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#91
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![]() Wenn man die Funktion erwirbt, sich mittels Training dem maximal-output bewusst etwas anzunähern - z.B. einen centre move mit Fajin auszuführen und das in einen Schlag oder Tritt umzuleiten - dann muss der Körper nur noch kurz davon "überzeugt" werden, diese Verknüpfung zu erstellen - das Tool dafür ist Sparring - dann braucht es gar nicht so viel, bei guten Grundlagen weniger, bei schlechten wesentlich mehr. Gruss, Thomas
__________________ Der Gott, der Eisen wachsen ließ / der wollte keine Knechte Drum gab er Säbel Schwert und Spieß / dem Mann in seine Rechte |
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#92
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Wenn ein Untrainierter in einer Extremsituation solche Kräfte aufbringt, ist er meist einfach nicht robust genug dafür. Die Muskeln / Sehnen reissen, es gibt Ausrissfrakturen etc. Jemand der täglich damit übt ist darauf physiologisch angepasster. UND dann wird auch wesentlich mehr freigeschaltet. UND man erwirbt (hoffentlich) die Fähigkeit, komplexere und feiner abgestufte Bewegungen damit auszuführen. Gruss, Thomas
__________________ Der Gott, der Eisen wachsen ließ / der wollte keine Knechte Drum gab er Säbel Schwert und Spieß / dem Mann in seine Rechte |
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#93
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will´s trotzdem ab und an noch mal wissen (bezogen auf meinen eigenen Körper und seine Fähigkeit, Kraft zu entwickeln) und haue dann mal ein Extra-Fajin Training rein. Sprich, intensivere Explosivbewegungen, in denen ich versuche so viel Power wie (willentlich) eben möglich rein zu legen. Und davon so viele, bis ich absolut keinen Bock mehr habe, weil ich nicht mehr kann. Ich gehe dann an mein persönliches Maximum.So auch am Samstag. Den Muskelkater spüre ich heute so so stark, das ist echt der Hammer. Tut alles weh. Von der Wade über die Oberschenkel bis in Rücken Schultern und Arme. Ein solches (für MEINE Verhältnisse) sehr anstrengendes Training kann ich aber eben nur höchstens ein mal im Monat machen, weil ich vermute/fühle, dass ich mir sonst nämlich mehr Schäden als Muskelkater zufüge. Will heißen, ich habe für mich festgestellt, dass mir solch ein heftiges Explosivtraining zwar viel bringt, denn die Tage nach Abklingen des Muskelkaters spüre ich mich wie auf einem etwas höheren Plateau, aber ich muss eben vorsichtig damit sein. Wie so oft: Die Dosis bestimmt das Gift Und wenn ich es übertreibe und die Bewegungen nicht sauber durchführe, merke ich danach wieder deutlich alte Verletzungen, wie z.B. die der Bandscheibe.Aber letztlich bin ich davon überzeugt, dass durch diese Art des Trainings einige meiner IMA-Skills, -auch für den Fall einer Auseinandersetzung- sehr gestärkt wurden/werden. Und früher (in den ersten Jahren des Übens) hätte ich diese explosiven Bewegungen gar nicht hinbekommen, nicht bewusst. Und wenn eben zufällig doch, hätte es vermutlich tatsächlich etwas im Körper "kaputt" gemacht. Zumindest hätte ich mir ernsthafte Zerrungen zugezogen. Von daher bin ich der Meinung, dass man den Körper langsam an ein solches Explosiv-Training ranführen muss, da ansonsten tatsächlich ernsthafte Verletzungen entstehen können. Und DAS ist mit ein Grund, weshalb es eben unter Umständen mehrere Jahre dauern kann, bis man entsprechende Skills entwickelt. Der Körper braucht einfach die Zeit, denke ich. So mal ganz laienhaft ausgedrückt. Grüße Pilger PS: Im normalen Sparring sollte das IMHO draußen bleiben. Ich habe zweimal unbewusst zu viel Gas gegeben. Einmal ein Handballenschlag auf die Brust eines Kickboxers im Sparring. Und der brach zusammen. Nicht, weil ich so ein Bär bin (bin nur 1,70 bei 70 Kilo) sondern weil da tatsächlich "mehr" drinnen war, als ich eigentlich in der Lage war reinzubringen. Ich habe beim Treffen richtig gemerkt, dass das "anders" war als sonst. Habe es nicht absichtlich gemacht, kam einfach raus. Und einmal beim Werfen. Da ging so viel Explosivkraft rein, dass ich Schiss hatte, dass mein Partner nicht mehr aufsteht. Das ist beides über zwei Jahre her. Seit dem fahre ich mich lieber bewusst zurück und ziehe gerne auch den Kürzeren beim Üben, als dass so etwas noch mal vorkommen dürfte. Und bewusst möchte ich das schon gar nicht mit Partner üben, weder als der, der es durchzieht noch als der der es abbekommt!!
