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  #61  
Alt 05-01-2006, 04:45
Benutzerbild von Sportler
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: U-Do
 
Registrierungsdatum: 25.06.2005
Ort: Bielefeld
Alter: 27
Beiträge: 4.430
Standard

@Rylet:
Wieso überhaupt diese strikte Trennung? Auch wenn man "KampfKUNST" betreibt, was soll schlecht daran sein, Wettkämpfe zu besuchen?
Du erwartest von den Leuten, offen für deine Ansichten zu sein, setzt aber selbst erdachte Grenzen, dich nicht richtiger oder falscher sind, sondern einfach nur anders. Das Thema Sport und Kunst wird oft im Bereich "Selbstverteidigung und Security" durchdiskutiert. Dort ist es dann eben Sport und SV.
Denn, wenn ich deine Beiträge richtig deute, dann willst du mit "Kunst" ausdrücken, dass eure Muai Thai Techniken VOLLSTÄNDIG sind und im Ernstfall FUNKTIONIEREN.
Das einzige, was sich aber hier überhaupt diskutieren ließe ist die Sache mit der Vollständigkeit, also dass bei euch alles dabei ist, ohne Rücksicht auf Wettkampfregeln. Euer Training an sich kann aber nicht SO anders sein, da ihr ja auch LEBENDIG dort rauskommt. Die Frage nach der Authentizität lässt sich also nicht dadurch beantworten, WAS ihr lernt.
Die selbe Diskussion gibt es ständig ums WT/WC/VT, usw... Was nützt es mir, die "überlegenen" Techniken zu haben, wenn ich nie lerne, sie gegen jemanden einzusetzen, der mich überwinden will.

Will sagen: Deine Diskussion befasst sich/kann sich nur befassen mit der Originalität und Gesamtheit der Techniken. Natürlich verschafft das einen Vorteil im Kampf, aber meiner Meinung nach keinen größeren (Vorteil ) als z.B. Schnelligkeit, Kraft oder auch Kampferfahrung - auch wenn es nur Wettkämpfe sind.
Denn, du kannst auch keinen reinen Kampfsportler die Fähigkeit absprechen, jemand anders im Ernstfall in die Eier zu treten, oder ihm einen Stuhl drüber zu ziehen - was du, als Kampfkünstler vielleicht von vornherein gewillt bist zu tun.
Deshalb nochmal die Frage: Wieso keine Wettkämpfe? Sie dienen nämlich nicht nur der Selbstverherrlichung, sondern ganz einfach dem Menschen! Was man sucht, das findet man. Wer sich gerne profiliert, wird beim Wettkampf die Chance haben, wer Erfahrung sammeln will, in aller Bescheidenheit, der kann das auch tun.
Alles andere, wie das Lehrer-Schüler-Verhältnis oder Tradition in der Kunst ist natürlich eine schöne Sache, so wie du es beschreibst. Jedoch funktionieren sehr viele Schulen so, dass die höheren Schüler automatisch Fragen der jüngeren beantworten. Einfach so... Ohne, dass es jemand vorschreibt.
Leider kenne ich deinen Stil nicht, um mir ein weiteres Urteil zu erlauben, aber vielleicht ergibt sich ja mal was(siehe meinen anderen Thread, wo du dich gerade beteiligst).

Sieh diesen Beitrag als kleinen Denkansatz, den du gerne zerpflücken kannst, wie es dir beliebt. Ansonsten: Weiter so! Ich finde deine Beiträge bisher sehr interessant, auch wenn ich wohl einer der Wenigen bin...
Deshalb hoffe ich auf mehr konstruktive Beiträge der anderen. Was Muay Thai angeht bin ich Laie, deshalb hoffe ich, dass jemand anders kommt, der deine Beiträge richtig auseinandernehmen kann - bisher bin ich nämlich eher gewillt, dir Glauben zu schenken(vielleicht aus Unerfahrenheit ) als den Leuten, die nur schreiben:
"Ne, und überhaupt, das ist halt nicht so..."
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  #62  
Alt 05-01-2006, 11:07
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: WingTzun
 
Registrierungsdatum: 04.03.2002
Alter: 47
Beiträge: 4.147
Standard

Zitat:
Zitat von Sportler
[...]
Ich finde deine Beiträge bisher sehr interessant, auch wenn ich wohl einer der Wenigen bin...
[...]
Interessant finde ich sie auch. Die sind nur so ... wie soll ich sagen ... vielleicht ... "selbstverliebt". Das macht da viel wieder gleich kaputt.

Gruss
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  #63  
Alt 05-01-2006, 12:13
Benutzerbild von NDuro
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: Muay Thai, WT, SV
 
Registrierungsdatum: 05.01.2005
Ort: OBB
Alter: 34
Beiträge: 57
Standard

Zitat:
Zitat von Nagri
@NDuro:

Guten!
Denkst du das es nur in einer anderen Zeit eine Entwicklung gab, die es jetzt nicht mehr geben kann? Das ist so wie: …jetzt bin ich alt, jetzt kann ich nicht mehr … wäre ich 20 Jahre jünger, dann würde ich… Das stimmt aber nicht. Jeder kann immer, vorausgesetzt er bringt die Qualität mit, hier, jetzt und sofort. Der Thread enthält neue Informationen. Wer was damit anfangen kann ist doch nicht des Thread’s Problem…


@alle:

schöner Thread.

Nagri
Hi Nagri,
Ich denke, es fehlt heute der direkte Bezug zur Verwendung der Technik. In der Zeit der Entwicklung der Kampf- und Kriegskünste war dieser Bezug allgegenwärtig, man hat sich nicht wohl nicht täglich, aber doch wohl spätestens alle paar Jahre in einer "Einsatzsituation" wiedergefunden und es ging um Leben und Tod. Der eine Teil der Kampfkünstler war wohl Soldat oder Söldner, welche es sich leisten konnten den ganzen Tag für ihren Einsatz zu trainieren, wie unsere heutigen Armeen. Der mögliche Gegenpart, Verteidiger, entweder auch Soldaten, oder die wohl bekannten Shaolins die auch, wenn sie nur den Hauch einer Chance haben wollten, mit angemessenem Eifer rangehen sollten. Dieser Trainingsaufwand ist meiner bescheidenen Meinung nach notwendig, um die Kampfkunst in ihrer Ganzheit zu erfassen, also nicht bloss Training, duschen und aus. Da gehört mehr dazu, wie du geschrieben hast, die Einstellung eines jeden selbst zu dieser Welt, seiner Umwelt usw. Der ganze Philosophie- und Esotherik-Kram, der zum großen Teil an mir vorbeigeht. Das hat nichts mit dem Alter desjenigen zu tun, der vorhat eine KK auszuüben, ich vergleiche es mal mit dem mittelalterlichen Minnesingen (steinigt mich ), das mag für Musiker auch nen philosophischen Askekt haben, hat aber in der heutigen Zeit keinen praktischen Nutzen mehr.

@Sportler: Beim Pahuyuth scheint es Kämpfe zu geben, sieht man an den evtl vorhandenen schwarzen Streifen aussen an den Hosen, Tyler kannst du mal beschreiben, wie diese ablaufen? Oder beschränkt sich das auf Verteidigungssituationen ausserhalb der Schule?
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  #64  
Alt 05-01-2006, 18:38
Benutzerbild von Rylet
KKB-Userstatus: Intermediate
Kampfkunst: Pahuyuth
 
Registrierungsdatum: 11.12.2005
Ort: Tha- Muong, Ganjanaburi / Thailand
Beiträge: 307
Standard

