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  #31  
Alt 20-03-2008, 21:05
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Kampfkunst: traditionelles Wing Chun, Baguazhang
 
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Zitat:
Zitat von Trinculo Beitrag anzeigen
Da es im Daoismus keine Entwicklung auf eine wie auch immer geartete Perfektion, sondern einen beständig fließenden Ausgleich gibt, glaube ich nicht, dass mit "Taijiquan" so etwas wie "letzte, zur Vervollkommnung führende Ausbildung" gemeint ist - das würde auch dem Taiji-Symbol widersprechen
Es wird wahrscheinlich so sein wie du sagst. Du hast, glaube ich, gute Grundlagen für deine Argumente.

Geändert von Melphin2 (20-03-2008 um 21:11 Uhr).
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  #32  
Alt 20-03-2008, 21:08
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Kampfkunst: Ma-Tsun-Kuen Tai Chi Chuan, Family-Do
 
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Hi alle,

Das englische Wikipedia dazu ist sehr kurz aber dürfte den Nagel auf den Kopf treffen:

"It is a state of absolute, and of infinite potentiality"


"Höchste Letzte" also als "Perfektion" nicht im Sinne von einem endgültigen, festgelegten Zustand, sondern "perfekt" weil es der Zustand ist, der sich immer wieder (wie Trinculo sagt) in 'beständig fliessendem Ausgleich' an den Gegebenheiten der Welt anpassen kann.
Auf der abstrakten oder nicht-physischen Ebene ist "wuji" (der leere Kreis) wohl das "Perfekteste", aber sobald man sich in der materiellen Welt die Hände schmutzig machen muss , ist die austarierte, sich ständig erneuernde Wechselwirkung von yin und yang das "Perfekteste", was man erreichen kann.

Und Taijiquan ist die Kampfkunst, die diese Wechselwirkung als expliziten Leitfaden für alle Bewegungen und Handlungen nimmt. Oder zumindest, wo man es versucht .

Damit ist es sicherlich nicht perse "höher" als andere Kampfkünste. Der Begriff "Taijiquan" ist eher als sachliche "Bedienungsanleitung" zu verstehen, nicht als Marketing-Claim.

Schöne Grüsse,

Giles
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"Behind the sky there is always another sky..." Meister Ma Tsun-Kuen
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  #33  
Alt 20-03-2008, 22:04
Benutzerbild von taokriegerin
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Kampfkunst: Wudang Pai
 
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Zitat:
Zitat von ThomasR04IG Beitrag anzeigen
Danke für die Antwort, das ging ja flott


Ich meinte auch eigentlich nicht "mixen" im Sinne von aus 2 (oder mehr) mach 1, sondern eher z.B. ich mache Duft Qi Gong und später (von mir aus, nachdem man damit fertig geübt hat oder paar Stunden später) mache ich die 8 Brokate. Also immer schön getrennt und nichts gleichzeitig.

MfG
Thomas
das kommt darauf an. Es gibt Qi Gong-Übungen, die gegenseitig unterstützend wirken, es gibt aber auch Qi Gong-Übungen, die man nicht miteinander vermischen sollte, da sie zusammen entweder wirkungslos werden oder gar Probleme hervorrufen. Da die Taijiquan-Formen auch wie schon gesagt eine Art "bewegtes Qi-Gong" sind, gilt dasselbe für das parallele Üben von Qigong und Taijiquan. Wirklich beurteilen, was zusammen passt und was nicht kann nur ein Experte. Wenn dir aber zB beim Üben plötzlich schlecht wird oder sonstige Probleme auftreten, kannst du ziemlich sicher davon ausgehen, dass beides nicht zusammenpasst... Allgemein kann man da aber nichts sagen... Ich hatte zB bei einer bestimmten Qi Gong-Übung das Gefühl, dass sie sich gut mit der Yang-Taiji-Form verträgt, aber nicht wirklich zur Wudang-Form passt... Also im Grunde muss man um so mehr aufpassen, um so "stärker" eine Übung ist... Und meiner Erfahrung nach hat man mehr davon nur EINE Übung zu machen, die aber wirklich bis zum Erbrechen zu üben... äh... natürlich nicht na, aber eben so oft wie nur möglich

P.S.: Und wenn du mehrere Übungen machen möchtest, würde ich dir raten in einem System zu bleiben...
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  #34  
Alt 20-03-2008, 22:29
Benutzerbild von iron101headDareius
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Zitat:
Zitat von Trinculo Beitrag anzeigen
Der Begriff Taiji kommt aus dem Daoismus. Ich zitiere (ausnahmsweise ) Wikipedia:



Da es im Daoismus keine Entwicklung auf eine wie auch immer geartete Perfektion, sondern einen beständig fließenden Ausgleich gibt, glaube ich nicht, dass mit "Taijiquan" so etwas wie "letzte, zur Vervollkommnung führende Ausbildung" gemeint ist - das würde auch dem Taiji-Symbol widersprechen

Gibt es in der Daoistischen Kultivierung nicht auch vergleichbare Bezeichungen wie den buddhistischen Fruchtstatusen ?


