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#121
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__________________ Wovon man nicht sprechen kann, darüber muss man schweigen. - Ludwig Wittgenstein |
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#122
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| Ja, unter anderem. Nein, definitiv nicht. Entspannung ist notwendig, aber nicht hinreichend. Für ein Hammer-Fajin müssen noch eine Reihe anderer Attribute entwickelt werden. Unter anderem perfekte Struktur und koordinierte Anspannung der Muskulatur entlang der Kraftlinie. Natürlich kriege ich auch "nur" mit Entspannung einen explosiven, schnappenden Schlag hin, aber die Wirkung ist sehr begrenzt. Entspannung sorgt dafür, dass die Anfangsbeschleunigung stimmt, und das der Körper die Chance hat, sich schnell auszurichten.
__________________ « Why let reality spoil a perfectly good theory?» Origin unknown |
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#123
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| Kurzer Exkurs: Wenn ein Gegner deutlich kräftiger und größer ist als ich, würde ich alles tun, um ihn erst gar nicht an mich heranzulassen. Alles andere ist extrem gefährlich - es sei denn man beherrscht den Nahkampf wirklich meisterhaft. Das denke ich auch immer, wenn ich mir bei Systema-Leuten deren Art von Messer-Abwehr anschaue: bezogen auf die Masse der Hobby-Kampfkünsler ist das meiner Meinung nach geradezu fahrlässig. War nur ein Exkurs ![]() |
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#124
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| Zitat:
Mich nervt lediglich die Angelegenheit, wenn Leute glauben, persönliche Erlebnisse, die dann auch noch als Ausnahmesituationen dargestellt werden, als den einzig erlaubten Maßstab anlegen wollen, wie es eigentlich aussehen müsste. Dadurch kommt es zu einer willkürlichen und verfälschenden Mystifizierung der Angelegenheit, und dazu, dass völlig diffuse und unrealistische Leitbilder als Ideale im Raum stehen, und eine falsche Richtung vorgeben. Ich möchte einfach darauf aufmerksam machen, dass jeder, der hier liest, mal seine persönlichen Vorstellungen von der Sache überprüfen kann, und dann solche diffusen und mit Mystifizierungen behafteten Vorstellungen am besten gleich in den geistigen Abfalleimer schmeißt, anstatt in diesem Nebel einem nicht erreichbaren Ziel hinterher zu rennen. Wer dann immer noch meint, dass der Nebel von Mystifizierungen ein Garant für das Erreichen anspruchsvoller Trainingsziele wäre, kann das ja hier äußern. Es findet sich dann sicherlich der ein oder andere User, der hier durch entsprechende Äußerungen z.B. über den Jin-Fluss (was es nicht gibt in der chin. Lehre) oder ähnliche Erfindungen weiter hilft. |
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#125
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![]() Ok, gibt's das halt nicht. Schlaf weiter. |
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#126
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| Wie ich schon mehrfach schrieb, bestreite ich nicht die Phänomen oder Erlebnisse, sondern greife einzig und allein die Sache an, dass jemand solche Sachen wie selbstverständlich als Maßstab der Dinge handhabt. Weil es persönliche Erlebnisse sind, können solche Schilderungen erst dann wirklich nützlich sein, wenn sie in konkrete Sinnzusammenhänge übersetzt werden. Diese Übersetzung in konkrete Zusammenhänge einer Trainingslehre fehlt aber, wenn die ganze Sache lediglich mit Begriffen beschrieben wird, die auf die Ausnahme-haftigkeit dieser Situationen hinweisen. Dadurch entsteht dann eben ein geistiger Nebel von unklaren Mystifizierungen, wo auch keiner überprüfen kann, ob die geschilderten Erlebnisse überhaupt mit den mystifizierten Vorstellungen übereinstimmten. Dass das einigen Usern so ergeht und ergangen ist, kann man ja wohl sehr offensichtlich hier erkennen. Aber anstatt die eigentlichen Sinnzusammenhänge mal unabhängig von diesen mystifizierten Erlebnissen zu verdeutlichen, wird ständig erneut in die verbale Kiste gegriffen, um den Anschein der Existenz mystischer Fähigkeiten oder Eigenschaften zu füttern. Jeder soll es machen wie er will: Wer nebulösen, mystifizierten und unklaren Idealbildern hinter her laufen will, kann das ja machen. Mystifizierte Leitbilder erscheinen eben immer als höher, besser und idealer als konkrete, geistig erfassbare und klar strukturierte Leitbilder. Wer sich aber lieber besinnt, und sich an klaren und strukturierten und überprüfbaren Leit- und Idealbildern orientieren will, sollte dazu auch eine Chance bekommen. Die endlose Wiederholung der Schilderung von persönlichen Extremerlebnissen ist dazu allerdings 1. überflüssig und 2. störend. |
