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  #1  
Alt 21-01-2012, 23:57
Benutzerbild von Hongmen
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: INNERE KAMPFKUNST
 
Registrierungsdatum: 31.10.2005
Alter: 53
Beiträge: 1.466
Standard Traditionelles Tai Chi

Hi Leute.
Ich behaupte mal, dass Tradition im Tai Chi kein Dogma seinen darf! Wenn z.B. der Chen Stil seit Hunderten von Jahren das gleiche macht, kann etwas nicht stimmen! Wo ist Innovation, wo ist Individualität, wo ist Forschung, wo ist Verbesserung, wo ist Anpassung und vor allen Dingen, wo ist der Beweis von zeitgemäßer Funktion in der Wirklichkeit?

Hongmen
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Schule für Innere Kampfkunst
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  #2  
Alt 22-01-2012, 00:57
Benutzerbild von Gong Fu
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: Qi Xing Tanglang Pai, Brazilian Jiu Jitsu
 
Registrierungsdatum: 17.01.2004
Beiträge: 1.772
Standard

So lange kein Raumschiff landet mit Aliens die 3 Arme und 4 Beine haben, wird alles was damals auf dem Schlachtfeld funktioniert hat auch heutzutage funktionieren...ein Schlag ist ein Schlag

Die Frage ist nur WIE Mann/Frau es trainiert....aber das Thema hatten wir doch glaube ich erst gefühlte 10000 Mal

Gruß,
Gong Fu
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  #3  
Alt 22-01-2012, 08:19
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: Ip/snake-Style TaiChiChuan
 
Registrierungsdatum: 02.06.2007
Beiträge: 1.007
Standard

Das betrifft doch dann eher einzelne Anwendungsideen bzw. vielleicht könnte (!) "man" noch ein Bild synthetisieren, das heutige gängige Angriffe behandelt.

Den Kern jedoch bbleit in meinen Augen unverändert.
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  #4  
Alt 22-01-2012, 08:58
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: Siu Lam Weng Chun
 
Registrierungsdatum: 16.03.2006
Beiträge: 9.240
Standard

Zitat:
Zitat von Gong Fu Beitrag anzeigen
So lange kein Raumschiff landet mit Aliens die 3 Arme und 4 Beine haben, wird alles was damals auf dem Schlachtfeld funktioniert hat auch heutzutage funktionieren...ein Schlag ist ein Schlag

Die Frage ist nur WIE Mann/Frau es trainiert....aber das Thema hatten wir doch glaube ich erst gefühlte 10000 Mal

Gruß,
Gong Fu
Sehe ich genauso.


Liebe Grüße,
Shin
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  #5  
Alt 22-01-2012, 09:11
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Kampfkunst: Küchen Kung Fu und Mulan Quan
 
Registrierungsdatum: 30.04.2003
Ort: Deutschland
Beiträge: 283
Standard

Gibt doch auch Änderungen die nicht Jahrhunderte alt sind, wie die Seidenübungen, oder die 19er Form.
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  #6  
Alt 22-01-2012, 15:16
Benutzerbild von Klaus
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst:
 
Registrierungsdatum: 31.08.2001
Ort: NRW
Beiträge: 12.559
Standard

Mal als Beispiel. In der NBA ist ein klarer Fortschritt von den 60ern zu heute zu erkennen, das Spiel hat sich enorm entwickelt. Allerdings ist so seit etwa Ende der 90er die Spielanlage die gleiche, da passiert nicht mehr viel. Nur die Athletik verbessert sich noch, die einzelnen Spieler werden kompletter. Kann man sicher evolutionstheoretisch erklären, dass nach einer Folge der Entwicklung immer Stagnation eintritt. Was nichts schlimmes ist, die spielen heute einfach durch die Bank stark.

Genau das gleiche gibt es auch in anderen Sportarten, und Künsten. Wenn es keine technische Entwicklung der Spielgeräte und der Hilfsmittel gibt, dann kommt man irgendwann zu einem Plateau. Und es kommt auch zu Abschwüngen.

