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  #1  
Alt 09-12-2007, 19:36
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Kampfkunst: Chen Taiji, Qi Gong
 
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Standard Yiquan- Eure Erfahrungen?

Einige hier beschäftigen sich ja doch recht intensiv mit Yiquan, ich selbst erlebe seit einiger Zeit beim Zhan Zhuang so Einiges....
mich würden Eure persönlichen- also auch subjektiven- Erfahrungen interessieren.

Insbesondere zu folgenden Auszügen aus der Yiquan-Homeopage von J. Chen....
  • Das auf geistiger/psychischer Ebene durch die Vorstellungskraft gewonnene Kraftpotenzial wird dadurch in die körperlichen Bewegungen integriert und dadurch die Einheit von Körper und Geist hergestellt. Auf diesem Weg werden Gesundheit und Kampfkunst gleichermaßen gepflegt.

  • Die im Yiquan praktizierten Vorstellungsübungen beziehen sich auf das Nervensystem und stärken unsere Geisteskraft.

  • Voraussetzung hierfür ist es, während des Übens übertriebenen Enthusiasmus oder starke Emotionen auszuschalten. Emotionen trüben unser Bewusstsein und verhindern subtileres inneres Wahrnehmen.

    Wir sind es gewohnt, unsere Haltung von Gefühlen und Willenskraft leiten zu lassen. Yiquan sucht die Abhängigkeit von durch den Willen gesteuerte Kraft auszuschalten bzw. zu entkoppeln

Geändert von scarabe (09-12-2007 um 19:39 Uhr).
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  #2  
Alt 09-12-2007, 20:39
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Vorbemerkung: Ich komme aus der Han Jingyu - Timo Heikkilä - "Linie" (wir stehen nicht so auf Linien ), daher sind meine Bemerkungen sicherlich nicht repräsentativ für Yiquan im Allgemeinen.

Zitat:
Zitat von scarabe Beitrag anzeigen
Das auf geistiger/psychischer Ebene durch die Vorstellungskraft gewonnene Kraftpotenzial wird dadurch in die körperlichen Bewegungen integriert und dadurch die Einheit von Körper und Geist hergestellt. Auf diesem Weg werden Gesundheit und Kampfkunst gleichermaßen gepflegt.
Vorstellungskraft spielt bei uns keine Rolle, Einheit von Körper und Geist wird gerade durch Nicht-Denken hergestellt. Die Unterscheidung zwischen Gesundheit und Kampfkunst wird nicht betrieben.


Zitat:
Zitat von scarabe Beitrag anzeigen
Die im Yiquan praktizierten Vorstellungsübungen beziehen sich auf das Nervensystem und stärken unsere Geisteskraft.
Wie gesagt, wir konditionieren uns darauf, uns ohne bewusstes Denken zu bewegen. Vorstellungsübungen gibt es bei uns nicht.


Zitat:
Zitat von scarabe Beitrag anzeigen
Voraussetzung hierfür ist es, während des Übens übertriebenen Enthusiasmus oder starke Emotionen auszuschalten. Emotionen trüben unser Bewusstsein und verhindern subtileres inneres Wahrnehmen.
Könnte ich unterschreiben.

Zitat:
Zitat von scarabe Beitrag anzeigen
Wir sind es gewohnt, unsere Haltung von Gefühlen und Willenskraft leiten zu lassen. Yiquan sucht die Abhängigkeit von durch den Willen gesteuerte Kraft auszuschalten bzw. zu entkoppeln
Den Teil habe ich ehrlich gesagt nicht verstanden. Geht es nur darum, die Gefühle abzustellen, oder auch die Willenskraft?

Viele Grüße,

Trinculo
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  #3  
Alt 09-12-2007, 20:43
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Es hat, wie die meisten KKs, Vor- und Nachteile. Was ich spitze finde ist, dass man schnell lernt seinen ganzen Köper einzusetzen.
Das wars aber auch schon im großen und ganzen. Alles andere ist ziemlich überbewertet.
Das ist meine persönliche Erfahrung, nach zwei Jahren intensiven praktizieren von Yi Quan. Ich möchte damit keinen beleidigen. Ich denke aber auch ,dass ich an den falschen Lehrer geraten bin, der wohl andere Ziele, als ich hatte.