Zum Thema. Haben nicht Taiji, Xing Yi und Ba Gua Zhang bereits genug Qi Gong Intus ?


Viele grüße,
iron
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No Limits
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  #35  
Alt 21-03-2008, 09:55
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Zitat:
Zitat von GilesTCC Beitrag anzeigen
"Höchste Letzte" also als "Perfektion" nicht im Sinne von einem endgültigen, festgelegten Zustand, sondern "perfekt" weil es der Zustand ist, der sich immer wieder (wie Trinculo sagt) in 'beständig fliessendem Ausgleich' an den Gegebenheiten der Welt anpassen kann.
....

..Damit ist es sicherlich nicht perse "höher" als andere Kampfkünste. Der Begriff "Taijiquan" ist eher als sachliche "Bedienungsanleitung" zu verstehen, nicht als Marketing-Claim.
Genau, IMHO heißt Taiji einfach der höchste Firstbalken, der in der chinesischen Kosmologie den Himmel stützt.
Und Taiji ist nicht das "Höchste, Letzte" im Sinne einer Wertung des dahinterstehenden Wortes (quan) (Nominalisierungen sind doof!), sondern im Sinne von höchstes, leztes, allem zugrunde liegendes Prinzip, nämlich dem ständigen Wandel und Ausgleich von Yin und Yang.
Taijiquan heißt in dieser Deutung nicht die "ultimative Kampkunst", sondern "die Kampfkunst, die sich am allem zugrunde liegenden Prinzips des Ausgleichs und Wandels von Yin und Yang orientiert."

(Wobei "alles" natürlich auf die Welt der zehntausend Dinge bezogen ist, Taiji ist eingebettet in den leeren Kreis des Wuji)
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  #36  
Alt 21-03-2008, 10:02
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Zitat:
Zitat von iron101headDareius Beitrag anzeigen
Zum Thema. Haben nicht Taiji, Xing Yi und Ba Gua Zhang bereits genug Qi Gong Intus ?
Kommt auf die Zielsetzung an. Auch Taijimeister werden krank (Und Qigongmeister sterben an Krebs).

Taijiquan stellt das allgemeine Gleichgewicht her und bewegt das gesamte Qi durch alle Leitbahnen des Körpers gleichzeitig.
Bei einer ernsten Störung kann eine genauere Methode, die sich speziell mit einem bestimmten Teil des Körpers beschäftigt sinnvoll sein.
Außerdem können speziellere Methoden Körper und Geist auf die schwierigeren Anforderungen einer Taijiform vorbereiten, wenn sie nicht schon im Taijisystem enthalten sind.
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  #37  
Alt 28-03-2008, 14:56
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Hallo nochmal,

ich muss dann doch noch eine Frage äußern, bin mir aber ziemlich sicher das die so auch schonmal gestellt wurde (ich find einen solchen Thread nur nicht...) und schreibe sie deshalb einfach in meinen bereits bestehenden Thread (links sind also erwünscht, falls das doch zu OT ist, bitte ich einen Mod einen extra Thread auf zu machen).

Ich würde gerne wissen, ob es eher positiv oder eher negativ ist einen äußeren Stil zu praktizieren BEVOR man mit einem inneren beginnt.

Sagen wir mal, man betreibt einen Stil für x Jahre und kriegt irgendwann die Möglichkeit einen inneren zu praktizieren. Hat man dann eher Vorteile oder eher Nachteile beim (er-)lernen des Inneren Stils und dessen Qualitäten (Stand, Struktur, Fajin, Entspannung etc.)?

Oder eine andere Frage: Welche Stile sind vorteilhaft, wenn man später eine IMA praktizieren will?

MfG
Thomas
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  #38  
Alt 28-03-2008, 16:37
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Ich würde es umgekehrt machen, bzw. gleichzeitig, und nichts was sich widerspricht.
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  #39  
Alt 28-03-2008, 16:55
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Zitat:
Zitat von Klaus Beitrag anzeigen
Ich würde es umgekehrt machen, bzw. gleichzeitig, und nichts was sich widerspricht.
Was würde sich denn deiner Meinung nach widersprechen und warum würdest du es gerade umgekehrt machen?

