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#1
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| Zitat von BiGF00T Zitat:
Zitat:
Ist hier nur der stabile Stand mit richtigem Schwerpunkt gemeint? Ist Verwurzelung verbessern gleichzusetzen mit Beinmuskulaturtraining und dem Verbessern der Statik der Stände? |
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#2
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| Verwurzelung ist Desinformation - guter Stand ist besser. Guter Stand, drei Dinge: -Ich leite im Stehen jede Kraft, die meinen Körper trifft, durch Spannung von Füßen, Knien, Hüften und Bauchmuskelns in den Boden. Dazu dient mein Skelett und dessen Stellung, aber auch die Haftreibung meiner Füße am Boden. -Ich halte in Bewegung meinen Schwerpunkt immer zwischen meinen Füßen. Wenn der Gegner mich bewegt kann das schnell zu einem Probelm werden. Da der Körper durch seine Masse träge ist, muß ich also lernen mich zu bewegen, bevor mein Gleichgewicht zerstört wurde, also sich mein Schwerpunkt über meine Füße hinaus bewegt/ bewegt wird. -Ich senke meinen Schwerpunkt bewußt ab und leite den Gewinn an kinetischer Energie (Lageenergie) in Bewegung um. Wenn diese potenzielle Energie der Bewegung meinen Schwerpunkt über meine Füße hinaus bewegt - dann muß ich mich schon etwas früher zusätzlich bewegen, um nicht mein Gleichtgewicht zu verlieren. Fechtergruß
__________________ Jung Ritter lere / got lip haben frawen io ere / So wechst dein ere - stahlaufstahl.de |
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#3
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| Im richtigen Moment den richtigen Kraftweg herzustellen, vom Boden zum Punkt der Energieabgabe und umgekehrt.
__________________ But if they tell you that I've lost my mind Baby it's not gone just a little hard to find |
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#4
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| Zitat:
Lageenergie = Potentielle Energie und die Energie der Bewegung = Kinetische Energie ist. Quasi genau anders herum. Aber grundsätzlich schön erklärt. So sehe ich das auch. Geändert von Cillura (06-01-2012 um 11:36 Uhr). |
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#5
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| Zitat:
Ich würde noch so ergänzen: Die Verwurzelung entsteht auch durch einen bewussten "Umbau" der Körperspannung, der in erster Linie vom Oberkörper in die Beine verlagert wird (und letztlich dann auch - später - von den Beinen in die Füße und den Boden). Darum ist die korrekte Ausrichtung und Gelenkstellung so wichtig. Dieses spezielle und gerichtete Verändern des Muskeltonus unterscheidet Taichi-Standübungen essentiell von denen anderer (äußerer) KK. Durch die Art der Verwurzelung entsteht eben auch Durchlässigkeit (und umgekehrt), und die ist Voraussetzung um einen Partner/Gegner zu "entwurzeln". |
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#6
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| Die Kontaktstelle, Fußsohle-Boden, ist hochempfindlich und extrem angreifbar. Man sagt das 80% (?) aller Zweikämpfe am Boden enden. Das liegt aber nicht daran das der Gegner ein Ringer oder Wrestler ist, dass sind die wenigsten. Es liegt daran das der Fallende kein Rooting hat. Deshalb ist der Begriff Rooting garnicht so falsch. Jede Pflanze, jeder Baum bleibt stehen weil er Wurzeln geschlagen hat. Natürlich haben wir keinen Wuchs aus unseren Fußsohlen. Aber wir können über die Sohlen hinaus in die Erde sinken. Durch Entspannung und sitzen auf den Füßen ist man sofort nach unten hin "schwerer". Das funktioniert auch wenn man sich nur auf die Ballen stellt usw. Richard hat das schon gut erklärt. Ich möchte noch hinzufügen, dass Rooting nicht unbedingt technisch herzustellen ist, sondern in erster Linie ein loslassen können. Ein loslassen des Körpers von Anspannung und von herkömmlichen Mustern wie Gegenwehr, Krafteinsatz, größer werden etc.
