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Aber ich denke als Neutraler ist es auch einfacher das Ganze ohne Emotionen zu betrachten. Bezüglich Muay Thai, Muay Boran, Ling Lom, etc. habe ich ja auch nicht viel zu melden. Vieles, was Rylet aka Tyler schreibt, habe ich schonmal woanders gelesen/gehört. Nur einige Sachen passten meiner Meinung nach aus sprachlicher Sicht nicht - und das ist was, wo ich sicherlich mitreden kann. ![]() Guten Rutsch!
__________________ "Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben." ~ André Gide Geändert von ps3ud0nym (31-12-2005 um 18:27 Uhr). |
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| @:Kannix: Na wenn du 91 bist ... dann könntest du mein Onkel sein ![]() @Chuckybabe: - Danke, dass du meine Selbstauffassung in punkto Arroganz auch noch mal bestätigt hast. Bin halt so geworden! Kannix für! ![]() - Schön dass du auch wieder mal zu mir gefunden hast. Dachte schon du hast mich nicht mehr lieb! - Für deine Anfragen: Eile mit Weile! @Nagri: - Herzlich wilkommen! Stehst du auf der Gästeliste, oder kennst du den DJ? ![]() - Du hast gut recherchiert. Im Prinzip folgst du der richtigen Spur, denke ich. ![]() - Lies zur Sicherheit noch etwas weiter, bitte. ![]() - Es gibt zwei Sorten von dummen Thais. Die Minderheit ist dumm, die Mehrheit stellt sich dumm. ... Die meisten Thais mag ich! ![]() Weil Tanren danach fragte und zur besseren Vertiefung… ![]() Das Training als Pahuyuth-Kampfkünstler - Ein Einblick in die Erlebniswelt eines angehenden Kampfkunstschülers Die Grundproblematik der thailändischen Kampfkunst Pahuyuth (darunter dann auch Muai Duekdammbann) ist die, dass man einem Schüler zwar zeigen kann wo das Klo ist, aber hingehen und rein******** muss er selber! Kurz vorneweg: Thailändische Kampfkunstlehrer sind Menschen die diese Kampfkunst im vollen Umfang kennen, aber sich vom Leben (als Kämpfer) zurückgezogen haben. Sie selber kämpfen nicht mehr (deshalb brauchen sie ja auch kein Mongkon), sondern erteilen höchstens noch Unterricht. Da sie dem Kämpfen, den damit verbundenen Emotionen usw. entsagt haben (Weil es sinnlos ist!), widmen sie sich nun dem „Ausbrechen aus dem Rad des Leidens“ und ziehen sich meistens auch aus der Gesellschaft zurück. (Deshalb machen sie für gewöhnlich keine Schulen auf) Ein Leben in Zurückgezogenheit von der Gesellschaft lässt sich am besten als Mönch verwirklichen, daher sind die viele Lehrer Mönche (Man schätzt, dass 80% aller Lehrer als Wandermönche - Pra Tudong, oder Heiler umherziehen). Hat man also gehört, dass es irgendwo einen Lehrer gibt und fragt ihn, ob er einen in Kampfkunst unterweisen könne so wird er stets mit höflicher Abweisung reagieren und behaupten er habe keine Ahnung von der Welt und erst recht nicht von Kampfkunst. Wozu denn auch? Er selber weiß, dass er es kann und das reicht. Viele Lehrer nehmen daher ihre Geheimnisse mit ins Grab, weil zum einen dieses Wissen ohnehin nicht mehr benötigt wird (moderne Feuerwaffen) und zum anderen weil sie niemand fordert. Deswegen stirbt diese Kampfkunst möglicherweise auch bald aus und dann bleibt irgendwann vielleicht nur noch „Muay Farang“ übrig. Dieser Umstand wird von den meisten Lehrern billigend in Kauf genommen! Ajarn Santhas Supastrapong ist die Ausnahme. Seiner Ansicht nach soll das Pahuyuth Wissen auch künftigen Generationen erhalten werden, sofern sie bereit wären es einzufordern. Er ging nach Deutschland, strukturierte/standardisierte das Wissen und gründete eine Schule, aus der später die freie Plattform www.Pahuyuth.de erwuchs. Diese Internetseite soll für alle Wissbegierigen zur freien und kostenlosen Weiterbildung dienen und beinahe verlorenes Wissen erhalten helfen, indem allen (!) weltweit die Möglichkeit gegeben wird mit ein wenig Basis von dort etwas sicherer einen echten Kampfkunstlehrer zu finden. Zur Info: Es gibt natürlich auch andere gute Lehrer in Europa, aber die sind aus oben genannten Gründen sehr schwer zum Unterrichten zu bringen. Man muss also nicht gleich zu Ajarn Santhas rennen nur weil man Pahuyuth lernen will (Das will er auch gar nicht ). Es gibt genug Lehrer weltweit. Man muss sie nur finden und vor allem fordern….Der Knackpunkt ist: Ein Lehrer der thailändischen Kampfkunst muss unterrichten wenn Schüler da sind und er gebraucht wird! Er wird seine Hilfe nicht verwehren! Wenn ich höre, dass es einen Lehrer gibt, der besonders gut kicken kann, würde ich nicht zögern notfalls auch um drei Uhr nachts vor seiner Haustür so schlecht wie möglich (!) gegen die Laterne zu kicken damit er mir endlich zeigt wie es richtig geht. Er muss mich korrigieren, wenn ich falsch kicke und er Kampfkunstlehrer ist! (Nur mal als Beispiel falls ihr mal vor verschlossenen Türen steht. Das hat schon mal jemand bei Ajarn Ket Sriyapai gemacht soweit ich weiß) ![]() Nun zum eigentlichen Trainingserlebnis… Man hört irgendwann mal, dass es einen Typen gibt und der nennt sich Ajarn Santhas. Der soll ganz toll Thaiboxen können. Man beschließt sich diesen Santhas und seine Schule mal bei einem Probetraining anzusehen. Es ist Freitagnachmittag, die Sonne scheint und man will mal ein bisschen trainieren und abends vielleicht noch weggehen. Man betritt also ehrfürchtig die Schule (man hat ja viel gehört) und steht plötzlich in einer recht bunten Mischung an Menschen aller Gesellschaftsschichten. Einige tragen Anzüge, andere Blaumänner, oder seltsame weiße „Schlafanzüge“ mit grünem oder gelbem Gurt. Einige Rauchen (Künstler rauchen, oder? ), andere trinken Kaffee und man weiß nicht so ganz ob man hier richtig ist. Alle schauen einen neugierig an und man fragt, ob man hier Thaiboxen lernen kann. Alle winken ab, weil Thaiboxen hier nicht angeboten wird. Keiner weiß was man meint. „Frag mal den Hausmeister“ sagt einer der Schüler und verweist auf einen Thailänder in ollen Klamotten, der gerade den Trainingsraum fegt. „Ah ein Thai! Der muss den Chef kennen! Hoffentlich kann er Deutsch!