__________________ Gleiches zieht Gleiches an Geändert von pilger (21-11-2011 um 20:50 Uhr). |
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#94
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| Thomas, beim Schwertsparring bin ich quasi bei Dir, aber "hands on" sowas im "Sparring" freilassen zu wollen ist fatal. Keiner weiss ob derjenige "die Bremse findet", oder was genau im Geist abläuft. Mein Vater, obwohl kein IMAler, hat sowas im Boxen und im Judo durchlaufen, und beide male mit Knochenbrüchen als Ergebnis. Der hatte intensive Gewalterfahrung als Kind und war als Jugendlicher Stahlarbeiter, der brach alles was er in die Finger bekam. Ein "IMAler" muss nicht Tante Käthe oder Heinz, der Buchhalter, sein, das kann auch mal ein Typ sein der Bauarbeiter, Handwerker oder Landwirt ist. Den möchtest Du nicht im "Sparring" auf Dich loslassen, beim Finden von Jin-Skills. Sparring ja, aber nicht als "Experimentierfeld" für Kraft, sondern für Taktik, Distanzempfinden, Antizipieren, allgemein sich in dem Kontext einfinden. Da muss schon ziemlich viel vorhanden sein an der Fähigkeit, nicht zu machen was nicht gut für den Partner ist. Wenn er einem ein Sparringsschwert zerbricht ist es nicht schlimm, wenn der am Arm zieht schon. Mir hat ein Landwirt fast die Daumen abgerissen, da war unheimlich Strom drin. Solche Leute muss man in Partnerübungen ganz langsam heranführen, mit Jin harmonisch zu arbeiten, auf Grapplingbasis. Wo die hinhauen wächst kein Gras mehr, da ist nichts mit "aba ohne Hauen und Treten is dat nich echt jenuch, wa". So jemanden möchte ich gerne mal mit dem einen oder anderen in den Ring lassen, und dann schauen wir mal wie das ist mit getreten werden wie vom Pferd.
__________________ "Man kann Leuten nicht verbieten, ein ***** zu sein." (Descartes) |
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#95
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| Das meine ich auch gar nicht, (das wäre dann auch kein Sparring mehr) aber wenn einem die Koordination in einer Sparringsumgebung flöten geht, dann sind die Muster einfach nicht differenziert genug, um mit grösserer Kraft betrieben werden zu können. IMHO muss das System die Dynamik lernen, quasi unterschiedliche "Abschusspunkte" kennen zu lernen. Wenn das bereits aktiviert ist, reicht ein bischen lockeres Spielen, Tui Shou, oder Soft Work aus. Gruss, Thomas
__________________ Der Gott, der Eisen wachsen ließ / der wollte keine Knechte Drum gab er Säbel Schwert und Spieß / dem Mann in seine Rechte |
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#96
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| !!! Ich muss noch mal korrigieren, wenn ich schreibe dass Wut oder Furcht das auslösen, bedeutet dass, es passiert in einer bestimmten Form unter diesen Gefühlen. Es bilden sich aber auch andere "Wege", auf denen das aktiviert oder zumindest grossenteils eingesetzt wird. Ich habe ja beim Handball später immer so geworfen, und da ist beim Pass über 40m oder Torwurf kein "Hass" im Spiel, sondern Freude am Tore werfen und werfen möchten. Das ist dann so gebunden wie jede andere Kraft, wenn man einen Nagel in die Wand haut. Wenn harte Gefühle im Spiel sind, kommen irgendwie noch Dinge ins Spiel, wo sich die Ziele verändern.