__________________ Schule für Innere Kampfkunst |
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#7
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| im Großen und Ganzen sehr schön erklärt. Ergänzend: Um so loszulassen und sich schwer zu machen, dürfen keine hindernden Blockaden oder Steifigkeiten vorhanden sein, wie sie viele Menschen im unteren Rücken und Becken haben. Diese aufzuspüren kann Stehen in Stille (ZZ) z.B. sehr hilfreich sein. Beispiel zur Überprüfung: Wenn ich wirklich nur schulterbreit stehe- kann ich mich dann stabil "verwurzeln"? Oder fühle ich mich noch wackelig und habe nur dann festen Stand, wenn ich mich deutlich breiter hinstelle? Wenn ja, dann ist das Becken nicht gelöst genug, die Hüfte nicht "geöffnet" genug, dann besteht also noch Bedarf an "innerer Lösungsarbeit". |
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#8
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| Ich finde die Analogie mit dem "schwer machen" nicht so gut, da dies auch zu Schwerfälligkeit und Langsamkeit führen kann - Torstens Art des Sinkens aus dem LGNQ gefällt mir da besser ![]()
__________________ But if they tell you that I've lost my mind Baby it's not gone just a little hard to find |
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#9
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| ok, nenn es Loslassen oder Umverteilung des Schwerpunkts raus aus dem Kopf nach unten- dadurch wird auch der Kopf frei, der (Übermäßige) Verstand abgeschaltet und reflexartiges, automatisches reagieren im Kampf möglich. Hauptsache, wir wissen, was gemeint ist. |
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#10
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| Ich bin in den CMA zwar fachfremd, aber aus Karate-Sicht würde ich Richards Erklärung unterschreiben. In der praktischen Umsetzung heißt Verwurzelung im Sinne eines festen Standes im Karate auch, sich mit nach vorn gerichteter Hüfte, den leicht angewinkelten Knien und barfuß auch mit den Zehen in den Boden zu "krallen".
__________________ Sojobo Goju-Ryu Karate und Combat Sambo in Dortmund ก้้้้้้้้้้้้้้้้้้้้ ก็็็็็็็็็็็็็็ |
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#11
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| Dann versuchen das Ganze mit nur einem Bein umzusetzen um das andere zum Treten frei zu haben - oder für schnelle Schritte - ohne vorher eine 70/30 , 80/20, wie auch immer geartete Doppelgewichtung auflösen zu müssen ist dann ein weiteres Trainingsziel.
__________________ There is no way to happiness, happiness is the way. |
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#12
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| Dazu müsste man noch ergänzen, dass das Ganze DYNAMISCH ist, also keine "besonders stabile Stellung", sondern ein Vorgang der permanent abläuft und das Skelett so organisiert dass ideale Bedingungen für das Ableiten beliebiger Kräfte herrschen (immer alles geht nicht). Und das auch in Bewegung, sprich, wenn ich renne und mich rammt einer von der Seite prallt er auch ab, selbst wenn er wesentlich schwerer ist. Ist nach oben begrenzt, also darf man dem Körper auch keine Notstrategie "verbieten" wenn die Haltekraft oder Stabilität der Gelenke ausgeschöpft ist. Mein Körper macht dann "auf" und lässt sich drehen, aber kontrolliert, sieht aus als biege ich auf Schienen ab und laufe trotzdem so weiter. Und zweitens dass das nicht zwingend jede Kraft immer in den Boden leitet, sondern eine Kraft dahin wo sie nicht schadet, oder so beherrschbar wie es geht. Liegt man mit dem Rücken auf dem Boden rootet man auch, nur nicht mehr in die Füsse. In der Luft geht es auch, dann rootet man in der Masse und sieht zu dass die Rotationskräfte Null sind oder sinnvoll einsetzbar, indem man sich gezielt nur dahin bewegen lässt wo es am wenigsten weh tut oder ärgert. Rooting wird auch verwendet, um eine Basis zu bereiten für eigene Kraft, also wenn ich schlage. Da die Kräfte dabei ggf. sehr gross werden, muss man diese Kraft auch halten können, das organisiert der Körper auch.
__________________ "Man kann Leuten nicht verbieten, ein ***** zu sein." (Descartes) |
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#13
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| 70/30 ist keine Doppelgewichtung, es sei denn, der Übende macht etwas Gravierendes falsch. Nur, daß bei 70:30 das weniger belastete Bein das ist, mit welchem gekickt wird. Hier ist aber auch der Unterschied von Form zu tatsächlichem Kampf zu beachten. |
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#14
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| Doppelgewichtung hat nicht zwingend was mit der Gewichtsverteilung zu tun. Man kann in jedem Stand "doppelt gewichtet" sein und ist deswegen schlecht verwurzelt. Man braucht die Reaktionsfähigkeit, einen Ground Path selbst aus "blöden" Positionen aufzubauen genauso wie eine möglichst ununterbrochene Kraftkette. Die Koordination für ein hervorragendes Rooting kann man jemandem mit einer simplen Übung in weniger als 5 Minuten zeigen. Die Kraft muss antrainiert werden... den meisten Menschen fehlt dafür die Kraft in der Hüft und unteren Abdominalmuskulatur. Gruss, Thomas
__________________ Der Gott, der Eisen wachsen ließ / der wollte keine Knechte Drum gab er Säbel Schwert und Spieß / dem Mann in seine Rechte Geändert von T. Stoeppler (06-01-2012 um 19:51 Uhr). |
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#15
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