“ denkt man sich und fragt ihn halt nach Santhas. Der Thai erwidert, dass Santhas nicht da sei und er nicht versteht warum alle immer ihn den Hausmeister nach Santhas fragen. Immerhin sei er mit Fegen beschäftigt und neue Lampen wolle er heute auch noch reinschrauben, damit er besser sehen kann wen er fegt… Der Hausmeister sagt man könne ja vielleicht mal am Gelbgurtkurs teilnehmen, wenn der Kursleiter nichts dagegen hat.Anmerkungen: 1.Es gibt sechs Gurtstufen (gelb, grün, weiß, schwarz, blau, rot), plus zwei Sondergurtstufen (gelbgrün und schwarzrot mit Gold-/Silberstreifen) 2. Die erste Gurtfarbe ist Gelb und bedeutet „Probeschüler“. Man ist in dieser Phase kein richtiger und aufgenommener Schüler (Graduierungsträger), sondern Schüler auf Probe. Man kann hier erstmal in Ruhe schauen, ob einem der Kampfkunstweg überhaupt zusagt. Man hat keine Pflichten und darf alle höheren Graduierungsträger alles fragen, was man wissen will. 3. Der Gelbgurtkurs ist ein Zugeständnis von Ajarn Santhas an die westliche Lebensweise und ist ursprünglich nicht Bestandteil der Ausbildung gewesen. Normalerweise bekommen Probeschüler ein paar Übungen, die sie üben sollen und tun das auch. Weil es in westlichen Kulturkreisen und ganz besonders in Deutschland jedoch üblich ist nur auf Ansagen des Trainers zu trainieren, anstatt selber zu entscheiden wurde der Gelbgurtkurs ersonnen um einen leichteren Einstieg zu finden. (Soll halt auch schon mal vorgekommen sein, dass der Kursleiter eine ganze Stunde vor den Schülern stand, nichts gesagt hat und auch nichts passiert ist ) Es ist noch etwas Zeit bis das Training anfängt und der Trainer ist auch noch nicht da. Man bekommt Kaffee, Tee oder ähnliches angeboten. Es herrscht entspannte „Fünf-Uhr-Tee-Atmosphäre“. Die anderen Schüler fragen einen wie man heißt und wie man auf die komische Idee kommt hier trainieren zu wollen, oder wie man überhaupt von der Schule erfahren hat. Man erklärt, dass man sagen soll, dass man von „Strohpuppe“ geschickt wurde und dass man auch schon Thaiboxen im Camp in Thailand gelernt hat. Alle scheinen sofort zu wissen wer mit „Strohpuppe“ gemeint ist und nicken verständnisvoll, wenn man das mit dem Thaiboxen erwähnt. Anmerkung: 1. „Strohpuppe“ ist ein Beispielname eines Graduierungsträgers (mindestens Grüngurt also). Jeder Graduierungsträger erhält seit je her bei seiner Prüfung einen Spitznamen und ist ab sofort unter diesem bekannt. Die Vergabe eines solchen Namens richtet sich vorrangig nach hervorstechenden Charaktermerkmalen, die der Prüfling im Laufe seines Trainings an den Tag gelegt hat. Oftmals kennt man ihn auch nur unter diesem Namen, weil der verliehene „Rufname“ einfach griffiger ist und besser zu ihm passt als sein Eigentlicher. Einen Namen erhält man nicht einfach so, sondern ist immer hart verdient und wird daher von jedem Graduierungsträger mit Stolz getragen. Der Trainer kommt, er sieht etwas abgehetzt aus. „Aha“ denkt man sich. „Das soll also der Trainer sein.“ Bestimmt ist er ein Vorbild für alle hier und sagt dass wir endlich mal aufhören sollen zu rauchen. Der Trainer begrüßt alle, stellt sich einem freundlich vor und zündet sich eine Zigarette an. „Letzte Zigarette vorm Angriff!“ sagt er mit erhobener Stimme zu den Schülern und schaut einen musternd an. Er fragt ob man passende Kleidung und ein T-Shirt zum wechseln hat. Man zeigt ihm voller Stolz die Thaiboxhose aus dem Camp und er nickt einfach nur verständnisvoll. ![]() Einer der Gelbgurte zeigt einem auf Ansage des Trainers ( ) die Umkleide und die Schüler ziehen sich um. Jetzt tragen alle „Schlafanzüge“. Einer der Gelbgurte zeigt einem anderen wie man den Gurt richtig bindet. Man wird gefragt wann man zuletzt gegessen hat. Man erwidert, dass man eine Pizza auf dem Weg zum Training hatte und wird freundlich belehrt. Man sollte zwei Stunden vorher nichts essen. Die Gelbgurte betreten den Trainingsraum. Spätestens jetzt fällt einem auf, dass nirgendwo irgendwelche Matten sind. Die Gelbgurte stellen sich in zwei Reihen mit den Gesichtern zueinander auf. Barfuss, in T-Shirt und Thaiboxhose reiht man sich mit seinen Boxhandschuhen in der Hand irgendwo zwischen die Gelbgurte ein. Der Trainer (ein Weißgurt) steht an einem Ende der beiden Reihen mit dem Rücken zu einer Wand mit einer kleinen Statue mit Plastikblumenkranz. Der Trainer bittet einen sich näher bei sich, zu seiner rechten in die Reihe zu stellen und die Boxhandschuhe erstmal wegzulegen. Anmerkungen: 1. Die Trainingskleidung ist eine weiße knielange Hose und ein weißes kurzärmeliges Oberteil mit V-Ausschnitt. Beides aus grober Baumwolle. Diese Kleidung, sowie der Gurt gehen auf die Armee unter König Naraesurn zurück. (siehe www.Pahuyuth.de) 2. Es gibt keine Matten im Pahuyuth! (und ganz besonders nicht im Ling Lom!) Alle Fall- und Rolltechniken müssen mindestens auf stabilem Holz, optimalerweise auf Beton oder „härter“ durchgeführt werden. Wenn eine Rolle wehtut, ist sie technisch falsch! (Auf der Straße kann man auch nicht mal schnell ne Matte drunterlegen, oder?) ![]() 3. Die Wand mit der Statue ist die so genannte „Lehrerwand“. Die Statue, ist die Figur von König Taksin, dem „Schirmherr“ der Schule. (später mehr dazu) 4. Der jüngste Schüler steht dem Lehrer (in unserem Fall dem Trainer) am nächsten. Junge Kampfkunstschüler brauchen in ihrer Entwicklung mehr Hilfestellungen und Aufsicht, als Ältere, daher befindet sich der Jüngste zur Rechten des Lehrers. Ihm gegenüber befindet sich der „älteste“ Gelbgurt, damit der Jüngste von ihm durch Beobachten lernen kann. Das Training geht also los. Man ist gespannt was nun folgt. Der Trainer eröffnet den Kurs grinsend mit: „Ich hoffe ihr hattet alle einen schönen Tag. Wenn ihr morgen noch laufen könnt, dann habt ihr heute etwas falsch gemacht!