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#61
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| Hallo, liebe mitmembers! Sind wir nicht irgendwie alle off-topic ?@tsange Habe teamaster bereits eine nette pm geschickt. Alles bestens! Mein Wunsch: Richte diesen thread ein! Irgendwie tut sich momentan ja wenig an der "Front". Wir brauchen wahrscheinlich dringend wieder ein Kampfthema im Innere-Kraft-Helden-Stil . Hongmen, ich vermisse dich !@yishen Der Daoismus ist eines der wenigen philosophischen Modelle, in dem Frauen gleichberechtigt angesehen und behandelt werden. Und was diese seltsamen Mythen anbelangt, siehe hier Daoistische Sexualpraktiken – Wikipedia Kochen, Bügeln, Kerle platt machen und Poppen für die Unsterblichkeit. Gibt Schlimmeres, oder? Alles Liebe, laoshu
__________________ There is no phoenix without ashes. Aus der Biografie von Jane Fonda |
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#62
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| und unsterblichkeit ist denn doch etwas zuviel des guten - wer will schon seine sämtlichen nachkommen überleben... ich glaube, das topic hat sich endgültig vertschüsst, falls wir nicht wieder beim ersten posting vom bluemonkey mit dem silberstorff-artikel (WCTAG Artikel) ansetzen. startposting zur kämpfernatur muss ich erst basteln (sobald ich mit der termingebundenen arbeit für heute durch bin) |
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#63
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| Ich hab in einem Buch über Chenstil (im Kapitel Legenden ) die Geschichte einer Meisterin aus Chenjiagou gelesen, die ging, wenn ich mich recht erinnere, ungefähr so: Ein Frau aus Chenjiagou wurde von einem einflussreichen Mann umworben, heiratete aber einen anderen (beide aus anderen Dörfern ). Der Abgewiesene hat dann seine Schergen zu dem Erwählten geschickt, um sich zu rächen, die von der Frau übelst verprügelt (niedergemetzelt?) wurden. Dadurch hat aber wohl ihr Ehemann sein Gesicht verloren und seine Frau verstoßen, die daraufhin Selbstmord beging. Als ihr Bruder (oder Vater/Onkel?) dies erfuhr, verbot er, dass Frauen weiterhin den Familienstil erlernen dürfen. Wie gesagt, Kapitel Legenden, läßt aber doch einige Rückschlüsse auf die Verhältnisse zu. Geändert von bluemonkey (07-04-2008 um 13:01 Uhr). |
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#64
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| Zitat:
__________________ Wenn gerade man nicht zum Wettstreit bereit ist, ist auf der Welt niemand, mit dem man in Streit ist. |
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#65
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| Wäre sinnvoller gewesen wenn man den dämlichen Herren beigebracht hätte dass sie nicht ihr Gesicht verlieren wenn eine "schwache" Frau die nebenher 24/7 Kampfkunst trainiert auch was dabei gelernt hat. Ich habe schon einige sehr gute Damen aus Chenjiagou gesehen, und es wurden auch solche erwähnt die Anfang des Jahrhunderts gelebt haben. Muss also lange her sein mit dem Verbot, oder eine Legende. |
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#66
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| Zitat:
Ich wollte schon immer mal bei verrückten Taoistinnen lernen.... Schickst mir die Liste der Orte, die ich meiden muss, bitte![]() P.S.: Ernst gemeint ![]()
__________________ offen - frei fliessend - in sich ruhend |
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#67
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Obwohl ja Sapphismus angeblich das weiblich Chi nährt. Mann, ist das lange her, dass ich das Zeug gelesen habe.@laoshu: Kommt auf die Sekte an. Und naja, bei Wiki stehen nun wirklich nicht alle Praktiken, die die so betreiben oder betrieben haben.... Gab auch ne Sekte, die Geschlechtsverkehr mit Kindern propagiert haben, aber an die Erklärung dafür kann ich mich jetzt beim besten Willen nicht mehr erinnern. War aber für die dortige Kosmologie recht einleuchtend iirc. Wird heute auch noch von einigen Leuten praktiziert - Irgendwo in HK gibt's (gab's? schon ne Weile her) nen Lehrer, der nur hübsche Jungs als Schüler annimmt und sich in "Naturalien" auszahlen lässt. Warum ihn bisher noch keiner verkloppt hat? Er ist zu gut. Der macht(e?) auch Internes iirc. Ist schon ne komische Welt da draussen ![]() Geändert von YiShen (08-04-2008 um 09:05 Uhr). Grund: schreibpfühler der mich unkultiviert aussehen liess. |
