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#1
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| Hallo ihr lieben, Immer wieder lese ich das Taiji gerne als Kampfkunst betrieben werden möchte da sie einen unbesiegbar machen soll. Viele der heutigen Meister haben als kinder unorthodoxe Trainingsmethoden hinter sich und strahlen heute eine Persönlichkeit aus die einen anzieht und fasziniert. So ein Training wäre in unser Demokratie und Rechtsdenken garnicht möglich. Dies ist aber eine möglichkeit innerlich zu wachsen und sich selbst zu überwinden. Beharrliches Training beobachtet mein Meister heute bei vielen aber wenige überwinden ihr Ego und werden frei im Herzen und in Ihren Bewegungen. Das ist aus seiner Sicht ein großes Problem. Die innere Haltung ist ausschlaggebend für ein gutes Kampftraining und effektives Taiji. Es lernen aus seiner Sicht viele Taiji und haben diplome und unterrichten es weiter so gut sie können. Dies ist ein natürliches bestreben des Menschen, doch nur wenige haben sich selbst überwunden. Das fordern die Bestimmungen heutzutage nicht. Auch wird der sprituelle Geist im Taiji sehr unterschätzt, das wu wei ( Absichtslosigkeit) Wenn ich mein Ego besiege bin ich frei von Absichten und die Kunst des Taijis kann sich frei entfalten in mir. Und das strahlt er für mich auch aus. Das ist auch aus meiner Sicht so das sich die Kunst zu kämpfen nur durch spirituellen sichtweisen frei entfalten können. Deswegen auch immer die Schnittstelle zum Esoterischen Bereich. Es gibt viele gute Lehrer aber wenige Meister da die Art wie wir leben und unterrichten wenig mit taositischem oder Buddhistischen hintergrund passiert. Was denkt ihr darüber?? Liebe grüße Bilo |
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#2
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| Man braucht keine Religion, um gutes Taiji Quan zu machen. Sobald die Esoterik in die Kampfkunst kommt, fangen Missverständnisse und unnötigen Mystifizierungen an. Das hilft der Kampfkunst wenig. Die alten Meister haben ja oft auf esoterische Begriife zurückgegriffen, weil sie die wissenschaftliche Erklärung dahinter nicht kannten. Schönes Bsp. dazu: 'Erdenergie aufsaugen' – anstatt zu sagen, dass man die Erdanziehung nutzen muss. ![]() P.S. es gibt keine unbesiegbare Kampfkunst, sonst würden die wohl alle machen… |
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#3
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| Hast überhaupt verstanden worum es mir geht?? lol |
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#4
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| Wu Wei trainierst Du am besten im Kampf. Kämpfen ist leichter als einen Kampf beenden. TaichiChuan ist eine Innere kampfkunst wie andere auch, ggf. mit Schwerpunktsetzungen. Wie weit Du kommst, hängt vom Training ab. Grüße
__________________ "bewegte Prinzipien" http://meinehp.com/bewegen/ |
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#5
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| Hast du meine Antwort verstanden? Ich habe Bezug auf den zweiten Teil deines Postes genommen. Die innere Haltung halte ich nicht speziell für TJQ wichtig, die braucht man für Alles im Leben. Und es gibt auch heute noch genügend Methoden an seine Grenzen zu gehen, ohne das Amnesty Int. aufschreit… effektives TJQ bekommt man hauptsächlich dann, wenn man es in in Kampfsituationen am Mann testet. Das gestaltet sich in der Praxis natürlich nicht immer so einfach. Nur vom Formenlaufen und 'Push hands' lernt keiner Kämpfen. Zum Thema des Posts, Taiji ist keine Kampfkunst, sondern ein Prinzip. Taijiquan ist eine Kampfkunst – ähnlich wie andere, aber nicht dieselbe. ![]() |
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#6
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| hey, ja ich merke schon das sich das vermischt daher ist die trennung zwischen innerer kampfkunst und äusserer Kampfkunst. Das andere ist das mir aufgefallen das jeder seine eigene definition von Taiji hat. Deswegen kommt es zu Mißverständnissen ![]() Unbesiegbarkeit hat in den inneren Kampfkünsten eine ganz andere Bedeutung als in den Äußeren Kampfkünsten. Damit ist gemeint das man garnicht mehr kämpfen braucht da mein kein verzerrtes Bild gegenüber den anderen hat und somit auch keine Aggression mehr spürt. Man brauch sich nicht mehr zu messen und profelirien da man auf dem inneren Weg ganz andere wertvorstellungen hat. Das ist aus meiner sicht mit unbesiegbarkeit gemeint. ![]() |
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#7
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| Kämpfen ist wohl nicht gleich kämpfen ![]() |
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#8
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| Sorry, das ist mir zu esoterisch… ![]() Wenn dich jemand verletzten will und dich angreift, dann hilft dir deine innere Besiegbarkeit wenig, wenn du dann rein äusserlich im Krankenhaus liegst. Am Ende ist dein Körper das Haus deines Geistes. ![]() Auch schlechte Charaktere können exzellente Kampfkünstler sein (oft ganz einfach auch deswegen weil sie mehr praktische Erfahrung haben). Der Rest ist Kharma. (Zum Thema innere und äussere Kampfkünste habe ich mich schon einmal über einen langen Post hinweg gezankt, das breche ich nicht noch einmal vom Zaun Sagen wir so, da gibt es einig sehr unterschiedlich Meinungen… Kannst du dir aber über SuFu mal raussuchen)Geändert von fei li (02-09-2011 um 15:45 Uhr). Grund: Orthographie |
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#9
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| Hallo Bilo, ich bin seit vielen Jahren Buddhist, werde aber den Teufel tun, beim Unterrichten Tai Chi Chuan und Buddhismus zu vermischen. Entspannung und gesunder Menschenverstand sollten in jeder KK ein Hauptbestandteil sein, und der Begriff "innere KK" bezieht sich zumindest bei uns nicht auf spirituelle Werte sondern auf die inneren körperlich/energetisch/biomechanischen Bezüge mit denen man arbeitet.