PS: Manche leiden auch einfach an einen zu großen Ego(die Yi Quan Praktizierenden) und glauben mit Wortspielerein und empirisch angehauchten Theorien könnte man alles.

Geändert von macabre138 (09-12-2007 um 20:47 Uhr).
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  #4  
Alt 09-12-2007, 21:15
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Zitat:
Zitat von Trinculo Beitrag anzeigen
Einheit von Körper und Geist wird gerade durch Nicht-Denken hergestellt.


Den Teil habe ich ehrlich gesagt nicht verstanden. Geht es nur darum, die Gefühle abzustellen, oder auch die Willenskraft?

Viele Grüße,

Trinculo
zu 1: Im Sinne des Dao? ;-)

zu 2: Ich könnte mir vorstellen, es ist als Ziel die aus dem Inneren entstehende bzw. natürlich kommende Kraft, teils aus Reflexen, teils auch aus Tiefenmuskulatur, gemeint und nicht die äußere willentlich eingesetzte Muskelkraft...?

Daß Gefühle im Kampf oft hinderlich sind, wissen wir ja....

Geändert von scarabe (09-12-2007 um 21:19 Uhr).
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  #5  
Alt 09-12-2007, 21:21
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Zitat:
Zitat von scarabe Beitrag anzeigen
zu 1: Im Sinne des Dao?
Keine Ahnung Jedenfalls agieren beide als Einheit, anstatt sich gegenseitig im Weg zu stehen.

Zitat:
Zitat von scarabe Beitrag anzeigen
zu 2: Ich könnte mir vorstellen, es ist als Ziel die aus dem Inneren entstehende bzw. natürlich kommende Kraft, teils aus Reflexen, teils auch aus Tiefenmuskulatur, gemeint und nicht die äußere willentlich eingesetzte Muskelkraft...?
Die eingesetzte Muskulatur hängt im Wesentlichen von der zu bewältigenden Bewegungsaufgabe ab, solange man keine beträchtlichen Funktionsstörungen oder Dysbalancen hat. Willentlich eingesetzt soll sie im Kampf sicherlich nicht sein - es sei denn, ich führe so etwas wie einen "unbewussten Willen" ein. Aber ich glaube nicht, dass der sich besonders gut mit bewussten Vorstellungen trainieren lässt
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  #6  
Alt 09-12-2007, 22:09
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Zitat:
Zitat von Trinculo Beitrag anzeigen
Den Teil habe ich ehrlich gesagt nicht verstanden. Geht es nur darum, die Gefühle abzustellen, oder auch die Willenskraft?

Viele Grüße,

Trinculo
Kraft aus der Leere entwickeln, oder auch das Schwert im Herzen niederlegen.


Viele grüße,
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  #7  
Alt 09-12-2007, 22:17
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....schön ausgedrückt....
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  #8  
Alt 09-12-2007, 22:20
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O.K., und heißt das nun:

a) Gefühle abstellen
b) Willenskraft abstellen
c) beides

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  #9  
Alt 09-12-2007, 22:29
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ich würde mal ganz philosophisch das Dao oder auch das Universelle Bewußtsein ins Spiel bringen und anleiten, anstatt subjektivem Ich-bezogenem Standpunkt und dadurch evt. aufwallender Gefühle und Aktionen etwas Abstand von sich selbst zu halten und so mehr....aus der Leere heraus- also einem gesamtheitlicheren, "weiseren" Aspekt, zu agieren.

Automatismen eingeschlossen, denn natürliche Reflexe haben umso mehr Raum, je weniger Hindernisse/Blockaden vorhanden sind....
im Innen- also Körper und Psyche- wie im Außen

Kurz beschrieben, wenn ich gestanden bin, habe ich irgendwie mehr Feeling für alles aussen rum, kann die Leute besser "hören" und meine Reaktionen sind zielgerichteter und schneller- manchmal kann ich dann im Sparren Dinger, von denen ich selbst überrascht bin...

aber nur, wenn ich mich nicht verkrampfe und etwas unbedingt will, wodurch es meist nicht mehr so locker geht und leider auch nicht mehr so gut gelingt...

Geändert von scarabe (10-12-2007 um 01:31 Uhr).
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  #10  
Alt 09-12-2007, 22:49
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Zitat:
Zitat von Trinculo Beitrag anzeigen
O.K., und heißt das nun:

a) Gefühle abstellen
b) Willenskraft abstellen
c) beides


Gar nichts von den dreien. Es ist ein Vorgehen in der Gesellschaft das man bei Problemen immer nur an die Wirkungen geht um sie zu lösen, das provoziert aber neue Probleme herauf.