“ und bittet alle sich hinzuhocken. Alle gehen in die Knie und fangen an leicht auf und ab zu wippen. Man macht mit. Der Trainer nimmt Augenkontakt auf und deutet die Hände auf die Oberschenkel zu legen. „Zum warm machen“ erklärt er. „Wenn du irgendwelche Fragen hast, dann frag einfach los. Nachfragen ist keine Schande! Dafür bin ich da!“ setzt er hinzu. „Aha“ denkt man sich. Nach einigem Herumwippen in der Hocke steht der Trainer auf. Die Schüler folgen ihm in den Stand. Man spürt beim aufstehen wie die Beine warm werden und das Blut zu zirkulieren anfängt. Man schüttelt sich ein wenig die Beine aus und der Trainer zeigt die erste Übung… Anmerkungen:[/b] 1. Pahuyuth Schüler, besonders Gelbgurte sind stets angehalten nachzufragen wenn Unklarheiten bestehen. In der Gelbgurtstufe lernt man das Prinzip von Zuhören-Mitdenken-Nachfragen-Ausführen. (wäre doof wenn man eins davon vergisst bzw. die Reihenfolge vertauscht, oder? )2. Der Trainer hier ist Weißgurt, also selber noch Schüler. Durch die Unterrichtung der Gelbgurte vertieft er sein Wissen und lernt selber dazu. Die Gelbgurte stellen (hoffentlich) naturgemäß viele Fragen und er ist als Höhergraduierter verpflichtet alle Fragen zu beantworten. Kennt er mal keine Antwort so ist das kein Beinbruch, denn dann kann er stets einen Graduierungsträger einer höheren Stufe befragen, welcher ihm zur Beantwortung verpflichtet ist. (Notfalls bis zum Rotgurt) Man nennt es das „Prinzip des fließenden Wassers“. Wissen fließt wie Wasser fließt von oben nach unten und erreicht (sofern gewünscht/gefragt) auch den jüngsten Gelbgurt. (Auf „Ich bin der Trainer, das muss jetzt so sein“ pochen ist somit nicht drin. )Die erste Übung sind Liegestützen … auf den Fingerspitzen. Das hat man noch nicht so häufig gemacht, aber man ist ja ganz gut in Form, denkt man sich. Plötzlich dreht der Trainer auf und brüllt: „ACHTUNG!“ Die Schüler gehen in Liegestützposition. Erschrocken über den plötzlichen Tonfallwechsel zuckt man zusammen und macht artig mit. Der Kursleiter brüllt: „MACHT! EINS! ZWEI! DREI! ….“ Man fängt an zu pumpen. Der Trainer geht herum. „…,NEUN! ZEHN! EINS! ZWEI! …“ Dabei korrigiert er die Schüler und zählt lauthals weiter. Man beginnt zu schwitzen und überlegt ob man vielleicht besser morgen statt heute weggeht… Anmerkungen: 1. Der erste Teil des Gelbgurtkurses dauert eine Stunde und besteht aus Konditionsübungen, welche nach Wahl des Kursleiters aus den so genannten „30 Übungen“, den „Leistungstests“ oder fortgeschrittenen Varianten zusammengestellt sind. 2. Die „30 Übungen“ sind sehr alte und wohldurchdachte Konditionsübungen die zum einen zur körperlichen Ertüchtigung und Stärkung der Gelenkstruktur, zum anderen aber auch zur Vorbereitung des Körpers auf die späteren Kampftechniken dienen. In den 30 Übungen sind viele Basisprinzipien der späteren Techniken versteckt, welche durch regelmäßige Durchführung im Körper automatisiert werden. (Gewissermaßen eine heimliche Allroundlösung für Kampfkünstler) Diese Übungen sehen ziemlich „einfach“ zum Teil auch etwas „lächerlich“ aus sind aber bei disziplinierter und konsequenter Durchführung erschreckend fordernd und haben schon viele „gut trainierte“ Athleten verzweifeln lassen. Man kann sie auch auf www.Pahuyuth.de als Videos herunterladen. (Viel Spaß beim ausprobieren )Wenige Übungen später beginnt sich das Blickfeld zu verengen. Kleine gutgelaunte Sterne funkeln vor den Augen. Der ganze Körper ist brennt und pulsiert. Ein leichter Pizzageschmack macht sich beim Aufstoßen im Mund bemerkbar. Unter sich hat man bereits eine Pfütze aus Schweiß, Speichel und Tränen angesammelt. Die Thaiboxhose klebt an den Beinen. Die Stimme des Trainers hämmert: „…, UND ZEHN!“ Man denkt nun sei es endlich gut und setzt ab, da donnert der Trainer weiter: „EINS! ZWEI! ICH HAB NOCH NICHT STOP GESAGT! DREI!…“ Der Pizzageschmack wird stärker und der Hausmeister repariert in aller Seelenruhe eine Steckdose in einer Ecke. „…ACHT! NEUN!...“ Die anderen Schüler sehen auch nicht besser aus. Einer der Schüler liegt beinahe regungslos in seinem Erbrochenen. Der Hausmeister reicht ihm ein Handtuch. Der Pizzageschmack wird stärker… „…DREI! VIER! BEINE OBENLASSEN!“… Anmerkung: 1. Das Gelbgurtkonditionstraining ist sehr anstrengend und wird durch den psychischen Druck des Trainers nicht gerade leichter. (Auch wenn er ständig nebenher Witze macht). Aber auch hier verbirgt sich Prinzip: Gerade junge Schüler mit wenig, oder ohne jegliche Kampferfahrung müssen lernen mit derartigem Druck umzugehen um später ihr Wissen auch sinnvoll nutzen zu können und nicht „zusammenzuzucken“, wenn man sie anpöbelt, oder anschreit. Zwanzig Minuten später... Man hat zwischendrin kleine Blackouts, die Sicht verschwimmt weil die Augen vom Schweiß brennen. Der Trainer zeigt hinter dem Schleier eine neue Übung. „Rücken liegen, Beine 45°!“ sagt er. Bei „ACHTUNG! MACHT!“ legen sich alle Schüler hin, nehmen die Hände hinter den Kopf und winkeln die Beine gestreckt 45° vom Boden ab. „NUR LIEGEN UND AUSRUHEN!“ ruft der Trainer in den Raum. Man macht mit und sofort beginnen die Beine zu zittern. Unwillkürlich winkelt man die Knie etwas an und wird liebevoll korrigiert. „Lass die Beine gerade. Zittern ist keine Schande!“ sagt der Trainer mit ruhiger Stimme. „Spinnt der?“ denkt man sich und nutzt die „ruhige Übung“ um sich vorsichtig etwas umzusehen. Ein paar Grüngurte zeigen sich gegenseitig irgendwelche Fausttechniken, oder wirbeln mit Holzschwertern umher. „Kein Ajarn Santhas Superstar in Sicht“ denkt man sich und wird von den Worten des Trainers zurück in die Realität geholt. „Und was hast du heute so alles gegessen?