@Nduro
„Tyler, ich hab mir jetz mal wieder Deine Posts und Berichte durchgelesen, die Geschichte klingt interessant, aber warum hast du es trotz deines meist neutralen und höflichen Schreibstils nötig, Chuckybabe und Kannix zu provozieren und zu einer Reaktion zu zwingen, obwohl sie sich aus der Diskussion zurückgezogen haben? Dein Ego scheint/soll sowieso eine Art Perl-Effekt zu haben, dem nichts etwas anhaben kann, warum dann die beiden noch herausfordern? Wofür brauchst du diese Genugtuung, doch immer Recht zu haben und mehr zu Wissen...“
  • Sei gegrüßt und herzlich willkommen am Bord...
  • Ich persönlich habe großen Respekt und Achtung sowohl für Chuckybabe als auch für Kannix!
  • Verstehe mich bitte richtig, ich sehe einen Thread wie bei einen Wettkampf oder Turnier, bei dem ein Thema unter zu Hilfenahme aller Fähigkeiten mit Freunden durchgearbeitet wird, wobei persönliche Anerkennung und aufrichtige Zuneigung zueinander führt und eine gleichwertige Freundschaft entsteht, welche stets unberührt bleibt.
  • Chuckybabe sehe ich als jemanden mit starker Persönlichkeit der Fair und gutmütig ist und den ich als Freund nicht missen möchte.
  • Kannix mit seiner zurückhaltenden Seriösität und Weisheit empfinde ich beinahe als gehobene Persönlichkeit in deren Nähe ich gerne Weile.
  • Ich bin Tyler und das hier ist ein Diskussionsforum, verstehst du?
„Was ich nicht verstehe, ist, warum sich ein durchschnittlicher bodenständiger Mitteleuropäer der Illusion hingibt, er könnte eine Kampfkunst, egal welche, auch nur ansatzweise geistig so erfassen, dass sie für ihn erlebbar und umsetzbar ist.“
  • Auch du hast soeben eine Kampfkunst erlebt, ob und in wieweit sie umsetzbar wird musst du dir jedoch selbst beantworten.
  • Kampfkunst ist wie der Inhalt eines Buches von dem sich jeder Leser für sein eigenes Verständnis bereichern kann.
Haben wir dermassene Zustände, dass man sich regelmässiger Gefahr ausgesetzt sieht? Eher nicht. Haben wir die Zeit, uns dem durchaus anspruchsvollen und von dir gut geschilderten harten Training zu widmen, das zweifellos nötig ist, um die hoch gesetzten Ansprüche erfüllen zu können? Als Berufstätiger kann ich es mir ein- oder zweimal im Jahr erlauben, kurze Zeit verletzungsbedingt zuhause zu bleiben, aber beim KK-Training wird wohl eine Spur härter trainiert, mit mehr Risiko?!? Wenn nicht, was soll es dann bringen? Woher soll man die Langzeitmotivation für ein solch allumfassendes Training nehmen, wenn keine reelle Bedrohung existiert? Nur für "Warum willst du auf diesen Berg? - Weil er da ist"?
  • Warum beklagst du dich über die Zeit, so als ob du in Eile wärst um den „Wert der Kampfkunst“ zu erlangen? Dann bist leider trotz Geländemaschine auf dem Holzweg.
  • Der „Wert der Kampfkunst“ liegt nicht im „vollendet sein“ , sondern in dem Erlebnis von Anfang an den eigenen persönlichen Werdegang als Kampfkünstler erleben zu können.
Der - falls überhaupt existente - Unterschied Muay - Muai wird für die wenigsten von uns Europäer so greifbar sein, dass man ihn annäherungsweise erklären könnte. Und wenn lt. Pseudonym auch phonetisch kein Unterschied besteht, was ist dann die Grundlage dieser Diskussion? Oder hast du nur den Titel falsch gewählt?
  • Entweder hast du etwas überlesen, oder vor lauter Wörtern siehst du den Sinn nicht. Versuch es vielleicht noch mal von vorne.
Zu guter Letzt: Du lieferst zwar sachliche Infos, bleibst aber nicht immer sachlich, was du aber wohl gerne wärst...
  • Lieber Freund, wir sind hier nicht in der Uni und ich, Tyler mag etwas Abwechslung.
Und jetz erschieß mich...
  • Dann gib mir einen vernünftigen Grund.


@Kannix
Ich bin doch eigentlich nur einer Deiner vielen faszinierten Leser.
Wie sollte ich denn dazu was Kompetentes schreiben? Auch wenn es mir nicht peinlich wäre was doofes zu sagen, aber von Kampfkunst hab ich ja nun gar keine Ahnung.
  • Lieber Kannix,
  • Deshalb frage ich nach deinem Erlebnis und deiner Erfahrung aus dem Kampf s p o r t.
  • Ich fordere dich hiermit nochmal (zum zweiten Mal) auf uns allen zu berichten.
Ich habe z.B. immer gedacht, daß der Kampfkünstler an sich irgendwelche höheren Dinge anstrebt wie Charakterbildung, Bescheidenheit und solche Sachen.
  • Ich stimme diesem Gedanken im vollen Umfang zu … Aber noch bin ich auf dem Weg dorthin und noch nicht angekommen
Ein bisschen naiv, aber Kampfsportler sind halt eher ein bisschen simpel gestrickt.
Bis vor kurzem war ich froh kapiert zu haben, daß Muay Thai Thaiboxen heißt und jetzt soll ich mir Gedanken machen ob mit i oder y?
  • Diesen Teil deiner Gedanken will ich nicht verstanden wissen, oder auch nur gelesen haben!
  • Alle Kampfsportler und auch du besitzen ihren eigenen Wert und ihre Würde, welche trotz lebhafter Diskussion über das Thema hier unantastbar ist und bleibt!
Also grob zusammengefaßt: Kampfsportler wissen eigentlich ziemlich wenig, ist denen wohl auch egal, Kampfkünstler wissen da mehr ist denen auch wichtiger als kämpfen zu können. Und dann gibt es da ein paar ganz wenige, die haben so richtig Ahnung und dürfen natürlich nicht mit dem übrigen Pöbel verglichen werden
  • Ich kann deinem Vergleich von Wissen auf der Basis der Fachrichtungsunterschieden nicht zustimmen.
    Ein Mathe- und eine Biolehrer können beide hervorragend in ihrem Fachgebiet sein, oder?
  • Ich habe kein Problem Kampfsportlern zuzuhören und von ihnen zu lernen, wohl aber bei angeblichen Kampfkünstlern!
Lieber Tyler, Deinen letzten beitrag fand ich gar nicht mal so arrogant, der war auch ganz anders als die davor. Du bist aber nicht ein bisschen sauer, daß ich Dir die Pointe versaut habe?
  • Das Gegenteil ist der Fall.
    Es gehört in meinen Augen zu deiner weisen Persönlichkeit, welche ich sehr schätze und auch bewundere.


@Nagri
Hallo erst mal… und einen Schluck Kaffee dazu !
Bleib doch locker … es war schon immer so das sich irgendwann irgendwas vom Weizen trennt…
  • Ich trinke Kaffee schwarz ( Gafae Dam )
  • Ich sehe es mehr als die Reaktion von jemand, der unter seinem eigenen Weltbild leidet, welches gerade implodiert ist.
  • Man braucht in solchen Momenten Verständnis und Zeit um davon loszukommen. (siehe: emotionale Spannung - weit oben)
zu3: Ja, sehe ich auch, war ja auch nicht meine Frage ob richtig oder falsch… dachte nur das ein Lehrer eben imstande ist ein fließendes Wasser optimal fließen zu lassen… oft hat man es ja das einer eher eine Barrikade vor einem errichtet, und dann bildet sich ein Tümpel der anfängt zu stinken… obgleich es ein klarer Bach war der einst floß und eigentlich nur weiter fließen wollte.
  • Eigentlich ist der Lehrer wie ein Fährmann, der mit viel Mühe, Geduld und Erfahrung seinen Schüler ans andere Ufer bringt.
  • Es passiert aber nicht selten, dass der Schüler durch seine eigene Unreife oder sein Unverständnis vor dem Erreichen des Zieles über Bord springt.
Bei der Kampfkunst geht es letztlich um einen selbst, und das Kampfkunstwissen ist zu Verstehen wie ein Werkzeug. Beim Kampfsport hingegen hat man nur die Chance zum Werkzeug zu werden. Ist ein Werkzeug erstmal abgenutzt – und jedes Werkzeug ist irgendwann abgenutzt – bleibt nichts übrig. Bei der Kampfkunst kommt man zu sich selbst.
  • Besser hätte ich es nicht formulieren können... Danke!
Weißt du wie im Pahuyuth der Schritt der Loslösung eines Schülers von einem Lehrer vollzogen wird? Ich frage deswegen, weil ein Kampfsystem welches auf Prinzipien beruht ja zwangsläufig seine technische Ausprägung in einer improvisierten, eigenen Weise der Ausführung während des Kampfes hat. Solange ein Schüler Schüler ist, kann er diese Improvisation ja nur eingeschränkt durchführen. Ist es ein schleichender Prozeß welcher eh schon dem fließenden Wasser ( Vergleich zum Schüler ) innewohnte?
  • Die Loslösung basiert auf der Definition von Lehrer und Schüler und ergibt sich von selbst!
  • Man ist durch seine eigene Wissbegierde ein Schüler.
  • Mit dem Verständnis Andere am eigenen Wissen teilhaben zu lassen ist man Lehrer.
  • Durch Unwissenheit entsteht ein Bedarf an Wissen und mit der Gewissheit wird die Unwissenheit losgelassen.
    Man beginnt als Schüler Wissen zu sammeln und das zieht sich bis ans Lebensende, genauso wie man Stück für Stück die Unwissenheit loslässt und damit bereits beginnt ein Lehrer zu sein.
  • Das Wissen bleibt unverändert als Entwicklungskern bestehen, lediglich das Verhältnis untereinander lässt eine Trennung zwischen Lehrer und Schüler zu.
  • Der Moment für die Loslösung von einem Lehrer ist dann gekommen, wenn die Gewissheit der Vollständigkeit des Wissens vom Lehrer an seinen Schüler erreicht ist.
    Der Lehrer ernennt den Schüler zum Lehrer und damit erreicht der Schüler den Lehrerstatus.
  • Es ist nicht ungewöhnlich, dass Schüler mit verschiedenen Arten und Methoden der Wissenserlangung nach ihrem Verständnis herumexperimentieren, es prüfen oder auch anzweifeln.
  • Der Lehrer selbst jedoch hat bereits Gewissheit über sein Wissen und seine Fähigkeiten erlangt, so dass weder Korrekturbedarf noch Ausübung notwendig sind.
  • Daher kann von Improvisation keine Rede sein.


