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#1
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| Moin, habe ein kleines Technikproblem, habe auch schon die SuFu benutz, aber soo richtig schlau bin ich aus dem Gefundenen noch nicht geworden und versuche es einfach mal zu beschreiben, hoffe das gelingt mir mit Worten. Wenn ich z.B. gegen die Pratze mit rechts einen Roundkick (mittlere Höhe) mache, reisse ich das rechte Bein fast ansatzlos hoch und schlage dann seitlich mit dem Schienbein ein. Ich drehe mich dann auch auf dem Ballen des linken Beins und kriege eine ganz gute Rotation des Körpers hin, und der Kick ist schnell und hat recht viel Power, aber das "Reinklappen" der Hüfte kurz vorm Auftreffen schaffe ich nicht wirklich. Das Standbein ist dann auch nur um ca. 90 Grad zur Ausgangsstellung gedreht. Ungefähr wie hier: YouTube - Muay thai Round kick Wenn ich den Kick eher so mache, das ich ihn von weiter aussen reinziehe (ähnlich wie beim Karate) und eher frontal mit dem Schienbein einschlage, kriege ich die Hüfte auch gut herein, da sie nicht erst im letzten Moment einklappt. Dafür ist der Kick viel langsamer, vorhersehbarer und m.E. beim mir auch gar nicht so stark im Einschlag wie der andere. Ausführung ca. wie hier: YouTube - Muay Thai training - kicks Ich sehe aber oft im Training, dass viele es schaffen, die erste Variante zu treten und trotzdem am Schluss die Hüfte voll 'reinzuklappen' und sich auf dem Standbein weiter einzudrehen. Andererseits sieht man , z.B. bei CroCop manchmal, dass er bei mittleren und hohen Tritten die Hüfte auch nicht allzu stark reinklappt - genauso übrigens als er selber von Gonzaga weggekickt wurde..., siehe z.B. hier YouTube - UFC 74: Couture vs. Gonzaga - See it again on VOD! (bei 1:08) Ist das jetzt eher eine Technikfrage, oder mangelt es mir an Gelenkigkeit in der Hüfte und den Beinen? Oder doch eine Geschmacksfrage, wie man den Kick treten sollte, da man offensichtlich auch ohne starkes Einklappen Power hineinbekommen kann und ihn viele auch so treten? Danke im Voraus |
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#2
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| Zitat:
![]()
__________________ "Kraft kommt nicht aus körperlichen Fähigkeiten. Sie entspringt einem unbeugsamen Willen". (Mahatma Gandhi) |
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#3
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| Naja, viele schaffen es aber auch bei der schnellen Ausführung, die Hüfte dann noch weiter einzuklappen und sich auch auf dem Standbein noch so weit zu drehen, dass die Ferse Richtung Gegner zeigt. Andererseits zeigt der letzte Clip z.B., dass das aber wohl auch nicht alle Profis machen, sieht man bei Crocop auch häufiger. Dass der das könnte, steht allerdings für mich ausser Frage... |
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#4
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| Eine Geschmacks- und Distanzfrage. IMHO ![]() |
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#5
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| Da fehlt jetzt ein Tyler, der sich die Zeit genommen hat, diesen Rundkick zu erklären. Irgendwo hier müsste es noch einen Thread mit einigen Beiträgen und Trainingsanweisungen geben, hat jemand den Link zur Hand? |
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#6
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| Lieber Doremi, Nach deinen Ausführungen führst du deinen Tritt als sog. "Te Chieng" aus, der in einem Winkel von (ungefähr) 45 ° am Angriffsziel auftrifft. Im Unterschied dazu wird der horizontale Tritt, "Te Tat", in einem Winkel von 90 ° zum Angriffsziel ausgeführt, was einen verstärkten Hüfteinsatz ermöglicht und - damit verbunden - eine höhere Trefferwirkung erzielt. Dafür ist Te Tat in der Ausführung auch langsamer. Jeder der beiden hat daher Vor- und Nachteile. In der Praxis werden dann auch alle möglichen Zwischenformen gemacht, aber die o.a. Tritte sind die beiden Grundvarianten. Welche Trittausführung du bevorzugst, hängt allein von deiner Präferenz und der Kampfsituation ab. mit besten grüssen Georg |
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#7
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| Sorry, es sollte heissen "Lieber Daniel..." |
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#8
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| Vielen Dank, damit kann ich schon etwas anfangen. "Te Chieng" trifft dann auch eher seitlich und "Te Tat" mehr frontal auf, oder? Und das was zum Beispiel der gute Gonzaga machte, um Crocop zu fällen, war dann wohl auch eher erstere Variante, nur zum Kopf, wenn man den Kick kategorisieren möchte. |
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#9
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| Es gibt hier übrigens die Möglichkeit eigene Beiträge nachträglich zu ändern. ![]() |
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#10
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| Ad Daniel) Auftreffläche ist in beiden Fällen das Schienbein, bei Te Tat allerdings in einem stumpferen Winkel (oder frontaler, wie du es nennst) als bei Te Chieng. Wie gesagt, im Kampf werden meistens nicht die "reinen" Grundtechniken verwendet sondern Varianten davon, in diesem Fall eben Mischformen aus Te Tat und Te Chieng. ich würde die von Gonzaga ausgeführte Technik als eine solche Mischform ansehen. Ad CaptainPlanet) Guter Tipp, vielen Dank ;-) |
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#11
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| Danke sehr nochmal für die gute Erläuterung! Meinte eigentlich auch eher die Stellung zum Gegner; der schnelle Kick trifft eher die Seite des Gegners (Rippen, Kopf seitlich), der andere kann auch gut eher frontal auf den Gegner einschlagen, jedenfalls verwende ich sie beim sparren intuitiv so.. |
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