“ fragt er den Gelbgurt nebenan, während er mit einem Fuß auf seinem Bauch steht und mit dem anderen die Beine von 70 zu 45° herunterdrückt. „Cevapcici! … Kannst du gleich sehen“ hustet er zurück. Alle lachen nur man selber nicht, weil man als nächster dran ist… Anmerkung: 1. Als Graduierungsträger (mindestens Grüngurt) hat man schon gelernt sich selber zu trainieren. Die Schüler trainieren entweder alleine, verabreden sich zum Beispiel für gemeinsame Trainingsstunden mit Kondition oder Technik. Sie checken gegenseitig ihre Techniken (Beistandspflicht) und höhere Graduierungsträger sind verpflichtet sofort zu korrigieren, sofern sie Fehler entdecken (Aufmerksamkeitsschulung) und ihnen alle Fragen zu beantworten. (fließendes Wasser) Wenig später …. Die Pizza hat man jetzt erfolgreich aus dem Magen evakuiert und wird aufgefordert weiterzutrainieren. „Nenne mir einen vernünftigen Grund jetzt aufzuhören!“ sagt der Trainer und fügt hinzu: „Es gibt keinen, oder?“ Man macht also weiter und streicht die Abendplanung aus dem Kopf. Übung um Übung verstreicht und man überlegt, ob die Uhr an der Wand kaputt sei. Benommen würgt man etwas schaumigen Schleim nach oben… „Alles OK?“ fragt der Kursleiter besorgt und man denkt sich mit wachsender Tobsucht „Du kannst mich mal! Mich kriegst du nicht klein du Penner!“… Hundert Jahre gefühlte Zeit später … Der Kursleiter ruft: „PAUSE!“ Man es tatsächlich irgendwie geschafft den ersten Teil zu überleben. „Das Geld für die Pizza hätte man sich aber sparen können.“ denkt man bei sich und schleppt sich als zerschundenes Häufchen Elend mit den anderen zusammen zombiemäßig sich von der Trainingsfläche. Bis auf einen, der noch seinen ehemaligen Mageninhalt vom Boden wegwischt und die Fenster öffnet. „Wasser!“ Im Umkleideraum liegt die Wasserflasche bereit. Mit beiden Händen hebt man sie bis auf Bauchnabelhöhe… zu niedrig zum trinken, aber höher geht es jetzt nicht. Da spielen die Arme nicht mehr mit. Vorsichtig trägt man nun die Flasche mit schlürfenden Schrittchen bis in den Aufenthaltsraum und stellt sie unbeholfen auf den Tisch. Weil man keine Kraft mehr in den Händen hat öffnet man sie mit den Zähnen und kippt sie, auf dem Tisch stehend, leicht an um etwas daraus zu trinken. Der Kursleiter klopft einem wohlwollend auf die Schulter und sagt: „Hast dich im Konditeil ganz gut gehalten. Wie machen jetzt kurz Pause und dann geht es weiter mit dem Technikteil.“ Man will nur noch schnell sterben, aber selbst dafür reicht die Kraft nicht aus … - Fortsetzung folgt - Und wenn es dann bei euch auch so weit ist .... Frohes neues Jahr! Sawadee pi mai khab LG Tyler |
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#48
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| Frohes Neues alle mitanand @ Tyler Ne, steh nich auf der Gästeliste und kenn auch nich den DJ… Wo gute Musik gespielt wird hör ich halt gern hin… ( verbeuge mich und lach dich an... ) Interpretierst mich als der richtigen Spur folgend… Ich bin jetzt hier – so wie das Thema jetzt hier ist… Wenn die Sachverhalte also so sein sollten wie beschrieben, dann wäre es doch sicherlich clever ( für das Fortbestehen der Kampfkunst ) wenn die hier getroffenen Aussagen irgendwo bestätigt werden würden, oder? In Thailand vielleicht? Sind denn richtige Kampfkunstlehrer ( Pahuyuth Lehrer? ) in irgendeiner Art untereinander organisiert oder bekannt? Ich vermute mal nicht! Mir scheint es eher plausibel, das jemand der ein solcher Lehrer ist ( Hausmeister vermute ich ), zwangsläufig ein bestimmtes Maß an Selbsterkenntnis erreicht haben muss, und somit die Kampfkunst auf dem Weg seiner persönlichen Entwicklung nicht mehr braucht ( so wie viele andere Kampfkunststile ihren theoretischen Kern auch definieren ), und als Mittel zum Zweck versteht. So jemanden zu finden, der wie du schreibst eben keine Ausnahmestellung wie Santhas einnimmt, dürfte doch wohl sehr schwer sein. Glaubst du das mit der Bekanntwerdung der Existenz eines solchen, sich von dem bereits bekannten Wissen untersscheidenden Kampfkunstwissens, ein kleiner Stein ins Rollen gebracht wird… Ich kenne einige Kampfsportarten und auch solche die sich Kampfkunst nennen, einen realen Hinweis auf die Existenz eine traditionelle Schule in der von dir beschriebenen Form habe ich jedoch noch nirgends gefunden ( nicht falsch verstehen – kommerzialisierte Formen gibt’s viele … ) – hier scheint ja das bestehende Weltbild eines Schülers ganz schön hart rangenommen zu werden…. Besteht etwa Hoffnung ( in den nächsten Jahren vielleicht ), das dazu noch mehr publiziert wird? @ ps3d0nym Hallo, du schreibst, du hast das was Tyler schreibt schon mal irgendwo gehört/gelesen: Wo wenn ich fragen darf? In deiner Jugend in Thailand? Würde mich interessieren was du darüber gehört hast… Freue mich dabei zu sein wenn hier Geschichte geschrieben wird ... selbst wenn man sie später nirgends lesen kann …lol |
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__________________ "Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben." ~ André Gide |
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| @ps3ud0nym Ahh, verstehe. Schade. Dachte du hättest vielleicht was aus direkt thailändischer Quelle dazu gehört... Nachdem was auf Pahuyuth.de über Lehrer steht, so wie Tyler es auch beschrieben hat, wäre es meines Erachtens nach höchst interessant was dazu zu hören... Ausser Santhas wird es ja dann irgendwo noch andere Lehrer geben... Danke soweit! Nagri |
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| Zitat:
