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  #1  
Alt 04-03-2005, 14:02
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Kampfkunst: -
 
Registrierungsdatum: 08.12.2002
Alter: 24
Beiträge: 7
Standard Taiji Waffenformen kein richtiges Taiji ?

Hallo,

Ich hab mich mal mit einem Taiji Lehrer (Chen-Stil) unterhalten. Und so kam das Gespräch dann auf die Waffen im Taiji. Er sagte das die Waffen nicht mehr zum Taiji gehören. Also kein Taiji sind.


Ich dachte bisher immer das die Waffenformen zum vollständigen Taiji dazugehören. Doch jetzt bin ich etwas verwirt.

Sind die Waffenformen jetzt richtiges Taiji oder nicht?
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  #2  
Alt 04-03-2005, 14:47
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Kampfkunst:
 
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Alter: 29
Beiträge: 427
Standard

wenn die waffenformen dem prinzip entsprechen, sind sie taiji quan; wenn sie dem prinzip widersprechen, sind sie kein taiji quan...that`s it!!!
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  #3  
Alt 04-03-2005, 17:55
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst:
 
Registrierungsdatum: 09.04.2002
Beiträge: 216
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Zitat:
Zitat von haimi
Hallo,

Ich hab mich mal mit einem Taiji Lehrer (Chen-Stil) unterhalten. Und so kam das Gespräch dann auf die Waffen im Taiji. Er sagte das die Waffen nicht mehr zum Taiji gehören. Also kein Taiji sind.
Bist Du sicher, dass das ein Chen-Stil Lehrer war? Chen-Stil hat von allen Taiji-Stilen noch die meisten Waffenformen....
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  #4  
Alt 04-03-2005, 18:20
Benutzerbild von Klaus
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Kampfkunst:
 
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Beiträge: 7.287
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Kommt darauf an was man damit meint. Das eigene Körpervermögen und die Kraft wird nicht mehr, wenn man Waffenformen dazu macht. Allerdings kann man damit die Kraft leichter trainieren, wenn keine Partner zur Verfügung stehen.

Soweit ich weiß, sind die Taiji-Schwertformen auch nicht originär aus Chen-Jiagou, sondern später dazu genommen. Prinzipiell widerspricht das aber keinem "Taiji-Prinzip". Ich kann auch ein Schwert mit innerer Kraft führen, und ich kann die Manöver aus dem Pushing-Hands auch mit einem Schwert ausführen, um jemanden aus der Balance zu bringen oder ihn zu kontrollieren. Das Ende ist allerdings kein Kao, sondern Kopf oder Arm ab. So gesehen sind Waffen etwas Besonderes. Man könnte sich einigen, daß die Waffenformen nicht zur Kernkompetenz oder notwendigen Übungen gehören, die man machen MUSS um es überhaupt zu erlernen. Hilfreich und nützlich sind die allemal, und widersprechen kann sich das auch nicht.
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  #5  
Alt 05-03-2005, 12:42
Benutzerbild von HuLong
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Kampfkunst: Chen Tai Chi
 
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Beiträge: 533
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Das finde ich schon merkwuerdig. Der Chenstil hat sich aus der Speerform entwickelt (hab ich zumindest gehoert). Ausserdem muss man die Schwertform machen um TaiJi wirklich richtig zu verstehen. Aber ich lass mich gerne belehren.

HuLong
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  #6  
Alt 05-03-2005, 13:05
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Also die klassischen Kung Fu Waffen - Speer, Jian, Dao, Guan Dao, und Stock sind praktisch in allen "militärischen" Stilen zu finden. Ich habe zwar auch gehört, dass das Schwert (jian) nicht original aus dem Chen-Taiji kommt, aber ich denke es ist sehr schwierig, einen exakten Ursprung für die Kampfkunst zu finden. Welcher Mann was von wem gelernt hat ist praktisch unmöglich nachzuvollziehen.

Es ist natürlich noch zu erwähnen, dass Waffen nur trainiert werden konnten, wenn sie denn verfügbar waren. Schwerter allgemein sind diesbezüglich etwas seltener, als ein Stock oder ein Speer. Ein Dao ist auch eher leicht zu fertigen oder zu organisieren, verglichen mit einem Jian.

Da das Chen Dorf eben ein eher armes Stück land ist, werden bestimmt die meisten Leute mit den einfacheren Waffen trainiert haben. Wenn die Shaolin-Snobs vorbei kamen, hat man sicher auch ein bischen Schwerttechnik ausgetauscht.