Wenn du versuchst eines der beiden Dinge abzustellen dann klappt das nicht.. Okay vielleicht temprär, aber das Ganze kommt wie ein Jojoeffekt wieder auf dich zurück.
Weil man vesucht gegen eine Wirkung vorzugehen. Die Passage oben ist wohl so gemeint dass man sich konsequent seiner Gefühle und wo sie herkommen bewußt macht.

Sie stehst beobachtet. Seine Ursachen herausfindet. Die Textstelle stellt für mich eher ein gewisses Ideal , Endziel da, weil wenn man direkt versucht so dran zu gehen das ganz schön nach hinten losgeht.

Dazwischen gibt es einen Prozess , so in etwa wie ich ihn versuche aufzulisten.Nach dem man seine Gefühle beboachtet hat, kann es sein,
dass einem etwas auffällt,nämlich woraus die Emotionen und Willen resultieren.

Wenn man das erkannt hat, kann man damit trainieren Gefühle gewollt hervorzurufen.Das heißt mit Wut , Hass, Liebe, Glück vorzugehen im Training wie im Leben.Das ist ungefähr der Bezug der Stelle wo gemeint wird das wir gewohnt sind uns von Gefühlen leiten zu lassen.Das schließt eine gewisse Unkontrolle und mit ein.Aus diesem Teil des ganzen Übungsprozesses kann man erkennen was Gefühle und was Wille ist und was ihr Quell ist.

Dies bringt dann markante Veränderungen in der Sichtweise über das eigene Ego einher.Diese Veränderten Sichtweisen fließen in das weitere Arbeiten immer tiefer ein.

Aus dem erkennen dieser Dinge stellt sich eine Mitte ein... Dies ist die Leere.
Man negiert das fühlen nicht, es ist sogar viel bewußter,

aber man macht sich nicht abhängig davon. Denn die Leere ist ein ewiger Quell.


Viele grüße,
iron
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  #11  
Alt 09-12-2007, 22:54
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Leute, es ist ja schön, an Eurer Erleuchtung teilzuhaben, aber ... in dem zitierten Text heißt es ganz klar:

Zitat:
Wir sind es gewohnt, unsere Haltung von Gefühlen und Willenskraft leiten zu lassen. Yiquan sucht die Abhängigkeit von durch den Willen gesteuerte Kraft auszuschalten bzw. zu entkoppeln
Ich möchte gerne wissen, wie das an der Stelle gemeint ist. Jumin Chen sagt deutlich, dass wir normalerweise von Gefühl und Willenskraft geleitet werden, und das sein Training darauf abzielt, hier eine Entkoppelung vorzunehmen. Wir beziehen uns doch noch auf den zitierten Text, oder ?
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  #12  
Alt 09-12-2007, 22:59
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Zitat:
Zitat von iron101headDareius Beitrag anzeigen
Die Passage oben ist wohl so gemeint dass man sich konsequent seiner Gefühle und wo sie herkommen bewußt macht.

Sie stehst beobachtet. Seine Ursachen herausfindet.

Nach dem man seine Gefühle beboachtet hat, kann es sein,
dass einem etwas auffällt,nämlich woraus die Emotionen und Willen resultieren.

...das wir gewohnt sind uns von Gefühlen leiten zu lassen.Das schließt eine gewisse Unkontrolle und mit ein.Aus diesem Teil des ganzen Übungsprozesses kann man erkennen was Gefühle und was Wille ist und was ihr Quell ist.

Aus dem erkennen dieser Dinge stellt sich eine Mitte ein... Dies ist die Leere.
Man negiert das fühlen nicht, es ist sogar viel bewußter,

aber man macht sich nicht abhängig davon.


