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#1
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| Als Frau - und damit hoffentlich frei vom Diskriminierungsverdacht - versuche ich auf diesem Wege, Hongmens abgelehntes thread-thema zu reaktivieren. Denn im Gegensatz zu den Mods halte ich die Frage, was Frauen zur Entwicklung des taiji beigetragen haben, durchaus für berechtigt. Die Taiji-Klassen sind voll von Frauen, aber lehrende Meisterinnen gibt es nur wenige. Woran könnte das liegen? @mods Bitte lasst den Herren ihre Meinung. Wir KKlerinnen sind durchaus in der Lage, uns selbst zu verteidigen .laoshu
__________________ There is no phoenix without ashes. Aus der Biografie von Jane Fonda |
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#2
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| Hy Beziehe mich allgemein auf die Kampfkünste! In China,Japan,Asien gibt es genügend Frauen die Kampfkunst lehren! Zitat:
Hier wird Kampfkunst oft als Hobby oder weil es gerade Mode,Trend ist oder zur Wellnes ausgeübt. In die Tiefe einer Kampfkunst vorzudringen , bedarf jahrelanger harter,intensiver Übung,Arbeit(Kung Fu) und das sind heutzutage die wenigsten bereit zu tun, selbst heutzutage in Asien.(Konsumgesellschaft) ![]() Gruß Huangshan Geändert von Huangshan (02-04-2008 um 10:21 Uhr). |
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#3
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| Zitat:
Ich weiß auch nicht. Wahrscheinlich liegt es an einer Mischung von Faktoren: weniger Ehrgeiz bei den Frauen (damit meine ich nicht die Beherrschung des Taiji und der Lehre an sich), weniger Traute, sich an die Spitze zu stellen, mehr Zurückhaltung und Bescheidenheit, was ja auch der traditionellen Frauenrolle mehr entspricht, die uns Frauen - seien wir ehrlich - trotz Emanzipation immer noch mit anerzogen wird. Auf der anderen Seite mehr Ellenbogen bei den Männer und die verinnerlichte traditionelle Männerrolle: für die Familie sorgen zu müssen, d.h. sich an die Spitze arbeiten zu müssen, erfolgreich sein, eigene Schulen aufmachen oder gleich einen Verband. Ich sehe das aber locker und gänzlich ohne Wertung, was die Rollen betrifft. So ist das halt in unserer Gesellschaft. Wie in allen anderen Bereichen wird sich auch das ganz, ganz, ganz langsam ändern. Gucken wir in vierhundert Jahren noch mal... Gibt ja jetzt schon viele gute Taijilerinnen und -Lehrerinnen. |
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#4
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| Kurz "OT": Der Ton macht die Musik. Wenn das Thema in einer vernünftigen Formulierung angesprochen wird, ist sicherlich kein Mod der Meinung, es müsse geschlossen werden! Wenn aber provozierende, den Regeln des Boards nicht entsprechende Beiträge kommen, werden die natürlich verwarnt bzw gelöscht. Das ist unabhängig davon, ob Frau sich wehren kann oder nciht. Im übrigen kannst du auch wieder nur für dich sprechen und nicht für alle Frauen .... |
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#5
