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#1
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| Darin zeichnet sich ja die Grolle-Schule auch aus: Dass sie auf solche Sachen Wert legt: Selbsterfahrung etc. Für mich persönlich gehört das übrigens auch zum Taijiquan, noch mehr zu Qigong. Wie seht ihr das? Ich habe den Eindruck, dass dieser vierte Aspekt von Qigong und Taijiquan (neben Gesundheit, Kampfkunst, Mystik) bei den meisten überhaupt keine Rolle spielt. Auch das kann man übrigens diskutieren, ohne es zu werten. Nur mal so nebenbei gesagt. |
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#2
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| Zitat:
"Trust your body, it is your best teacher" "We teachers have the map, but you have to find your way" Das heißt nicht anything goes, aber doch, nicht alles ist planbar und bei allen gleich. Entscheidend ist und bleibt die Funktionalität
__________________ "bewegte Prinzipien" http://meinehp.com/bewegen/ |
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#3
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| Zitat:
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#4
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| funktionierende Selbsterfahrung vielleicht? Jedenfalls, das Lösen bezieht sich nicht nru auf die Muskeln, sondern auch auf festsitzenden Seelenmüll! |
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#5
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| Zitat:
In den meisten Schulen wird das nicht besonders gefördert, bzw es wird schnell aufgehört wenn es spannend wird. Ich bin da auch eher zurückhaltend (schönes Wort gell). Ich weigere mich aus allem eine Psychokiste zu machen. Dennoch komme ich auch nicht ignorieren , dass wenn ich z.B. an der Öffnung des Brust/Herzbereichs arbeitete (Prinzip - Die Brust senken - Rücken dehnen ) das ich dann anders aus dem Kurs raus gehe als ich rein gegangen bin, körperlich und seelisch. Die Gefahr daraus ein Psychokonzept zu machen ist sicherlich gegeben: „Wenn sich im Tai Chi mein Herz öffnet – werde ich auch mit meiner Frau besser klar kommen“ Das ist dann so ein Zeugs was dabei rauskommt. Ich vermeide das und nehme einfach nur war was ist, freue mich daran, ohne daraus ein neues Konzept zu machen.
__________________ Meine Kurse: http://de-de.facebook.com/pages/Tai-...5147857?v=info Mein Lehrer: http://www.taichi-taiji.de/ Geändert von Sundro (24-02-2011 um 14:15 Uhr). |
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#6
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| Mir hilft bei dieser Idee immer diese Theorie vom Muskelpanzer: Danach setzen sich Emotionen auch als Muskelstrukturen oder in den Faszien fest. Löst man die Muskeln, kommen auch die Emotionen wieder hoch. Ist in Körpertherapien wie Bioenergetische Analyse oder auch beim Rolfing zu beobachten. Und auch beim Qigong. Ich hänge mich mal weit aus dem Fenster: Beispielsweise wenn ich Übungen mache, die meine Brust "lösen", kann es passieren, dass ich Gefühle von Enge und Angst und Eingesperrtsein spüre (Enge und Angst hängen auch etymologisch zusammen). Wenn ich dann da weiterübe und beim "Lösen" und Entspannen bleibe, öffnet sich der Bereich und auch das Herz. Das ist sehr schmerzhaft, tut aber auch gut. Damit verbunden sind Bilder und "Erinnerungen" von Erfahrungen, die mich dazu brachten und bringen, mich selbst emotional einzusperren. So in etwa. Ist mir in Taijiquankreisen übrigens bisher noch äußerst selten begegnet, dass jemand über Selbsterfahrung spricht. Bei Qigongleuten schon eher, da scheint es wohl eher zu den akzeptierten Zielen zu gehören. Aber Taijiler sind doch wohl eher die harten Jungs und Mädels, die kämpfen wollen, und alles andere ist esoterisch oder Frauenkränzchenzeugs. Belehrt mich eines besseren. |
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#7
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| Zitat:
Natürlich ist es nicht sicher, dass man mit seiner Frau besser klar kommt. Darum geht's ja auch nicht. Und das: glaube ich eben nicht. Ich glaube, viele wollen das nicht und lassen es dann auch. Und es passiert dann auch nichts in der Richtung. |
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#8
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| Schön das uns beiden das Beispiel mit dem Herz eingefallen ist. Für mich hat Kampfkunst auch immer was mit mir selbst zu tun. Allein das was beim Pushen alles passiert ist nicht von meiner Psyche zu trennen. Kann ich akzeptieren zu verlieren? Kann ich wirklich angreifen? Selbsterfahrung ist dann auch nie vom Tai Chi getrennt. Ich kann es erfolgreich ignorieren, es wird aber immer wieder durch die Hintertür zurück kommen und wird mich hindern eben beim Taiji loszulassen. Das mit dem "Frauenkränzchenzeugs", das erlebe ich auch so, kann ich auch verstehen. Man erwartet ja nicht unbedingt eine schmerzhafte emotionale Erfahrung im Taiji. Da muß ich jetzt schon wieder was von Daniel posten, was hier gut rein passt und was einen Eindruck von dem was in seinem Unterricht wichtig ist, zeigt. Tränen | Tai Chi Texte
