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Muay Thai, Muay Boran, Krabi Krabong Informationen und Diskussionen über die thailändischen Kriegskünste Muay Boran und Krabi Krabong sowie den Nationalsport Muay Thai



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  #16  
Alt 26-09-2017, 03:57
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Zitat:
Zitat von sputnik sweetheard Beitrag anzeigen
Hallo Narexis,


Danke für Dein Willkommen. Du machst auf mich den Eindruck von Jemandem der viel Erfahrung in diesem Sport gesammelt hat.

Was ich sagen wollte bestätigst Du ja selbst, siehe obiges zitat

und Adrenalin läßt mich Vieleicht den Kampf überstehen, ist aber kein Garant dafür, daß ich morgen noch laufen kann.


Gruß
Ss
Diese - meist einmalige - Empfehlung hat allerdings weder eine technische Entwicklung, ein „realitätsnahes Feedback“, das „Anpassen der Technik“ oder der Trefferfläche, das Herausfinden, ob die Technik „richtig ausgeführt ist“ noch die Abhärtung zum Ziel und die Jungs fallen danach auch oft den Rest der Woche im Sparring aus bzw. beschränken sich aufs Boxen. Auch sind lediglich Kicks zum Körper und abwärts erlaubt.

Zumindest im Westen ist es auch nicht unbedingt das Ziel, direkt am Tag nach dem Kampf „noch laufen“ oder kämpfen zu können. Dahingehend hilft allerdings auch kein Training ohne Schützer, dabei verletze ich mich nur zusätzlich.

LG

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  #17  
Alt 26-09-2017, 10:02
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Hallo Narexis ,
Ich kann nur hoffen, das es im MT auch noch andere Ansätze für`s Training gibt.
Weder bin ich ein Psychopath noch ein Masochist.

Gruß
Ss
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  #18  
Alt 26-09-2017, 11:00
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Zitat:
Zitat von sputnik sweetheard Beitrag anzeigen
Hallo Narexis ,
Ich kann nur hoffen, das es im MT auch noch andere Ansätze für`s Training gibt.
Weder bin ich ein Psychopath noch ein Masochist.

Gruß
Ss
(Das hat zwar nichts mehr mit dem von Dir angepriesenen Training ohne Schoner zu tun, aber was soll's.)

Das musst Du auch gar nicht sein.

Nur solltest Du Dir dann definitiv noch einmal die Frage stellen, ob Du in einem (hierzulande) lowkicklastigen Vollkontaktsport in den Ring steigen willst, wenn Du Dir bereits Sorgen machst, am Tag nach dem Kampf zu humpeln oder auch mal eine Woche nach dem Kampf nicht trainieren zu können. Das wird auch kein Training ohne Schoner verhindern - das wird Dich nur noch häufiger grundlos aus dem Spiel nehmen, weil Du Dich leichtfertig im Training verletzt.
Die westliche Wettkampfkultur unterscheidet sich stark von der thailändischen und das hat natürlich auch gewisse Konsequenzen. (Bist Du nicht an Wettkämpfen interessiert oder nicht bereits sehr fortgeschritten, gibt es für mich überhaupt keinen Grund, absichtlich ohne Schoner am Mann zu trainieren.)

Nur haben die Kämpfer, die ohne Schienbeinschoner in den Ring steigen, schon eine gewisse Erfahrung im Ring und zumindest die Kämpfer, die ich kenne und für mich selbst galt eigentlich immer der Grundsatz (primär) den Kampf, auf den man sich intensiv vorbereitet hat, gewinnen zu wollen. Dass ich (in den höheren Gewichtsklassen und insbesondere gegen gute und harte Kicker) auch mal am nächsten Tag humple, wenn ich den Kicks nicht ausweichen kann und sie blocken muss, gehört zum Spiel dazu und ist keine Verletzung bzw. zumindest für mich kein Grund, den Kampf abzubrechen. Einfach mal ausprobieren oder frei nach dem Motto "dabei sein, ist alles", geht häufig gewaltig und schmerzhaft in die Hose, wobei die Jungs meistens auch nicht bis zu den Kämpfen ohne Schoner kommen. Ich persönlich finde es deshalb auch unverantwortlich, schlecht vorbereitete Anfänger antreten zu lassen und habe oft genug erlebt, was passiert, wenn ein Hobbysportler meint, unvorbereitet in den Ring zu steigen und in der anderen Ecke ein gut vorbereiteter Erstkämpfer steht.