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| Woher wissen wir denn, dass Du wirklich eine Frau bist? Im Internet kann sich doch jeder als alles ausgeben WCTAG Artikel Wir haben hier in Karlsruhe z.B. eine hervorragende Lehrerin. Im Ursprungsland wurden die Leistungen von Frauen wohl nicht richtig wahrgenommen, den aktuellen Stand wissen sicher die Chinakenner. Yang Sau Chung hat ja auch drei(?) Töchter von hohem Level, wir kennen hier hauptsächlich seine angenommenen Schüler (Chu King Hung, Chu Gin Soon, Ip Tai Tak). Eine andere bekannte Meisterin: WCTAG Artikel und ein mit ihr geführtes Interview: Chen Guizhen - Königin des Taiji Doppelschwerts Geändert von bluemonkey (02-04-2008 um 11:37 Uhr). |
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#6
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| ich finde die frage insofern müßig, als sie nicht taiji- oder kk-spezifisch ist und emanzipation als politisches thema zwar interessant und diskussionswürdig ist, aber eingegrenzt auf taiji imo nicht allzuweit führen kann. |
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#7
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| Zitat:
Hallo Hongmen ![]() |
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#8
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| Tsange schrieb: "ich finde die frage insofern müßig, als sie nicht taiji- oder kk-spezifisch ist und emanzipation als politisches thema zwar interessant und diskussionswürdig ist, aber eingegrenzt auf taiji imo nicht allzuweit führen kann." Hi Tsange, Laoshu und alle: Hier vielleicht eine Antwort, die sehr wohl Taiji-spezifisch ist. ................................. Ich vermute, es liegt zum Teil an den Methoden des Taijiquan als Kampfkunst. Ich kenne viele Frauen, die die Soloformen - Handformen und Waffen - von Taijiquan gerne machen und teils ziemlich intensiv trainieren. Das kann man mit sowohl Ruhe/Entspannung und mit einem Gefühl der Ästhetik machen. Manche unterrichten dann auch entsprechend. Und dann gibt es Tuishou (wir lassen Anwendungen/SV und Sparring erstmal weg). Auch da kenne ich immerhin etliche Frauen, die Tuishou bis auf eine bestimmte Ebene gerne machen. Wenn man die Aspekte von Entspannung und Wahrnehmung/Sensibilität betont, dann haben auch genug Frauen ihren Spaß daran. Diese sind auch sehr wichtige Aspekte, aber zugleich nur Teilaspekte bzw. Vorübungen, für das eigentliche Taijiquan als Kampfkunst. Das "Problem" kommt vor allem bei der nächsten Stufe, wenn es heisst: Jetzt pusht der Partner zielgerichtet (was längst noch nicht 'brutal' bedeutet) auf meine Mitte, und ich soll diesen Push mittels der "schönen Entspannung" abwehren. Wie soll das gehen? Die Antwort: mann/frau muß diese "feindliche Energie" gewissermaßen akzeptieren, "in sich hineinlassen", um damit den Impuls zu neutralisiern/transformieren. Selbst wenn das äusserlich wie ein kurzes, zackiges Abprellenlassen aussieht, muß man trotzdem dieses "in sich hineinlassen" finden. Das ist für fast alle, ob Mann oder Frau, anfangs schwer hinzukriegen. Aber, meiner Erfahrung nach, scheint es für vielen Frauen auf der psychischen Ebene noch schwieriger/brisanter zu sein, als es für Männer ist. Es ist nicht unbedingt das "Kämpfen", was schwierig ist, sondern das "Zulassen", wenn der andere eine 'aggressive' Energie produziert. Zwei konkrete Beispiele, aber ich könnte viel mehr davon nennen: - Eine Frau - die Freundin einer meinen Schüler, die schon früher etwas Taikwodo gemacht hatte - sagte mir, nach einem halben Jahr, daß Tuishou ihr irgendwie "zu nah" ginge. Danach hat sie ihr Glück bei