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#127
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| Ich halte die Anweisung "Mach einfach die Übung XYZ und warte ab was passiert" jetzt nicht gar so für mystifiziert. Alle Äusserungen über mögliche Wirkungsweisen sind Spekulation, genauso wie jede andere Vermutung über nicht vorhandene Wirkungen die bei einem persönlich aus irgendwelchen Gründen nicht auftreten. Schilderungen jeweiliger persönlicher Erfahrungen, ob bei der Abwehr einer Vergewaltigung, oder bei so mystisch-esoterischen Veranstaltungen wie Squashturnieren oder Handballspielen, sind vollkommen legitim und dienen lediglich dazu, dass andere sich ein Bild machen können. In welcher Relation das jeweils zu Klitschko oder HA Schult steht, ist völlig unwichtig. Oder in welchem Prozentsatz der Erdbevölkerung der jeweilige Effekt unter welchen Ernährungsbedingungen auftritt oder nicht. Geändert von Klaus (27-02-2008 um 12:35 Uhr). |
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#128
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| Was die chinesische Lehre betrifft, basiert sie auf dem Weltbild, in dem Qi als zentraler Begriff eine Rolle spielt, und zwar in dem Sinne, dass eigentlich das ganze Universum bzw. sein Inhalt unterschiedliche Formen der Manifestation von Qi sind. Im eigentlichen Sinne ist Qi jedoch eine Art ungreifbare Substanz, und als Vorstellungsbilder dienen solche Ideen wie eine Art Dampf, Äther oder auch elektrischer Strom. Obwohl Materie einerseits in ganz allgemeiner Hinsicht auch eine Erscheinungsform von Qi, d.h. der Ursubstanz des Universums ist, gibt es zwischen dem Qi, welches normalerweise eben mit dem Begriff Qi gemeint ist, und Materie einen Unterschied. Materie ist Materie und Qi ist nicht Materie, sondern höchstens von materiellen Vorgängen begleitet, wie z.B. Elektrizität in der Haut oder irgendwelche Aktivitäten von Zellen oder Organen. Die Vorstellung von Qi ist jedoch die einer Art ätherischen Substanz, die fließt, oder man als fließend bezeichnen kann, wenn man irgendwelche Qi-Phänomene beschreiben will. Dies ist bei "jin" völlig anders. "jin" ist die in den Muskeln oder in der Körpermechanik gespeicherte Kraft. Diese Kraft sitzt nun ganz konkret in irgendwelchen Muskelfasern und/oder zugleich in der konkreten Ausrichtung der Skelettstruktur. Wenn man sich nun irgendeine Person anschaut, und z.B. feststellen kann, dass die Möglichkeit besteht, Kraft auszudrücken, dann kann man das dafür vorhandene jin identifizieren, indem man die beteiligten Muskelfasern identifiziert und die nötige Skelettstruktur hinsichtlich physikalischer Kraftlinien analysiert. Diese gespeicherte Kraft und die Möglichkeiten der Nutzung der Kraft ist nichts was fließen kann. Natürlich handelt es sich bei der ganzen Kraftspeicherung und Erzeugung um eine dynamische Sache, wo sehr viele Dinge interagieren und zusammenhängen. Wenn man jedoch aufgrund dieser ganzen Dynamik möglicher Krafterzeugungen anfängt, von einem "jin-Fluss" zu reden, dann entsteht schnell ein Bild, als wäre "jin" so eine Art alternatives Qi, und es gäbe in der chinesischen Lehre mehrere qi-artige oder ätherische Substanzen. Es gibt natürlich mehrere Dinge, die fließen, wie ja z.B. das Blut bekanntermaßen auch fließt, und das Blut in der chinesischen Lehre nicht ganz mit dem Blut im westlichen Verständnis identisch ist, sondern mehr umfasst, nämlich z.B. auch Hormone und diversen anderen Kram. "jin" als Stärke, Kraftpotenzial und auch Explosivkraft ist definitiv keine qi-artige Substanz, die im Körper fließt, sondern eben Kraftwirkung an sich. Das tritt da auf, wo es auftritt, und ist nicht von woanders da hingeschwommen oder geflossen, um dann austreten zu können (bei irgendeinem "fa" z.B.) Ich sehe keinen Sinn darin, "jin" zu einer fließenden Substanz umzudeuten und zu mystifizieren. Geändert von nagual (27-02-2008 um 12:45 Uhr). |
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#129
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| Zitat:
Wenn solche Extrem-Erlebnisse nicht auftreten sollten, bedeutet das aber vor allem nicht, dass die Trainingsergebnisse schlechter wären. Zitat:
Oder ob dieser Sinnzusammenhang lediglich als unklare Suggestion entsteht, z.B. jemand schildert Erlebnis soundso, und weil das so extrem war, soll das dann als "Beweis" für den Wahrheitsgehalt der vertretenen Trainingslehre akzeptiert werden. Die Nutzung der Schilderung persönlicher Erlebnisse in diesem Stil und für solche Zwecke lehne ich persönlich ab. Geändert von nagual (27-02-2008 um 12:44 Uhr). |
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#130
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| Ich halte die Schilderung von permanent auftretendem Nachbrennereffekt bei JEDEM Wurf auch nicht für ein Extremerlebnis. Das ist ein Brot-und-Butter-Effekt, und bei wem das nicht auftritt, sollte man mal nachsehen warum nicht. Dazu müsste man natürlich irgendeinen richtigen Sport machen bei dem man das auch merkt. |
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#131
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| Zitat:
Kein Mensch kann eindeutig nachvollziehen, was ein "Nachbrennereffekt" ist. Und dann natürlich auch noch "permanent". Leute, die nicht die Neigung haben, irgendwelche normalen Dinge, die sie ständig spüren können, wenn sie wollen, in die Kategorien "nicht extreme Brot-und Butter-Effekte" und "permanente Nachbrennereffekte" einzuordnen, können nicht wissen was mit solchem nebulösen Geblubber gemeint ist. Ich bezeichne das als Geblubber. Nebulöser Quatsch, und ich bin der Meinung, dass man das ignorieren sollte, und auf Erzeugung von derartigen Wortblasen verzichten sollte. Nachbrennereffekte- super Erfindung, alle Achtung vor sprachlicher Kreativität. Geändert von nagual (27-02-2008 um 13:01 Uhr). |
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#132
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| Baldrian. Hilft möglicherweise vorübergehend. Ich habe den Effekt schon lang und breit erklärt, und jemand der nicht gerade in irgendeiner mentalen Krise ist die zu seitenlangen Dauerergüssen was es alles nicht gibt oder nicht geben darf, und schon gar nicht erwähnt werden, versteht auch was ich damit meine. Für alle anderen, es handelt sich um den Effekt dass am Ende einer NORMALEN Wurfbewegung wie ich sie seit 20 Jahren kannte ein ZUSÄTZLICHER kurzer, heftiger Zug anschloss, begleitet von Kribbeln in der Hand. Davon wurde der Ball ca. 17,5% schneller, bei ca. 50 willkürlich ausgewählten Testwürfen mit ca. 3 verschiedenen Ballfabrikaten der Marken Adidas, Kempa oder Con-Sport. Gelegentliche Ausreisser mit stärkerem Kribbeln über den Arm bis an den Rippenbogen zeigten eine noch deutlichere Beschleunigung, waren aber in der Richtung nicht mehr so ganz gut zu kontrollieren. Vorübergehend wurde auch beobachtet dass ich mit dem gleichen Effekt an der Hand nur aus den Fingern 3er beim Basketball werfen konnte, mit zwei Testobjekten der Firma Spalding ("NBA", "NBA outdoor"). Urinproben wurden während der ganzen Testreihe kontinuierlich gezogen und eingefroren, und stehen amtlich zugelassenen Labors auf Anfrage leihweise zur Verfügung. |
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#133
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| Jungs, hoffentlich ist Hongmen euch nicht böse, weil ihr ihn arbeitlos gemacht habt ![]()
__________________ « Why let reality spoil a perfectly good theory?» Origin unknown |
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#134
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| hihihi! die alten beiden streithähne und kampftastenhelden geben sich's! amüsant! wenn der klaus mit seinen urinproben kommt, ist dann aber meistens der saft dann doch mal aus. mal gucken, ob papa sauber-dao diesen kloverwandten beitrag löschen wird. viele liebe grüsse an alle und besonders an die kämpfer |
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#135
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| Mach doch mal eine Liste der Begriffe, welche sich in deiner Trainingslehre befinden, damit man bei Bedarf nachschlagen kann, was damit ganz normales gemeint ist, und man nicht den Eindruck erhält, das wäre was Mystifiziertes und Nebulöses. so z.B. -Nachbrennereffekt = ... -Brot-und-Butter-Effekt = ... Gerne natürlich auch mit Anhang für die Messprotokolle mit den 17,5%-Ergebnissen, und von mir aus auch Links zu empfehlenswerten Baldrian-Lieferanten. Dann werden sicherlich alle Missverständnisse, ob gewollt oder ungewollt, geklärt. Vielleicht wirken ja auch viele andere User hier gerne mit, die das alles wie selbstverständlich verstehen, und so eine Definitionsliste von Klaus' Begriffen schon lange im Kopf haben. Das wird ja sicherlich bei den meisten hier der Fall sein, vermutlich. |
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