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#68
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| ich könnte mir vorstellen, dass zu zeiten und in umgebungen, wo menschen im rahmen üblicher tätigkeiten, wege und wohnverhältnisse mit gewalttätigkeiten rechnen mussten, väter bei der ausbildung ihrer geliebten töchter auf die vorgaben eines noch so strengen patriarchats gepfiffen haben und einfach dafür gesorgt haben, dass die töchter möglichst gut gerüstet fürs leben sind. ähnliches kennt man auch in bezug auf lesen- und schreibenlernen und schulbildung aus unserer geschichte, als solche fertigkeiten offiziell als schädlich für frauen galten. da gab es auch die liebenden väter, die der tochter nicht vorenthalten wollten, wovon sie mit der größten selbstverständlchkeit frauen im allgemeinen ausgeschlossen wissen wollten. dazu kommt, dass zu allen zeiten und orten frauen darauf angewiesen waren, sich selbst zu schützen, da die frauenbeschützung durch männer immer eine recht selektive angelegenheit war. bei uns war das messer die klassische frauenwaffe. wie das in china war, weiss ich nicht, aber die werden auch nicht auf den kopf gefallen sein, wenn es darum ging, alltägliche gegenstände und zielführende techniken miteinander zu verbinden, um sich notfalls verteidigen zu können. warum also nicht auch innere kampfkünste, die in der gegend vielfach gelehrt und geübt wurden, ausspionieren oder in einzelfällen gezeigt kriegen, anpassen und auch untereinander weitergeben. (ich hab keine ahnung, ob sowas stattgefunden hat, aber es wäre sehr logisch, wenn es das hätte). |
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#69
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Also, was nun? Kannst du mir nun sagen, welche Gegenden ich meiden muss (auch gerne per PN) oder war das ganze nur leeres Gerede Merci![]()
__________________ offen - frei fliessend - in sich ruhend |
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#70
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| Zitat:
.Und es ging eher um Feigheit, als um verlorenes Gesicht. Bei der Frau handelt es sich um Chen Ziaoniu, Tochter von Chen Shenru (11. Gen.), und wohl Urenkelin von Chen Wangting, aber nicht in der Linie Chen Changxing (14. Gen.) ->Chen Xiaowang (19.Gen.) Wahrscheinlich 18. Jahrhundert. Frei übersetzt aus dem Buch "Chen Style Taijiquan" von Davidine Siaw-Voon Sim & David Gaffney; Kapitel 7:"Chen Family Legends": Chenjiagou Taijiquan wird nicht an die weibliche Linie gelehrt (werden) Man erinnert sich an Chen Xunru, 11. Generation der Chen Familien Linie als denjenigen, der verfügte, dass die Familien Kunst nur an männliche nicht aber an weibliche Nachkommen weitergegeben wird. Weibliche Mitglieder der Chen Familie hatten sich bis zu dieser Zeit bei vielen Gelegenheiten im Kampf (Gefecht?) ausgezeichnet. Als die Zwillinge Chen Xunru und Chen Shenru die Einwohner von Beipingao (vor einer Bande) retteten, schlug sich ihre Schwester mit großem Mut und Können in erbitterten Kämpfen gegen die üblen Banditen und stand ihnen geschickt zur Seite. Ihr Vater Chen Soule hatte eine Schwester, Chen Souyu, eine Spitzenkönnerin der Kampfkunst, die einmal das Leben ihres Bruder rettete, als er sich in einer Auseinandersetzung mit einem Feind in Todesgefahr befand. Als Chen Xunru und Chen Shenru 18 Jahre alt waren, fand man für sie Ehefrauen aus guten Familien. Bald wurde Chen Xunru eine Tochter geboren und Chen Shenru zwei Söhne. Als Chen Xunrus Tochter Chen Ziaoniu ein Jahr alt war, wurde ihr Vater nach einer Trainingseinheit krank und starb sechs Monate später. Chen Shenru adoptierte die Tochter seines Zwillingsbruders und unterrichtete sie zusammen mit seinen eigenen beiden Söhnen. Ziaoniu brillierte im Familien-Kampfkunstsystem und übertraf dabei die jungen Männer der Familie in ihrem Können. Die Zeit verging und Chen Ziaoniu kam ins heiratfähige Alter, als sich ein Zwischenfall ereignete, der sich für viele Jahre auf die Frauen von Chenjiagou auswirken sollte. Indem sie den Heiratsantrag eines jungen Mannes ablehnte, erzürnte die Familie Chen unbeabsichtigt dessen wohlhabende