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#1
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| Wir haben die traditionellen Familien Stile: Chen Yang Sun Wu Yuxiang (alter Wu) Wu (Quanyou (neuer Wu) Und viele, viele neue. Was macht einen Stil aus, dass man ihn einen eigenen Stil nennen darf? Jeder Mensch führt die Bewegungen anders aus - auch wenn es die gleiche Form darstellen soll. |
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#2
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| Zitat:
Traditionell, nicht traditionell.. Einen eigenen Stil benennen dürfen, nicht dürfen.. etwas weniger schwarz und weiß und dafür mehr Farbe in unser Leben! Wer mag es denn nicht schön bunt? ![]() P. S. Es gibt natürlich nicht nur Familienstile. Grüße wudangdao
__________________ www.wudangpai.de |
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#3
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| Die Grenzen sind fliessend. Genau wie in der Musik, der bildenden Kunst, der Religion usw. usw. Zum Teil zumindest ist die Entscheidung, einen neuen Stil zu benennen, eher politisch oder ideologisch oder auch kommerziell geprägt. Jedoch nicht immer. Manchmal findet eine unaufhaltsame Evolution statt und es ist irgendwann unvermeidlich zu sagen, 'das ist jetzt ein neuer Stil'. Manchmal macht jemand einen klaren Schnitt oder Bruch, und ruft (mit Berechtigung oder nicht) einen neuen Stil ins Leben. Das Kontinuum bleibt. Man kann es so oder so aufteilen. Verschiedene Kulturen und Sprachen teilen sogar die Farben des Spektrums unterschiedlich auf... Viele Grüße, Giles
__________________ Do not give up the near in order to seek the far. |
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#4
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![]() Ich habe da mal eine Zusatzfrage: Gibt es eigentlich auch einen Taijiquan-Stil (oder mehrere), dessen Ursprung nicht das "Reich der Mitte" ist? LG Jörg |
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#5
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![]() Und ganz richtig, es gibt nicht nur Familienstile und genau das ist mein Thema. Eine Definition für den Stil kann ich nicht finden. Am Ende ist es nur Marketing und wie es so schön heißt alles Ausdrucksformen der selben Sache. Danke für die Kommentare Jan |
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#6
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| Frage wäre dann, was ist Taijiquan? Wenn Du bei der Definition drin hast, dass es aus China sein muss, war es das. ![]() Bis dann Jan |
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#7
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| Taijiquan ist eine innere Kampfkunst, deren Wurzeln das Wu Shu Chinas sind. Durch diese Definition ist nicht bestimmt, wo die Äste und Zweige und Blätter des Baumes sprießen. Trotzdem ist mir kein Taijiquan-Stil des Westens bekannt. Kannst du mich eines besseren belehren? LG Jörg |
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#8
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| Nicht chinesische Stile Lei Gong Nei Quan: Torstens Inneres Boxen Tan Tien Tschüan: TAN TIEN TSCHÜAN - Inneres Boxen Shayuquan: Shayuquan index |
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#9
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| Ich denke mal, die "großen" Stile gehen einfach auf die Familien- bzw. Clanstrukturen in China zurück. Gerade beim Yangstil - der spätestens mit YCF, eigentlich aber schon früher - den Rahmen der Familie verlassen hat, macht die Bezeichnung "Yang-Stil" ja auch wirklich kaum noch Sinn, weil sich völlig unterschiedliche Sachen im einzelnen darunter finden. Heute sind es ja eher einzelne Lehrer, die vielleicht so prägend sind, dass sie eben so etwas wie einen eigenen Stil kreieren - ist dann eine Frage der Persönlichkeit, ob sie dem Kind ihren eigenen Namen geben. Nicht-chinesische Stile? Ich hätte auch an TTT gedacht, wobei Shayuquan und Leigong ja Derivate sind. Und der Grolle-Stil in Hamburg. Und der Ip Family Style ist zum Beispiel in Amerika erfunden worden ;-) |
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#10
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| Zitat:
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#11
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| Zitat:
Grolle ist noch im Rahmen des Yang-Stils, würde ich sagen, sehr Cheng man-ching, das Ganze. Und Bob Boyd beruft sich ja vehement auf Ip Tai Tak, der ihm als Einzigem die letzten Geheimnisse verraten haben soll - ist also auch Yang-Stil. Da müsste man dann klären, was Stil und was Unterarten sind. |
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#12
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| Eine Definition sollte weniger auf der Herkunft, dafür mehr auf Prinzipien beruhen: - Begegne der Härte des Gegners mit Weichheit - Deine Kraft wird von Innen heraus generiert (chin. Kampfkünste: aus dem Dantian) - Greife an während Du defensiv bist und sei defensiv während Du angreifst - Beschütze Dich selbst, während Du angreifst - Besiege den Gegner anstatt besiegt zu werden - Locke den Gegner ins Leere und leite Kraft und Angriff zurück - Weiche Attacken aus und entwickle Kraft schnell Diese Prinzipien gelten aber nicht generell nur für Taijiquan. In Kombination mit der Herkunft lässt sich aber schon eine relativ eindeutige Definition ableiten.