@Sportler:
  • Ich grüße dich und heiße dich herzlich Willkommen.
Wieso überhaupt diese strikte Trennung? Auch wenn man "KampfKUNST" betreibt, was soll schlecht daran sein, Wettkämpfe zu besuchen?
  • Kann es sein, dass du noch nicht ganz wach bist, oder noch verschlafen?
Du erwartest von den Leuten, offen für deine Ansichten zu sein, setzt aber selbst erdachte Grenzen, dich nicht richtiger oder falscher sind, sondern einfach nur anders.
  • Sind meine Ansichten ein Störfaktor für dich?
Das Thema Sport und Kunst wird oft im Bereich "Selbstverteidigung und Security" durchdiskutiert. Dort ist es dann eben Sport und SV. Denn, wenn ich deine Beiträge richtig deute, dann willst du mit "Kunst" ausdrücken, dass eure Muai Thai Techniken VOLLSTÄNDIG sind und im Ernstfall FUNKTIONIEREN.
  • Das hast du definitiv falsch gedeutet.
Das einzige, was sich aber hier überhaupt diskutieren ließe ist die Sache mit der Vollständigkeit, also dass bei euch alles dabei ist, ohne Rücksicht auf Wettkampfregeln.
  • Nochmal für dich ganz persönlich: Ich bin Kampfkünstler und kein Kampfsportler.
Euer Training an sich kann aber nicht SO anders sein, da ihr ja auch LEBENDIG dort rauskommt. Die Frage nach der Authentizität lässt sich also nicht dadurch beantworten, WAS ihr lernt.
  • Was ich bisher gelernt habe ist für mich ziemlich Authentisch und ich bin zufrieden damit.
Die selbe Diskussion gibt es ständig ums WT/WC/VT, usw... Was nützt es mir, die "überlegenen" Techniken zu haben, wenn ich nie lerne, sie gegen jemanden einzusetzen, der mich überwinden will.
  • Ich setzte meine Techniken ein, aber mit Verstand.
Will sagen: Deine Diskussion befasst sich/kann sich nur befassen mit der Originalität und Gesamtheit der Techniken. Natürlich verschafft das einen Vorteil im Kampf, aber meiner Meinung nach keinen größeren (Vorteil ) als z.B. Schnelligkeit, Kraft oder auch Kampferfahrung - auch wenn es nur Wettkämpfe sind.
  • Träumst du noch? Ein Kämpfkünstler ist kein Theoretiker!
Denn, du kannst auch keinen reinen Kampfsportler die Fähigkeit absprechen, jemand anders im Ernstfall in die Eier zu treten, oder ihm einen Stuhl drüber zu ziehen - was du, als Kampfkünstler vielleicht von vornherein gewillt bist zu tun.
  • Mein Freund … Ich bin ein Kämpfer und keine streitsüchtiger Stresser!
Deshalb nochmal die Frage: Wieso keine Wettkämpfe? Sie dienen nämlich nicht nur der Selbstverherrlichung, sondern ganz einfach dem Menschen! Was man sucht, das findet man. Wer sich gerne profiliert, wird beim Wettkampf die Chance haben, wer Erfahrung sammeln will, in aller Bescheidenheit, der kann das auch tun. Alles andere, wie das Lehrer-Schüler-Verhältnis oder Tradition in der Kunst ist natürlich eine schöne Sache, so wie du es beschreibst. Jedoch funktionieren sehr viele Schulen so, dass die höheren Schüler automatisch Fragen der jüngeren beantworten. Einfach so... Ohne, dass es jemand vorschreibt.
  • Das Pahuyuth hat nun mal seinen kulturellen Wert.
Leider kenne ich deinen Stil nicht, um mir ein weiteres Urteil zu erlauben, aber vielleicht ergibt sich ja mal was(siehe meinen anderen Thread, wo du dich gerade beteiligst).
  • Ein netter Versuch, oder?
Sieh diesen Beitrag als kleinen Denkansatz, den du gerne zerpflücken kannst, wie es dir beliebt. Ansonsten: Weiter so! Ich finde deine Beiträge bisher sehr interessant, auch wenn ich wohl einer der Wenigen bin...
  • Aber vergiss bitte vor lauter Lesen nicht zum Training zu gehen… Du möchtest doch Fit und sportlich bleiben oder?
Deshalb hoffe ich auf mehr konstruktive Beiträge der anderen. Was Muay Thai angeht bin ich Laie, deshalb hoffe ich, dass jemand anders kommt, der deine Beiträge richtig auseinandernehmen kann - bisher bin ich nämlich eher gewillt, dir Glauben zu schenken(vielleicht aus Unerfahrenheit ) als den Leuten, die nur schreiben:
"Ne, und überhaupt, das ist halt nicht so..."
  • Du bist zwar ein Laie, aber kann man deinen konstruktiven Beitrag von anderen unterscheiden?
  • Nicht vergessen: Viel Salat essen, Wasser trinken und unter einer Decke schlafen, damit du groß und stark wirst.

@Nduro
......, sieht man an den evtl vorhandenen schwarzen Streifen aussen an den Hosen, Tyler kannst du mal beschreiben, wie diese ablaufen? Oder beschränkt sich das auf Verteidigungssituationen ausserhalb der Schule?
  • Die schwarzen Streifen sind das „Kämpferabzeichen“ der Schüler, welche den Weißgurt (Mittelstufen Graduierungsträger) in ihrer Disziplin erreicht haben.
  • Es geht dabei nur darum dass ein Trainingspartner erkennen kann dass der Träger mit dem Einsatz und dem Umgang seiner Waffen in „Echtzeit“ vertraut ist. (ansonsten nichts zum drüberfreuen oder an die Wand nageln )
  • So ein Schüler ist berechtigt mit Originalwaffen (Ohne Boxhandschuhe, echte Schwerter, etc.) in Ausübung, Partnertraining und „Echtzeit“ zu hantieren.
  • Ausnahmen sind Grüngurte (Anfängerstufen Graduierungsträger), welche bereits an öffentlichen Vorführungen oder Wettkämpfen aller Art in ihrer Disziplin teilgenommen haben. Dann tragen auch Grüngurte solche Streifen.



Möchte sich noch jemand dazu äußern?


Mit leichter Sehnenscheidenentzündung vom Tippen…

LG Tyler
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  #65  
Alt 05-01-2006, 21:46
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Zitat:
Zitat von Rylet
@Sportler:
  • Ich grüße dich und heiße dich herzlich Willkommen.
Wieso überhaupt diese strikte Trennung? Auch wenn man "KampfKUNST" betreibt, was soll schlecht daran sein, Wettkämpfe zu besuchen?
  • Kann es sein, dass du noch nicht ganz wach bist, oder noch verschlafen?
Du erwartest von den Leuten, offen für deine Ansichten zu sein, setzt aber selbst erdachte Grenzen, dich nicht richtiger oder falscher sind, sondern einfach nur anders.
  • Sind meine Ansichten ein Störfaktor für dich?
Das Thema Sport und Kunst wird oft im Bereich "Selbstverteidigung und Security" durchdiskutiert. Dort ist es dann eben Sport und SV. Denn, wenn ich deine Beiträge richtig deute, dann willst du mit "Kunst" ausdrücken, dass eure Muai Thai Techniken VOLLSTÄNDIG sind und im Ernstfall FUNKTIONIEREN.
  • Das hast du definitiv falsch gedeutet.
Das einzige, was sich aber hier überhaupt diskutieren ließe ist die Sache mit der Vollständigkeit, also dass bei euch alles dabei ist, ohne Rücksicht auf Wettkampfregeln.
  • Nochmal für dich ganz persönlich: Ich bin Kampfkünstler und kein Kampfsportler.
Euer Training an sich kann aber nicht SO anders sein, da ihr ja auch LEBENDIG dort rauskommt. Die Frage nach der Authentizität lässt sich also nicht dadurch beantworten, WAS ihr lernt.
  • Was ich bisher gelernt habe ist für mich ziemlich Authentisch und ich bin zufrieden damit.
Die selbe Diskussion gibt es ständig ums WT/WC/VT, usw... Was nützt es mir, die "überlegenen" Techniken zu haben, wenn ich nie lerne, sie gegen jemanden einzusetzen, der mich überwinden will.
  • Ich setzte meine Techniken ein, aber mit Verstand.
Will sagen: Deine Diskussion befasst sich/kann sich nur befassen mit der Originalität und Gesamtheit der Techniken. Natürlich verschafft das einen Vorteil im Kampf, aber meiner Meinung nach keinen größeren (Vorteil ) als z.B. Schnelligkeit, Kraft oder auch Kampferfahrung - auch wenn es nur Wettkämpfe sind.
  • Träumst du noch? Ein Kämpfkünstler ist kein Theoretiker!
Denn, du kannst auch keinen reinen Kampfsportler die Fähigkeit absprechen, jemand anders im Ernstfall in die Eier zu treten, oder ihm einen Stuhl drüber zu ziehen - was du, als Kampfkünstler vielleicht von vornherein gewillt bist zu tun.
  • Mein Freund … Ich bin ein Kämpfer und keine streitsüchtiger Stresser!
Deshalb nochmal die Frage: Wieso keine Wettkämpfe? Sie dienen nämlich nicht nur der Selbstverherrlichung, sondern ganz einfach dem Menschen! Was man sucht, das findet man. Wer sich gerne profiliert, wird beim Wettkampf die Chance haben, wer Erfahrung sammeln will, in aller Bescheidenheit, der kann das auch tun. Alles andere, wie das Lehrer-Schüler-Verhältnis oder Tradition in der Kunst ist natürlich eine schöne Sache, so wie du es beschreibst. Jedoch funktionieren sehr viele Schulen so, dass die höheren Schüler automatisch Fragen der jüngeren beantworten. Einfach so... Ohne, dass es jemand vorschreibt.
  • Das Pahuyuth hat nun mal seinen kulturellen Wert.
Leider kenne ich deinen Stil nicht, um mir ein weiteres Urteil zu erlauben, aber vielleicht ergibt sich ja mal was(siehe meinen anderen Thread, wo du dich gerade beteiligst).
  • Ein netter Versuch, oder?
Sieh diesen Beitrag als kleinen Denkansatz, den du gerne zerpflücken kannst, wie es dir beliebt. Ansonsten: Weiter so! Ich finde deine Beiträge bisher sehr interessant, auch wenn ich wohl einer der Wenigen bin...
  • Aber vergiss bitte vor lauter Lesen nicht zum Training zu gehen… Du möchtest doch Fit und sportlich bleiben oder?
Deshalb hoffe ich auf mehr konstruktive Beiträge der anderen. Was Muay Thai angeht bin ich Laie, deshalb hoffe ich, dass jemand anders kommt, der deine Beiträge richtig auseinandernehmen kann - bisher bin ich nämlich eher gewillt, dir Glauben zu schenken(vielleicht aus Unerfahrenheit ) als den Leuten, die nur schreiben:
"Ne, und überhaupt, das ist halt nicht so..."
  • Du bist zwar ein Laie, aber kann man deinen konstruktiven Beitrag von anderen unterscheiden?
  • Nicht vergessen: Viel Salat essen, Wasser trinken und unter einer Decke schlafen, damit du groß und stark wirst.