Ich warte übrigens immer noch auf Begründungen bzw. Gründe und wollte lediglich darstellen, dass diese einmalige Angelegenheit keine der Ziele, die Du vermutest, verfolgt.
Andererseits wurde ich auch bereits darüber aufgeklärt, mit wem ich es zu tun habe und es wundert mich nicht, dass Nebelkerzen gezündet werden. Den vorherigen Post scheinst Du leider nicht ganz verstanden zu haben - wenn noch Unklarheiten bestehen, helfe ich gerne sie zu bewältigen, sobald auch Du die Punkte ausführst (oder andere Personen ähnliche Probleme mit dem Verständnis des Posts bzw. Fragen haben).

LG

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  #19  
Alt 26-09-2017, 11:13
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Hallo Narexis,
Ich werde mich später noch mal mit Deinen Anmerkungen beschäftigen, jetzt muß ich erst mal gras für die Kaninchen machen .

... Ey jetz mal Klartext
Zitat von Dir
Zitat:
Andererseits wurde ich auch bereits darüber aufgeklärt, mit wem ich es zu tun habe und es wundert mich nicht, dass Nebelkerzen gezündet werden.
... meinst Du jetzt mich damit ?

Gruß
Ss
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  #20  
Alt 26-09-2017, 13:40
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Hallo noch mal
Du Narexis, Deine Art und Weise des Herangehens an MT ist wettkampforientiert.
Dagegen habe ich nichts.
Oder anders gesagt – Jedem das Seine.

Offensichtlich nimmt diese Herangehensweise die eigene Verletzung und die des Wettkampfgegners
in Kauf und wenn ich Deine Ausführungen richtig verstehe besteht so gar eine große Wahrscheinlichkeit, daß es zu solchen kommt.

Wo ist denn das Problem zu akzeptieren, das Wettkampf nicht die einzig richtige oder reale Möglichkeit ist sich MT zu nähern.

Ich zum Beispiel habe da keinen Bock mehr drauf.
Und soll ich jetzt MT an den Nagel hängen, weil ich nun keine chance mehr habe „mein“ MT weiter zu entwickeln ?

Wenn der Wettkampf nicht mehr die Rahmenbedingungen für die Ausübung oder das Training vorgibt, werde ich auch nicht durch diesen Rahmen eingeschränkt. Is doch logisch oder ?

Gruß
Ss
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  #21  
Alt 26-09-2017, 14:24
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Zitat:
Zitat von sputnik sweetheard Beitrag anzeigen
Und soll ich jetzt MT an den Nagel hängen, weil ich nun keine chance mehr habe „mein“ MT weiter zu entwickeln ?
Du betreibst nach eigenen Bekunden doch aktuell kein MT bzw. hast noch kein Gym - wie willst Du da was an den Nagel hängen was Du gar nicht aktiv ausübst?

Und natürlich kann man MT auch betreiben ohne das man jetzt Wettkampfambitionen hat - es soll sogar Leute geben die nicht mal Sparring machen (wollen). Ist dann halt die "Fitness" Variante. So weit so gut.

Nur ursprünglich hast Du geschrieben Du findest es wichtig, dass man Sparring auch mal ohne Schützer betreibt da dies für die "richtige technische Ausführung" unumgänglich sei.

Und das ist - egal ob man nun auf Wettkampf aus ist oder nicht - einfach Unfug.