__________________ http://www.wuguan.ch |
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#13
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| Das lässt sich vom Yang-Stil nun wahrlich nicht sagen. Das fallen mir nur die ganz wenigen ein, die sich auf Yang Zhenduo oder auf Yang Ma-Lee (Die Tochter von YSC) berufen. Eine verschwindende Minderheit. Insgesamt ist die "globale" Verbreitung und auch die Verästelung des Yangstils einfach viel fortgeschrittener als beim Chen, schon allein aus historischen Gründen (das Wirken CMC im Westen, etc.). Diesen Prozess erleben wir im Chen gerade erst. @ Heping: Eine prinzipiengestützte Diskussion, finde ich, bringt uns in dieser Frage überhaupt nicht weiter. Das, was du schreibst, würden vermutlich ALLE TC-Stile und auch die meisten sonstigen Stile für sich reklamieren. Wenn man über "Stile" spricht, denke ich, muss man das erst einmal einfach in der historischen Entstehung, in der Selbstdefinition und vielleicht noch im äußeren Erscheinungsbild der Formen betrachten. Ein gutes Beispiel ist Matsunkuen - die nennen sich zwar nicht so, sind aber eindeutig dem Yangstil zuzuordnen. Ein Blick auf die Form genügt dazu. Auch historisch von der Entstehung ließe es sich eindeutig belegen. Das alles ist wertfrei und letztlich ja nur spannend für Leute, die sich halt für die Geschichte und die Weiterentwicklung der Stile interessieren. |
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#14
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), aber in Kombination mit Herkunft und Geschichte doch zu gebrauchen.
__________________ http://www.wuguan.ch |
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#15
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| Da taucht jetzt auch die Frage auf, ob man einen Stil durch den (sehr) groben Rahmen einer bestimmte Form definiert. In dem Sinne: die Form hat xx Bilder und nach "Böser Onkel schaut grimmig drein" kommt "Das rosa Nashorn tanzt auf dem Tisch". Die eigentlich Ausführung/Übergänge/Anwendungsideen usw. können dabei sehr unterschiedlich sein! Oder mehr durch die Körpermechanik oder das Gesamtpaket an Übungen? . Allerdings ist die Kurzform symmetrisch aufgebaut und kommt (prinzipiell) bei keinem anderen Stil vor. Der schnelle Form ebenfalls. Und der Langform unterscheidet sich in seinen Übergängen und Ausführung so sehr von der "normalen" Yang-Stil daß, laut der Meinung von etlichen Yang-Stilern, er "vollkommen anders" ist und grundsätzlich neu gelernt werden muß.Zitat:
der Langform beiseite, könntest du da ein bißchen mehr erzählen?Zitat:
![]() Schöne Grüße, Giles PS. Bin ein großer Fan von (manchen Vertretern von) Yang-Stil. Wie auch von (manchen Vertretern) von anderen Stilen.
__________________ Do not give up the near in order to seek the far. |
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