Viele grüße,
iron
super ausgedrückt.
Findest Du, das widerspricht sich inhaltlich dem von mir genannten "praktischen Aspekt", wenn ich noch hinzufüge, daß besagter "Abstand von sich selbst die Beobachtung der eigenen inneren Vorgänge voraussetzt?
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  #13  
Alt 09-12-2007, 23:01
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Zitat:
Zitat von Trinculo Beitrag anzeigen
Ich möchte gerne wissen, wie das an der Stelle gemeint ist. Jumin Chen sagt deutlich, dass wir normalerweise von Gefühl und Willenskraft geleitet werden, und das sein Training darauf abzielt, hier eine Entkoppelung vorzunehmen. Wir beziehen uns doch noch auf den zitierten Text, oder ?
Wir reden vom selben Text. Diese sogentannte Entkopplung schließt ein haben von gefühlen aber nicht aus.Ich muss aber erwähnen das ich das nur so äußere das man mir das so beigebracht hat.Ist zwar weder aus dem Yi Quan, Weng Chun oder Vergleichbares, aber es hört sich mir sehr vertraut an

Wenn ich mir aber die Haltung der alten inneren Kampfkünstler anschaue, kann ich für mich ein abschalten von gefühlen ausschließen, da Gefühle wie Liebe zb zu den wichtigsten Dingen gehören auf dieser Welt.

Wenn wir Lehren dann mit Liebe. Ich habe den Text etwas motivizierter ausgedrückt, da die Grundziel der Methode wie ich sie kenne, ein hohes Level an neutralität ist, was nicht alle wünschen.

Die Leere an sich ist etwas ja das absichtslose tun oder auch Wu Wei. Das entsteht aus dem Wuji.

Was ist daran so abwegig ?Das du es mit dem Verstand nicht abtasten kannst ?


Viele grüße,
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  #14  
Alt 09-12-2007, 23:08
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Zitat:
Zitat von scarabe Beitrag anzeigen
super ausgedrückt.
Findest Du, das widerspricht sich inhaltlich dem von mir genannten "praktischen Aspekt", wenn ich noch hinzufüge, daß besagter "Abstand von sich selbst die Beobachtung der eigenen inneren Vorgänge voraussetzt?
Wenn du indem Gefühl bist richtig hasst nie einen Abstand daraus gekannt hast, wie sollst du je einfach Leer sein.Du kennst es dann nicht anders. Dein Kopf hat dann die Oberhand.

Durch dieses stehte beobachten, kann dieser Effekt in Situationen auftreten, weil du das immer mehr übst, dich und andere zu beoachten,dann kanns Klick machen.
Wobei ich sagen muss das dies das andere nicht negiert... Das heißt das es auch von innen passieren kann.Dann muss es aber alles bis in ein extrem getrieben werden, das läuft dann eher umbewußt ab bis es eines Tages buumm macht und sich alles ins Gegenteil umkehrt, einem Freund ist das so passiert, von extrem nach außen gerrichtet, nach extrem innen.

Ist aber weiß Gott der Schwerer Weg, deswegen tendiere ich für die meißten für das Stückchen für Stückchen.


Viele grüße,
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  #15  
Alt 09-12-2007, 23:09
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@ Trinculo

ich kanns nur am Beispiel Ehrgeiz erklären:
Meiun Ego sagt mir, daß ich etwas unbedingt können will, mit diesem Willen gehe ich dann an die Aufgabe heran....

Dahinter stecken also Gefühle, die meine Willenskraft motivieren. Damit ich nicht auf sie hereinfalle, muß ich mir dieser Gefühle und ihrer Hintergründe also erst einmal bewußt werden.

Wenn ich dann erkenne, daß diese Gefühle und dieses Wollen meinem ganzheitlichen Fortschritt eher im Wege stehen, weil sie mich einseitig auf äußeren (z.B. sportlichen) Fortschritt programmieren, der ja wieder in direktem Zusammenhang mit Bestätigung, also Gefühlen und dem Ego zusammenhängt, bin ich schon ein Stück weiter.

Also mach ich einfach weiter und beobachte mich dabei, lasse die Entwicklung geschehen, aber forciere nichts. Wu Wei.
(mein Verstand hat Pause, ich muß ja nichtes erreichen...)
Durch dieses nichts forcieren lasse ich los, nehme verstärkt wahr, bin in meiner Mitte und es entsteht Leere, die wiederum eine ideale Ausgangsbasis für jedwede Entwicklung ist....
diese Entwicklung bringt möglicherweise die Überraschung mit sich, daß ich andere oder intensivere Fortschritte mache, als geplant.

So, soweit meine Ansicht, auch wenn ich auf das mit der Erleuchtung lieber nicht näher eingehen möchte...

Geändert von scarabe (09-12-2007 um 23:11 Uhr).
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