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#1
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| Ich bin nach Hamburg gekommen, um hier Taijiquan zu trainieren; denn in Hamburg ist eine Vielzahl von unterschiedlichen Stilen und Lehrern und Schulen beheimatet. Am Sonntag nahm ich (aus purem Enthusiasmus) an einem Turnier teil, was von einer Yang-Stil-Schule (Wu Wei Othmarschen) ausgerichtet und z.B. im Taijiquan & Qigong Journal und in dieser Community beworben worden war. Die Anzahl von Teilnehmern war ernüchternd. Am 24er-Form-Wettbewerb nahmen 4 Personen teil und beim Tui Shou waren es 8 Kämpfer. Ich hatte mir Hamburg weniger provinziell vorgestellt! ![]() |
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#2
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| das hat wohl eher was zu tun mit Rivalitäten zwischen den einzelnen Verbänden und Schulen. Nicht jeder geht überall hin. |
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#3
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| ja da hat scarabe vollkommen Recht. Da grenzen sich einzelne Schulen gegenseitig aus. Denn eigentlich ist Hamburg das Mekka des deutschen Taijiquan. Diese Fülle an Lehrern und ihre Schulen findest du in keiner anderen deutschen Großstadt. Das es dann solche Events hervorbringt (trotz Werbung) ist eigentlich sehr schade.
__________________ Liebe Grüße Dao |
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#4
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| Ich kann es mir aber auch sehr schwer vorstellen, den Formlauf von verschiedenen Tai chi Schulen untereinander zu bewerten, auch wenn diese der gleichen Linie entsprechen, im Yang Tai chi haben wir ja schon soviele unterschiede das es denk ich mal nicht möglich wäre die 24er Form der einen Schule mit der 24er Form der anderen Schule zu vergleichen. Gruß
__________________ Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel. (Konfuzius) |
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#5
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| Jaja, das Totschlagargument bei Turnieren. Gähn. Gutes Kung Fu kann von weniger gutem Kung Fu immer unterschieden werden, wenn man den Mut dazu hat. Warum sollte ich die 24er einer Schule nicht mit der 32 einer anderen vergleichen können? Es geht dabei weniger um das Richtig oder Falsch der Techniken und ihrer Reihenfolge (da gibt es in der Tat viele Unterschiede) sondern um die Bewegungsqualität, das Vorhandensein der Prinzipien und die Darbietung an sich. Läßt sich alles durchaus einigermaßen objektiv bewerten, wenn man den objektiv bleiben will ![]() |
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#6
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| Dass dies schwierig ist, habe ich selber erfahren, als ich in einer Chen-Schule die 37er Form vorgeführt habe; mit wechselnden schnellen und langsamen Bewegungen. Chen- und Zheng-Manqing-Stil der Tao-Schule Neubrandenburg sind doch sehr verschieden! Doch dies ist m.E. kein Grund, den Vergleich zu scheuen, sondern eine Anregung, die eigenen Lehrinhalte mit denen anderer Schulen zu vergleichen und sich das Gute (der verschiedenen Schulen) anzueignen. Achtsamkeit ist ein Motto der asiatischen Philosophie und damit auch des Taijiquan. Darum: Öffnet eure Herzen und eure Sinne für die Vielfalt, und lasst euch darauf ein! Viel Erfolg dabei Prediger 1 |
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#7
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| hi, verstehe das nicht ganz: Zitat:"Dass dies schwierig ist, habe ich selber erfahren, als ich in einer Chen-Schule die 37er Form vorgeführt habe; mit wechselnden schnellen und langsamen Bewegungen." gerade der chen-stil zeichnet sich doch zumindest in den fortgeschrittenen-stufen durch den wechsel von schnell/langsam, hart/weich etc aus?! gruß |
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#8
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| Leute, es gibt extra geschulte Richter und Prüfungen für Kampfrichter, bei denen das Wissen über die Qualitätskriterien überpfüft wird. Und diese können in eigens entwickeltem Lehrmaterial (u.a. einige Videos auf youtube, judging-standards) erlernt werden, bevor sie geprüft werden. Wer diese kennt, kann getrost darüber hinwegsehen, welche Form dargeboten wird, es geht dann um Korrektheit und Schwierigkeitsgrad der Darbietung. Die Idee, beim Chen-Stil müsse jemand zwischen schnell und langsam wechseln, ist Volksmund. Je nach Form geht es schneller oder langsamer zu, wichtig ist das Fließende der Bewegung, einzig die Fajin-Stöße sollten auf Turnieren vielleicht schnell statt in Zeitlupe präsentiert werden. Wer zu sehr herumhampelt oder Tempo- wechselt, weicht schnell vom Seidenfaden ab. Schaut Euch mal anerkannte Meister an, CXW, Chen Zhenglei, Chen Bing, Chen Yu, Zhu Tiancai, Wang Erping, Wang Xian.... Die haben ein relativ gleichbleibendes Tempo, nur bei bestimmten Bewegungen gibt es Veränderungen. Ob eine Form schneller oder langsamer gelaufen wird, liegt beim Ausübenden und daran, was dieser bezweckt, bzw., ob er weit genug ist, beim Schnell-Laufen seinen Seidenfaden zu erhalten. Bei vielen reißt der, sobald sie versuchen, "optisch ansprechenderes" "Show-Taiji" zu bieten. Denkt nicht, daß jemand, der langsam läuft, es nicht auch flotter könnte- oft ist es gerade die Kunst, die Bewegungen im Langsamen sauber mit Seidenfaden und Zusammenschlüssen auszuführen, während beim Schnelleren Abweichungen oft gar nicht auffallen... Geändert von scarabe (15-09-2010 um 21:43 Uhr). |
