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Taijiquan, Qigong-Neigong Tuishou, Baguazhang, Xingyiquan Alles zum Thema "Neijia" sowie gesundheitsorientierte Bewegungskünste



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  #16  
Alt 24-06-2016, 18:28
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__________________
Man kann Energie investieren, darum zu kämpfen, dass alles so bleibt wie es ist oder um sich Neuem zuzuwenden. Ich jedenfalls werde keine Energie investieren, um dem Pferd von Buddha zu erzählen.

Geändert von Nagare (25-07-2016 um 16:45 Uhr).
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  #17  
Alt 24-06-2016, 18:45
WulongCha
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Hey Leute, der A. Kaliscz hat auf RSF einen weiteren ausführlichen Text von Zhao Daoxin veröffentlicht. Vielleicht ist es für den ein oder anderen von Interesse:

the rum soaked fist: internal martial arts forum ? View topic - Interview with Zhao Daoxin!
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  #18  
Alt 24-06-2016, 20:27
Benutzerbild von beniwitt
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Zitat:
Zitat von WulongCha Beitrag anzeigen
@Nagare: hier noch etwas zu den Yiquan Waffen:
International Yiquan Academy - Articles: Yiquan and weapons
Ich möchte eigentlich keine Haarspalterei machen, aber von Yiquan Waffen an sich kann man eigentlich nicht sprechen. Sondern wie Zhao sagte gab es eben die klassischen Waffen und ob man sich mit der einen oder anderen vertraut machen wollte war etwas persönliches und nicht speziell Teil des Yiwuan Trainings.

In der Linie von Cui Ruibin (Yao) wird der Stock immer so ein wenig wie als geheimes Indoor Training behandelt, das man nach Zeit als Schüler beigebracht bekommt. Zumindest aus der Linie wie ich es kennengelernt habe wird der Stock auch einfach nur wie jede andere Waffe gesehen und kein besonderer Trainingseffekt beigemessen (was nicht heißt dass man vom spielen mit dem Stock auch einiges lernen kann, nur wird dem keine so große Rolle beigemessen).

Säbel und Speer (dao-qiang) steht im chinesischen Sprachgebrauch meistens übergreifend für alle Waffen.
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  #19  
Alt 24-06-2016, 21:04
WulongCha
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Servus Beni,
Es gibt keine Yiquan Waffen und ich denke, dass ist jedem hier klar. Aber die Nutzung von schweren und schwingenden Gewichten (hier ein langes Stück Holz) wird seit langer Zeit in vielen TCMA genutzt um, um den Körper zu stärken. Ich habe damit sehr gute Erfahrungen gemacht und ob Wang, Zhao oder wer auch immer das auch so gesehen hat: mir Wurscht!!! Man muss sicher nicht alles (aber leider vieles) in Frage steilen...und am meisten, die sonderbaren Wege des Yiquan seit 1963 & über Cui Laoshi und die Yao Familie brauchen wir sicher nicht öffentlich diskutieren...
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  #20  
Alt 27-06-2016, 08:30
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Vielen Dank für die Beiträge und die Übersetzungsarbeit.

Ich selbst nutze den Stock, um die Kraft/Kräfte kennenzulernen. Die elastische und explodierende Kraft. Man spürt sehr gut, wie sie am Körper zurückkommt. Ob der Körper ausgerichtet ist und damit zurechtkommt. Der Stock ist ein sehr gutes Trainingsgerät.
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  #21  
Alt 27-06-2016, 09:20
Benutzerbild von andysun
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Gedicht von Wang Xiang Zhai | Yiquan Erfurt | Germany

In einem Gedicht umschreibt der Yiquan Begründer Wang Xiang Zhai die theoretischen Ursprünge des Yiquan in Bildern.

Handlung gehorcht dem Geist.
Leere bringt den geistigen Bewegungen Frieden.
Der Faustkampf kennt in seinem Ursprung keine Technik.
Wenn Handlung einer Technik folgt, bleibt sie leer.
Eine Geschicklichkeit ist unhaltbar;
Die Abwesenheit von Technik beinhaltet sie alle.
Lasst die Kraft kommen und natürlich gebraucht werden, sie klärt den Geist eines Menschen.
Atme ein und aus, während du dein Herz gebrauchst,
Erlerne und verstehe sein Wirken.
Sei ihm nicht besonders nah oder besonders fern,
Vielmehr halte den Schlüssel, und sei der Angelpunkt.
Obwohl diese Handlung ohne Form ist, kann sie sich von Zeit zu Zeit verändern und offenbaren, was du fühlst.
Richte dein Augenlicht nach innen und lausche in deinen Körper hinein.
Trainiere deine Nerven, daß sie in jeglicher Hinsicht feinfühlig werden.


