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  #16  
Alt 07-05-2008, 19:44
Benutzerbild von Klaus
Klaus Klaus ist offline
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Da haben wir wieder das Wort "durchlässig". Der eine oder andere macht da nicht nur den Körper "durchlässig" für Qi/Jin, sondern macht noch was anderes was ich in Ermangelung anderer Worte als "blending" bezeichne, und mobilisiert es, bringt es auf den entsprechenden Punkt an dem sich die Hand oder der Arm befindet, die Höhe, bewegt sich damit. In dem Sinne ist es schon Absicht dass man das in der Übung macht, man fängt die Übung ja aus einem Grund erst an. Es ist nur so dass jemand der es noch nie gemacht hat nicht wissen kann worauf sich die Absicht nun gerade richtet, er weiss also NICHT dass er das XYZ-Qi, oder irgendein Jin, "anwendet" um bestimmte Effekte zu produzieren. Er muss lernen sich da seinem Körperinstinkt zu überlassen und den "machen zu lassen". Das ergibt sich nach und nach aus der ganzen Geschichte die man macht, ein Feedback-Prozess bei dem man etwas lernt was sich tief im Inneren abspielt, und eben kein einfacher "Knopf" ist. Ich kann einem sagen stell die Tasse auf den Tisch, aber nicht "nimm Dein Qi und lasse es auf und ab gehen". Einem der es schon kennt kann ich letzteres durchaus sagen. Wenn es dann aber darum geht auch noch eine bestimmte Form von Jing "anzuwenden", bewusst, auch noch als Anfänger, dann regelt man im günstigen Fall in einen Bereich der Körperregulierung hinein wo das Bewusstsein nichts verloren hat, ausser man möchte unbedingt demnächst jeglichen Instinkt verlieren. Im ungünstigen Fall macht man buchstäblich "irgendetwas", mit völlig unvorhersehbaren Effekten. Und mich nervt wenn dann die "Lehrer" auch noch behaupten sie wüssten warum das gerade passiert ist und dass man eine Blockade im 6. Ching hat und das weggeht wenn man noch dreimal soviel dieser Übungen macht. Next stop, Landeskrankenhaus. Mich nervt auch dass man aus einer Übungsform in der man ursprünglich MIT seinem Körper und VON der Natur lernt was geht, und sich entwickelt, etwas gemacht hat wo der allmächtige General alles befiehlt und der Körper steht stramm und tut was man ihm befiehlt, weil, von alleine ist er ja zu blöd. Das dann noch als "daoistisch" zu bezeichnen, da fällt mir nichts mehr ein. Positiv formuliert, euer Körper und Geist könnte viel mehr wenn man die lassen würde, und sich nicht vorher festlegt was genau passiert und warum das wann wie gut ist, und alles mit dem Kopf macht. Vor allem weiss man nicht wann man mal eine Pause machen muss, weil es nötig ist. Und der Körper kann im Gegensatz zum Bewusstsein auch fünf Sachen gleichzeitig, und nicht nur eine Richtung auf einmal.
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  #17  
Alt 07-05-2008, 20:21
Spieler Spieler ist offline
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@ Klaus:
100% agreed.
Mir wurde es so beigebracht, dass man einfach nur die Übungen machen soll und sich die Effekte (welche auch immer) von selbst einstellen.
Da die Effekte eh bei jedem unterschiedlich ausfallen und sich anfühlen, ist es nicht gut jedem die gleichen Anweisungen für "innere Arbeit" zu geben.

Es kommt (anfangs) lediglich auf die richtige Ausführung der Bewegungen an, der Rest kommt dann von selbst.
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  #18  
Alt 07-05-2008, 21:10
scarabe scarabe ist offline
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Naja, ich denke, mit seinen über 12 Jahren an chin. und sonstigen Unis ist Sun ja nicht irgendein Lehrer und die wuyuan-Schule hat ihren guten Namen ja sicherlich auch nicht, weil Sun Laoshi keine Ahnung hat, oder?

Es geht hierbei soweit ich es damals verstanden habe auch nicht um das vorschnelle Produzieren von Effekten (Sun sagt selbst, ein paar JAhre braucht es schon, bis sich der Körper entsprechend "entwickelt" hat- sinngemäß formuliert), sondern einfach darum, mit Körper und aller Aufmerksamkeit bei der Sache zu sein anstatt einfach nur in der Luft herumzufuchteln ohne irgendeine Idee zu haben, was man da eigentlich macht...

Es ist außerdem ein deutlicher Unterschied, ob ich irgendwas im Körper herumleite oder ganz bewußt die Entstehung eines Durchgangs durch die Arme als "Leiter" ZULASSE, dabei Gefühl fürs Laogong (heißt doch so, in der Hand, oder?) entwickle ...

und generell gibt es ja auch verschiedene Arten von Qi Gong.
Ob also das, was jemand anderem bei einer anderen Art von Qi Gong beigebracht wurde, auch im Falle des hier besprochenen Zhinneng Qi Gong passend ist, ist also eine weitere Frage.