__________________ "Man kann Leuten nicht verbieten, ein ***** zu sein." (Descartes) |
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#97
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| Bloß keine IMA-Voll-Sparrings mit Verletzungen hoch 10. Wer echtes IMA und echtes Fajin kann, der sollte damit niemanden hauen, den er noch braucht!! Drills und Basics sind hier das Mittel. Um diese Sachen aber in der Realität umsetzen zu können, braucht man natürlich nicht unbedingt Sparring. Es erhöht die Chancen aber ungemein, sich und seine Stärken besser einsetzen zu können-besonders gegen trainierte Gegner. Also Sparring sind für IMA Skills völlig irrelevant. Die Skills der IMA werden meist mit anderen Übungen generiert. Nur wenn man seine IMA Skills im einer SV Situation einsetzen können will, ist Sparring einer grundlegend wichtige Methode. Geändert von dalong (22-11-2011 um 16:36 Uhr). |
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#98
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| Verständisfrage: Ich habe von den IMAs keine Ahnung, stände man in einem Kampf komplett unter Strom, oder würde man weich abwehren um dann mit Karamba Karacho in die Lücken zu pflügen (oder halt anderweitig Druck zu machen)? |
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#99
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| Ist unterschiedlich. Es gibt welche die stehen unter Strom, marschieren und hauen weg (Xingyi bei den meisten), welche die ein bischen was im Ärmel behalten und dann mit Strom kloppen, und solche wie Taijiquan die erstmal wirklich nur neutralisieren, wie Rauch sind, und dann wenn der Gegner geeignet positioniert ist eventuell noch mal reinhauen. Dauerstrom auf dem Niveau von Fajin ist aber nicht möglich, sonst müsste man mit einem Kran gehoben werden, ausserdem wäre der Strom dann auch ziemlich schnell alle. Das muss man sich wie einen richtigen Nachbrenner vorstellen, der hält nur ein paar Sekunden und ist dann aus. Wenn der nur minimal mitläuft, hält er ziemlich lange, und hat dann für kurze Boosts enormen Schub. Davon kann man aber nur wenige unterbringen, wie lange es dauert bis der sich erholt, keine Ahnung. Wenn man das völlig überreizt, gibt das üble Zustände bei denen wichtige chemische Ressourcen wie Botenstoffe oder so komplett aufgeraucht sind, das fühlt sich ziemlich schlimm an, und könnte wenn ich mir das ausmale auch tödlich enden. Ich hatte kalten Schweiss, Zittern und Erbrechen, und habe keine Luft bekommen als würde ich nicht atmen, als ich das übertrieben habe. Da reden wir aber von Stunden, mit hoher körperlicher Leistung. Wenn das völlig unproblematisch wäre, würde der Körper immer in diesem Modus laufen. Tut er aber nicht. Also hat irgendwas entwicklungsbiologisch dafür gesorgt, dass man damit sparsam umgeht, vermutlich in genau zwei Fällen - Kämpfe oder Flucht vor Raubtieren und mit Beute. Offenbar gibt es eben Methoden mit denen man das etwas wieder zurückbringen kann, stimulieren, und lernen da mehr Nutzen zu ziehen, als "normal". Es hat aber alles Grenzen. Ich denke nur Verrückte und Leute in absoluter Todesgefahr reizen das völlig aus bei denen jede Sicherung wegfällt, ohne Rücksicht auf körperliche Schäden. Ob man nun an der Primärgefahr oder an Folgeschäden stirbt ist ja auch egal, da probiert man es lieber ob man die Folgeschäden überlebt wenn man sonst sowieso überfahren, in die Luft gesprengt, erschossen oder verbrannt wird. Meiner Meinung nach ist das ein Sammelsurium, aus diversen verschiedenen Komponenten die auch einzeln wirksam sind, und sich ergänzen. Ein Teil davon sorgt offenbar dafür dass die Muskeln weicher werden, und weniger Energie brauchen. Am Anfang hatte ich z.B. kaum Nachbrenner, sondern nur mehr Wärme, habe mich leichter gefühlt, und hatte grössere Ausdauer. Vorher war ich schneller kaputt beim Squash, danach waren die Beine irgendwie leicht und alles ging wie von alleine. Da hatte ich aber auch noch keine Kraftspitzen. Die kamen später, und das auch nur zufällig, nebenbei, bis sich das über mehr als ein halbes Jahr langsam in die normalen Bewegungen eingebaut hat. Und zwar ohne Sparring. Ohne Sport wäre das aber vermutlich nur mit Sparring passiert, aber das bitte piano, spielerisch, mit mittlerem Kontakt. Mal ein kleiner Tipp - mir hat das Angst gemacht, und daran arbeite ich noch.
__________________ "Man kann Leuten nicht verbieten, ein ***** zu sein." (Descartes) Geändert von Klaus (22-11-2011 um 22:41 Uhr). |
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