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#1
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| Hallo Kampfkünstler, ich bin neu in diesem Forum und trainiere seit etwa 1,5 Jahren Tai Chi Chuan. Während dieser Zeit hatte ich kurzzeitig eine Schule bsucht, an der die Langform ("nach Dr. Stephan Langhoff" - siehe www.tai-chi-zentrum.de) unterrichtet wird. Doch in dieser Schule hatte ich kaum einen Lernerfolg, weil die Lehrerin scheinbar keine schrittweisen Zielvorstellungen mit ihrem Unterricht verbindet, sondern davon ausgeht, dass alleine das Üben der Form schon zu positiven gesundheitsfördernden Effekten führt. Jetzt trainiere ich einmal wöchentlich an einer Schule, an der die Kurzform nach Zheng Manqing gelehrt wird. Als Anfänger lerne ich schrittweise den ersten Teil der Form (genannt: "die Anfängerform"). Anschließend werde ich mit Partnern die Form in der Anwendung üben. Dadurch lerne ich, die Bedeutung der Bewegungen zu verstehen und kann dadurch Fehler in meinem Bewegungsablauf entdecken - weil die Wirksamkeit für die Anwendung fehlt. Ich möchte mich hier gerne darüber austauschen, welche Zielstellungen wir mit dem Tai-Chi-Chuan-Training verbinden und wie die verschiedenen Wege aussehen, die uns dahin führen sollen. ![]() Liebe Grüße, Ahasver |
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#2
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| hallo ahasver, mein ziel ist es durch tägliches üben zu verstehen, wobei ich täglich den eindruck habe, dass, was ich verstehen möchte mehr ist, als ich gedacht habe ![]() was ist denn deine zielsetzung ? grüße, cherubin
__________________ "Umgekehrt gilt (auch): Ihre Körperhaltung beeinflusst das Denken." Eric Franklin |
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#3
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| Hi Cherubin! Zitat:
Zitat:
Meine besondere Aufmerksamkeit gilt der Stärkung meines körperlichen sowie meines inneren Gleichgewichts. Ich kämpfe seit Jahren mit Verspannungn im Bereich vom Rücken bis zum Gesicht. Durch das Üben des Tai Chi Chuan möchte ich Festigkeit und Halt in meine Beine bekommen und gleichzeitig die Flexibilität des Körpers und des Geistes entwickeln. Vor ein paar Jahren bat mich eine Musikschülerin, etwas in ihr Poesiealbum einzutragen. Eine der Fragen war: "Was willst Du einmal werden?" Meine Antwort war: "weise"! Das ist mein Fernziel und diesem Zweck soll auch das Training dienen. Ciao, Ahasver Geändert von Ahasver (23-09-2005 um 16:49 Uhr). |
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#4
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| Hallo! Mache seit 6 Jahren TaiChi und ich bin der Meinung, dass man TaiChi IMMER, auch noch nach Jahren des regelmäßigen Trainings lernen muss. Es ergeben sich beim Üben auch noch nach Jahren neue Aspekte und mir wurde erst in letzter Zeit so richig klar, dass man TaiChi leben muss. Das ist eine Lebenseinstellung und darum wird man auch sein Leben lang daran arbeiten müssen. Aber es macht einfach ungeheuren Spass und man steht immer wieder vor neuen, nicht nur körperlichen, sondern geistigen Herausforderungen! In diesem Sinne Mary ![]() |
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#5
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| Hi Ahasver, @Meine besondere Aufmerksamkeit gilt der Stärkung meines körperlichen sowie meines inneren Gleichgewichts. Ich kämpfe seit Jahren mit Verspannungn im Bereich vom Rücken bis zum Gesicht. Durch das Üben des Tai Chi Chuan möchte ich Festigkeit und Halt in meine Beine bekommen und gleichzeitig die Flexibilität des Körpers und des Geistes entwickeln. ------------------ vielleicht kämpfst du zu viel?! ![]()
__________________ Liebe Grüße Dao |
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#6
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| Zitat:
Du hast mich durchschaut! Ich kämpfe mit Sicherheit zu viel: mit eigenen und fremden Gedanken, mit eigenen und fremden Ansprüchen. Doch bei allem Kampf ist meine Prämisse, ich selbst zu bleiben. Durch das Tai-Chi-Chuan-Training lerne ich, gleichzeitig mein Selbstbewusstsein zu stärken und Gebundenheiten loszulassen. Das ist doch toll! Gruß, Ahasver |
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#7
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| Zitat:
wenn Du schon seit 6 Jahren Tai Chi übst, hast Du bestimmt schon ne Menge Erfahrungen mit den Wirkungen dieses Trainings gesammelt. Wo liegen Deine Erfolge und woran hast Du zu knappern? Ich spüre in letzter Zeit verstärkt, wenn ich beim Training das Gewicht von einem Bein auf das andere verlagere, ob das belastete Bein wirklich voll und das unbelastete Bein leer ist. Im Vergleich der Kurzform nach Zheng Manqing mit der Langform ist mir aufgefallen, dass die Wendungen in der Langform deutlich kleiner sind, wodurch ich die Hüfte weniger zu öffnen brauche. In der Kurzform, die ich trainiere, habe ich dann oft Schwierigkeiten, während der 90-Grad-Wendung das Gleichgewicht zu halten. Dies muss ich verstärkt trainieren, um mein Becken zu öffnen und die Muskulatur meiner Beine zu stärken! Zitat:
Gruß, Ahasver |
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#8
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| Hallo Ahasver! Nun ja, wenn du seit einiger Zeit die Gewichtung in deinem Körper bzw. deinen Beinen deutlich spürst und unterscheiden kannst, dann ist das schon ein ganz gewaltiger Fortschritt. Denn es geht ja beim TaiChi auch sehr viel darum zu spüren, was dein Körper gerade macht, wie es ihm gerade geht und gerade der Unterschied zwischen "leerem" und "belastetem" Bein ist enorm wichtig im TaiChi. Ich hatte zu Beginn des TaiChi ziemliche Probleme mit meinem operiertem Knie, obwohl die Operation zum damiligen Zeitpunkt schon 12 Jahre aus war, war es mir in dieser gesamten Zeit nicht möglich, mein Knie stärker zu belasten. Dementsprechend waren am Anfang auch meine Bedenken ziemlich gross, ob ich denn TaiChi überhaupt machen kann, denn durch die meist gebeugten Beine, kommt da schon eine grosse Belastung auf die Knie. Am Anfang war es dann auch nicht so leicht, aber mittlerweile sind meine Knieschmerzen fast verschwunden. Sie kommen nur mehr, wenn ich über einen längeren Zeitraum bergab gehe. TaiChi hat hier auf optimale Art und Weise zu einer Stärkung und Kräftigung der problematischen Bereiche geführt. Ich habe auch schon seit Jahren mit schmerzhaften Verspannungen im Schulter- und Nackenbereich zu kämpfen. Nun, sind haben sich doch gebessert, aber hier spielt wahrscheinlich auch das Loslassen eine grosse Rolle. Das Problem bei der Öffnung der Hüfte, hatte ich anfangs auch. Mir hat sehr viel der "Bogenschritt" geholfen, den ich immer vor der Form trainiert habe, denn er bereitet einen gut auf die Öffnung der Hüfte vor. Also, den sollte man üben, üben, üben... Bei mir war das auch so mit dem kämpfen, diese inneren Kämpfe, die kenne ich nur allzugut. Und genau auch hier wirkt das TaiChi, wie ich finde sehr gut. Das Jinjang-Prinzip ist ja auch eines der Hauptprinzipien im TaiChi. Mittlerweile hat das Jinjang auch sehr in meinem Alltagsleben Einzug gehalten. Diese Dualität, diese 2 Seiten, die du überall im Leben hast, genau darum geht es. Zu akzeptieren, dass gut und böse, Licht und Schatten sich immer ergänzen. Und durch TaiChi habe ich auch diese Bodenhaftung, anfangs ja wirklich körperlich durch die Form und mittlerweile auch geistig bekommen. Zu wissen wo man steht im Leben und vorallem auch wie man steht. Das ist etwas was ich im Geiste für mich persönlich immer wieder überprüfe. Meine Gelassenheit hat sich auch gebessert, obwohl es hin und wieder Momente gibt, wo ich fast ausraste, aber es ist seltener geworden. Und ich hoffe, dass sich vielleicht nach einigen Jahren auch diese positive, innere Grundstimmung einstellt, dieses Vertrauen, dass alles was passiert so passiert wie es eben sein soll. Ja, daran arbeite ich derzeit, mir wieder in kleinen Schritten dieses Urvertrauen aufzubauen..... Habe also noch eine Menge vor, freue mich aber darauf. Im Endeffekt kann ich sagen, dass TaiChi für mich eine Lebenseinstellung, eigentlich ein Lebensweg ist. Würde mich freuen, wieder von dir zu hören Mary Mein Lebensmotto "Der Weg ist das Ziel" |