Geändert von scarabe (07-05-2008 um 21:18 Uhr).
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  #19  
Alt 07-05-2008, 21:52
Spieler Spieler ist offline
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Schon klar.
Ich habe auch nur davon gesprochen, wie ich das ganze verstehe und wie es mir beigebracht wurde.(nicht Zhinengqigong)
Für andere mag das bewusste arbeiten mit den inneren Abläufen richtig und gut sein. Ich bin da nicht so bewander, als dass ich allgemeingültige Aussagen treffen könnte.
Wollte auch niemandem etwas unterstellen.
Obwohl sich das, was du zuletzt geschrieben hast, nämlich das ZULASSEN (öffnen?) auch anders liest, als das, was ich als nicht richtig gelernt habe. Nämlich das HINZWINGEN, HINVORSTELLEN, HINDRÜCKEN.
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  #20  
Alt 07-05-2008, 22:36
scarabe scarabe ist offline
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     Zitat von Spieler Beitrag anzeigen
Schon klar.
Obwohl sich das, was du zuletzt geschrieben hast, nämlich das ZULASSEN (öffnen?) auch anders liest, als das, was ich als nicht richtig gelernt habe. Nämlich das HINZWINGEN, HINVORSTELLEN, HINDRÜCKEN.
Nö, ich habe jetzt bewußt mal zulassen geschrieben, um zu verdeutlichen, daß Absicht nicht gewaltsames Erzwingen von irgendwelchen Vorgängen sein soll...
Sondern mehr im Sinne von Zulassen...
Sozusagen der Schüler beabsichtigt etwas, wartet geduldig, indem er weiter seine Übungen macht und wenn sich im Körper was tut, erschrickt er nicht und blockiert es so auch nicht, sondern läßt es geschehen...
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  #21  
Alt 08-05-2008, 04:34
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@klaus

einfach nur ein großes dankeschön.
die postings sind eine wohltat.
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  #22  
Alt 08-05-2008, 07:58
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Also was Klaus seiner Posting #16 betrifft, kann ich mich da gerne anschliessen . Ein sehr guter Text.
Es gibt ein englischer Buchtitel, den ich in diesem Zusammenhang gerne zitieren würde. Das Buch geht eigentlich um "Body-Mind-Centering" - ein westlicher und kein östlicher Ansatz - aber das ist schliesslich egal:
"The Wisdom of the Body Moving"


Giles
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  #23  
Alt 08-05-2008, 11:29
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Klaus Klaus ist offline
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@Scarabe:

Leider kommt man leicht in Undeutlichkeit wenn man Worte wie Yi unterschiedlich handhabt. In dem Sinn dass man "offen" ist dafür dass sich da was bewegt, ist es richtig. Absicht ist involviert, weil man absichtlich anfängt sich auf das Yi einzulassen, das übernimmt dann während auch das Bewusstsein anwesend ist. Und das Wort Yi ist auch richtig, in dem Sinne dass man da eine innere Präsenz machen lässt die einen auch Dinge machen lässt ohne dass man weiss warum, wenn es ans Leben geht, eine tiefere Aufmerksamkeit, für den Körper, seine Umgebung, das Leben.

Ausserdem hast Du Recht mit dem Laogong, diese Dinge nannte man bei "uns" Laogong- bzw. Jingluo-Skills. Dazu kommen "Kung-Lo" (pinyin gong-lao ?)-Skills, bzw. Übungen, die mit einem "Kung-Body" arbeiten (eines der wenigen englischen Worte die mir genannt wurden, von daher gut zu übersetzen ...). Ich versuche aber, von den Worten wegzukommen weil jeder andere Namen verwendet, und mich auf die Übungen zu beschränken, das ist aber auch schon nicht einfach wegen der vielen Wenns und Abers.
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  #24  
Alt 08-05-2008, 12:02
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bluemonkey bluemonkey ist offline
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     Zitat von Klaus Beitrag anzeigen
Ausserdem hast Du Recht mit dem Laogong, diese Dinge nannte man bei "uns" Laogong- bzw. Jingluo-Skills.
Wer/wo ist/war denn "bei uns"
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Temüdschin
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  #25  
Alt 08-05-2008, 12:07
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Ein freundlicher alter Herr namens Kang Xing Shi und ein paar teils mürrischere ältere Herren im Park, die sich auch nicht immer einig waren in ihren empfohlenen Methoden. Manche hatten eher einen Bezug zu Shaolin, da sie ein altes Bild besassen von einem kahlköpfigen Mann in dunkler grober Robe mit einer Art Tee-Ei an einer Kette vor einem Bücherregal mit Schriftrollen, das war wohl ihr Lehrer. Den würde ich nicht nach Wudang packen. Herr Kang hatte einen anderen Background.

Geändert von Klaus (08-05-2008 um 12:15 Uhr).
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