LG Tyler
Deine ersten beiden Punkte:
Nein, ich schlafe nicht, sondern habe eine Frage gestellt, auf die ich gerne eine Antwort hätte. Was stört dich denn an der Frage? Im Folgenden habe ich noch versucht, zu erläutern, was ich meine. Das hast du offensichtlich nicht verstanden - hoffe ich zumindest, denn ansonsten wären deine Anfeindungen noch unangebrachter...
Ein Störfaktor sind deine Ansichten nicht, sondern die Art, wie du dein Weltbild scheinbar als einzig mögliche Wahrheit siehst. Ich habe nur versucht, dir einen Konsens im ein oder anderen Bereich zu zeigen, den ich für möglich halte. Eine Diskussion darüber wäre dann ne tolle Sache gewesen... Schade, was du draus gemacht hast...

Dein dritter Punkt:
Ich habe deine bisherigen Aussagen so gedeutet, dass du eine "Kriegskunst" betreibst, die im Ernstfall erdacht wurde, erprobt wurde und noch heute ein System bieten soll, dass man sich ohne Einschränkung(z.B. Wettkampfregeln) wehren kann. Gleichzeitig soll aber auch ein gewisser Kodex vermittelt werden. Was für nen Japaner der Bushido ist, ist für dich wohl Pahuyuth...
Was habe ich daran falsch verstanden? Bitte erklären, statt beleidigen.

Und jetzt nochmal, damit auch du mich verstehst(nachdem ich auch deine 10 Gebote nochmal angekuckt habe):
Ich verstehe, dass du keinen sportlichen Vergleich suchst. Was ich aber mit meinen Ausführungen deutlich machen wollte war, dass der Wettkampf, z.B. im Vollkontaktsport dir zeigen kann, wie deine Techniken wirken, gleichzeitig siehst du, wo du evtl. noch Fehler machst, wenn der Gegner durchkommt.
Der Wettkampf ist also dabei nicht zur Selbstverherrlichung oder zum "Vergleich" gedacht, sondern einfach nur eine weitere Trainingsmethode - ähnlich wie Sparring, nur härter, weil es deinem Gegner dort ja auch ums Gewinnen geht.
Ich weiß ja nicht, wie euer Sparring im Training aussieht, aber dort schlägst du ja auch keinen tot, oder? Ihr tragt Schutzausrüstung und tretet nicht unbedingt gegen Gelenke um sie zu brechen. Genau deshalb kann man deine 10 Gebote an dieser Stelle außer Acht lassen - denn, wie gesagt, den Wettkampf kann man als weiterführendes Sparring nutzen.
So wie du es in anderen Foren beschrieben hast, gab es bei euch schon Leute, die Wettkämpfe gemacht haben - in eurer Schule gab es dann 2 mögliche Konsequenzen:
1. Wenn der Typ verliert, sieht er, wo er Fehler gemacht hat, usw... Er kehrt reumütig zu euch ins Training zurück.
2. Wenn er gewinnt, kriegt er vom Trainer ne Spezialbehandlung, damit er sieht, wo er noch Schwächen hat, usw... "Charakterschulung" eben...

Wieso soll man sowas nicht regelmäßig machen?
Und genau da liegt für mich das Problem in deinen Ausführungen(abgesehen von persönlichen Beleidigungen): Wieso soll man den Wettkampf als "in sich schlechte Handlung" deuten, statt einfach die Vorteile zu sehen, die er bietet?


So, jetzt hab ich's echt nochmal sachlich probiert. Was deine Anfeindungen sollten versteh ich nicht ganz, weil ich nirgends sehe, wo ich dich angegriffen hätte. Wenn ich es deiner Meinung nach noch immer nicht begreife, dann erklär's doch bitte einfach.
Ansonsten disqualifizierst du dich mit diesen Äußerungen selbst. Vor allem, wenn du vorher über jeden schreibst, der anderer Meinung ist, dass die Leute einfach nicht akzeptieren wollen, dass es so ist, weil zu viele Emotionen mitspielen - also erstmal an die eigene Nase fassen...
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  #66  
Alt 06-01-2006, 01:36
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@ NDuro:

Hi,

Es ist richtig, heute geht es nicht mehr um Leben und Tod im direkten Sinne.
Du hast mich nicht verstanden. Mit dem Alter wollte ich etwas anderes sagen:

Zitat:
Das hat nichts mit dem Alter desjenigen zu tun, der vorhat eine KK auszuüben, ich vergleiche es mal mit dem mittelalterlichen Minnesingen (steinigt mich ), das mag für Musiker auch nen philosophischen Askekt haben, hat aber in der heutigen Zeit keinen praktischen Nutzen mehr

Es geht eben nicht darum, das Minnesingen in die heutige Zeit zu schieben, sondern um das dahinter, nämlich Musik im Kontext der aktuellen Gegebenheiten zu machen, und damit ggf. etwas auszudrücken. Du hast es wieder auf die Zeit bezogen – vergiss die Zeit und schau was dahinter steht. Dann kannst du auch sehen was dir die Kampfkunst heute bringt und musst nicht mit Tagesabläufen vor x-hundert Jahren vergleichen.

Ich will dir nicht zu nahe treten, jedoch bin ich der Überzeugung, das das was jeder aus einer Sache rauszuholen vermag, bei eben nur ihm selbst liegt, und nicht bei der Sache an sich. Du baust eine Mauer vor einer Sache auf, weil du ihr Wesen nicht erkannt hast, und versuchst ihre Erscheinungsform zu kopieren. Ein für die Kampfkunst sowieso falscher Ansatz. Dies entspricht eher dem was ich mir unter Kampfsport vorstelle. Einen Trainer der etwas zeigt, und alle anderen machen es dann nach. Anstelle zu schauen warum und wie es funktioniert, und es dann für sich umzusetzen. Tyler hat weiter oben geschrieben, dass es im Muai Duekdammban genau genommen so viele Stile gibt, wie es auch Kämpfer gibt. Das entspricht meinem Erklärungsversuch und ist für mich auch logisch. Nicht ich mach Boxen und du machst Boxen, sondern ich hab Boxen gelernt ( damals haben die Soldaten geboxt ) und du hast Boxen gelernt ( heute hast dus gelernt ), beide boxen wir zwangsläufig anders, aber dennoch können wir beide Boxen ( damals und heute ). Konnte ich dir meine Sichtweise verständlich machen?


@ Tyler:

OK – Kaffee Schwarz…nicht mehr ganz heiss…in kleinen Schlucken ( nach den ersten zwei steck ich mir eine Zigarette an )

zu3: Schöner Vergleich mit dem Fährmann..und das mit dem über Bord springen kommt mir auch bekannt vor. ( Ps: nicht selten=oft )

Wegen des Loslösens…

Also wie ich vermutet hatte…ein schleichender Prozess…in seiner Ausprägung von jedem selbst abhängig-ok. Im Idealfall ( bezüglich des Verständnisses ) ein Prozess ohne Ende…

Soll ich nach Berlin ziehen…? ( keine Drohung… lol! )


Nagri


ps: ich bin ich - du bist du - müllers esel - müllers kuh...
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  #67  
Alt 06-01-2006, 15:17
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@Sportler:
Lieber Sportler,
so wie du dich angesprochen gefühlt hast kann ich durchaus verstehen, dennoch sollten wir uns unter Freunden auseinandersetzen, auf dass du auch meine Handlungen verstehst.

Die Trennung zwischen Kampfkunst und Kampfsport liegt in ihrer charakteristischen Gegebenheit.
Für die Teilnahme an Wettkämpfen besteht nach dem Verständnis der Kampfkünstler kein Bedarf.
Das habe ich bereits mehrfach beschrieben und daher verwundert mich deine Frage.
(z.B. Wann wird Muay Boran Sport und wann Kunst? – weit oben)

Die Bezeichnung Kampfkunst oder Kriegskunst hängt nicht nur an dem Namen, oder dem philosophischen Grundgedanken.