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#9
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| Hallo Mary! Zitat:
Zitat:
Zitat:
Klar, den Bogenschritt und andere Schritte (90°- und 180°-Wendung: vorwärts und rückwärts; Bogenschritt: vorwärts und rückwärts - auch mit Fußtritt kombiniert) übe ich viel. Und wenn ich eine Zeitlang die Schritte geübt habe, dann habe ich beim anschließenden Laufen der Anfängerform das Gefühl, dass mein Stand und meine Bewegungen sicherer sind, als wenn ich gleich die Anfängerform laufe.Zitat:
Zitat:
Liebe Grüße, Ahasver, der sehr lange gebraucht hat, um sich zu seiner Antwort aufzuraffen ![]() Geändert von Ahasver (09-10-2005 um 19:25 Uhr). |
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#10
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| Ahasver schrieb : Ich möchte mich hier gerne darüber austauschen, welche Zielstellungen wir mit dem Tai-Chi-Chuan-Training verbinden und wie die verschiedenen Wege aussehen, die uns dahin führen sollen. ![]() Hallo Ahasver, ich betreibe seit ca. 1,5 Jahren TCC / Yang Stil. Mein Weg zum TCC führte über verschiedene diverse andere KK. Deine Frage nach der Zielstellung ist sehr interessant. Als ich anfing mich mit dem TCC zu beschäftigen, ging es mir hauptsächlich um den kämpferischen Aspekt. Im laufe der Monate hat sich meine Einstellung allerdings dahingehend unbewußt verändert. Heute bin ich an einem Punkt angekommen wo ich anfange das TCC zu leben. D.h. ich versuche es in meinem täglichen Lebensablauf einzubauen. Mein Ziel ist es " mit mir eins zu werden". Mein Leben bewußter gestalten und alles was um mich herum ist mit anderen Augen als bisher zu sehen. Ich habe für mich eine wunderbare Konstelation getroffen, die in keinem Widerspruch steht. Ich bin überzeugter Christ und strebe eine Symbiose mit dem TCC an. Auf den ersten Blick evtl. etwas verwirrend aber durchaus praktikabel. Auf eine bewußte Hinterfragung bei evtl. aufkommenden Diskrepanzen versuche ich zu vermeiden. Mein Gefühl sagt mir daß sich im laufe der Zeit das eine oder andere automatisch klären wird. Nun auch nach 1,5 Jahren bin ich mir sicher daß es noch die ersten Schritte eines Anfängers sind, aber die bis dato erzielten Erfolge sprechen für sich. Gruß Schneereiter |
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#11
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| Sorry, hat mächtig lang gedauert, bis ich zum Antworten gekommen bin. Nun ja, die Zweifel, das ist auch bei mir eine endlose Geschichte. Hatte mal nach ca. 4 Jahren einen totalen Durchhänger und war nur voll von Zweifel. Ich bin nicht der Typ, der nach Perfektion strebt, aber ich war mir zu diesem Zeitpunkt absolut nicht sicher, ob all das was hinter den Bewegungsabläufen des TaiChi steht, für mich auch wirklich im täglichen Leben umsetzbar ist. Mittlerweile hat sich mein Selbstbewußtsein sehr gebessert, ich habe auch keine Probleme mehr TaiChi "öffentlich" im Garten zu machen und es hat mir noch nie so viel Spaß gemacht, wie bisher. Schön langsam stellt sich bei mir ein gewisser Suchtfaktor ein. Ich VERSUCHE gelassener zu sein. Das ist nicht immer einfach, aber man darf die Übung darin nicht aufgeben. Bei mir ist nur die Gefahr, dass ich vom Typ her eher zur Jin-Energie tendiere und hier muß ich sehr aufpassen, dass sich diese nicht zu sehr verstärkt. Es gib auch etwas zuviel Gelassenheit Und wenn es mir möglich ist, versuche ich bewußt Situationen und auch Menschen zu (ver)meiden, wenn ich merke, das bringt mich zu sehr aus dem Gleichgewicht. Ist natürlich nicht