__________________ There is no way to happiness, happiness is the way. |
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#10
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| Zitat:
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#11
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| @bilo Wer ist denn Dein Meister? |
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#12
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| Also ich bin strikt dagegen, dass dir chrakterliche oder moralische Sachen, wie sie immer von den weisen alten Säcken gefordert werden, helfen werden. (Ja ich weis dass ich nich viel Respekt hab). In einer Kampfkunst zählt nur eins, dass du mit Leib und Seele dabei bist, wenn man alles gibt um sich zu verbessern, dann wird man auch besser, also verschwende keine Trainingszeit mit abgehobenen geistlichen Sachen ![]() |
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#13
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| In unserem System wird ganz klar gesagt, dass du die höchste Ebene im Taijiquan erst dann erreichst, wenn du dein Ego hinter dir gelassen hast. Wee Kee Jin meinte, dass er das früher nie verstanden und eingesehen hatte, was Meister Huang ihm damit sagen wollte, bis es ihm irgendwann, nach Jahren Training, von allein klar wurde. Viele Grüße Shenming |
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#14
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| Wenn man wirklich innerlich wächst, dann WIRD man zu sich selbst, und findet zurück zu dem was man tatsächlich im Inneren ist und sein möchte. Und "überwindet" da nichts. Was überwindet man denn ? Dass man eigentlich was ganz anderes fühlt, denkt, und möchte, um irgendeinem blödsinnigen Romantikideal aus irgendeinem Buch oder einem Film zu entsprechen ? Ego ist ein Begriff der alles und nichts bedeutet, und der zu schlimmsten seelischen Problemen führen kann wenn man "das" negiert was man SELBST damit verbindet. Aggressiv sein, "wollen", das sind alles Dinge die man durch etwas sinnvolleres ersetzen kann. Ego heisst aber ICH, und wenn man das ICH verliert, ist man seelisch tot. Das fühlt sich nicht gut an, wie Patienten aus der Psychiatrie die an Ich-Verlust leiden bestätigen können. Es ist sehr fahrlässig, ein derartiges Wort so zu verwenden, nur weil man selbst was ganz anderes damit verbindet als Leute die damit was ganz anderes bezeichnen. Ich komme ganz gut damit zurecht, anstelle von Ego Willen zu sagen. Ich will nicht diese oder jene Aktion, ich möchte nicht verletzt werden, und was dann dabei rauskommt wenn der Körper bzw. Geist entsprechend improvisiert ist ok. Da kommt zwar dann was bei raus was man sich nicht überlegt hat und nicht wollte, aber das funktioniert meistens überraschend ordentlich. Auch Lösungen an die man gar nicht gedacht hat, auf die der Geist dann aber kommt. Ich überwinde z.B. den Drang, Leute die mir Böses wollen schlicht platt zu machen. Aber, ich überwinde dabei aggressive Lösungen, den heftigen Drang zur "einfachen Lösung" (Kopf ab -> kann nicht mehr weh tun), nicht mein Ego. Mein Ich ist das was die gewalttätige Lösung nicht so in den Vordergrund haben möchte, und lieber die friedliche Lösung möchte. Böses Ich ?
__________________ "Man kann Leuten nicht verbieten, ein ***** zu sein." (Descartes) Geändert von Klaus (02-09-2011 um 17:47 Uhr). |
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#15
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| Aufs Taijiquan bezogen okay, im Sparring oder leichten bbis mittleren Grenzüberschreitungen merke ich es in der Effektivität der Anwendung. Ernstere Situationen wie Klaus sie hatte sind mir gottseidank (?) erspart geblieben. Ansonsten ... anderen mal den Vortritt lassen?
__________________ "bewegte Prinzipien" http://meinehp.com/bewegen/ |
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