Ein Beispiel:
Die traditionelle Thaimassagetechnik (Das gibt’s wesentlich mehr als nur ein bisschen stretchen ) wurde in Kriegszeiten gegen Feinde eingesetzt.
Aus ihr entwickelte sich die Basis für Ling Lom Kampftechniken (Pahuyuth).
Also einer Umwandlung von Heilung zu Vernichtung, sofern die Umstände es erfordern.
Ich würde z.B. nicht einen hart trainierten Faustschlag einsetzen, sofern die Umstände es erlauben, dass ich mit meinem Zeigefinger leicht einen Herzstillstand bei meinem Feind bewirken kann. (Das erklär mal den Leuten bei C.S.I. )

Ich nehme deine Äußerungen sehr ernst, daher hier meine Antwort.
Ich habe einen großen Teil meines Trainings mit Partnerkampf verbracht,
und konnte/kann zu jeder Zeit die „Echtzeitnähe“ oder Härte, sowie die Grenze technischer Tiefe mit meinen Partnern absprechen.
Der Tiefschutz ist die einzige Schutzausrüstung (außer im Muai Thai die 8oz. Handschuhe),
welche im Training getragen werden. (Keine Schienbeinschoner oder ähnliches)
Es liegt an einem selbst sich beim Partnertraining beliebig zu verabreden.
Alle erdenklichen Situationen,
wie einer gegen alle, oder jeder gegen jeden (Rudelboxen) habe ich sehr gerne in „Echtzeit“ trainiert. (Toll für späteren Diskothekeneinsatz )
Natürlich kommen da ein paar kleine Verletzungen vor, aber meistens entstehen die durch den eigenen Übermut.
Die einzige Beschränkung ist dass ich keine Kampftechnik anwenden darf die mein Partner noch nicht gelernt hat. (siehe Teil 3 unten)
Solche Erlebnisse bekommt man nicht bei Wettkämpfen.

Lieber Sportler, nimm dir alles nicht so zu Herzen. Es gibt unter Freunden weder Anfeindungen noch Entwürdigungen oder Beleidigungen. Es geht viel mehr nach dem Prinzip: Ein bisschen verschaukeln unter uns ist keine Schande.

Das mit an meine Nase fassen…
Mache ich morgen vielleicht.



@Nagri
Du Nagri,
Weißt du eigentlich, dass Zigaretten für Sportler eine Sünde sind?

„(nach den ersten zwei steck ich mir eine Zigarette an )“
Ich lasse sie beim Kaffeetrinken einfach im Mundwinkel

Wegen des Loslösens…
Alle Pahuyuth Lehrer kennen diesen Text, weil er traditionell zur Ernennung zum Lehrer ausgesprochen wird.

„Soll ich nach Berlin ziehen…? ( keine Drohung… lol! )“
Schade... ich dachte zu mir nach Tha- Muong, Ganjanaburi
Gibt es zu dieser Jahreszeit etwas zu pflücken in Berlin?

Wir sind alle Menschen wie du und ich… Ich bin Ich und Du bist Du!



Und weil es auch den Unterschied zwischen Kampfkunst und Kampfsport betrifft….

@NDuro:
Hab mich etwas umgesehen…. Ich finde es wirklich witzig, dass du beim „Bein festhalten“ – Thread ( bein festhalten ) die in meinen Augen optimale Lösung präsentiert hast, aber es keiner gemerkt zu haben scheint.
Die bedenken der anderen Teile ich nicht, weil man sich „nur“ gut reindrehen muss und dann wenig Risiko besteht.

@Guido Reimann:
Hab das Foto bei Grabieh Grabong gesehen (2 lange Krabi Krabong Videoclips ).
Ein Gedanke von mir:
Die Hand ist definitiv zu nahe an der Klinge. Zwischen Hand und Schwertscheide sollte ein Abstand von ziemlich genau einer Daumenbreite sein um das Schwert besser Drehen zu können (Mehr Kampfeffizienz durch Bewegung).
Mit derart naher Handhaltung läuft man sehr schnell Gefahr, dass der Gegner versuchen (und auch schaffen) wird auf die Finger einzuschlagen, weil die Drehgeschwindigkeit und vor allem die Präzision, die das Führen einer solchen Waffe voraussetzt rapide absinkt.
Zur Grabieh Grabong Thematik komme ich aber noch zu gegebener Zeit…


Nun aber wirklich mal zu Teil 3….

Das Training als Pahuyuth-Kampfkünstler - Teil 3

Man gönnt sich ein kleines Päuschen, setzt sich in eine Ecke und sieht zu wie der Kursleiter ein paar höhere Graduierungsträger anspricht und sie fragt ob sie gleich mit einem boxen wollen. Er kehrt zurück und sagt, dass es gleich losgehen kann und er vorher noch eine rauchen wolle. Man antwortet, dass man auch noch fünf Minuten braucht um runterzukommen und man auch kurz bei den höheren Gurten zusehen will. Das braucht man wirklich weil der Technikteil schon sehr infolastig war und der Kopf ziemlich raucht. Der Hausmeister kommt aus der Besenkammer und geht direkt auf einen zu. „Und? Hat Spaß gemacht?“ fragt er. Man nickt und sagt: „Das sah übel aus vorhin. Ist alles in Ordnung?“ Er wackelt ein wenig grinsend mit dem Kopf hin und her und sagt mit dezent gespielten Stolz: „War gut, oder? Hab ich von Ajarn Santhas gelernt!“
„Ja genau! Ajarn Santhas! Kommt er heute noch?“ fragt man aufgeregt.
Der Hausmeister antwortet nur: „Oooch, mal sehen. Vielleicht später.“ und schlendert in den Aufenthaltsraum.

Man schaut zuerst den Grüngurten zu, die zum Teil nur mit Fäusten boxen. Andere hingegen boxen und kicken. Wieder andere benutzen auch schon Knie und Ellenbogen. Es ist ein recht bunter Haufen und einige, wie ein langhaariger Südländer drehen ziemlich auf. Er boxt schnell und hart mit einem anderen arabisch aussehenden Grüngurt und beide schenken sich nichts. Ein Weißgurt steht daneben und ermahnt sie ein wenig ruhiger zu boxen. „Was?“ Denkt man sich. „Hier wird ja jedwedes sinnvolles Training im Keim erstickt. Wie wollen die eigentlich jemals was hinbekommen in dem Laden hier? Dabei haben die hier die besten Grundlagen. Die müssten es jetzt bloß noch richtig trainieren! Gehen die auch mal woanders hin und lassen sich mal richtig realistisches Boxen zeigen?“

Anmerkung:
  1. Grüngurte der Disziplin Muai lernen pro Waffenelement (Faust, Fuß, Knie, Ellenbogen) 24 Grundtechniken, zuzüglich einer Kampfbegrüßung, Schrittechnik und spezielle Abwehrkenntnis. (Das ist die Muay Duekdammbann Basis von oben)
  2. Am Anfang lernt man nur mit den Fäusten zu boxen und macht Tests zu drei Technikseiten mit je 12 Techniken. Danach darf man kicken, muss aber zuvor durch die „Fußbegrüßung“
  3. Die Fußbegrüßung ist ein für Außenstehende stets brutal und grausam Anmutendes Ritual der Initiation. (Frauen stehen drauf hab ich gehört. ) Der Schüler, welcher neu zu „Fuß“ kommt, wird einen Abend lang der Reihenfolge der Graduierungsträger nach beim Partnertraining (Sparring) mit aller Härte von den Füßen bis zu den Knien, in Ausnahmefällen auch bis zu den Oberschenkeln „bearbeitet“. Dabei gilt die Regel: „Je mehr man diesen Schüler mag, desto mehr knallt man ihm rein!“ Im weiteren Training wird nicht mehr so hart mit ihm umgesprungen, aber ein einziges Mal in seinem Leben muss er die volle Härte der Kicks mit Schienbein gespürt haben. Es ist nicht unüblich dass der Schüler (dieses eine Mal mindestens) wochenlang nicht laufen kann und seine Beine in allen Farben leuchten, aber dafür hat er wirklich verinnerlicht wie hart Kicks mit Schienbein werden können und ist wenn alles gut geht ein Leben lang vor derartiger Dummheit gefeit. (Das wird gerne Mal unterschätzt, nicht wahr? ) Und wenn man seine Mitschüler mag, dann gibt man ihnen halt alles an Liebe was man hat, oder?