Anscheinend siehst Du in Deiner zur Schau gestellten Arroganz einen Zeichen der Stärke. Wahrscheinlich handelt es sich dür Dich dabei um die Umsetzung eines strategisch-taktischen Prinzips der psychologischen Kampfesführung eines Kriegers oder sehe ich das falsch und Du bist einfach nur arrogant? Manchmal kann man ja tatsächlich einfach nix dafür und ich will ehrlich sein, mir macht das eigentlich nichts aus, ich finde sogar das Du ein durchaus amüsanter Zeitgenosse bist, der niemals einen gewissen Grad an Höflichkeit unterschreitet, wenn man den nervigen Charakter auch nicht verhehlen kann. Zitat:
Und warum sollte ich Dich nicht mehr lieb haben. Hey man, ich bin Christ und gelebte Nächstenliebe ist sehr wichtig für mich. Zitat:
auskurieren und erwarte in diesem höflichst Deine Antworten. Beste Grüße Chuckybabe |
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| @Nagri:
@Chuckybabe: - Gute Besserung und kurier dich erstmal. ![]() @Alle: Bevor ich Teil zwei zum "Erlebnis" poste.. Ich will es nicht tun ohne gefragt zu haben... und hab vergessen es oben zu schreiben... *räusper* ... Möchte sich noch jemand dazu äußern? LG Tyler |
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| @Tyler hallöle! zu1: …verstehe, verstehe… aber nicht vergessen: solange du noch suchst haste noch nich gefundet…pfunzts? zu2: keine Ahnung was die Thais so für soziokulturelle Angewohnheiten haben…aber wenn die Lehrer sich kennen ist es ja gut…lol! Welcher Beschluß würde mich da nur interessieren?! Und, dachte der Lehrertag wäre laut Pahuyuth.de schon länger auf dieses Datum festgelegt… Stimmt mit dem Baum. Wenn jetzt aber die Rahmenbedingungen wachsen kann er ja locker mitgehen… zu3: Ein schöner theoretischer Ansatz, den ebenfalls andere Stilrichtungen postulieren… Ein richtiger Lehrer wäre demnach in der Lage das auch zu vermitteln, ja? Ich meine in der praktisch/theoretischen Charakterstruktur des Schülers einen Rück zu bewirken… werde immer neugieriger… zu5: Wohl am besten indem man ihn versteht, oder was glaubst du? zu7 und 8: hattest mich nicht vestanden… bin doch schon hier… Aber den Philospass mal beiseite, schöne Sprüche mag ich auch, für mich selbst nehm ich jedoch am liebsten den Spiegel. Das was da auf diesem Treffen beschlossen wurde interessiert mich in der Tat. Weißt du was darüber? Hat das was mit der Unwissenheit ( ich meine auf den Unterschied Kampfsport/Kampfkunst im Vergleich mit dem von dir vorgestellten Infotopf bezogen ) unserer und der europäischen Verbände zu tun? @Chuckybabe mag auch eingemachtes… Gruß Nagri |
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#54
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| Erstmal ein paar Antworten…. ![]() @Chuckybabe “Anscheinend siehst Du in Deiner zur Schau gestellten Arroganz einen Zeichen der Stärke. Wahrscheinlich handelt es sich für Dich dabei um die Umsetzung eines strategisch-taktischen Prinzips der psychologischen Kampfesführung eines Kriegers oder sehe ich das falsch und Du bist einfach nur arrogant?“ - Du hast weiter ausgeholt als es der Realität entspricht. Ich bedanke mich für deine Interpretation wie bei einem Spiegel, der sowohl mich, als auch sich selbst zeigt. Deine ideenreiche Vorstellung entspringt alleine deinem Verständnis und deiner Sichtweise und führt dazu mich als Arrogant zu empfinden. Im Gegensatz dazu steht mein bewusster Ausdruck von Arroganz, welcher mehr oder weniger von meinen Fähigkeiten und nicht von meinem Charakter ausgeht. Mit anderen Worten: Mit ein wenig dargestellter Arroganz kann man also dein Gemüt erregen… Gut zu wissen. Erzähle es am besten keinem, sonst versuchen alle dich damit aus der Reserve zu holen. Ich könnte mir vorstellen, dass du Kämpfe verlierst wenn dein Gegner dir Arroganz präsentiert und du emotional wirst. ![]() „Manchmal kann man ja tatsächlich einfach nix dafür und ich will ehrlich sein, mir macht das eigentlich nichts aus, ich finde sogar das Du ein durchaus amüsanter Zeitgenosse bist, der niemals einen gewissen Grad an Höflichkeit unterschreitet, wenn man den nervigen Charakter auch nicht verhehlen kann“ - Welchen Sinn verfolgst du mit diesen Worten eigentlich? Ich habe mit meinen bescheidenen Fähigkeiten wahrlich nicht vermocht zu verstehen weshalb ich so sein soll wie es nach du es nach deinem Verständnis und deiner Prägung gewohnt bist. Mein sagt doch: Wenn du Bananen magst, dann gehört auch die unliebsame Schale dazu! „Nun ja, ich bin ein Diskussionsliebender, neugieriger und wissbegieriger Mensch, es war nur eine Frage der Zeit bis ich Dich "wieder finde", zumal wir ja so langsam ans Eingemachte gehen und konkret werden. Bloß im Falle von zuviel Drumherumgelabere klinke ich mich wieder aus.“ - Dann ist Aufgabe wohl eine sinnvolle Alternative für dich. Mir kommt da der Geschmack von Medizin in den Sinn. Sie ist selten bekömmlich, aber besitzt Heilwirkung. Eine Ablehnung wegen des Geschmacks ist nur so lange gerechtfertigt, wie man die Heilwirkung noch nicht erkannt hat. Genauso ist „Drumherumgelabere“ nur Unsinn, sofern man den Sinn noch nicht gefunden hat. „Und warum sollte ich Dich nicht mehr lieb haben. Hey man, ich bin Christ und gelebte Nächstenliebe ist sehr wichtig für mich“ - Dann liebe doch Tyler so wie Tyler ist! Es besteht ein Unterschied zwischen uns in den Punkten Ansicht und Eindruck mit dem wir uns hier auseinandersetzen. Es geht doch gar nicht so sehr ums Rechthaben, sondern mehr um gegenseitige Verständigung und der Fortentwicklung unseres Verständnis und unserer Sichtweisen. So habe zumindest Ich christliche Liebe verstanden. „Och menno, dass ist jetzt aber nicht fair, da will man sich auf eine echte Grundlagendebatte einlassen und dann wirste einfach so vertröstet.