Stockkampfkunst (Modern Arnis, glaube ich) gefunden. Sie meinte, mit den Stöcken sei alles viel deutlicher, sie konnte die Abgrenzung viel besser bestimmen und fühlen und fühlte sich wohler damit. Völlig in Ordnung. - Neulich bei einem Kurs ("Taijiquan als Kampflunst") auf der Uni sagte mir nach 6 Wochen eine junge Dame etwas ähnliches. Sie machte Karate seit einigen Jahren und hatte auch schon Sparring gemacht. Sie konnte spüren, sagte sie, daß der "weiche" (ihr Wort, nicht meins) Ansatz von Taijiquan erstaunlicherweise gut funktionieren würde, und daß sie mit ihren Techniken nicht dagegen ankamen. Sie würde auch spüren, daß meine (wohldosierte!!) "weiche" Schläge oder Hebeln sehr effektiv sei. Aber ihre "harte" Techniken würden ihr zugleich ein Gefühl der Sicherheit geben und sie wollte sich nicht wieder verunsichern lassen (ihren "Schutz" aufgeben), indem sie sich auf Taijiquan einlässt. Sie würde zwar logisch erkennen, daß sie sich auf Dauer auch gut (oder vielleicht noch besser) mit Taijiquan würde "schützen" können, aber die Reise dahin wäre für sie zu verunsichernd. Auch in Ordnung. Hier möchte ich betonen, daß meine Art, Tuishou und Anwendungen zu unterrichten, nicht dem "Kuscheltaiji" zuzuordnen ist, und auch schon technisch keine Gelegenheit für "grabschen" oder ähnliches bietet. Die Trainingskultur und die Auswahl von Schülern schliesst das ebenfalls ziemlich gut aus. Das Problematik kann theoretisch jeden, Mann oder Frau, betreffen. Aber in der Praxis scheint es für die meisten Frauen noch schwieriger zu sein. Vielleicht ist es so (?), daß die allemeisten Frauen, die bereit/gewollt sind, sich mit Kampfkunst und Selbstverteidigung auseinanderzusetzen sind, eine KK suchen, die eine klare und sofort deutliche Abgrenzung zum anderen geben. Vielleicht muß man als Frau diese Angrenzung noch deutlicher entwicklen/zeigen. (??) Das könnte wiederum an die Rollen (passiv, "nachgiebig", "nett sein müssen"), die Frauen in unsere Gesellschaft noch meistens zugeschoben werden. Natürlich ist es so, daß Taijiquan auch sehr klare Angrenzung beinhaltet. Und zwar eine, die auf viel mehr Abständen oder "Schichten" funktioniert, als bei dem Gros der KKs. Selbst mit einem sehr "weichen" Lü-jin setzt man immer noch eine effiziente Grenze, da die eigene Mitte für den Gegner unerreichbar bleibt. Aber der Weg dahin ist viel "unsicherer", und bis man die Techniken/Prinzipien beherrscht, kann man sich sehr "nackt" fühlen. Und für viele - obwohl doch nicht alle - Frauen, scheint das psychsich besonders schwierig. Und trotzdem natürlich gibt es Frauen, die in "richtigem" Tajiquan richtig gut werden. Super!! Aber es geht hier darum, warum es in der "TJQ als KK-Sparte" relativ wenig Frauen gibt. Und vermutlich weniger, als z.B. bei Karate oder Taekwondo, zum Beispiel. Und jetzt an Euch, liebe Schwester und Brüder . Erkennt Ihr ähnliche Geschichten, oder seht Ihr es doch anders?Schöne Grüsse, Giles PS Du, Tsange, trainierst in der Huang/Patrick Kelly-Linie, wo das Pushen tendenziell noch mehr auf Patterns begrenzt ist und wo man, meiner Erfahrung nach , sehr wenig mit dem Abwehren von Schlägen, Grappling usw. arbeitet. Das könnte sich vielleicht "günstiger" auf die Frauenquote bei euch in Wien (Shambala?) auswirken. Oder liege ich falsch in meinen Vermutung über Eurem Trainingsmethoden?