Man beobachtet zwei Schwarzgurte und stellt fest, dass sie im Gegensatz zu den Grüngurten keine Handschuhe beim Sparring tragen. Ihre Bewegungen sind langsam aber sehr gleichmäßig. Jede ihrer Bewegungen sieht elegant aus, aber sie verharren gelegentlich nach einer Bewegung. Beide sehen sehr angestrengt aus, so als ob sie gerade seitenweise Logikrätsel im Kopf lösen. Man hat beinahe das Gefühl, dass sie nicht boxen, sondern Schach spielen. Sie scheinen zu taktieren, vorzutäuschen, abzulenken und sich gegenseitig aufs Glatteis führen zu wollen. „Drin!“ sagt der rothaarige und schiebt mit flüssiger Bewegung und mäßiger Geschwindigkeit seinen rechten Ellenbogen an der Deckung des anderen zur seiner Schläfe. Der andere akzeptiert das und quittiert den Treffer mit einem kurzen Nicken. Sie spielen ihr Planspiel weiter. „Aha denkt man sich. Die schlafen noch ein wenn das so weitergeht. Wie wollen die eigentlich nen richtigen fight überleben. Wenn da jemand kommt und bup bup bup ne schnelle Dreierkombi feuert? Dann sind die doch weg vom Fenster!“


Anmerkungen:
  1. Die langsamen Bewegungen unserer Schwarzgurte hier haben etwas mit Denken zu tun. (Kampfkünstler können Denken und zögern nicht es auch zu tun! ) Durch das gemeinsame Durchspielen verschiedener Situationen können besonders höhere Gurte (weiß+) an ihren Strategien feilen. Durch langsame Bewegungen bleibt einen mehr Zeit zum Verinnerlichen der Techniken und der weiteren Planung der Strategien.(Hat was mit den Nervenbahnen zu tun) Sind alle Techniken und Pläne im Kopf bereits vorgearbeitet, dann kann man einfach die Schublade aufmachen und sie in richtigen Kampfsituationen mit Echtzeit auspacken. (Wie Autofahren) Dabei ist aber immer zu beachten, dass beide Partner beim Üben sich nur gleichzeitig bewegen dürfen (sonst kommen so komische Sachen raus wie auf vielen martial arts Videos wo einer schlägt und dann geduldig wartet bis der andere seinen Griff hinbekommen hat ) und das ganze natürlich mit gleicher Geschwindigkeit. (sieht man auch oft anders in den Videos. Glaubt das eigentlich jemand?)
  2. Man sagt: Wenn es langsam nicht funktioniert, dann funktioniert es schnell auch nicht. Den trainingsbedingten „Kuschelmodus“ muss man natürlich bei „Echtzeit“ abschalten können um auch was davon zu haben (den Fehler machen viele junge Schüler, besonders wenn sie mal außerhalb trainieren), aber wenn man das erstmal schafft macht man seltsamerweise auch Techniken von denen man nicht wusste, dass man sie auch kann, weil alles Intuitiv und unbewusst abläuft! (Wer „Echtzeit“ kennt weiß was ich meine! ) Man muss dann nur noch drauf aufpassen, dass man dann niemanden versehentlich umbringt. (Da hab ich mir z.B. mal eine gefangen, weil ich mittendrin Schiss bekommen hab dass der andere nicht überlebt. )
  3. Besonders bei der Erlernung Thailändischer Kampfkunst ist dieses Vorgehen sehr zu empfehlen, weil es weniger Verschleiß an Trainingspartnern gibt, als wenn man voll durchzieht. Wäre doof wenn man dauernd aussetzen muss, weil man sich mal wieder den Arm ausgekugelt hat, oder? Schlimmer ist es natürlich noch bei lethalen Techniken, wie dem obigen Beispiel.

Der Kursleiter hat aufgeraucht und fragt, ob man denn einen Tiefschutz dabei habe. Man verneint und der Kursleiter bittet einen Grüngurt, der gerade sein Training beendet hat seinen zu leihen. Man zieht ihn über und stellt fest dass die Schale ziemlich groß ist. …. (Sorry, der musste einfach sein! ).
Man zieht seine Handschuhe an und der Trainer bemerkt, dass sie keine 8oz. Haben. „Wie viele Unzen haben die?“ fragt er. „Zehn“ sagt man und der Trainer kratzt sich am Kopf. „Zehn sind zuviel. Warte, ich besorg dir welche!“ entgegnet der Trainer und leiht sich noch ein Paar Boxhandschuhe von einem pausierenden Grüngurt.

Anmerkung:
  1. Für das Training in der Grüngurtstufe benötigt man 8oz. Handschuhe. Diese Größe wurde festgelegt weil sie einen guten Kompromiss aus Härte und Größe darstellen. Die Verletzungsgefahr ist etwas geringer als bei 6oz., jedoch sind 10oz. viel zu groß um effektiv Abwehren zu lernen, denn…
  2. In höheren Stufen boxt man ohne Handschuhe. Hat man vorher mit zu großen Handschuhen trainiert hat man arge Probleme sich darauf einzustellen weil das Abwehren mit 10oz. vergleichsweise leicht ist und man sich dummerweise genau daran gewöhnt. (Von 8oz ausgehend ist es schon schwer genug ohne Handschuhe zu arbeiten)
  3. Kleinere Handschuhe (6oz und weniger) wären zwar besser für das spätere Training, führen aber gerade bei unerfahrenen Grüngurten häufig zu unnötigen Verletzungen, weil sie noch sehr unpräzise sind und zu wenig Kontrolle über ihre Schlagkraft haben. (Kann halt schnell mal danebengehen, wenn man noch nicht weiß wie viel Kraft man hat)

Man steht endlich in voller Montur mitten im Trainingsraum herum und hüpft ein um sich warm zu machen, während der Kursleiter seine Handschuhe holt. Man wiegt ein wenig den Kopf hin und her um die Nackenmuskulatur zu lockern und bemerkt wie die anderen Schüler aufhören zu trainieren und sich an die Seite zu setzten um zuzusehen. „Mach dir keine Platte wegen denen. Die wollen nicht sehen wie du hier zerlegt wirst, sondern welche Techniken du kannst.“ Sagt der Trainer und fügt hinzu: „Du bist hier Gast und als solcher bringst du vielleicht etwas interessantes an Techniken mit, dass die anderen hier noch nicht kennen. Man interessiert sich hier nicht dafür wer der tollere Boxer ist, sondern ist einfach nur neugierig dich kennen zu lernen!“ Man schaut ihn ungläubig an und es dauert einen Moment bis man seine Worte verstanden hat. „Pass auf!“ sagt der Trainer motivierend. „Wir werden jetzt boxen und ich werde mich voll und ganz deinem Tempo und deiner Härte anpassen. Wenn du magst kannst du ganz langsam boxen, damit du mehr siehst und auch darum bitten, dass ich etwas noch mal für dich mache. Ansonsten schallt es natürlich aus dem Wald heraus, wie du es hineinrufst, OK?“ Man nickt und will auf seine Handschuhe schlagen. „Moment!“ sagt er und erklärt „Hier läuft das so..“ Er zeigt, dass man den jeweils linken Handschuh ineinander hakt und mit dem rechten die freiwerdende Vorderfläche des eingehakten Handschuhs antippt. „Das bedeutet, dass ich dir Vertraue, aber trotzdem aufpasse“…

Anmerkungen:
  1. Für Kampfkünstler ist es wirklich absolut uninteressant zu sehen wie ein Gast im Heimspiel zerlegt wird. Man begeistert sich viel mehr für seine Herangehensweise und sein technisches Vermögen! Es ist immer faszinierend neue Techniken aus anderen Systemen zu sehen um sich damit ein wenig zu bereichern, weil man auf neue Ideen kommt. (Inspiration wenn man will)
  2. Es ist auch nicht unüblich, dass Kampfkünstler Magazine, Bücher, Videos, etc. durchstöbern und die Prinzipien hinter den dort gezeigten Techniken nach Prinzipien aufschlüsseln um mehr zu verstehen wie andere „ticken“. Oft wird man dabei aber etwas verstört über „definitiv nicht funktionierende Techniken“ zurückgelassen. (Besonders als „Kampfkunst Fachliteratur“ getarnte Muay Farang Bücher und Videos unterliegen diesem Phänomen )
  3. Gerne besuchen Kampfkünstler auch mal andere Schulen um zu sehen wie man dort arbeitet. Stets ist dabei aber nicht die Idee des „Messens“ oder „Anlegens“ der ausschlaggebende Faktor, sondern das aufrichtige Interesse etwas Neues zu entdecken und sich daran zu erfreuen und bereichern. (Das wird leider oft nicht verstanden, weil viele auf „Wettkampf und Prügeln“ aus sind. Schade eigentlich!)

Der Kursleiter stellt sich einem als „Bischof“ vor und fragt mit welchen Elementen man gerne boxen würde. Nur Faust und Fuß oder auch mit Knie und Ellenbogen. Man sagt, dass man alles bereits gelernt hat und man daher auch mit allem boxen will. Bischof sagt, dass er sich dem anpassen wird, es aber gut fände spätestens in der Nahdistanz etwas runterzuschalten um kontrollierter zu bleiben. Er fügt an dass er auch erstmal tendenziell nur abwehren werde um zu sehen was kommt.