Quelle: Buch Zitat Seite 24: Y.P. Dong – I Chuan – Meditation in Bewegung
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  #22  
Alt 27-06-2016, 16:48
WulongCha
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Dong & I-Chuan. Ich hätte das Gedicht lieber von einem Sinologen übersetzt und dann am besten noch von einem, der das Thema auch praktiziert! Und kann man dann auch sicher gehen, ob das wirklich von Wang ist, wenn keine weiteren Angaben gemacht wurden? Wie beniwitt hier schon mehrfach betonte, sind auch die meisten von Wang's Texten nicht von ihm, sondern eigene Interpretationen von Schülern!
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  #23  
Alt 01-07-2016, 09:56
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Nun ja, „Meditation in Bewegung“ sagt ja schon alles…

Die Ursprünge des Yiquan liegen in

Zitat:
If we are talking about origins of this way of martial art, at beginning people observed birds
and beasts fighting, borrowing from them what decided about their success, following form of
their movements and mastering the principles behind it. It was gradually modified and
developed. Principles of mind work, of using imagination were added. This is how this art
started.
aus: „Central pivot of the way of the fist“, Übersetzung: ANDRZEJ KALISZ


Wenn man schon an den grundlegenden Prinzipien ansetzt, dann sollte man auch die von WXZ genannten nehmen:

Zitat:
When you start learning martial art, you should respect your teacher,
Value friendship and justice,
Moral values of a warrior should be especially stressed.
In movement you should be like a dragon or a tiger,
In non movement you should be like a Buddha.
State of mind should be
As if you received a respected guest.
When you keep such a state, spirit is not scattered,
You are careful as if standing above abyss,
Your mind has no limits,
Spirit is permeating whole body.
You are sincerely seeking the truth in the emptiness,
Without losing harmony,
Force is like a thunder,
What you are learning is gradually becoming deeper and deeper every day.
Voice is coming out from the deepness,
It is like a dragon.s roar.
Respect, carefulness, attention, sincerity, harmony.
Five characters formula was explained this way.
aus: ebenda

Wenn man das und die Forderungen nach „interrelation with the surroundings“, „stretching tendons, shrinking bones“ und „developing roundness of feeling and square force at the same time, when form is curved but force straight, when there is no fixed division between empty and full” (ebenda) nimmt, dann hat man alles was man braucht.

Es geht um die Entwicklung von Körper und “Geist” es geht aber auch ums Kämpfen. Alles muss eine reale Anwendung haben, z.B. hier:



u.a. Brechen des Genicks, Zerschmettern des Hinterkopfes oder (mit Waffen) Köpfen, bzw. Kehle aufschneiden. Im Pushen natürlich noch einige andere Dinge, aber pushen ist ja auch nur eine Trainingsform für bestimmte Attribute/Prinzipien. Nur weil etwas verträumt aussieht ist es das in Anwendung noch lange nicht...

Grüße

Kanken

Geändert von kanken (01-07-2016 um 10:23 Uhr).
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  #24  
Alt 01-07-2016, 16:35
WulongCha
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Hi Kanken,
gehst du hier nicht evtl. von einer Anwendung aus dem Zhang BGZ aus. Denn die Gleiche Haltung, wie auf dem Foto hast du ja in deinem Bamuzhang! Und da stimmt dann auch die Anwendung. Wenn man die wenigen Texte von Wang betrachtet und wie er unterrichtet hat, ging es dort sicher nicht um Anwendungen von einzelnen Positionen und/oder Sequenzen! Das dürfte, dann wohl eher Zhao sein Ding gewesen, sprich die Sequenzen des u.a. BGZ und sein XHZ als Anwendungen zu lehren. Ist ja auch gerade für Anfänger sinnvoll, aber YQ folgt da anderen Gesetzmäßigkeiten!
Grüße,
WolongCha
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  #25  
Alt 01-07-2016, 16:41
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Irgendwoher muss das Yiquan ja seine Haltungen haben...