Die richtige Technik oder technische Ausführung (also dann auch gern ohne Schützer) lernst Du nicht im Sparring. Man kann ja vielmehr sehen, dass dort technisch tendenziell eher unsauberer gearbeitet wird als bei reinen Partnerübungen o.ä., dass bleibt halt nicht aus.

Und da willst Du in einer Situation in der eh schon Stress mit an Board ist diesen auch noch künstlich erhöhen indem Du auf Schienbeinschoner verzichtest? Und das hilft einem dann wirklich technisch besser zu werden?
Ich habe da meine berechtigten Zweifel.

Hast Du denn selbst schon mal im Sparring mit dem bloßen (Schien)Bein versucht einen lockeren Low-Kick zu blocken? Das ist (wie ja auch schon von Narexis beschrieben) eigentlich eine Garantie für Verletzungen oder zumindest für unschöne blaue Flecken.

Warum sollte daher eigentlich jemand der keinen Wert auf Wettkämpfe legt (und daher nie "gezwungen" sein wird ohne Schutz zu sparren oder kämpfen) sich dann freiwillig die Knochen polieren lassen zumal es wie ausgeführt auch technisch überhaupt nichts bringt?
__________________
"It's not the size of the dog in the fight, it's the size of the fight in the dog." M. Twain
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  #22  
Alt 26-09-2017, 16:17
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Hallo Little Green Dragon,
Zitat:
Du betreibst nach eigenen Bekunden doch aktuell kein MT bzw. hast noch kein Gym - wie willst Du da was an den Nagel hängen was Du gar nicht aktiv ausübst?
Wenn ich Dir erzähle in meinem Garten stehen Apfelbäume , wie kommst Du dann zu der Schlußfolgerung, daß dort keine Birnbäume wachsen ?

Zitat:
Die richtige Technik oder technische Ausführung (also dann auch gern ohne Schützer) lernst Du nicht im Sparring. Man kann ja vielmehr sehen, dass dort technisch tendenziell eher unsauberer gearbeitet wird als bei reinen Partnerübungen o.ä., dass bleibt halt nicht aus.
Reden wir jetzt über Ballett oder eine Kampfsituation ( was in meinem Verständnis eher mit MT zu tun hat
Mit anderen Worten, ob eine Technik "richtig" ausgeführt wird kann ich nur in einer Kampfsituation (Sparring) überprüfen .
Wenn dem nicht so wäre, würden viele Schauspieler, Ballett - oder Zirkuskünstler erstklassige Kämpfer präsentieren.
Unsere Ansichten und Erfahrungen gehen hier offensichtlich auseinander - ok kein Ding !

Die frage die hier ein Aspekt der Kontroverse ist :
Benötige ich für die Verbesserung meiner technischen Ausführung das reale ungeschützte eigene Körperfeedback ?

Beispiel : Wenn ich genötigt werde oder es aus strategischen Gründen selbst initiiere über den Boden ab zu rollen, ist die Chance für einen Ungeübten durchaus gegeben, daß er sich dabei verletzt.
was ist jetzt die Konsequenz - lege ich mir Matten drunter oder packe den Körper mit Schützern ein ?
Ok ist eine Möglichkeit.
Eine Woche vor einer realen Kampfsituation lass ich den Kämpfer dann mal ohne Matten oder Körperschutz rollen (damit der Schock in der realen Kampfsituation nicht zu groß wird ...