Man nimmt die Arme hoch und beginnt sich hin und her zu wiegen, wie man es vom bisherigen Training gewohnt ist. Der Kursleiter, bleibt einfach stehen. Man beobachtet ihn und entschließt sich einen Jab zum Herantasten mit der Vorderhand zu machen. Bischof sagt, dass man durchaus noch mit der Geschwindigkeit runtergehen könne und man wirklich keine Angst haben braucht, weil er einem nicht verletzen oder wehtun möchte. Man schüttelt innerlich den Kopf, weil es komisch klingt boxen lernen zu wollen ohne ein bisschen Schmerzen zu haben. Man entschließt sich ein wenig zu testen was hinter diesem ganzen Gequatsche steckt und lässt das Schienbein in einem Halbkreis in Richtung Bischofs Oberschenkel einfliegen (ich glaube man nennt das „Te Tad Lang“). Bischof scheint den Kick nicht mitbekommen zu haben. Man trifft nur mit halber Kraft weil Bischof seine Hüfte etwas rausgedreht hat und trocken kommentiert: „Aha!“. Man stutzt und kickt noch mal den gleichen Kick im weiten Bogen zu seinem Oberschenkel. Bischof macht einen halben Schritt zur Seite und der Kick trifft wieder nur halb. Entschlossen den nächsten Kick sauber zu platzieren macht man einen etwas schnelleren Schritt und kickt kräftig in einem sauberen Halbkreis. Am Ende der Bewegung stoppt Bischof den Kick in dem er sein gegenüberliegendes Knie hochzieht und über seine Körpermitte in das Fußgelenk dreht. Man hat das Gefühl gegen einen Betonpfeiler zu getreten zu haben. Eigentlich wollte man doch mit dem Schienbein treffen. Mit nachklingend dumpfen Schmerz setzt man das Bein wieder ab und versucht sich nichts anmerken zu lassen. „Kick etwas langsamer.“ sagt Bischof mit ruhiger Stimme und man spürt wie der Wutpegel in einem ansteigt. Bischof bemerkt es, zieht aber nur eine Augenbraue hoch, als ob schon wieder Sonntag wäre und er eigentlich keine Lust auf die wöchentliche Messe habe…

Anmerkungen:
  1. Man unterscheidet im Pahuyuth zunächst vier grundlegende Abwehrarten. Ausweichen, Umleiten, Blocken und Kontern
  2. Ausweichen bedeutet sich aus der „Schusslinie“ zu bewegen. Es gilt dabei so wenig wie möglich und so viel wie nötig zu machen. (Wegspringen z.B. verhindert eigene Angriffe und ist sinnlos weil man nicht mehr an den Gegner rankommt!)
  3. Umleiten bedeutet den Weg des Angriffs mutwillig zu verändern. (Das ist etwas feines um den Gegner in für ihn nachteilige Positionen zu rücken)
  4. Blocken bedeutet die Angriffsbewegung zu stoppen. Man kann weich und hart blocken. (Es sollen schon Kämpfe allein durch geschicktes Blocken entschieden worden sein )
  5. Kontern bedeutet einen sofortigen Gegenangriff zu starten und damit den Angriff zu vereiteln.
  6. Man kann so ziemlich jeden Angriff mit allen vier Varianten abwehren! Es kommt ganz darauf an was man als nächstes vorhat! (Strategie im Muai)

Das Jagdfieber hat einen etwas gepackt und man feuert eine schnelle Dreierkombi mit den Fäusten, prescht nach vorne und schafft es Bischof damit tadellos zu überrumpeln. „Hast mich erwischt“ sagt Bischof mit einem ehrlichen Lächeln. Er scheint sich schon fast darüber zu freuen, dass man ihm ein paar saubere Treffer verpasst hat. Man wundert sich kurz und startet mit aufgepumptem Selbstbewusstsein einen neuen Angriff…


- Fortsetzung folgt –




Möchte sich noch jemand dazu äußern?


LG Tyler
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  #68  
Alt 06-01-2006, 16:19
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Zitat:
Ausnahmen sind Grüngurte (Anfängerstufen Graduierungsträger), welche bereits an öffentlichen Vorführungen oder Wettkämpfen aller Art in ihrer Disziplin teilgenommen haben. Dann tragen auch Grüngurte solche Streifen.
Ich kann verstehen, wieso es im Pahuyut keine Wettkämpfe gibt, aber wie passt denn diese Aussage hier rein?

Außerdem finde ich, pahuyut.de hat viele Dinge, die auf mich sehr unseriös wirken. Zum Beispiel dass ständig versucht wird, mir einen CD-Fernkurs anzudrehen (Muss ich nicht weiter erläutern, oder?).

Außerdem die Meditation, welche angeblich "psychische und physische Schäden" verursachen kann. Außerdem die Warnung, dass man für evtl. so entstehende Schäden keine Haftung übernimmt... Als ob der Leser vor seinem Monitor krepieren würde, weil er ein paar Sachen die auf der Seite stehen ausprobiert.
Mal ganz abgesehen davon, dass die Meditationsarten nur in wenigen Sätzen und scheinbar absichtlich unverständlich formuliert sind.
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  #69  
Alt 06-01-2006, 19:51
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@Zorndyke:
Ich kann auch nur das wiedergeben, was mir mal ein Biolehrer erzählt hat, von dem ich nach wie vor viel halte:
Er hat sich mal während unserer sogenannten "Projekttage" gegen ein autogenes Training ausgesprochen, mit der Begründung, dass man damit seinen Kreislauf, Herzschlag, usw beeinflussen kann. Dies sei jedoch gefährlich, wenn man evtl. einen Herzfehler hat, von dem man nichts weiß. Es könnte also Herzflimmern oder schlimmeres entstehen - insofern ist zumindest die Warnung davor schon ok... Aber, wie gesagt, ich kenn dazu keine weiteren Infos, Studien, usw...

@Rylet:
Keine Angst, ich nehme persönliche Aussagen nicht ernst...
Erlaube mir aber, umso härter mit "Rissen der Logik" umzugehen:
Ich habe durchaus verstanden, was du unter einem Kampfkünster verstehst. Ich habe auch deine Beiträge und auch andere Themen von dir durchgelesen. Dennoch akzeptiere ich die Erklärung nicht, dass ihr keine Wettkämpfe macht. Denn:
1:
Zitat:
Zitat von Rylet
Ausnahmen sind Grüngurte (Anfängerstufen Graduierungsträger), welche bereits an öffentlichen Vorführungen oder Wettkämpfen aller Art in ihrer Disziplin teilgenommen haben. Dann tragen auch Grüngurte solche Streifen.
2: Jede Situation gibt dir die Erfahrungen, die du auch bereit bist, darin zu suchen. Mit deiner Begründung, Kampfkünstler zu sein, kann ich auch hinterfragen, warum ihr Sparring macht. Für euch ist das ein normaler Teil des Trainings. Wenn ihr jetzt also Wettkämpfe besuchen würdet - nicht, mit dem Wunsch, zu ZEIGEN, was ihr könnt, sondern um FESTZUSTELLEN, was man kann. Dort habt ihr Gegner, die euch zwar nicht töten wollen, aber nicht aus Freundschaft oder Mitleid ihre Schläge zurückhalten - so, wie du diese "Beinweihe" beschreibst. Außerdem sind es auch mal Leute, die anders trainieren, also andere Aspekte in euer Wissen reinbringen.
Man kann also viel von Wettkämpfen mit nach Hause nehmen.
So wie du den letzten Trainingsbericht schreibst, ist euch ja daran gelegen, von anderen Leuten zu lernen, und mal in andere Schulen zu kucken.
Das Problem ist also:
Ich sehe nicht, warum für euch Sparring möglich ist, aber Wettkämpfe nicht. Die negativen Aspekte beim Wettkampf(die ein Kampfkünstler sehen kann) hängen immer vom Kämpfer ab.

Ich denke viel mehr, dass du an dieser Stelle(ohne dich beleidigen zu wollen) einfach die Meinung deines Meisters übernommen hast. Genauso, wie du die entsprechende Trainingskleidung trägst und dich dem Graduierungssystem unterordnest. Dies alles ist jedoch genau betrachtet Unsinn(will wirklich niemanden beleidigen): Wenn ich besser in meinen Thai-Shorts kämpfe, dann ziehe ich die an.
Boxhandschuhe benutzt ihr ja auch...

Ich hoffe, dass du jetzt meinen Standpunkt besser verstehst. Ich akzeptiere, dass du dich nicht profilieren willst, bei Wettkämpfen - wieso akzeptierst du nicht, dass man dort auch lernen kann?
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  #70  
Alt 07-01-2006, 03:06
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@ Sportler:

Hi

Vielleicht mal ein kleiner Denkansatz.
Um Kämpfen zu lernen übst du, richtig!
Irgendwann dann machst du mal nen Wettkampf.
Danach gehst du dann wieder üben…
vielleicht bis zum nächsten Wettkampf – je nach deinem Verständnis.
Warum gehst du erst wieder üben und machst nicht gleich den nächsten Wettkampf..
und dann gleich wieder Wettkampf…und dann gleich wieder Wettkampf…

Vielleicht weil du bis zum nächsten Wettkampf…….werden……!

Es steckt doch alles schon in dir drin… doch wie holst du’s raus…?

Nagri
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  #71  
Alt 07-01-2006, 03:12
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Zitat:
Zitat von Nagri
Warum gehst du erst wieder üben und machst nicht gleich den nächsten Wettkampf..
und dann gleich wieder Wettkampf…und dann gleich wieder Wettkampf…
1. Weil so viele Wettkämpfe gar nicht angeboten werden.
2. Nach nem Wettkampf kann es durchaus sein, dass man bissle Pause braucht, vielleicht auch mal verletzt ist
3. Der Wettkampf ist für mich kein "Allheilmittel". Üben der Technik, Sparring usw. sind genauso wichtig. Den Wettkampf erwähne ich nur, weil es für mich keinen Sinn macht, diesen abzulehnen aus einer Kriegermentalität - obwohl man Sparring macht. Ein Wettkampf hat nun mal auch Vorteile für's Training, man kann ihn (z.B. im Vollkontakt) als harte und realitätsnahe Trainingseinheit sehen. Warum sollte man ihn pauschal ablehnen?(Immer dran denken: Die Ablehnung kommt von Leuten, die Sparring machen - wo ist der Unterschied?)
Zitat:
Zitat von Nagri, der mit dem Wolf tanzt und viele Fragen stellt *g*
Vielleicht weil du bis zum nächsten Wettkampf…….werden……!

Es steckt doch alles schon in dir drin… doch wie holst du’s raus…?
Versteh die letzten beiden Sätze nicht... Fehlen da Wörter? Bitte erläutern, dann geh ich gerne drauf ein.

mfg
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  #72  
Alt 07-01-2006, 03:32
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@ Sportler:

Wenn du so oft zum Wettkampf könntest wie du Sparring machst, würdest du das machen?