“ Du erwartest doch wohl nicht dass ich dir hier ein komplettes Lexikon in einem Atemzug erkläre, oder? „Die Faszination der machbaren Ausführung von Kampftechniken und die Suche nach dem Sinn des Daseins ist die Kunst. Im Gegensatz dazu stehen Wettbewerbe, welche unter vorbestimmten Rahmenbedingungen Kampftechniken zur Selbstverherrlichung als Sport definieren.“ – Ajan Santhas Supastrapong „Aber ich habe ja auch gerade Zeit, muss noch ein wenig meinen Magen-Darm-Trakt auskurieren und erwarte in diesem höflichst Deine Antworten.“ - Ich hoffe durch meine Antworten zu deiner Genesung beigetragen zu haben! ![]() @Nagri: „zu1: …verstehe, verstehe… aber nicht vergessen: solange du noch suchst haste noch nich gefundet…pfunzts?“ - Ja dem ist wohl so. ![]() „zu2: keine Ahnung was die Thais so für soziokulturelle Angewohnheiten haben…aber wenn die Lehrer sich kennen ist es ja gut…lol! Welcher Beschluß würde mich da nur interessieren?! Und, dachte der Lehrertag wäre laut Pahuyuth.de schon länger auf dieses Datum festgelegt…“ Eigentlich wollte ich dir damit indirekt Hinweise für die Suche nach Lehrern geben. ![]() Bei dem Beschluss handelt es sich um einen Kompromiss bzw. einer gangbaren Alternative für den Umgang mit dem thailändischen Kulturerbe, genauer dem Pahuyuth Wissen. zu3: Ein schöner theoretischer Ansatz, den ebenfalls andere Stilrichtungen postulieren… Ein richtiger Lehrer wäre demnach in der Lage das auch zu vermitteln, ja? Ich meine in der praktisch/theoretischen Charakterstruktur des Schülers einen Rück zu bewirken… werde immer neugieriger… - Ich denke für einen Lehrer gibt es weder richtig noch falsch. Ein Lehrer zeigt uns nur den Weg ohne selber mitzukommen. „zu5: Wohl am besten indem man ihn versteht, oder was glaubst du?“ Nein, um uns selbst zu verstehen! Glauben beginnt dort wo Wissen aufhört. „zu7 und 8: hattest mich nicht vestanden… bin doch schon hier…“ - Ich denke schon das ich dich verstanden habe. ![]() „Aber den Philospass mal beiseite, schöne Sprüche mag ich auch, für mich selbst nehm ich jedoch am liebsten den Spiegel. Das was da auf diesem Treffen beschlossen wurde interessiert mich in der Tat. Weißt du was darüber? Hat das was mit der Unwissenheit ( ich meine auf den Unterschied Kampfsport/Kampfkunst im Vergleich mit dem von dir vorgestellten Infotopf bezogen ) unserer und der europäischen Verbände zu tun?“ - Es ging dabei ausschließlich um die Vermittlungsproblematik des Pahuyuth. In der Kernfrage ging es um die Ansicht der Pahuyuth Lehrer (siehe www.Pahuyuth.de ) und die Ansicht des Lehrers von Ajan Santhas. Es hat nichts mit irgendwelchen Verbänden zu tun. Und nun zum Erlebnis… Das Training als Pahuyuth-Kampfkünstler – Teil 2 Der Konditeil wäre also geschafft und man hat sich schon ein paar Sekunden erholt. Der Körper hat sich zwar etwas beruhigt, reagiert aber noch überall träge und zittrig bei „übermenschlichen Belastungen“ wie dem Anheben der fast leeren Plastikwasserflasche. „Und dafür brauchen die hier nicht mal Hanteln“ denkt man sich und schlürft noch etwas Wasser. Die Abendplanung fürs Wochenende hat man gestrichen und überlegt, ob man es vielleicht schaffen könnte die Daumen zu bewegen um wenigstens etwas „Tekken“ spielen zu können, weil der Rest des Körpers wohl außer Gefecht sein wird. Man sitzt zwischen den Gelbgurten, die sich gegenseitig Witze erzählen. Einer der Gelbgurte fragt welche Disziplinen man als Grüngurt eigentlich lernen kann, der Kursleiter erklärt und das Weltbild bröselt… Anmerkungen:
Anmerkung:
Die Gelbgurte schließen die Fenster und stellen sich wieder in zwei Reihen auf. Der Hausmeister holt eine klapprige Aluleiter aus der Besenkammer und stellt sie etwas unbeholfen unter einer der Lampen auf. Der Kursleiter eröffnet den Technikteil und lässt die Gelbgurte noch mal zeigen, wie man die Grundstellung aufbaut. „Aha, denkt man sich. Man könnte ja auch einfach mal die Arme hochreißen.“ Dann erklärt der Kursleiter welche drei Basisschlagarten es überhaupt gibt und womit man genau schlägt und wie und vor allem warum. Dann zeigt er die eigentliche Technik. Es geht um den „geraden Faustschlag“ und der Trainer erklärt, dass bei einer Geraden man immer von A nach B in direkter Linie schlägt und zeigt dazu ein paar Beispiele. Er leitet die Grundtechnik von der menschlichen Anatomie ab und lässt die Schüler ein paar Beweisführungen selber ausprobieren. Es macht Spaß, weil der Trainer für eine entspannte Atmosphäre sorgt. Es wird viel gelacht, trotzdem aber ernsthaft und fundiert erklärt. Alles ist logisch und einfach nachvollziehbar. Man beginnt man sich zu fragen warum die anderen Schüler dann so seltsames Sparring veranstalten, anstatt ihre tollen Theorien in harte Praxis zu verwandeln. Man bemerkt wie der Hausmeister auf der klapprigen Leiter an den Glühbirnen herumschraubt. Keiner scheint ihm helfen zu wollen und man empfindet sogar etwas Mitleid mit dem Hausmeister. „Deutsch kann er ja auch noch nicht so gut. Vielleicht sage ich ihm ja nachher das es <wo ich fege> heißt.“… Anmerkungen:
Anmerkungen:
Anmerkung:
Die Kursteilnehmer folgen wenn der Kursleiter die Bewegungen zeigt und mit erhobener Stimme den „Kämpfereid“ vorträgt: „Wir machen die Füße zu einem V als Zeichen dafür, dass wir alle gleich sind!Der Kursleiter senkt den Kopf für einige Sekunden, die Schüler tun es ihm gleich. Er hebt den Kopf wieder und erklärt: „Danach geben wir uns alle die Hände weil wir zusammen trainiert haben!“Er ruft ein kurzes „DANKE!“ in den Raum und die anderen Schüler, welche für den Kämpfereid ihr Training unterbrochen haben trainieren weiter. Als nächstes geht er auf einen zu und reicht die Hand. Nach der Handreichung folgt man ihm bis zum nächsten Schüler. Nach dem Kursleiter reicht man ihm die Hand, er reiht sich ebenfalls ein und so geht es einmal rundum… Anmerkung:
- Fortsetzung folgt - Möchte sich noch jemand dazu äußern? LG Tyler |
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| @tyler, Du bist ein guter Geschichtenschreiber. Auch wenn ich viele Details schon in Karatekid u.ä. gesehen habe. Wann kommt denn die Stelle wo sich der "Hausmeister" als Obermacker entpuppt? Das war doch auch in irgendeinem Film? Und lass mich raten, beim Sparring wird der Held ziemlich überrascht und frustiert erkennen müssen, daß da wohl mehr sein muß als nur draufhauen Übrigens,derDuweißtschonwenichmeine, dem ist es wohl zu blöd sich mit Dir auseinanderzusetzen Ist es Dir denn sehr wichtig, daß er Notiz von Dir nimmt? Dann ruf ihn doch mal an. Ben?Geändert von Kannix (04-01-2006 um 14:10 Uhr). |
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#56
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| Der Zeitpunkt zum Ausklinken ist jetzt wirklich da, schneller leider als erwartet, denn leider mein lieber Tyler beinhaltet Dein "Drumherumgelabere" einfach einen zu hohen Prozentsatz an nicht essentiellen Betrachtungen * - einfach langweilig und unergiebig. Du enttäuschst mich, dachte Du hättest mehr Potential! Weißt Du, einen Moment lang glaubte ich tatsächlich, man könne miteinander einen ernsthaften Diskurs führen, doch Dir fehlt dafür anscheinend das kulturelle und intellektuelle Verständnis, wie so etwas vor sich geht. Und in so einem Falle ist Weggehen und Dumm stehen lassen das einzig Richtige, was für mich Sinn macht. Also Tyler mein Süsser, ich sag dann mal tschüss und gehe einfach - viel Spaß beim Stehen. Ach ja Tyler, Du mußt Dich dazu wirklich nicht äußern - verschone mich mit weiterer Langeweile. Wünsche Dir aber ansonsten noch alles Gute auf Deinem weiteren Weg. Beste Grüße Chuckybabe |
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#57
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| @Kannix: Mal ehrlich: Hast du meine Geschichte eigentlich gelesen? Hast du meine Geschichte dann auch verstanden? Falls ja dann müsstest du doch besonders in Bezug auf das Thema dieses Threads eigentlich mitbekommen haben worum es mir mit diesem kleinen „Mein schönstes Ferienerlebnis“ - Aufsatz in Wirklichkeit geht, oder? Diese Story ist eine auf das Thema bezogene „selection“ mehrerer reeller Ereignisse, die sich genau so und nicht anders im Laufe meiner bisherigen Karriere zugetragen haben. Alle die mal genauer hingesehen haben, anstatt erstmal kleinlich rumzumeckern werden bestätigen können, dass ein solches Training ein „bisschen“ anders ausschaut als bei vielen anderen Schulen. Ich denke schon, dass es so ist und knüpfe daran an um einen weiteren Punkt zur Vertiefung der „Kampfkunst ungleich Kampfsport“ – Thematik zu gewähren, so wie euch allen hier einen kleinen Einblick in die Welt der Kampfkünstler zu „schenken“! (Genau wie Tanren es sich gewünscht hat, oder?) Es geht mir nicht darum zu zeigen wie wahnsinnig toll es ist in so einer Kampfkunstschule zu lernen und Ajarn Santhas hat auch keine Lust drauf von den Leuten die Bude eingerannt zu bekommen. Er ist kein „Obermacker“ wie du ihn vielleicht gerne sehen würdest, daher werde ich ihn auch nicht so darstellen. (Wie genau das bei Kampfkünstlern ausschaut werdet ihr noch sehen )Es ist definitiv nicht Ajarn Santhas Wunsch berühmt zu werden! Das ganze Spiel mit Titelfotos und Interviews, etc. hat er in den 70ern schon mal gehabt. Glaubst du nicht er hätte ohne Probleme reich und berühmt werden können, wenn er es darauf angelegt hätte? Anstatt also wie üblich hier kleinlich herumzunörgeln ohne sinnvolle Inhalte rüberzubringen wäre es wohl für alle sehr erfreulich gewesen mal von dir zu hören wie du angefangen hast. Gibt es einen guten Grund es nicht zu tun? Schau mich an! Ich liefere tonnenweise sachliche Infos und gebe mir verdammt viel Mühe euch allen hier eine Welt zu zeigen zu der viele hier bisher keinen Zugang hatten! Kannst du das von dir behaupten? Wohl kaum, oder? Stattdessen ziehst du dich wie unser Freund Chuckybabe an völlig belanglosen Dingen wie meiner Arroganz oder sinnlosen Vermutungen wie die Geschichte weitergeht hoch. Soll das Alles sein? Ist es euch noch nicht in den Sinn gekommen, dass alle hier sich vielleicht mehr davon haben könnten wenn ihr zwei auch mal anfangt auszupacken? Los Kannix! Erzähl uns mal wie dein erstes Training ablief! Wie ist das Training im Camp in Thailand? Ich denke du warst da, oder? Ist dir das nicht schrecklich peinlich hier herumzunörgeln, ohne mal mit ein paar Seiten Text rauszukommen? Das Zeugt nicht gerade von fachlicher Kompetenz, oder? @Chuckybabe: Ich habe es bereits in einem anderen Forum gesagt: Mit Formulierungsschwäche kann ich leben, aber über Inhaltsarmut bin ich schon etwas traurig! ![]()
@all: Das Thema ist nach wie vor „Muai und Muay – Der Unterschied zwischen Kampfkunst und Kampfsport“ Und zur weiteren Vertiefung dürfen wir uns wohl auf mehrseitige und detaillierte Berichte von Kannix und/oder Chuckybabe freuen, die uns zur besseren Differenzierung mal die Kampfsportlerseite erläutern werden. Die „keine Zeit“ Ausrede zieht übrigens nicht weil wir alle hier warten können und ich euch beide auch gelegentlich daran erinnern kann, wenn es denn sein muss. (Gerne auch wenn ihr woanders schreibt )Wäre doch schrecklich enttäuschend wenn dem nicht so wäre und wir die bisherigen Äußerungen unserer Freunde schlichtweg als inkompetent ansehen müssten, oder? Also: Nur rummeckern und inhaltslos kleinlich werden ist hier nicht drin (sonst müssten wir wohl auch noch über die Marke der Leiter debattieren), daher bitte ich mir aus das hier nicht auf „breit“ gemacht wird ohne dass was dahinter steht! Wir können alle viel voneinander lernen und ich habe zum Beispiel nie behauptet, dass Kampfsport schlechter sei als Kampfkunst, aber es gibt gewaltige Unterschiede und genau auf die kommt es in diesem Thread an! ![]() Möchte sich noch jemand dazu äußern? Mit stetig wachsender Zuneigung LG Tyler |