__________________ Meine Kurse: http://de-de.facebook.com/pages/Tai-...5147857?v=info Mein Lehrer: http://www.taichi-taiji.de/ |
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#9
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| Moin, so mal als "Laie"...Man sagt doch oft, jemand sei verspannt, verkrampft, soll mal locker machen, kann sich nicht entspannen.... Viele Leute, die seelische/ psychische Sorgen haben, haben auch eine dazugehörige Körperhaltung... Warum sollte man nun nicht darauf schließen, dass ein "Lösen des Muskelpanzers" auch einen positiven psychischen Effekt haben KANN....??? Eingebettet natürlich in ein gesamtes Konzept, vielleicht Therapie...und zumindest einem gewissen Maß Selbstkritik -reflexion? Gruß
__________________ Amendt: Liebe ist die Fantasie, dass der andere einem die Großartigkeit widerspiegeln möge, die man in sich selbst wähnt. |
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#10
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| Ich habe im Laufe der Jahre festgestellt, dass meistens diejenigen Taichiler am meisten über Selbsterfahrung sprechen, die am wenigsten von der Kunst verstehen. Insofern passt das Thema genauso in den Gehirn-Fred. Muss etwas wirklich da sein, damit ich es sehen und vorallem daran glauben kann? Andererseits finde ich auch, dass Taichi natürlich Möglichkeiten zu tiefer Selbsterfahrung bietet, insbesondere auch in Hinblick auf die erwähnten Aspekte des Lösens/Entspannens. Was aber viele übersehen: Jede KK bietet diese Möglichkeiten, es ist nun wirklich nichts Taichi-spezifisches. Überhaupt jede Körperarbeit ist immer auch Selbsterfahrung. Achja, im übrigen, Hanspeter, verstehe ich deine Unterscheidung zwischen Selbsterfahrung und Mystik nicht. Kannst du das erläutern? |
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#11
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| Wobei ich schon finde, dass es ein Unterschied ist, ob man nun einen internen oder externen KK Stil dafür "nutzt". Unser WHKD ist sehr körperlich. Burpees, Liegestütz, Hampelmänner, Sprints usw. bis zum Abwinken...durchalten...Willenskraft. Am Ende des Trainings bin ich auch "entspannt"...aber eher angenehm körperlich erschöpft und ausgepowert. Den Kopf habe ich für die Zeit schon frei. Sicher ist es eine Selbsterfahrung.....aber... ........ein "aktives" Lösen und Loslassen ist meiner Meinung nach für diesen Prozess wesentlich geeigneter... Gruß
__________________ Amendt: Liebe ist die Fantasie, dass der andere einem die Großartigkeit widerspiegeln möge, die man in sich selbst wähnt. |
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#12
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| Da hast du ganz zweifellos recht. Einerseits. Andererseits glaube ich, dass für so manch einen Internen ein paar Runden im Ring alles an Selbsterfahrung in den Schatten stellen würde, was sie so kennen. Ich meine das nicht polemisch. Es geht um Grenzerfahrungen, um Konfrontation mit Ängsten, Aggressionspotentialen (bei anderen und bei einem selbst) etc... |
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#13
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| Ich habe für mein emfinden schon einige sehr Harte Trainings erlebt, die mich ziehmlich bis und über einige Grenzen gebracht hat aber kaum ein Training war so hart wie es manchmal schon war im Lotus zu meditieren für eine Stunde oder Säulenübungen zu stehen. Ich habe gemerkt das es auch viel mit dem "Geistigen " zu tun hatte, was dort wirkte und mir wiederrum viel geholfen hat. Das ist ein Erfahrungwert der mir immer wieder zeigt wie Anspruchsvoll das ist und tiefgehend es sein kann. Liebe Grüße, Shin |
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#14
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| Zitat:
sicher auch. Es kommt wohl einfach darauf an, in welchem Bereich man sich "entwickeln" möchte... Grüße
__________________ Amendt: Liebe ist die Fantasie, dass der andere einem die Großartigkeit widerspiegeln möge, die man in sich selbst wähnt. |
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#15
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| Ich kann nur aus daoistischer Sicht schreiben: Taijiquan gilt als Bewegungsmeditation. Es dient dazu den Geist zu klären und von Balast zu befreien. In diesem Zusammenhang spricht man im Daoismus auch von HerzGeist, der sich gegenseitig beeinflusst. Ich der Geist erstmal "leer" so kann sich auch das Herz leeren: Von Begierden, übermäßigen Wünschen, zu großen Zielen, usw. Es hilft dabei ins Gleichgewicht zukommen, nicht mehr so schnell auszurasten, zornig zu werden oder ungeduldig zu sein. Man verliert nach und nach sein Ego, was auch sehr gut ist für die eigene Entwicklung. Diesen Prozess fange ich langsam an zu verstehen. Nun gut, ich unterstütze mein Taijiquan noch mit Meditation ("Zuowang": "Sitzen und Vergessen"), aber mein Lehrer sagt ganz klar, dass Tai Chi zur Meditation ausreicht, natürlich aber erst dann, wenn man ein gewisses Level erreicht hat. Und zum Qigong: Eigentlich ist es ja nicht viel anderes wie "abgespecktes" Taijiquan, im Endeffekt sollte also der Effekt auf die Seele der Selbe sein. Gruß Shenming |
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