Widerspricht sich z.B. Wun Hop Kuen Do Kung Fu mit (chinesischen) IMAs?
Ist mal eine persönliche Frage, weil ich in nächster Zeit wohl keine IMA praktizieren werden kann (ausser diverse Qi Gong-Stile, wobei ich mich da erst von den Lehrern überzeugen lassen will), dafür aber WHKD - ich will aber noch irgendwann mal eine IMA intensiver betreiben.

MfG
Thomas
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  #40  
Alt 28-03-2008, 17:22
Benutzerbild von Klaus
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Wing Chun und Taiji ist ein Widerspruch. Kickbox-artiges Zeug und Taiji nicht.
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  #41  
Alt 28-03-2008, 17:45
Benutzerbild von Lindo
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Wieso? Ich hab immer den Eindruck das die zwar was konträres machen, sich aber doch ergänzen können

Ahoi
Lindo
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  #42  
Alt 28-03-2008, 20:44
Benutzerbild von Drachin
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Bei uns in der Schule gibt es einige, die vorher lange Kung-Fu, Aikido, TWD, Boxen und Karate betrieben haben. Diesen fällt es nicht leichter als den anderen, Tai-Chi umzusetzen. Eher im Gegenteil. Deswegen glaube ich nicht, dass die äusseren Stile zur Vorbereitung nützen. Warum willst Du denn damit anfangen, wenn Du eigentlich einen inneren Stil lernen willst?

Ich würde mich erstmal ganz auf einen einzigen Stil einlassen, welchen auch immer, und falls man irgendwann wechseln oder was dazunehmen will, sieht man es ja dann.

'Normales' Qi-Gong kann man zusätzlich immer machen, wenn es nicht sowieso schon Teil vom Unterricht der IKK ist. Wenn es Teil vom Unterricht ist, dann rate ich auch wieder dazu, erstmal ganz bei dieser einen Sache zu bleiben und nicht 'zig Stile gleichzeitig zu üben.

Besser eine Sache gründlich als viele Sachen oberflächlich.
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Weil gerade man nicht zum Wettstreit bereit ist, ist auf der Welt niemand, mit dem man in Streit ist.
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  #43  
Alt 28-03-2008, 21:18
Benutzerbild von Drachin
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Noch etwas, Tai Chi ist nicht gleich Tai Chi, vielleicht bist Du ja in einer Schule, die Dich nicht auslastet. Klingt fast so. Du könntest in Deiner Gegend mal andere Schulen ausprobieren, meist gibt es ja Probestunden, und Dich mit dem Lehrer etwas unterhalten. Oder auch auf diese Weise durch Schulen anderer Stile eiern bis es irgendwo klickt.
__________________
Weil gerade man nicht zum Wettstreit bereit ist, ist auf der Welt niemand, mit dem man in Streit ist.
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  #44  
Alt 28-03-2008, 21:25
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: Taijiquan
 
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Zitat:
Zitat von Drachin Beitrag anzeigen
Bei uns in der Schule gibt es einige, die vorher lange Kung-Fu, Aikido, TWD, Boxen und Karate betrieben haben. Diesen fällt es nicht leichter als den anderen, Tai-Chi umzusetzen. Eher im Gegenteil. Deswegen glaube ich nicht, dass die äusseren Stile zur Vorbereitung nützen. Warum willst Du denn damit anfangen, wenn Du eigentlich einen inneren Stil lernen willst?
Weil zum einen etwas machen, besser ist als garnichts machen. Und zum anderen ja auch oft behauptet wird "erst äußere dann innere Stile" (weils von Vorteil wäre, warum auch immer).
Zum anderen gibt es bei mir kaum alternativen
(Ich könnte bei nem WCTAG-Kursleiter lernen, allerdings ist das zu spät am Tage und noch eine gute Strecke weit weg... das beißt sich mit meiner Eigenschaft eher lange zu schlafen und dem Früh aufstehen, wegen Schule).

MfG
Thomas
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  #45  
Alt 28-03-2008, 21:30
Benutzerbild von bluemonkey
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Zitat:
Zitat von ThomasR04IG Beitrag anzeigen
Widerspricht sich z.B. Wun Hop Kuen Do Kung Fu mit (chinesischen) IMAs?
Ist mal eine persönliche Frage, weil ich in nächster Zeit wohl keine IMA praktizieren werden kann (ausser diverse Qi Gong-Stile, wobei ich mich da erst von den Lehrern überzeugen lassen will), dafür aber WHKD - ich will aber noch irgendwann mal eine IMA intensiver betreiben.
Scheint ganz gut zusammenzupassen, guckst Du hier:

KAI SCHLUPKOTHEN - Lehrer für asiatische Kampfkünste

ist wohl in beidem vorne dabei
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