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#46
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__________________ Yo también tuve mis ideas, pero ahora sólo me quedan una cuantas vísceras en muy buen uso. |
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#47
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| Da müsste man wissen was er mit "shaking" gemeint hat. Es gibt Leute die das "Nachzittern" das manche Leute bekommen simulieren, das ist natürlich Blödsinn. Auch ist es in der echten Aktion gar nicht nötig rumzuzappeln, das ist eine einzige kurze Gesamtkörperbewegung. Man kann aber Ressourcen trainieren indem man "zappelt" und die "Spiralen" halt "langsam" als bewusste Bewegung macht. Das Anspannen des Körpers und "Zittern" ist für mich nicht sinnvoll. Ich kenne aber Zustände in denen der Körper sowas macht, er vibriert mit einer äusserst kurzen Frequenz, bewusst kann ich das nicht. Ist halt ein instinktives Training das der Körper für sich selbst macht. Bei 100% Fajin kommt es übrigens tatsächlich zu einer maximalen Kontraktion aller auf dem Pfad liegenden Muskeln, gleichzeitig mit einer anderen stabilisierenden Aktion damit die Gelenke nicht aus der Lage springen. Das ist etwas das sich anfühlt wie ein Schraubstock.
__________________ "Man kann Leuten nicht verbieten, ein Arsch zu sein." (Descartes) |
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#48
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| Ich denke, das "Zittern" (zumindest ists bei mir so) kommt nur in einigen wenigen Positionen, wo die stabilisieren Antagonisten dann ebenfalls zu einer reflektorisch stärkeren Kontraktion angeregt werden. Bei mir beobachte ich das, wenn dann von der starken Spannung wieder loslasse, da kommt es dann zu dem kurzen Zittern. Wenn man Pole-Shaking oder verwande Übungen macht, wird der ganze Körper in diese Abbremsbewegung einbezogen, ich weiss allerdings nicht, ob das einen nennenswerten Trainingseffekt hat, oder einfach nur ein Artefakt ist. Gruss, Thomas
__________________ Erschrickstu gern/keyn fechten lern |
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#49
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![]() Zitat:
__________________ Yo también tuve mis ideas, pero ahora sólo me quedan una cuantas vísceras en muy buen uso. |
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#50
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| Das mit dem Zittern ist eigentlich - für das Yiquan - völlig unwichtig. Man misst dem keine Bedeutung zu, man strebt es auch nicht an; es ist halt etwas, was passieren kann. ![]() Hast Du das Fajin mal gegen Widerstand ausgeführt ... schweren Sandsack, Schlagpolster etc.?
__________________ Yo también tuve mis ideas, pero ahora sólo me quedan una cuantas vísceras en muy buen uso. |
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#51
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| Fajin deckt eine Vielzahl von Sünden ab. Ich glaube ohne weiteres, daß das was Klaus oder Trinculo jeweils beschreiben, reale Möglichkeiten oder Phänomene sind. Allerdings muß ich Pu Bär beipflichten, daß zumindest eine Art von wirkungsvolle Fajin mit einem Gefühl von Loslassen oder Gehenlassen einhergeht, und nicht mit einer gefühlten blitzartigen Kontraktion oder Anspannung. (Schliesslich sind Pu Bär und ich beim gleichen Lehrer, und dieser Mann kann es erschreckend gut... ). Die subjektive Entspannung (seht Ihr? Ich habe das böse E-Wort gebraucht...!!! ) geht allerdings mit einer Expansion einher. Vielleicht auch mit einem inneren Fallen, aber keinesfalls mit einem Schlappwerden oder ähnliches. Und diese Version kann ziemlich oft wiederholt werdenIn dieser Version des Fajins kommt die ganze (kinetische) Energie dann auf einen Punkt – die Energie ist sowohl eng kanalisiert als auch wellenartig. Zitat:
![]() Schöne Grüsse, Giles