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#9
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| Hallo Leute, ich habe mich heute den ganzen Abend bemüht, ein Video für euch ins Netz zu stellen, welches sowohl mit Firefox, als auch mit dem Internet Explorer vernünftig dargestellt wird. Leider hat das nicht funktioniert. Hier ist nun die Notlösung. Wer Firefox hat, kann sich die Datei herunter laden und z.B. mit DivX abspielen. Ich möchte jetzt nicht darüber diskutieren, inwieweit dort bei irgendwem (auf dem Video) ein Faden reißt. Es soll nur der Klärung dienen, was ich gemeint hatte - und dass dies meiner Meinung nach nichts mit dem Chen-Stil gemein hat. Auf dem Video ist zu sehen, wie die Meisterschüler der Tao-Schule die 37er Zheng-Manqing-Form in verschiedenen Tempi (mit und ohne Partner) laufen. |
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#10
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| Ich weiß schon, warum ich von Formenwettkämpfen nix halte ![]() |
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#11
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| ach ja, die Schürzen sind ja lustig, da sieht man überhaupt nicht richtig, ob die Knie immer korrekt sind... ich sags mal so: nichts gegen leichte Wechsel von langsamer zu schneller und umgekehrt, wenn vorher Bewegung aus der Mitte, Korrekte Positionierung und Gelöstheit der Gelenke und generell eine schöne, saubere Ausführung gelernt wurde- und bei Fajin wirkliche Explosivkraft aus dem Bauch raus (oder aus den fersen) und nicht nur schubsen mit den Armen.... Leider verwechseln manche die Reihenfolge... und leider langweilen sich die meisten Zuschauer bei einer langsamen, korrekten Form zu Tode, während eine etwas flottere Darstellung oft Bewunderung weckt, auch wenn die Qualität der Bewegungen noch nicht so ist, wie sie sein könnte... Geändert von scarabe (16-09-2010 um 00:34 Uhr). |
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#12
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| Trad. ZMQ-Curriculum gehört hier in Taiwan zu meinen regulären Trainingsinhalten. Hierzu bleibt mir die Spucke weg, nur eins: Wow! |
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#13
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| Zitat:
Die moderne Kampfrichterausbildung hat sich aber als wenig effektiv herausgestellt. Schön ist es immer, wenn sich ein paar ältere, echte Könner bereit erklären, zu beurteilen. Die werden gewöhnlich auch nicht so hinterfragt! |
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#14
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| Als Veranstalter bin ich erfreut, dass sich auch Teilnehmer von anderen Schulen angemeldet haben. Es ist der erste Schritt. Viele mögen sich aber eben nicht vergleichen und betreiben Taijiquan mit dem Blick auf Taiji und mögen keinen "Leistungsdruck". Das sollte man verstehen und gleichzeitig gibt es auch die Möglichkeit sich auf Turnieren zu vergleichen. Für mich kein richtig oder falsch. Zur Wettkampfrichterausbildung am Tag davor hatte ich immerhin auch Anmeldungen. Dankenswerterweise hatte ich gute Unterstützung vom Traditionellen KungFu Verband Deutschland e.V., so dass in den Formen auf der einen Seite die Hauptwettkampfrichterin nicht aus Hamburg kam und keine eigenen Schüler am Start hatte. Auf der zweiten Fläche (da lief das schulinterne Turnier - geschlossen) wurde komplett von Wertungsrichtern einen anderen Schule bewertet. Dann hatten wir noch einen kleinen Showteil, damit die vielen interessierten Zuschauer auch sehen, dass Tai Chi vielfältig ist und Spaß macht. Witzigerweise hatten wir viele chinesische Zuschauer, die sich insbesondere für das Tui Shou interessierten. Für mich ist es normal, dass erst einmal geschaut wird und ich hoffe, dass die Teilnehmer berichten WIE das Turnier war und am Ende hatten wir doch trotz Unfall einen schönen Tag. Also nicht lange schnacken und chatten und beim nächsten Turnier in der Provinz einfach mal anmelden und mitmachen. Was hat man zu verlieren ausser andere kennen zu lernen und sich in seinem Taijiquan zu entwickeln? Hier dann ein kleines Video: YouTube - wuweicup_show Danke noch einmal an die Teilnehmer und Schiedsrichter. Jan |
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#15
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| Vielleicht solltet Ihr eure Turniere mehr publik machen und das ein deutliches Stück im Voraus, könnte nichts schaden. Mit der Zeit werden`s dann wohl mehr Teilnehmer werden. |
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