Familie und setzte eine tragische Kette von Ereignissen in Gang. Die Ablehnung des jungen Mannes ging einher mit der Wahl eines rechtschaffenen (honest) jungen Mannes namens Zhao als Ehemann für Ziaoniu. Der Sohn der wohlhabenden Famlie, Zhang Wai, der über einige KK-Fähigkeiten verfügte, bedrohte und belästigte die Familie Zhao. Er beschädigte den Besitz und die Ernte und verletzte auch Mitglieder der Familie Zhao. Nachdem sie dieses Verhalten viele Monate durchgehalten hatte, war Ziaonius Geduld schließlich am Ende, als ihr Schwiegervater, der alte Herr Zhao, angegriffen wurde. Sie ignorierte das Versprechen, dass sie Chen Xunru gab: ihre KK-Fähigkeiten nicht ihrer neuen Familie zu zeigen. Sie wurde mit dem Raufbold und seinen Leibwächtern spielend fertig. Obgleich rechtschaffen, war Ziaonius Ehemann dennoch ein ängstlicher und feiger Mann. Anstatt seiner Frau Dankbarkeit zu zeigen, beschuldigte er sie, die Quelle der Probleme seiner Familie zu sein. Als der alte Herr Zhao schließlich an den Folgen seiner Verletzungen starb, versuchte sich der junge Zhao in einem Akt extremer Feigheit mit Zhang Wai zu einigen, indem er seine Frau verleumdete und zurück zu ihrer Familie schickte. Zu jener Zeit erachtete man das als die größte Schande und Schmach, die einer Frau zustoßen konnte. In ihrer Verzweiflung zerbrach Ziaoniu das Schwert, dass sie von ihrer Familie erhalten hatte und schwor, die Kampfkunst nie mehr auszuüben. Voller Gram erhängte sie sich schließlich und wurde mit ihrem zerbrochenen Schwert beerdigt. Chen Xunru gelobte, dass von diesem Tag an die weiblichen Mitglieder der Familie in Chenjiagou nicht mehr in Taijiquan unterrichtet würden. Geändert von bluemonkey (08-04-2008 um 20:52 Uhr). |
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#71
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| der hatte wohl eine recht eigenwillige art von logik. |
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#72
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| IMHO wäre es auch sinnvoller, zu geloben, die weiblichen Mitglieder der Familie nicht an feige Vollidioten zu verheiraten, aber ich kann mich in die Situation in den ländlichen Regionen von China vor über 200 Jahren nicht einfühlen (überleg mal, wie es zu dieser Zeit in Europa zuging).Geändert von bluemonkey (08-04-2008 um 20:40 Uhr). |
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#73
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![]() Zitat:
![]() Und unsicher? Ne, weiss Gott nicht. ![]() EDIT: Wie's der Zufall so will, klingelt just das Telefon. Chinese Connection sagt, das wär unterschiedlich, wo die rumgurken, weil die nicht immer am selben Ort sind. In der Nähe von Klöstern ind er Wildnis halt. Mehr konnte er dazu nicht sagen. Und er sagt, dass sich die Nonnen nicht so sehr von den Mönchen unterscheiden - ausser dass sie halt keinen Pullermann haben. Und die wären dort als "Monster verschrieen und sie haben riesige Fäuste". Das war's so circa. Geändert von YiShen (09-04-2008 um 02:19 Uhr). |
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#74
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| Die Tochter des berühmten Chen Honglie (18. Generation Chen-Familie) die Meisterin Chen Liqing hat es aufgrund ihrer KK-Fähigkeiten in ganz China zu großer Berühmtheit gebracht und wurde offziell in den Stammbaum der Meister aufgenommen. Chen Honglie hatte keinen Sohn und hat somit an seine Tochter sein Taijiquan komplett weitergegeben. Chen Liqing wiederum war die Lehrerin von Meister Chen Peishan und Meisterin Chen Peiju. Und mit der Meisterin Chen Peiju (20. Generation) wurde offiziell eine weitere Frau in die Rige der Meister aufgenommen. - Bis heute spielen Frauen im kleinen, alten Rahmen des Chen-Stils, also im Xiaojia, eine wichtige Rolle. Hier übrigens das Video, das den heute so renommierten Chen Xiaowang mit der damals schon in ganz China berühmten Chen Liqing in einem Film über die Geheimnisse des Taijiquan zeigt: YouTube - Opening credits for "Secrets of Taiji" with Chen Li-Qing |
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#75
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| da kriegt der begriff "taiji-oma" einen ganz anderen anstrich :-) |
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