immer möglich und sinnvoll, kann aber gerade zu Beginn sehr hilfreich sein. Das beste Betätigungsfeld für die Gelassenheit sind immer noch die Familie und die Freunde. Denn hier sind Kränkungen, Ungerechtigkeiten usw. immer noch verletztender, als von "Fremden". Ja, am meisten kann man bei den eigenen Kindern üben und dort auch am meisten scheitern Die Gelassenheit verstärkt sich sicherlich mit der Verinnerlichung des TaiChi und wie schon user "schneereiter" schrieb, wenn man mit sich eins wird. Anders als user "schneereiter" bin vor vielen Jahren, noch vor Beginn des TaiChi zum Buddhismus konvertiert. Die Werte und Anschauungen des Buddhismus finden sich ja größtenteils im TaiChi wieder. Darum bin ich auch von der religiösen Seite her zum TaiChi gekommen, weil ich einen Sport gesucht habe, der eben Körper, Geist und Seele verbindet. In diesem Sinne habe ich auch nichts aufgegeben, sondern nur dazugewonnen. Mary Der Weg ist das Ziel |
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#12
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| Hallo Mary! ![]() Zitat:
Freue mich darum um so mehr, wenn ich die Nachricht erhalte, dass mir jemand im Kampfkunstboard geantwortet hat.Zitat:
Schließlich gehen wir doch mit dem Tai Chi Chuan einen Weg, dessen Verlauf wir nicht vorwegnehmen können!Zitat:
Zitat:
Naja, die meisten sind wohl eher verwundert und gucken nur irritiert. Besonders schön finde ich es, wenn ich mal ein Lächeln geschenkt bekomme. Das ist in der Öffentlichkeit schon fast einer Auszeichnung gleichzusetzen!![]() Es gehört ne Menge Erfahrung dazu, in solchen Situationen die eigene Mitte zu wahren. Ich habe schon beim Training im Dojo Probleme, wenn ich einen anderen Schüler neben mir sehe, dessen Bewegungen mir staksig erscheinen oder der mich mit seinem Geschick beeindruckt. Dann verliere ich meine Konzentration und muss diese erst wiederfinden. Zitat:
Zitat:
Und das Scheitern geht ganz ganz schnell. Zitat:
Mir ist keine(r) bekannt. Du bist die erste! Liebe Grüße, Jörg "Ahasver" |
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#13
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| hi ahasver, finde eure berichte sehr interessant...bei mir ist es ähnlich, tai chi und vielmehr die gesamte kampfkunst und die dahintersteckende philosophie haben mein leben positiv beeinflusst...man lässt sich nicht so enfach stressen und nimmt die alltäglichen sachen viel leichter und man lebt bewusster, das jetzt hat vielmehr an bedeutung gewonnen, und man hat sich in gewisser weise selbst 'getötet' und kann dadurch anders mit konfliktsituationen umgehen...mal eher nachgeben anstatt auf seiner meinung zu beharren....usw. interessant finde ich aber auch das du von langhoff zu einem anderen 'stil' gewechselt bist, ich habe auch bei langhoff gelernt und dein bericht bestätigt meine meinung zu seiner art von ausbildung. ich hatte aber das glück schon erfahrungen in anderen kampfkünsten zu sammeln und hatte daher einen anderen bezug und andere grundvoraussetzungen...ich übe/unterrichte aber immer noch die langform, nur etwas verändert und anwendungsbezogen. gruß mo |
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#14
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| Moin Mr. Mo! ![]() Zitat:
![]() Zitat:
Zitat:
Wie kannst Du denn die Anwendungen aus der Form ableiten, wenn Du es nicht von Deinem Lehrer vermittelt bekommst?! Nur er sollte Dir sagen können, warum er eine Bewegung genau so und nicht anders macht. Eine Zielstellung, die im Tai Chi Chuan auch mit dem Üben der Anwendung zusammenhängt, ist das Training des Chi-Flusses. Denn eine korrekt ausgeführte Bewegung ist de Bedingung dafür, dass das Chi fließen kann. Zuerst muss ich mir bewusst werden, was mein Körper tun soll, dann erst kann ich dies üben! Die Ebene der Bewusstwerdung fehlte aber beim Training nach Dr. Stephan Langhoff vollständig. Wir Schüler haben die Bewegungen der Lehrerin mehr schlecht als recht nachgeäfft. ![]() Ich hatte übrigens die Langform nicht als erste gelernt, sondern vorher bereits 5 oder 6 Monate die Anfängerform nach Zheng Manqing trainiert. Dann bin ich umgezogen und suchte mir eine Schule, wo ich weiter den Yang-Stil lernen könnte, hatte damit oben beschriebene "Erfolge" und bin jetzt auf dem Weg zurück zur Quelle meines Bächleins. Liebe Grüße, Ahasver |
