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#16
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Wenn Du die Struktur einer Sprache verstanden hast, kannst Du alle in Ihr möglichen Sätze bilden ... Du musst nicht einen Satz lernen für "Wo geht es zur Bank?" und einen andern für "Wo geht es zum Schwimmbad?"Gerade um die Verallgemeinerbarkeit geht es auch, denn man kann die Situationen im Kampf nicht komplett vorher planen. Es werden keine festen Muster trainiert. Man erkennt eine Lücke, man schlägt. Man arbeitet daran, die Lücke zwischen Erkennen und Schlagen verschwinden zu lassen.
__________________ Yo también tuve mis ideas, pero ahora sólo me quedan una cuantas vísceras en muy buen uso. |
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#17
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![]() Zitat:
![]() Dennoch: ich möchte hier nicht weiter auf Grapplingaspekte eingehen, da ich diese Bereiche in der Praxis bestenfalls angeschnitten habe. Einiges davon tritt tatsächlich im Tuishou auf, aber das Tuishou, dass man mit dem Ziel des Schlagens macht, macht keinen Grapplingexperten aus einem.
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#18
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| "Es geht um Bewegungsgrundgefühle, eine spezielle Art von Propriozeption." ...die sich dann im kämpferischen kontext auch sinnvoll auswirkt. damit hätten wir m.e. eine kurze und brauchbare definition der imas. |
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#19
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__________________ Yo también tuve mis ideas, pero ahora sólo me quedan una cuantas vísceras en muy buen uso. Geändert von Trinculo (29-06-2009 um 14:41 Uhr). |
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#20
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| War am Wochenende raus und nun ist hier wieder soviel dazugekommen. @ Trinculo: Lernst du im Yiquan nicht bestimmte Bewegungsmuster bzw. auf welche Art und Weise du dich schneller/effektiver/explosiver/wasweißich bewegst? Auf einer abstrakten Ebene, die ich versucht habe aufzuwerfen, unterscheidet sich Grammatik auch nicht vom Auswendiglernen von Phrasen - gesetzt den Fall, dass jeweils das Lernen beinhaltet, wann was anzuwenden ist. Die einen Lernen Tausende von Techniken (Phrasen) und wann sie sie anzuwenden haben Antwort A auf Frage A usw. Die anderen Lernen Tausende Wege sich zu bewegen (Grammatik) (in Reinform ) und wann sie das anzuwenden haben. Letztendlich kann das eine nicht ohne das andere auskommen. Was nützt mir diese Bewegungsqualität, wenn ich nicht weiß, wie ich sie nutzen sollte?! Was nützt mir Grammatik ohne Wörter? BTW: Mir hilft mein Latein immer noch sehr viel um die romanischen Sprachen ringsum grob zu verstehen, obgleich ich sie nie "lernte".
__________________ Alles gesagt! |
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#21
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![]() Ja, ursprünglich schon. Wang Xiangzhai hat sich, soweit ich weiß, nur mit dem Boxen beschäftigt. Es spricht aber nichts dagegen, wenn man diesen Ansatz auf das Kämpfen an sich ausweiten möchte. Aber das ist eine Diskussion wie beim JKD ![]() ![]()
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#22
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__________________ Yo también tuve mis ideas, pero ahora sólo me quedan una cuantas vísceras en muy buen uso. |
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#23
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1. Je mehr der verfügbaren Muskeln meines Körpers ich einsetze, desto mehr Kraft kann ich potentiell erzeugen. 2. Wenn sich alle Körperteile gleichzeitig bewegen, ist die Bewegung schneller am Ziel, als wenn sie es nacheinander täten. usw. usf.
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#24
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| Auch wenn ich nach Möglichkeit versuche, so viele Muskeln wie möglich einzusetzen, gibt es Situationen mit mehr und mit weniger Potential zur Krafterzeugung. Das liegt an der menschlichen Anatomie. Es ist Sache der Taktik, die schwachen Positionen zu meiden und die starken zu suchen. Natürlich ist Fajin auch bei einem gedachten Fauststoß 90° zur Seite möglich. Du kannst Dir auch mit Fajin die Zähne putzen, wenn Du möchtest ... aber das bildet keinen Schwerpunkt in meinem Training ![]() Bei einem Schulterstoß zur Seite sieht es übrigens schon wieder ganz anders aus, damit kriegt man viele Leute.
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#25
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| Nein Die Kraft sollte so schnell wie möglich die Richtung wechseln können und weder vorhersagbar noch festgelegt sein. Sich zu sehr in Schläge reinzulehnen wäre sehr gefährlich. Die Amplitude des Schlages wird im Wesentlichen von zwei Faktoren festgelegt: wie gut die beteiligten Muskeln zusammenarbeiten, und welche Kontraktionskraft der einzelne Muskel entfalten kann. Aus kurzer Distanz geht noch Einiges, vor allem, weil der Gegner oft nicht mehr damit rechnet. Nulldistanzschläge sind zwar immer noch unangenehm, aber für Knockouts weitgehend nutzlos.Nein, das halte ich für unmöglich. Aber es gibt hier kein Entweder-Oder: der gleiche explosive Stoß aus der Nulldistanz passiert auch am Ende einer rechten Geraden (falls Fajin eingesetzt wird).
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#26
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Die Gesetze der Anatomie, Physik und Physiologie gelten natürlich auch für Fajin. Wenn nicht genügend Raum zur Streckung da ist, wird der Schlag entsprechend schwächer.