Gruss, Thomas
__________________
Erschrickstu gern/keyn fechten lern
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  #7  
Alt 05-03-2005, 22:24
Benutzerbild von Silvan
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Kampfkunst: Chinesische Hand
 
Registrierungsdatum: 12.08.2003
Beiträge: 374
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Die Schwerttechniken des Taiji stammen aus dem Wudangjian- unteranderem durch Li Chin Ling der allerding von Yang Ban Hou nur mit einer Langstilpfeife besiegt wurde. Er blieb einfach an Li Chin Ling´s Schwert haften, so das er keinen fernünftigen Hieb mehr ausführen konnte und aufgab.
Die Kampfkünste haben sich immer gegenseitig ergänzt.
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  #8  
Alt 05-03-2005, 22:28
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst:
 
Registrierungsdatum: 09.04.2002
Beiträge: 216
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Zitat:
Zitat von Silvan
Die Schwerttechniken des Taiji stammen aus dem Wudangjian- unteranderem durch Li Chin Ling der allerding von Yang Ban Hou nur mit einer Langstilpfeife besiegt wurde. Er blieb einfach an Li Chin Ling´s Schwert haften, so das er keinen fernünftigen Hieb mehr ausführen konnte und aufgab.
Die Kampfkünste haben sich immer gegenseitig ergänzt.
Yang Banhou war aber schon Yang- und nicht mehr Chenstil. Also keine Erklärung für das Chen-Schwert.
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  #9  
Alt 07-03-2005, 08:54
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: Taijiquan
 
Registrierungsdatum: 24.11.2004
Ort: Berlin Alt-Treptow
Beiträge: 24
Standard

Ich halte die historische Betrachtung für interessant aber doch müßig: Entscheidend ist doch, dass die Waffe mit Taiji-Qualität bewegt wird bzw. in die Taijiqualität mit einbezogen wird. Dann ist es auch Schwert - Taiji. Und wenn man einen Nagel mit einem Hammer mit den Prinzipien des Taiji ins Holz schlägt, dann ist das Hammer-Taiji, ist der Hammer sehr hart: Hammerhartes Taiji usw.

Noch etwas zur Terminologie:
TaijiQUAN schließt in seinem Begriff die Schwertpraxis aus, da hier Taiji"Faustkampf" gemeint ist. Mit dem Schwert Taiji zu üben wird dann TaijiJIAN genannt. Für die anderen Taijiwaffen trifft das ebenfalls zu.

Martin
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  #10  
Alt 07-03-2005, 14:24
Benutzerbild von förderverein
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: taiji, yiquan
 
Registrierungsdatum: 02.12.2004
Beiträge: 85
Standard Vielleicht ein Missverständnis?

Hallo haimi,

kann es sein, dass Du was falsch verstanden hast?

Ich kenne Leute, die wollen nur die Schwertform des Taiji (Taijijian) erlernen. Sie glauben oft nicht, dass die Handform (Taijiquan) eigentlich die Voraussetzung ist. Es ist nämlich schon schwer genug zu versuchen die "Kraft" von den Beinen über die Hüfte bis in die Hände zu bringen. Wer dann noch behauptet, er könne gleich versuchen das ganze über die geschlossene Faust (hält das Schwert) noch bis in dei Schwertschneide zu bringen, der muss schon ausserordentlich begabt sein. Selbst wer in der Handform schon gut mit dem "Qi" arbeiten kann, hat meist bei der Schwertform völlig neue Herausforderungen zu meistern.

Vielleicht wollte der Chen-Stil Lehrer das damit ausdrücken.

Gruß

Thomas
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  #11  
Alt 08-03-2005, 02:38
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: -
 
Registrierungsdatum: 08.12.2002
Alter: 24
Beiträge: 7
Standard

Zitat:
Zitat von förderverein
Hallo haimi,

kann es sein, dass Du was falsch verstanden hast?

Thomas
nein habe ich nicht.

Er hat gemeint das die Waffenformen nichts mehr mit Taiji zu tun haben.
Deswegen unterrichtet er sie auch nicht.
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  #12  
Alt 08-03-2005, 12:31
Benutzerbild von förderverein
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: taiji, yiquan
 
Registrierungsdatum: 02.12.2004
Beiträge: 85
Standard Kann ich nicht verstehen.

@heimi

Tut mir leid ich kann den Taiji Lehrer nicht verstehen. Ich denke um Klarheit in dieses Thema zu bekommen bräuchten wir die genauen Beweggründe für die Haltung des Taiji Lehrers. Es wird wohl nur wenige geben die seine Meinung teilen.

Gruß

Thomas
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  #13  
Alt 09-03-2005, 11:21
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: Taijiquan im Chen Stil
 
Registrierungsdatum: 09.03.2005
Ort: Wien
Alter: 29
Beiträge: 62
Standard

Hallo! Etwas spät, aber doch mische ich mich auch dazu.
Also Waffenformen gehören schon seit jeher zum Taijiquan. Vorallem zum Chen-Stil. Immerhin entstand dieser Stil zum Teil aus dem älteren Chen-Stil, der noch kein Taijiquan war. Die Chen-Familie war sozusagen Kriegsadel und praktizierte Kampfkunst natürlich aus Tradition und der Notwendigkeit in einer Schlacht zu überleben. Daher auch die klassischen Waffen des Chen-Stils. Alles Waffen des Kriegeradels und nicht wie bei den Shaolin-Mönchen Waffen zur Selbstverteidigung. Die traditionellen Waffen des Chen Stils sind das Schwert (auch das Doppelschwert), der Säbel (auch der Doppelsäbel), Der Stab/Speer, und letztendlich die Hellebarde. Säbel und Speer waren die klassischen Waffen der Soldaten. Die Hellebarde eine übliche Schlachtenführer für Anführer und das Schwert letztendlich ein Statussymbol des Adels.
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