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#15
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| Um deine Fragen mal der Reihe nach zu beantworten: Was genau der Auslöser für meine Zweifel und Verunsicherung war, kann ich nicht so genau sagen. Irgendwie hatte ich das Gefühl auf der Stelle zu treten, sowohl äußerlich in der Form, als auch innerlich. Wobei ich heute sehe, dass es wohl eher mit inneren Zweifeln zu tun hatte. In letzter Zeit hat sich aber mein Selbstbewußtsein so stark gesteigert, dass ich voll und ganz hinter TaiChi stehe. Denn es wird bei uns ja immer noch irgendwie als "Alte-Leute-Turnen" betrachtet, natürlich nur von den Leuten, die keine, aber wirklich überhaupt keine Ahnung haben. Heute stehe ich über solche Bemerkungen und ich weiß welche Leistungen man im TaiChi vollbringen muß und weiß auch welche Früchte man für diese harte Arbeit ernten kann. Mittlerweile spornt mich Kritik eher an, noch mehr zu tun Habe ja Anfang Oktober mit der Schwertform angefangen und da unsere Wohnung nun mal über keinen Turnraum verfügt, muss ich mit dem Schwert wohl oder übel in den Garten raus. Habe mittlerweile damit überhaupt kein Problem damit, nein, es macht einfach nur Spaß (Bis irgendein Nachbar mal die Polizei holen wird )!Spott resultiert ja immer aus Unverständnis und ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Reaktion der Leute, die einen ansprechen durchwegs positiv ist. Es sind doch eher die Leute, die nichts sagen und einfach stumm weitergehen, die einen dann für verrückt halten. Aber das ist wirklich deren Problem. Es wäre natürlich schön, wenn man die Verletzungen und Kränkungen an sich vermeiden könnte. Das geht leider nicht, aber man lernt anders damit umzugehen. Konvertiert bin ich damals vom Katholizismus zum Buddhismus. War für mich eine komplett natürliche Entwicklung. Ich hatte mit den Anschauungen des Katholizismus bzw. des Christentums schon immer meine Probleme und bin erst sehr viel später draufgekommen, dass meine Sicht der Dinge doch sehr dem Buddhismus ähnelt. Muss aber jetzt zugeben, dass ich mit meiner buddhistischen Praxis manchmal sehr sparsam bin. Aber das liegt vorallem auch am familiären Umfeld, dass jegliche religiöse Betätigung, und sei es "nur" das Meditieren komplett ablehnt!!! Muß auch hier lernen Selbstbewußtsein zu finden und mich nicht immer zu verstecken. Ansonsten ist die Lebensführung ja gar nicht so unterschiedlich zur christlichen Lebensführung. Darum lautet ja auch mein Motto: Der Weg ist das Ziel. Könnte hier noch lange schreiben, aber ich weiß nicht, ob dieses Thema hier hergehört. Aber der religiöse Aspekt des Buddhismus kommt sehr dem TaiChi zugute. Insofern sind gewisse Dinge für mich schon leichter (leichter verständlich). Gelassenheit, Vertrauen, Ruhe, eine ausgewogene Sicht der Dinge, das Wechselspiel zwischen Jin und Jang,.... alles kommt auch im Buddhismus vor. Dein letzter Satz hat mich ganz schön zum Lachen gebracht: Buddhisten sind in Deutschland wohl noch mehr eine Randgruppe als Kampfkünstler oder Gesundheitsfanatiker mit einem Hang zu fernöstlichen Praktiken. In diesem Fall muß ich wohl der Super-Gau sein!!! Hat vielleicht ja mit einem meiner Vorleben zu tun Ich glaube aber bei euch in Deutschland gibt es ja schon mehr solche "Freaks", aber bei uns in Österreich bin ich wahrscheinlich wirklich eine Randerscheinung, aber wir werden immer mehr Wie oft trainierst du denn??? Schreibe doch mal ein bisschen mehr von dir. Liebe Grüße Mary |
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