Ja, im vorletzten Satz fehlen zwei Worte: das bezieht sich auf die Überschrift: Denkansatz!

Den letzten Satz mal anders:
Gehst du jeden Tag Kohlen schippen oder willst du nicht auch mal deinen eigenen Ofen haben...

Nagri

ps: mit dem Wolf tanzen ist anders...
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  #73  
Alt 07-01-2006, 04:56
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Zitat:
Zitat von Nagri
Wenn du so oft zum Wettkampf könntest wie du Sparring machst, würdest du das machen?
Nö. Siehe dazu meine Punkte 2. und 3. Wettkampf ist für mich ein TEIL der Ausbildung. Wettkämpfe sind nunmal sehr hart und keiner ist wahrscheinlich fähig, sich in jedem Training so fertig zu machen, auch wenn man sich nicht verletzt. Außerdem kann man im Sparring auch gewisse Sachen rauslassen, z.B. Kicks, um sein Box-Können zu verbessern.
Deshalb: Sparring UND hin und wieder nen Wettkampf.

Zitat:
Zitat von Nagri, der in Rätseln spricht
Ja, im vorletzten Satz fehlen zwei Worte: das bezieht sich auf die Überschrift: Denkansatz!
Sorry, vielleicht ist es einfach zu spät in der Nacht... Ich verstehe echt nicht, was du sagen willst. Bitte probier doch mal, deine Gedanken auszuführen.
Zitat:
Zitat von Nagri
Den letzten Satz mal anders:
Gehst du jeden Tag Kohlen schippen oder willst du nicht auch mal deinen eigenen Ofen haben...
Auf was bezieht sich das jetzt? Klar will ich meinen eigenen Ofen. Soll das so ähnlich sein, wie das chinesische Sprichwort: Wenn du jemandem einen Fisch gibst, hat er nen Tag zu essen. Bringst du ihm das Angeln bei, ist er sein Leben lang versorgt? Auch das bitte ausführen, wenn's keine zu große Mühe macht...

Zitat:
Zitat von Nagri
ps: mit dem Wolf tanzen ist anders...
Sorry, mir ist nix besseres eingefallen - wollt nur zeigen, wie gut ich HTML kann LOL
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  #74  
Alt 07-01-2006, 07:17
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@Zorndyke:

Willkommen Zorndyke!

„Ich kann verstehen, wieso es im Pahuyut keine Wettkämpfe gibt, aber wie passt denn diese Aussage hier rein?
„Rauchen schädlich für die Gesundheit„ steht auf der Verpackung.
Der Raucher holt die Zigarette heraus und raucht!
Ich empfehle, dass du das Thema zur Sicherheit das Thema (noch mal) von vorne liest.


“Außerdem finde ich, pahuyut.de hat viele Dinge, die auf mich sehr unseriös wirken. Zum Beispiel dass ständig versucht wird, mir einen CD-Fernkurs anzudrehen (Muss ich nicht weiter erläutern, oder?).“
„Am Anfang war das Wort...“
Ich weiß du kannst lesen und denke dass du die Freiheit besitzt es zu verstehen wie du es verstanden hättest haben können.


“Außerdem die Meditation, welche angeblich "psychische und physische Schäden" verursachen kann. Außerdem die Warnung, dass man für evtl. so entstehende Schäden keine Haftung übernimmt... Als ob der Leser vor seinem Monitor krepieren würde, weil er ein paar Sachen die auf der Seite stehen ausprobiert.
Mal ganz abgesehen davon, dass die Meditationsarten nur in wenigen Sätzen und scheinbar absichtlich unverständlich formuliert sind.“

„Zu Risiken und Nebenwirkung fragen Sie ihren Arzt oder Apotheker!“
Ich bin kein Webmaster von Pahuyuth Web.
Sorry, du bist hier leider falsch verbunden!




@RalfKussler:
  1. Eigentlich ist es Tyler, nicht Rylet. Der Name war hier bloss schon besetzt.
  2. Ich hätte es sehr nett gefunden wenn du vorher Bescheid gesagt hättest, wenn du meinen Text kopierst.
    Willst du nicht der Vollständigkeit halber den Rest auch mitnehmen?
    Sonst ist es doch nur die halbe Geschichte, oder?


@DeeMates:

Ich vermisse dich! ... Es ist schon so lange her!

Fühl dich bitte jetzt mal ganz lieb von mir gedrückt
und persönlich eingeladen deine Meinung hier zu posten!
Würde mich sehr darüber freuen!



@Sportler:

Sportler! Meine Güte!


„Erlaube mir aber, umso härter mit "Rissen der Logik" umzugehen:
Ich habe durchaus verstanden, was du unter einem Kampfkünster verstehst. Ich habe auch deine Beiträge und auch andere Themen von dir durchgelesen. Dennoch akzeptiere ich die Erklärung nicht, dass ihr keine Wettkämpfe macht.“

Bitte nicht so pauschal!
Nicht „dass IHR keine Wettkämpfe macht“, sondern ICH als Kampfkünstler mache keine!
Ich sage ja auch nicht ALLE Kampfsportler sollen endlich mal ihren Schulnamen korrigieren, oder?


„Jede Situation gibt dir die Erfahrungen, die du auch bereit bist, darin zu suchen. Mit deiner Begründung, Kampfkünstler zu sein, kann ich auch hinterfragen, warum ihr Sparring macht. Für euch ist das ein normaler Teil des Trainings. Wenn ihr jetzt also Wettkämpfe besuchen würdet - nicht, mit dem Wunsch, zu ZEIGEN, was ihr könnt, sondern um FESTZUSTELLEN, was man kann.“
Das ist gerade das was ich für mein Können definitiv nicht brauche.

Dort habt ihr Gegner, die euch zwar nicht töten wollen, aber nicht aus Freundschaft oder Mitleid ihre Schläge zurückhalten - so, wie du diese "Beinweihe" beschreibst.
Folge am Besten der Empfehlung von Nagri ... Er versteht warum du es brauchst.

Außerdem sind es auch mal Leute, die anders trainieren, also andere Aspekte in euer Wissen reinbringen. Man kann also viel von Wettkämpfen mit nach Hause nehmen. So wie du den letzten Trainingsbericht schreibst, ist euch ja daran gelegen, von anderen Leuten zu lernen, und mal in andere Schulen zu kucken.
Damit der Wettkampf nicht erforderlich ist.

Das Problem ist also:
Ich sehe nicht, warum für euch Sparring möglich ist, aber Wettkämpfe nicht. Die negativen Aspekte beim Wettkampf(die ein Kampfkünstler sehen kann) hängen immer vom Kämpfer ab.

Also möglich ist alles, aber darum geht mir persönlich nicht!

"Ich denke viel mehr, dass du an dieser Stelle(ohne dich beleidigen zu wollen) einfach die Meinung deines Meisters übernommen hast. Genauso, wie du die entsprechende Trainingskleidung trägst und dich dem Graduierungssystem unterordnest. Dies alles ist jedoch genau betrachtet Unsinn(will wirklich niemanden beleidigen): Wenn ich besser in meinen Thai-Shorts kämpfe, dann ziehe ich die an.
Boxhandschuhe benutzt ihr ja auch..."

Ich bin von meinem Lehrer nicht gewöhnt oder geprägt worden.
Ich habe keine Meinung "übernommen", sondern durch eigene Überzeugung verinnerlicht!


"Ich hoffe, dass du jetzt meinen Standpunkt besser verstehst. Ich akzeptiere, dass du dich nicht profilieren willst, bei Wettkämpfen - wieso akzeptierst du nicht, dass man dort auch lernen kann?"
Lies bitte mal genau und mehrmals was Nagri schreibt, dann könntest du es besser verstehen...


Möchte sich noch jemand dazu äußern?


LG Tyler

Geändert von Rylet (07-01-2006 um 07:21 Uhr).
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  #75  
Alt 07-01-2006, 12:38
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OK die Einstellung zu haben, man benötigt keine Wettkämpfe, kann ich nachvollziehen, es ist kein Bestandteil des Weges. Sinn macht es für mich allerdings nicht.
Wie trainiert man dann als Kampfkünstler den Umgang mit Adrenalin und der (im Idealfall nicht vorhandenen) Stimme im Hinterkopf? Das kommt ja im Ernstfall immer mit dazu. Kann man das durch Meditation allein simulieren oder soweit unter Kontrolle bringen, dass es einem nicht hinderlich ist?

Ich persönlich bestreite keine offiziellen Turniere, suche aber dennoch regelmässig eine WT-Schule heim, um mich in ihrem Fightclub dieser Extremsituation auszusetzen und den Umgang mit Angst bzw Ungewissheit, Respekt, und vor allem stilistisch unbekannten Kampfpartnern zu lernen.
OK, mein Ziel ist nicht Bushido, sondern eine fundierte SV und vor allem Körpergefühl.
Würde eine Kampferfahrung hin und wieder nicht den Weg der Ausbildung komplettieren, da man unter den dann herrschenden Umständen für sich selbst kontrollieren kann, was man umsetzen kann, welche Technik so noch nicht funktioniert, wie der Körper reagiert, gehen Warnsignale unter usw?

Wenn ich jetz wieder was überlesen hab oder total daran vorbeiinterpretiert hab klink ich mich aus, langsam wirds zu krass
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