__________________ Do not give up the near in order to seek the far. Geändert von GilesTCC (02-04-2008 um 11:51 Uhr). |
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#9
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| Zitat:
es stimmt wohl, dass es für leute, die im alltag leicht überschwemmbar sind, bei denen andere leicht zugriff kriegen und die sich nicht als selbstverständlichkeit abgrenzen oder verweigern können, wirklich recht schwer auszuhalten sein dürfte, mit einem gegner zu verschmelzen (es wurde mir erzählt, dass das nur dadurch zu überwinden sei, dass man einen zuverlässigen safe space zum üben hat und längere zeit nur mit leuten übt, zu denen man wirkliches vertrauen hat) und du hast wohl recht, dass diese art der sozialisation bei frauen häufiger anzutreffen ist als bei männern (aber das fällt ganz klar unter meinem vorherigen einwand). zu unserem training (nicht bei shambala, sondern bei nei san he): das spezielle steckenpferd von meinem lehrer ist "taiji im alltag", aber er legt vor allem großen wert darauf, dass wir die ganze bandbreite lernen, inklusive sparring mit leuten aus anderen kampfkünsten (noch bin ich nicht soweit, kann also nichts darüber berichten). |
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#10
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| Zitat:
![]() ![]() Zitat:
Zitat:
Werde mir bei Gelegenheit die Website anschauen!Schöne Grüsse, Giles
__________________ Do not give up the near in order to seek the far. |
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#11
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| Da habe ich anderes Erlebt. Bei mir sind 4 Schülerinnen in Lehrerausbildung (oder Fertig) und sie lieben es zu Zeigen was Kampftechnisch geht. Auch rund die Hälfte der "normalen" Schülerinnen ist lieber im Sparring als im Push-Hands ![]() Grüße, Sascha
__________________ There is no way to happiness, happiness is the way. |
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#12
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?), denn mein Sohn hat das "Mutter-Taxi" auf 14.30h bestellt.Wer meine Identität überprüfen möchte, kann mich unter der Tel.: 0700- 258 258 28 anrufen. Keine Sorge, dass ist eine normale Festnetznummer und läuft nicht über die cayman islands .Hear you, laoshu
__________________ There is no phoenix without ashes. Aus der Biografie von Jane Fonda |
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#13
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| Vielen Frauen ist die Familie das Hauptanliegen. Sie haben den Mann, die Kinder, den Haushalt, die Eltern und auch noch bezahlte Arbeit, und wenn sie Glück haben, nehmen sie einmal die Woche abends frei sprich Tai-Chi Unterricht und üben etwas zuhause. Ihr Interesse ist es oft nicht so sehr, sich dabei zu profilieren sondern was für sich selbst zu erarbeiten. So wird man kein 'Manager' von irgendwas. Zusätzlich oder auch ganz allgemein, sind Frauen meist nicht auf die unter den Männern unterschwellig funktionierenden Mechanismen der Hierarchie eingestimmt und werden somit oftmals nicht ihren Leistungen entsprechend anerkannt, wenn der Boss ein Mann ist. Klartext, sie können was, sind aber nicht bekannt als Superhero(ine). Das bezieht sich auf Tai Chi und auf alle anderen nicht-frauenspezifischem Gebiete. Egal, m. E.
__________________ Wenn gerade man nicht zum Wettstreit bereit ist, ist auf der Welt niemand, mit dem man in Streit ist. |
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#14
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| Und ich würde mal sagen, dass es in jeder guten Taiji-Schule, die es schon etwas länger gibt, gute Lehrerinnen gibt oder immer wieder gab. Wenn nicht, stimmt etwas mit der Schule nicht. Würde ich mal frech behaupten. Da müssten sich die Leiter mal überlegen, woher das kommt. |
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#15
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| meine antwort muss erst wieder von einem mod. zur freigabe genehmigt werden. kann also mit zeitverzögerung kommen! ![]() @laoshu Zitat:
es war auch gar nicht diskriminierend, wie mantis es behauptet, gemeint. den frage habe ich am "tag der frau" gestellt. ebend, weil der "tag der frau" mich dazu inspiriert hat. nicht mehr und nicht weniger! ![]() @Mantis Zitat:
du meinst es gut mit deine mit dem forum! das ehrt dich. aber versuch fair zu bleiben! jetzt zu meinem ursprünglichem anliegen. in der geschichte der kampfkunst findet man nur wenige frauen. spontan fällt mir nur "der schöne frühling" ein. meine frage war so gemeint, ob ihr irgendwelche frauen aus der geschichte kennt, die kk-mäßig etwas kreiert haben. oder ist die kk tatsächlich eine "mens world"? liebe grüße hongmen (immer noch an der leine)
__________________ Schule für Innere Kampfkunst |
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