst allgemeiner gehalten und könnte bei ähnlicher fragestellung genauso auf südostasiatische KK usw angewandt werden.denke nicht das man die frage spezifisch beantworten muss )
lg
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  #8  
Alt 27-01-2012, 12:08
KKB-Userstatus: Intermediate
Kampfkunst: Anfänger im Taijiquan (Chen-Stil)
 
Registrierungsdatum: 20.05.2002
Ort: Baden-Württemberg, Karlsruhe
Beiträge: 342
Standard

Ich denke, dass die Strategien in Xing Yi, Bagua und Taiji schon sehr unterschiedlich sind. Ganz grob(!) gesagt:

Xing Yi: Direct nach vorne in den Gegner hinein; Verteidigung des Gegner durchbrechen
Bagua: Gegner umgehen und Schwachstelle angreifen
Taiji: Gegnerischen Angriff nutzen, um den Gegner in eine ungünstige Lage zu bringen und dann die Schwachstelle angreifen.

Achtung:
Dies soll jetzt keine Bewertung sein, welche Strategie besser. Ich denke, es ist vielmehr eine Frage der eigenen Neigungen bzw. Vorlieben. Nicht umsonst gibt es wohl folgendes Sprichwort:
Der junge Mann betreibt Xing Yi.
Der Mann mittleren Alters betreibt Bagua.
Der ältere Mann betreibt Taiji.
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  #9  
Alt 27-01-2012, 13:04
Benutzerbild von Klaus
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst:
 
Registrierungsdatum: 31.08.2001
Ort: NRW
Beiträge: 12.559
Standard

Die Basis ist die gleiche, das Erwerben von Jin, also einer spezifischen Form von Kraft. Wie man die einsetzt, ist dann unterschiedlich, der eine haut drauf, der andere wirft Leute rum, der Dritte macht was lustiges mit der Balance und haut oder wirft dann. Grundsätzlich kann man alles wenn man den Eingang gefunden hat, aber richtig gut wird man natürlich wenn man etwas auch länger benutzt. Überschneidungen gibt es sicher auch.
__________________
"Man kann Leuten nicht verbieten, ein ***** zu sein." (Descartes)
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  #10  
Alt 27-01-2012, 14:29
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: -
 
Registrierungsdatum: 24.08.2010
Beiträge: 33
Standard

Wenn die Basis die gleiche ist, empfiehlt es sich dann, auch andere Stile als den eigenen zu lernen, um sein Wissen und um die Fähigkeiten zu erweitern, also sprich in die Breite zu lernen statt in die Tiefe? Kann man das überhaupt trennen - Breite und Tiefe?

Sind in diesem Fall synthetische Stile sinnvoller, da sie Elemente aus verschiedenen Stilen kombinieren? Natürlich ist diese Kombination rein selektiv, aber wenn es Stile gibt, die Taiji, Bagua und Hsing-I verbinden, scheinen die ja mehr Inhalt zu besitzen oder sehe ich da was falsch?

Worin liegen denn die größten Unterschiede zwischen Taiji, Bagua und Hsing-I außer in der "Strategie"? Ist die Kraftgenerierung die gleiche?
Bei allen drei Stilen muss ja die Struktur stimmen und von der geht alles Weitere aus.
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  #11  
Alt 27-01-2012, 14:45
KKB-Userstatus: Intermediate
Kampfkunst: Anfänger im Taijiquan (Chen-Stil)
 
Registrierungsdatum: 20.05.2002
Ort: Baden-Württemberg, Karlsruhe
Beiträge: 342
Standard

Zitat:
Zitat von junger Tiger Beitrag anzeigen
Wenn die Basis die gleiche ist, empfiehlt es sich dann, auch andere Stile als den eigenen zu lernen, um sein Wissen und um die Fähigkeiten zu erweitern, also sprich in die Breite zu lernen statt in die Tiefe? Kann man das überhaupt trennen - Breite und Tiefe?
Bietet die Breite denn mehr als die Tiefe? Warum spezialisieren sich die meisten Menschen?