Meiner Meinung nach hat Taijiquan dieses Plateau schon seit langer, langer Zeit überschritten, und ist quasi im freien Fall. "Schnelle Erfolge", Hauruck, irgendwelche Wünsche des Publikums oder der "Kunden" catern. Mir soll bitte niemand erzählen dass er besser ist als die Top 10 vor 100 Jahren, auch wenn man vielleicht nicht weiss wer diese 10 besten wirklich waren. Oder besser als ein Ma Yueliang vor 30. Es gibt ein komplettes Skillset das viele Leute gar nicht haben, nicht mal annähernd, aber wenn man das hat kommt nur noch Tagesform oder Talent. Der eine ist halt etwas reaktionssicherer als der andere, fitter, stärker, was auch immer. Aber nichts bahnbrechend neues wie der Schritt vom Straddle zum Flop, oder die Trickwürfe im heutigen Handball gegen Holzschuh-Feldhandball früher.
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  #7  
Alt 23-01-2012, 22:34
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: Siu Lam Weng Chun
 
Registrierungsdatum: 16.03.2006
Beiträge: 9.240
Standard

Ich beziehe mich eher allgemeiner auf Traditionelle Kampfkünste aus China,sehe das aber ähnlich wie Klaus. Aus meiner Sicht befinden sich manche Traditionelle Künste im freien Fall und manche werden so langsam wieder belebt. Als Beispiel für eine wiederbelebte Kunst würde ich zb. Weng Chun sehen, wo man mit der Zeit als Praktizierender feststellt das sich da überall was verändert, auch beim Großmeister und das was sich verändert zeigt mir eher das diese Sachen schon da waren, wir sie nur erst wieder begreifen mußten.


Liebe Grüße,
Shin
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  #8  
Alt 23-01-2012, 23:02
Benutzerbild von Quanfa
KKB-Userstatus: Professional
Kampfkunst: Siu Lum Kuen, Jeet Kune Do
 
Registrierungsdatum: 14.07.2011
Ort: Frankfurt am Main
Beiträge: 860
Standard

Natürlich hat sich das Kämpfen nicht großartig geändert.

Aber wenn Praktizierende alter Stile anfangen sich auszuruhen, und sich nicht mehr im Sparring überprüfen. Dann wird er trotzdem nicht Kämpfen können.

Das ist nicht wirklich die Schuld des Stils. Aber wenn eine ganze Schule als kollektiv aufhört am eigentlich kämpfen zu arbeiten, gehen auch einzelne Aspekte verloren, die in dem Stil vorhanden waren.

Nach aussen hin sieht es dann aus, dass der Stil unbrauchbar wäre. Womöglich wird er dann auch weitesgehend unbrauchbar gelehrt.

Es liegt an dem Ausübenden, was er aus der Kampfkunst macht, die ihm mitgegeben wird.
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Lang lebe König Simplicus! Mein Retter, General, und Licht in der Dunkelheit!
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  #9  
Alt 23-01-2012, 23:30
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: Kung Fu
 
Registrierungsdatum: 24.08.2007
Beiträge: 1.173
Standard

Zitat:
Zitat von shin101 Beitrag anzeigen
Als Beispiel für eine wiederbelebte Kunst würde ich zb. Weng Chun sehen, wo man mit der Zeit als Praktizierender feststellt das sich da überall was verändert, auch beim Großmeister und das was sich verändert zeigt mir eher das diese Sachen schon da waren, wir sie nur erst wieder begreifen mußten.
Wie darf man sich den Großmeister einer Kunst vorstellen, die erst wiederbelebt werden muss?
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  #10  
Alt 24-01-2012, 00:19
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: Taiji / TKD / AK
 
Registrierungsdatum: 21.05.2010
Beiträge: 39
Standard

Hi!

Eine Veränderung bzw. auch Anpassung gibt es. Es gibt immer mehr "Lehrer" etc. die eine aus meiner Sicht, wenn sie verstanden wird, effektiven Kampfkunsteinfach nur irgendeinen Mist machen (Buisiness Tai Chi, Manager Tai Chi usw.). Alles was zählt, ist für einige ihr Marketing in Sachen Asien Therapie. Lerne Tai Chi und werde ausgeglichen ........