__________________ Ma Tsun-Kuen Germany: http://www.matsunkuen.com |
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#52
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| Da ich das "Zittern" ja hier in die Diskussion "eingeführt" hatte noch mal kurz was von mir dazu: Mir geht es in keiner Weise um ein Zittern wegen überbeanspruchter Muskeln. Klar, das kennt wohl jeder, ist aber eine ganz andere Baustelle. Mir ging es um ein absichtliches Zittern so wie ich es im Chenstil lerne, das ist so gewollt. Nicht absichtlich im Sinne von "bewusst zittern", sondern es sollte bei korrekter Ausführung automatisch entstehen. Vielleicht war der Begriff zittern auch schlecht gewählt, vielleicht hätte ich besser "vibrieren" oder "federn" sagen sollen. Diese Zittern was man immer wieder sieht wenn Leute die Formen laufen ist tatsächlich oft ein Showeffekt, bzw. manche Leute zittern bewusst nach, weil sie denken daß müßte so sein und das wäre dann die "Super-Qi-Power" ![]() Das ist natürlich nicht Sinn und Zweck der Sache, genau so wenig wie einfach locker mit dem Körper "nachwackeln". Wie ich schon Bluemonkey geschrieben habe, daß ist am Anfang nicht verkehrt um eine gewisse Lockerheit zu bekommen, aber sicher nicht Ziel der Sache. Allerdings schon ein nachfedern, deshalb wird (bei uns) halt auch von Feder- oder Spiralkraft gesprochen, als Abgrenzung zur rohen Muskelkraft wie wie bspw. bei einem normalen Boxschlag. Noch mal kurz das Zitat von Feng Ziqiang: While issuing power the body should be relaxed, but one should be very conscious about so-called "Shaking Power" (Dou Jin). This power has to be focused and not scattered all over the body. The more advanced one is, the smaller the shaking. When we were learning Taijiquan from Chen Fake shaking the body in Fa Li was the greatest taboo to be avoided. Ich denke er meint damit nicht, daß es keine "shaking" gibt, sondern daß wenn man die Technik richtig beherrscht es halt nicht mehr sichtbar "shaked", sondern das das sehr schnelle, kurze Impulse sind. Vielleicht so wie bei einer Schlagbohrmaschine, da sieht man ja auch nicht unbedingt wie der Bohrer vor und zurück geht. (OK, schlechtes Beispiel, aber mir ist gerade nix besseren eingefallen). ![]() |
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#53
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| Noch ein Beispiel... Mein früherer chinesisch-malaysischer Lehrer hatte, mit ungefähr der gleichen Körpermechanik wie oben beschrieben, eine ganz nette Partynummer drauf als Kostprobe seines gong fu. Das "Opfer" stellte sich in einem stabilen Bogenschritt hin und verschränkte die Arme über dem Bauch (nicht mit Abstand vom Bauch, sondern fest dran). Der Meister nahm auch einen lockeren Bogenschritt ein und legte (nur) seine zwei Zeigefinger auf die verschränkten Unterarme des Anderen. Dann ohne im geringsten auszuholen gab er einen Fajin ab. Der Empfänger fühlte keinen unangenehm bohrenden oder pieksenden Schmerz auf den Unterarmen (und nachher keine blaue Flecken oder so was), aber stattdessen einen Schlag in dem Magen-Darmbereich als ob jemand relativ beherzt mit der Ferse 'reintreten würde. Das habe ich persönlich mehrmals genossen - er machte es ganz locker... ![]() Schöne Grüsse, Giles
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#54
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| Die Übertragung mit den Fingern ist eine Steigerung oder "Verfeinerung" von der grundsätzlichen Methode bzw. Körpermechanik, die ich oben bei #332 beschrieben habe. Zuerst muß man die ansatzlose und 'sich lösende' Kraftabgabe mit der Handfläche oder Handballen hinkriegen, was bedeutet, daß man den ganzen Körper auf die richtige Weise einsetzt. Danach der gleiche Ansatz mit allen Fingerspitzen, dann mit weniger Fingern. Eine klare Vorstellung und Fokus im Geist ist wichtig dabei. (Nicht um magische Kräfte heraufzubeschwören...) Der besagte Chinese, Lau Kim-Hong, kommt heutzutage nicht nach