Grüße

Kanken
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  #26  
Alt 01-07-2016, 17:10
WulongCha
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Das Wang viele äußere "Haltungen" aus dem BGZ (yep, nix Xingyi) genommen hat, um seine eigenen Ideen an den Schüler zu transportieren, steht für mich außer Frage! Aber diese "Haltungen", sprich Zhanzhuang, sind nicht auf "Anwendungen" ausgerichtet, sondern auf Qualitäten. Wenn Paul dies anders lehrt, ist es völlig O.K., aber es ist dann nicht mehr die Lehre von Wang, sondern von Zhao. Dies meine ich nicht bewertend, aber du siehst ja auch an der Entwicklung von Zhao, wie weit es sich mit seinem XHZ von Wang's Lehre entfernt hat!
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  #27  
Alt 01-07-2016, 17:27
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Ich denke das führt jetzt arg stark in die Geschichte des Yiquan.
Die Bewegungen in den Haltungen sind die gleichen wie im Bagua. Aus dem Spiel mit den Kräften entstehen die gleichen Dinge und auch die gleichen Anwendungen.
Wang hat diese Dinge nicht erfunden, er hat sie nur so zusammengestellt. ZZ ist nichts was nicht schon vor Wang da war, das Spiel mit den Kräften ist nichts was nicht schon vor ihm da war und auch die Anwendungen sind nichts was nicht schon vorher da war (und damit meine ich auch vor dem Bagua von Dong).
Bagua, XingYi, Yiquan sind nur unterschiedliche Methoden das Gleiche zu lernen...

Sicher geht es nicht primär um die Anwendungen, sie sind ein Tool, ein Labor. Im realen Kampf sind sie dennoch wichtig und sicher hatte Wang auch noch eigene Ideen eingebracht.

Grüße

Kanken

Geändert von kanken (01-07-2016 um 18:04 Uhr).
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  #28  
Alt 01-07-2016, 18:30
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Wenn du die Texte Wang's so interpretierst, dann ist das mMn sehr limitiert. Yiquan nutzt keine festgelegte "Anwendungen"!!! Das Wort Anwendung ist im Bezug auf YQ schon echt Merkwürdig, aber wenn es dein Lehrmodell ist: Supi ! Wang war sicher in den CMA einer der größten Gegner von allen festen und fixen Dingen, denn dann wäre es das Gleiche, was sich so lange als endgültige Wahrheit präsentiert hat, aber keine wirklichen Fähigkeiten mehr zugelassen hat. Als Labor & Tool sind Anwendungen sicher für Anfänger geeignet, aber die Schüler von Wang waren schon oft selbst sehr fähige Experten & sicher keine Anfänger, also brauchten sie das nicht mehr, sondern viel mehr Methoden, die Präzise zu Qualitäten führen.
Und damit beginnen die Inhalte und nicht die limitierten technischen "Anwendungen" oder wie beniwitt so gerne schrieb: das Handwerk. Ich möchte das Handwerk (kennen)lernen und keine "Anwendungen" am mehr oder weniger gefügigen Partner hoch und runter üben, genau deswegen entschied ich mich fürs YQ.
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  #29  
Alt 01-07-2016, 18:45
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Ich denke da sind wir uns einig. Bagua ist der Anfang, Yiquan der weitere Weg, dennoch beruht es darauf.

Grüße

Kanken
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  #30  
Alt 01-07-2016, 19:08
WulongCha
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Bagua ist einer der Anfänge und sicher ein sehr, sehr dominanter. Das Liuhebafa von Wu Yihui ist eine weitere intensive Quelle (wie auch bei Zhao, aber das weißt du ja, hier deshalb nur erwähnt für die Historiker).
IMO basiert das Yiquan noch auf einen weiterem Stil, dem Xinyiliuhequan und weit weniger auf dem Hebei Xingyiquan von Guo! Warum: weil die Kraftfreisetzung incl. Spannung/Entspannung (ein Teil der Wechsel) wesentlich näher in der Qualität und Ausführung am XYLHQ ist und weil Wang das intensiv, aber leider viel zu kurz studiert hat.
Ich kenne seit ein paar Monaten einen Liuhebafa Fortgeschrittenen und seine gegeneinander zerrenden Kräfte (Zhengli) sind absolut identisch mit dem YQ, aber der äußere Charakter ist anders in der Qualität und Wahrnehmung.
Auch das Baihequan, eine südchin. KK (white crane), spiegelt sich für mich sehr klar in einigen Yiquan Linien im Bezug auf "short power" Ideen, etwas was ja auch bei Paul präzise gelehrt wird.
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