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#27
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![]() Tendenziell sind wir uns wohl einig, dass der Impuls alleine für die Wirksamkeit eines Treffers nicht ausreicht. Ein PWK mit 1t Gewicht und einer Gechwindigkeit von 3m/s ist "harmloser" als eine Kanonenkugel von 1kg mit 3000m/s. Im Prinzip sind sich ja alle KK weitgehend einig, dass man die Energieabgabe so kurz wie möglich halten sollte. In einigen Silat-Stilen spricht man deshalb z.B. nicht von einem Punch, sondern von einem "Pull": man konzentriert sich auf das rasche Zurückziehen. In den inneren KK hat man eben diesen Aspekt auf die Spitze getrieben, während z.B. im Boxen (wie Kannix unlängst beschrieben hat) Schlaghärte nicht alles ist, so lange man prinzipiell den Gegner ausknocken kann. Ich denke nicht, dass Fajin einen Schaden anrichten kann, den nicht auch ein entsprechend starker "normaler" Schlag auslösen kann. Die Idee ist eher, aus einem vorhandenen Körper maximale Schlagwirkung herauszuquetschen, d.h. der gleiche Schläger sollte unter gleichen anderen Rahmenbedingungen mit Fajin mehr Schaden anrichten können. Die Idee ist quasi, dass Du Dein vorhandenes "Impulsbudget" so effektiv wie möglich nutzt. Mein persönlicher Eindruck war, dass der Körper durch diese sehr "zuckenden" Schläge stärker geschockt wird, man verkrampft sich instinktiv, was die Schlagwirkung noch erhöht. Muss wohl so eine Art propriozeptive Reizüberflutung sein. Aber wie gesagt, ich will da nicht zu sehr verallgemeinern.
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#28
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| Zitat:
![]() (Das ist natürlich sehr vereinfacht, in Schläge, die nur stören oder vorbereiten sollen, legt man sicherlich nicht die ganze Kraft, aber trotzdem: bei einem guten Gegner gibt es sicherlich viele Momente, wo man sicher denkt, man würde treffen, und es geht doch ins Leere bzw. gleitet ab).Man kann sich damit SEHR verausgaben, allerdings muss man das auch erst lernen. Wenn man näher an die 100% herangeht, geht das nicht sehr oft ohne Regeneration dazwischen. Das ist nichts Geheimnisvolles, sondern der gleiche Effekt wie z.B. bei Hantelkniebeugen mit Maximalwiederholung. ATP, ADP, Kreatin, was weiß ich ... gibt bestimmt einen Sportmediziner hier, der das erklären kann ![]()
__________________ Yo también tuve mis ideas, pero ahora sólo me quedan una cuantas vísceras en muy buen uso. |
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#29
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| Das ist doch hier sowieso das Schaulaufen vorgefasster Meinungen. Wenn man Fajin noch nie erlebt hat, kann man es nicht wirklich beurteilen was daran "anders" ist. Es ist durchaus möglich dass Abraham mit (reduziertem) Fajin schlägt (bei Tyson möchte ich das fast sicher annehmen), aber mit Sicherheit nicht mit dem Maximum das damit möglich ist. Sonst wäre er nach drei Runden platt, der Körper hat einfach nur einen gewissen Vorrat an Energieträgern, und danach geht nix mehr. Ein Fajin in bestimmte Richtungen mit einer bestimmten Mechanik kann durchaus unsinnig sein, weil die Kraft nicht richtig übertragen werden kann. In dem Fall nimmt man einfach eine andere, zum Beispiel Ellbogen statt Hand, oder gleich die Schulter. Jemand bei dem sowas automatisiert ist schlägt einfach keine halbgaren Versuchsaktionen weil der Körper es gar nicht erst machen würde. Das passiert wenn man "steuert" und sich entscheidet "wie" man jemanden hauen will, ohne dass Instinkt eine Rolle spielt. Der Instinkt merkt dass ein halbgarer plakativer "Schlag" "aus der Bagua-Form sowieso" gar nicht richtig geht, also macht er es nicht, sondern nimmt gleich eine die auch reinhaut. Es hat bei mir Monate gedauert vom ersten Erleben von Fajin und generellen Jin-Aktionen aus dem Instinkt beim Basketball (Leute wegrammen) bis zur Fähigkeit, damit einen normalen Torwurf im Handball zu machen. Das musste in der Körpersteuerung erst synchronisiert werden, sonst wurde die Bewegung völlig unexakt und das Timing klappte nicht. Da waren dann halb Würfe mit und halb ohne bei, und wann genau der "Boost" kam wusste ich auch nicht, ich habe halt einfach genauso geworfen wie vorher auch, nämlich instinktiv wenn ne Lücke vorhanden war. Nach ein paar Monaten ging das langsam von alleine, aber immer wieder mit Aussetzern. Die sind dann ziemlich unangenehm wenn man gewohnt war einen voll durchgezogenen Wurf einarmig mit dem gestreckten Arm blocken zu können, und dann kam der "Boost" der die enorme Kraft ermöglicht nicht. Ergebnis: Arm im Eimer. Wer sowas nie erlebt hat, faselt sich halt einen ab was er "glaubt". Ich _weiss_ wie sich das anfühlt, was geht, was alles nicht geklappt hat (kann ja sein dass andere das können), und wo ich Probleme bekommen habe mit dem was drumherum passiert.
__________________ "Man kann Leuten nicht verbieten, ein Arsch zu sein." (Descartes) |
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#30
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![]() Die Absicht dahinter ist eine andere ... und damit auch die unbewussten körperlichen Vorbereitungshandlungen. Das ist wie beim bekannten Beispiel, wo man versucht, eine Kiste voller Bücher vom Boden zu heben, die sich als leerer Karton entpuppt.
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