Ansonsten denke ich, dass

Tai Chi ist viel zu komplex um es in einem Leben zu komplett zu erlernen. Irgendwann kommt man an einen Punkt, da stagniert man einfach und kommt nicht weiter. Und ich denke einfach, dass man genau diesen Punkt erreichen muss um dann für sich seblst zu forschen. Einer geht vielleicht mehr in die Meditation, der nächste mehr in den "Wettkampf" (Push Hands) und ein anderer lieber in den Bereich der Selbstverteidigung. Chen und Yang unterscheiden sich ja auch voneinander!? Es entstehen für mich permanent Veränderungen innerhalb des Systems aber die Angriffe bleiben die gleichen. Die potentielle Gewaltbereitschaft bei Angreifern ist eine andere Sache.
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  #11  
Alt 24-01-2012, 10:31
Benutzerbild von va+an
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: Dao Wing Chun , Chen TaiJiQuan
 
Registrierungsdatum: 29.03.2004
Ort: Ruhrpott Rep. (derzeit FFM)
Beiträge: 1.846
Standard

Bin da ebenfalls konform mit Klaus.

Heute möchten die wenigsten schwitzen, nachdenken und vor allem mit sich selbst beschäftigen. Dabei bleiben die eigentliche Kunst in den KK und Qigong tatsächlich auf der Strecke. Solange nur aus dem Kopf und nicht aus dem Bauch heraus "geplant" werden würde, wären sicherlich einige Dinge durchaus gelebter.

2Jahre, dann bin ich TJQ Kursleiter, weitere 3 dann Lehrer.
Dann mach ich noch Qigong. Heraus kommt oft "a-a"

Das durchzieht alle KK und nicht nur die "inneren".
Aber das schöne an der Sache ist ja, dass sich alles sowieso bereinigt.
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  #12  
Alt 24-01-2012, 11:06
KKB-Userstatus: Professional
Kampfkunst: VingTsun
 
Registrierungsdatum: 09.05.2010
Alter: 27
Beiträge: 834
Standard

systemtheorie wa?
selbstrefentielle systeme bereinigen sich selbst,das stimmt.
ohnehin offene systeme haben diese probleme nicht.
das mal dazu,auch wenn ich (chen)taiji super interessant finde ,ich es mir aber nicht leisten kann.
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  #13  
Alt 24-01-2012, 12:14
Benutzerbild von Ir-khaim
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: Brazilian Jiu Jitsu & Luta Livre
 
Registrierungsdatum: 01.01.2007
Ort: Aachen
Alter: 23
Beiträge: 2.100
Standard

Was herauskommt, wenn man traditionelle Kampfkünste in Zeiten verändert, in denen mit ihnen nicht mehr gekämpft wird, sieht man am Karate, Wing Chun, Judo...

"Friedenszeiten" sind für die Anwendbarkeit von Kampfkünsten tödlich und nur einige wenige schaffen es, dass "alte Wissen" zu bewahren.
Es lebe die Hybris der Theoretiker

Soweit meine Theorie
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  #14  
Alt 24-01-2012, 12:44
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: Judo, Taekkyon
 
Registrierungsdatum: 17.10.2010
Alter: 24
Beiträge: 66
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ich würde persönlich würde es interessant finden, wenn mal einer wissenschaftlich untersuchen würde, wie sehr man mit den traditionellen trainingsmethoden (hmm... siedenübungen z.b. ... also ich meine isometrische belastung) z.b. seine kraft steigern kann (auch auf lange sicht) im vergleich zu "modernen" methoden.
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  #15  
Alt 24-01-2012, 18:52
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: Ip/snake-Style TaiChiChuan
 
Registrierungsdatum: 02.06.2007
Beiträge: 1.007
Standard

Zitat:
Zitat von zigzag Beitrag anzeigen
Tai Chi ist viel zu komplex um es in einem Leben zu komplett zu erlernen.
Mh. Die überlebenslange Komplexitätvon Tai Chi halte ich für einen Mythos. Man kann schon recht überschaubar verstehen wie man üben muss. Das finde ich die Grundlage.

Nur dass sich manche Fähigkeiten eben erst langsam entwickeln und - da gebe ich Klaus durchaus recht - früher höheres Niveau erreichten wegen des investierten Trainings.

Was meint denn Hongman?
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