Deutschland. Ich kann es überhaupt nicht mit den Fingern, aber die Grundmethode beherrsche ich schon bis zu einem bescheidenen Grad. Es ist auch nicht schwer, die Methode live zu zeigen oder zu erklären. Aber - wie z.B. Fahrradfahren oder Jonglieren - man muß es dann eben üben, bevor man es umsetzen kann. Die Theorie allein reicht nicht. Mein Lehrer, Fernando Chedel, macht nicht die gleiche 2-Finger-Demo, aber die grundsätzliche Fähigkeit hat er genauso wie Lau Kim-Hong drauf. Fernando ist oft genug in Deutschland zu sehen und würde es wahrscheinlich auf Anfrage zeigen. Er findet aber andere Tai Chi-Skills erstmal wichtiger. Ich vermute, daß der ein oder andere hier im Forum auch das Gleiche oder zumindest Ähnliches drauf hat, und wahrscheinlich viel beeindrückender als das, was ich zustande bringe... Schöne Grüsse, Giles
__________________ Ma Tsun-Kuen Germany: http://www.matsunkuen.com |
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#55
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Im Internet ... lass mich mal suchen ... irgendwas MUSS es geben ![]() Hier müsste irgendwo was sein ... vielleicht schon älter ... einfach nach "Fali" suchen: http://martialartscience.blogspot.com/
__________________ Yo también tuve mis ideas, pero ahora sólo me quedan una cuantas vísceras en muy buen uso. Geändert von Trinculo (01-07-2009 um 12:09 Uhr). |
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#56
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Aber die wäre wirklich nicht fair - ich weiss, daß du dich ernsthaft mit diesen Themen beschäftigst.Man muß sich gar nicht extra vorher anspannen. Dafür gibt's in Echtzeit keine Zeit und man würde sich eh nur blockieren. Consider this: du, ich und alle anderen haben im normalen und gesunden Zustand einen gewissen Muskeltonus bzw. "Anspannung" im Körper, um die ganze Kilos zu halten/bewegen. Wäre das nicht der Fall, würden wir nicht atmen, stehen, gehen usw. sondern hilflos auf dem Boden liegen, wie eine hochgespülte Qualle. Die "Wohlspannung" (nicht die Verspannung) speichert schon ziemlich viel potentielle Energie. Man kann lernen, einen Teil diese Energie plötzlich loszulassen und diese freiwerdende kinetische Energie auf einen Punkt zu richten. Natürlich kontrahieren eine Menge Muskeln dabei (nicht zu viel, nicht zu wenig), aber es fühlt sich an wie Entspannung. Das subjektive Gefühl, die Körpermechanik und das überprüfbare Resultat sind anders als bei einer herkömmlichen Kraftabgabe. Weil man eben einen Teil der natürlich gespeicherten Energie loslässt, ist es wichtig, daß man einen guten Groundpath hat, bzw. gutes Rooting oder wie auch immer man es nennen will. Sonst kippt man bei der Entladung schnell von den eigenen Füssen oder wird in dem Moment träge/schwerfällig.Ich kenne gute Boxer und Karatekas, die einen mordsmässigen Punch bzw. Zuki drauf haben, und die trotzdem diese Technik (könnte man auch "no-inch punch" nennen) gar nicht können. Auf Dauer können sie es lernen, aber das bedeutet neu lernen (wobei sie ihre sonstige Schlagkraft nicht abgeben müssen). Damit komme ich an die Grenze der logischen schriftlichen Erklärung. Man könnte noch eine Menge mehr dazu schreiben aber es wird nicht unbedingt dadurch nachvollziehbarer, weil die Sprache immer zu kurz schiesst. Glaub's oder glaub's nicht, wie man möchte. Wer weiterhin neugierig ist, muss es sich von einem Könner live zeigen lassen. Muss jetzt Geld verdienen, also erstmal Tschüß... Schöne Grüsse, Giles
__________________ Ma Tsun-Kuen Germany: http://www.matsunkuen.com |
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#57
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| Im Ernst: bei allen Seminaren, bei denen ich assistiert habe, hatten selbst langjährige Taiji'ler ernsthafte Probleme bei grundlegenden Entspannungstests ![]() ? Im Original hier:Zitat:
Zitat:
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