Was genau nützen Dir all diese theoretischen Betrachtungen? Ich kann Dir jetzt schon sagen, ohne entsprechend regelmäßiges Training wird Dir all Dein theoretisches Wissen nichts nützen. Man kann dann zwar wunderbar in einem Forum rumtrollen, aber das war es dann schon.
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  #12  
Alt 27-01-2012, 14:49
Benutzerbild von Simplicius
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: -
 
Registrierungsdatum: 16.07.2011
Beiträge: 2.158
Standard

Zitat:
Zitat von junger Tiger Beitrag anzeigen
Wenn die Basis die gleiche ist, empfiehlt es sich dann, auch andere Stile als den eigenen zu lernen, um sein Wissen und um die Fähigkeiten zu erweitern, also sprich in die Breite zu lernen statt in die Tiefe?
Da gibt es doch so eine Geschichte von zwei Menschen, die nach Wasser gruben.
Der eine hat viele flache Löcher gegraben und der andere ein tiefes.....
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  #13  
Alt 27-01-2012, 14:58
Moderator
Kampfkunst: Liechtenauer, Taijiquan & komisches Zeug
 
Registrierungsdatum: 10.12.2004
Ort: Nahe Bonn
Alter: 32
Beiträge: 2.429
Blog-Einträge: 1
Standard

Die Körpermechanik / das Shenfa von allen drei Stilen ist unterschiedlich. Die Strategien auch.

Sie passen aber schön zusammen, weil EINIGE Ideen der Körpernutzung und des Training sehr ähnlich sind.

Es ist quasi Usus geworden, als "IMA" Praktiker alle drei ein bischen zu kennen. Dadurch sind die über die letzten Jahre einfach etwas näher zusammengerückt.

Also wenn man Taiji gut kann, wird man mit Xing Yi und Bagua auch gut klar kommen, im Sinne von, man kann es leichter lernen.

Das ist alles relativ zu sehen - wenn Sun Lu Tang Taiji, Bagua und BJJ trainiert hätte, wären eben das die "drei inneren Stile" geworden. Also man muss das alles ein bischen relativieren.

Gruss, Thomas
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Der Gott, der Eisen wachsen ließ / der wollte keine Knechte
Drum gab er Säbel Schwert und Spieß / dem Mann in seine Rechte
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  #14  
Alt 27-01-2012, 23:30
Benutzerbild von Lutwolf
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: Haojia Taiji Meihua Tanglangquan, Jiu Jitsu/Goshinjutsu, IMA
 
Registrierungsdatum: 03.03.2008
Ort: Neubrandenburg
Alter: 29
Beiträge: 214
Standard

Nya na ja...

Auch wenn Herr Sun sich in den IMA extrem verdient gemacht hat, ist er bei allem Respekt nun auch nicht das Nonplusultra. Sicherlich vereint der Sun-Stil die drei eingangs genannten KK, aber das Monopol hat er damit auch nicht (Querverweis: Liu He Ba Fa Quan und Derivate).

Auch wenn die KKs technik-/prinzipmäßig sehr stimmig zusammen passen (was man Pi Gua und Ba Ji ebenso nachsagt), so richtet sich die Qualität des Konglomerats sehr nach dem individuellen Build des Praktizierenden sowie nach Qualität und Verfügbarkeit des Lehrers (Vergleich Krankenkassen-"Tai Chi"-Schwemme vs. Ba Gua Zhang - Häufigkeit in Dtl., zu Xing Yi habe ich nun gar keine Informationen da zu faul zum Googlen).

Und nur weil Herr Sun mit den für ihn selbst offenbar perfekt passenden Stilen aufgewachsen ist heißt das nicht, dass jeder Hinz und Kunz, der mit 30 mal über nen Gesundheitskurs in die IMA-Mystik abgerutscht ist, plötzlich durch ziviles Training ebenso kompetetiv wird, obwohl tatsächliche Konflikte inzwischen seltener/anders geartet sind.

Es gab in einem anderen Thread mal einen Vergleich Xing Yi Quan mit Dempseys Boxstil, inklusive ein paar deutlichen Parallelen, die wohl nicht durch ein Interesse Dempseys am XYQ, sondern von ähnlicher gegnerischer Reaktion im Kampf herrührten, damit - um zu einem relevanten Schluss zu kommen - wird man in jedem Stil, der nicht die Augen vor der Realität verschließt, auf ähnliche/identische? Prinzipien und Strategien stoßen.

Hoffentlich habe ich nicht schon wieder zu viel geschrieben...

Gruß - ICH
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^^___Stress hat wer Stress macht___^^
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  #15  
Alt 29-01-2012, 11:28
Benutzerbild von opendoor
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: TaiJi Quan (CMC) früher mal Wado-Ryu
 
Registrierungsdatum: 10.04.2005
Ort: Hamburg
Beiträge: 108
Standard Warum Bagua und XingI, warum nicht auch *und*

Ich kam vom Karate zum TaiJi und das war ein kompletter Neuanfang. Zwischendurch trainiere ich häufiger mit ing-und-ung-Stilisten und ich muss sagen, das ist eine Wiedererkennen und Verfeinern.
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