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#58
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| Tyler, ich hab mir jetz mal wieder Deine Posts und Berichte durchgelesen, die Geschichte klingt interessant, aber warum hast du es trotz deines meist neutralen und höflichen Schreibstils nötig, Chuckybabe und Kannix zu provozieren und zu einer Reaktion zu zwingen, obwohl sie sich aus der Diskussion zurückgezogen haben? Dein Ego scheint/soll sowieso eine Art Perl-Effekt zu haben, dem nichts etwas anhaben kann, warum dann die beiden noch herausfordern? Wofür brauchst du diese Genugtuung, doch immer Recht zu haben und mehr zu Wissen... Was ich nicht verstehe, ist, warum sich ein durchschnittlicher bodenständiger Mitteleuropäer der Illusion hingibt, er könnte eine Kampfkunst, egal welche, auch nur ansatzweise geistig so erfassen, dass sie für ihn erlebbar und umsetzbar ist. Haben wir dermassene Zustände, dass man sich regelmässiger Gefahr ausgesetzt sieht? Eher nicht. Haben wir die Zeit, uns dem durchaus anspruchsvollen und von dir gut geschilderten harten Training zu widmen, das zweifellos nötig ist, um die hoch gesetzten Ansprüche erfüllen zu können? Als Berufstätiger kann ich es mir ein- oder zweimal im Jahr erlauben, kurze Zeit verletzungsbedingt zuhause zu bleiben, aber beim KK-Training wird wohl eine Spur härter trainiert, mit mehr Risiko?!? Wenn nicht, was soll es dann bringen? Woher soll man die Langzeitmotivation für ein solch allumfassendes Training nehmen, wenn keine reelle Bedrohung existiert? Nur für "Warum willst du auf diesen Berg? - Weil er da ist"? Der - falls überhaupt existente - Unterschied Muay - Muai wird für die wenigsten von uns Europäer so greifbar sein, dass man ihn annäherungsweise erklären könnte. Und wenn lt. Pseudonym auch phonetisch kein Unterschied besteht, was ist dann die Grundlage dieser Diskussion? Oder hast du nur den Titel falsch gewählt? Zu guter Letzt: Du lieferst zwar sachliche Infos, bleibst aber nicht immer sachlich, was du aber wohl gerne wärst... Und jetz erschieß mich... |
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#59
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| @Tyler Ich bin doch eigentlich nur einer Deiner vielen faszinierten Leser. Wie sollte ich denn dazu was Kompetentes schreiben? Auch wenn es mir nicht peinlich wäre was doofes zu sagen, aber von Kampfkunst hab ich ja nun gar keine Ahnung. Ich habe z.B. immer gedacht, daß der Kampfkünstler an sich irgendwelche höheren Dinge anstrebt wie Charakterbildung, Bescheidenheit und solche Sachen. Ein bisschen naiv, aber Kampfsportler sind halt eher ein bisschen simpel gestrickt. Bis vor kurzem war ich froh kapiert zu haben, daß Muay Thai Thaiboxen heißt und jetzt soll ich mir Gedanken machen ob mit i oder y? Also grob zusammengefaßt: Kampfsportler wissen eigentlich ziemlich wenig, ist denen wohl auch egal, Kampfkünstler wissen da mehr ist denen auch wichtiger als kämpfen zu können. Und dann gibt es da ein paar ganz wenige, die haben so richtig Ahnung und dürfen natürlich nicht mit dem übrigen Pöbel verglichen werden Lieber Tyler, Deinen letzten beitrag fand ich gar nicht mal so arrogant, der war auch ganz anders als die davor. Du bist aber nicht ein bisschen sauer, daß ich Dir die Pointe versaut habe? |
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#60
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| @Tyler: Hallo erst mal… und einen Schluck Kaffee dazu ! Bleib doch locker … es war schon immer so das sich irgendwann irgendwas vom Weizen trennt… zu3: Ja, sehe ich auch, war ja auch nicht meine Frage ob richtig oder falsch… dachte nur das ein Lehrer eben imstande ist ein fließendes Wasser optimal fließen zu lassen… oft hat man es ja das einer eher eine Barrikade vor einem errichtet, und dann bildet sich ein Tümpel der anfängt zu stinken… obgleich es ein klarer Bach war der einst floß und eigentlich nur weiter fließen wollte. zu5: Das ist das Gleiche… wenn ich mich nicht verstehe, verstehe ich auch nichts anderes… Glauben ist nicht Wissen, da stimme ich zu! zu7 u. 8: Schön! Wegen der von dir angesprochenen Unterscheidung zwischen Kampfsport und Kampfkunst sehe ich es so: Bei der Kampfkunst geht es letztlich um einen selbst, und das Kampfkunstwissen ist zu Verstehen wie ein Werkzeug. Beim Kampfsport hingegen hat man nur die Chance zum Werkzeug zu werden. Ist ein Werkzeug erstmal abgenutzt – und jedes Werkzeug ist irgendwann abgenutzt – bleibt nichts übrig. Bei der Kampfkunst kommt man zu sich selbst. Weißt du wie im Pahuyuth der Schritt der Loslösung eines Schülers von einem Lehrer vollzogen wird? Ich frage deswegen, weil ein Kampfsystem welches auf Prinzipien beruht ja zwangsläufig seine technische Ausprägung in einer improvisierten, eigenen Weise der Ausführung während des Kampfes hat. Solange ein Schüler Schüler ist, kann er diese Improvisation ja nur eingeschränkt durchführen. Ist es ein schleichender Prozeß welcher eh schon dem fließenden Wasser ( Vergleich zum Schüler ) innewohnte? Bin gespannt auf teil 3 @NDuro: Guten! Denkst du das es nur in einer anderen Zeit eine Entwicklung gab, die es jetzt nicht mehr geben kann? Das ist so wie: …jetzt bin ich alt, jetzt kann ich nicht mehr … wäre ich 20 Jahre jünger, dann würde ich… Das stimmt aber nicht. Jeder kann immer, vorausgesetzt er bringt die Qualität mit, hier, jetzt und sofort. Der Thread enthält neue Informationen. Wer was damit anfangen kann ist doch nicht des Thread’s Problem… @alle: schöner Thread. Nagri |
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