soweit
Gruß
Ss
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  #23  
Alt 26-09-2017, 16:28
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Zitat:
Zitat von sputnik sweetheard Beitrag anzeigen
... Ey jetz mal Klartext
[...]
... meinst Du jetzt mich damit ?
Wen sonst? Nimm Dir doch bitte wenigstens eine ruhige Minute zum Lesen der Posts, wenn das Textverständnis zumindest eine gewisse Hürde darzustellen scheint.
Zitat:
Zitat von sputnik sweetheard Beitrag anzeigen
Du Narexis, Deine Art und Weise des Herangehens an MT ist wettkampforientiert.
Dagegen habe ich nichts.
Oder anders gesagt – Jedem das Seine.
Du stellst eine Behauptung auf, auf deren Begründung ich immer noch warte.
Meine Herangehensweise ist deshalb „wettkampforientiert“, da es außerhalb des Wettkampfsports wirklich keinerlei Gründe gibt, die für die von Dir empfohlene Herangehensweise sprechen.
Auch erwarte ich, dass sich allgemeine Behauptungen auch auf den gesamten Sport beziehen oder - sollte dies nicht der Fall sein - es gekennzeichnet wird. Wenn ich in ein fremdes Team gehe, um MT zu trainieren, erwarte ich auch, dass es sich nicht lediglich um Boxen mit Lowkicks handelt und man beim Clinchen sofort getrennt wird. Ich erwarte, dass man mir - sofern ich das will - das Kämpfen im Sinne des MT beibringt und es sich nicht lediglich um eine Bewegungstherapie oder lediglich in der Theorie funktionierende Techniken handelt - oder man mir das zumindest direkt sagt und es nicht als MT verkauft. Das MT wie auch das Boxen sind nun einmal Wettkampfsportarten.
Genauso erwarte ich von einer Person, die Ratschläge fürs Boxen gibt, auch, dass sich diese Ratschläge nicht nur auf „Boxkurse“ in Fitnessstudios (ohne jeglichen Kontakt) beziehen.

Zitat:
Zitat von sputnik sweetheard Beitrag anzeigen
Offensichtlich nimmt diese Herangehensweise die eigene Verletzung und die des Wettkampfgegners
in Kauf und wenn ich Deine Ausführungen richtig verstehe besteht so gar eine große Wahrscheinlichkeit, daß es zu solchen kommt.
Das hat Leitungssport in einem Vollkontaktkampfsport ohne Schutzausrüstung nun einmal an sich - insbesondere, wenn die Gewichtsklassen und Erfahrungen der Kämpfer zunehmen und Lowkicks (und deren Blocks) eine entscheidende Rolle spielen. Deshalb verstehe ich auch jede Person, die keine Wettkämpfe ausüben will. Wirkungstreffer heißen nicht ohne Grund so und auch (beispielsweise) Ellenbogen verwende ich nicht, um primär Punkte zu sammeln. (Auch in Thailand werden nicht ohne Grund Techniken verwendet, die nicht einmal in die Wertung einfließen - nur dass dort die Wettkampfkultur und die Auswirkungen von potentiellen Verletzungen oder Ringschlachten eine andere ist als bei uns.)
Natürlich gibt es Kämpfer, die ähnlich herangehen und gezielt versuchen Punktsiege zu erzielen, doch auch die nehmen Verletzungen zumindest in Kauf.

Zitat:
Zitat von sputnik sweetheard Beitrag anzeigen
Wo ist denn das Problem zu akzeptieren, das Wettkampf nicht die einzig richtige oder reale Möglichkeit ist sich MT zu nähern.
Kein Problem. Man darf es auch gerne ohne jeglichen Kontakt betreiben. Dann frage ich mich nur, warum sollte man die Schienbeinschoner weglassen und das Verletzungsrisiko erhöhen?

Zitat:
Zitat von sputnik sweetheard Beitrag anzeigen
Ich zum Beispiel habe da keinen Bock mehr drauf.
Und soll ich jetzt MT an den Nagel hängen, weil ich nun keine chance mehr habe „mein“ MT weiter zu entwickeln ?
Nein, Deine Behauptungen zu begründen und Wettkämpfer (oder zumindest mich) nicht unterschwellig als Psychopathen und Masochisten zu bezeichnen, würde vollkommen ausreichen.

Auch die Freizeitsportler dürfen sich gerne mal ohne Schoner im Training klopfen, sofern beide es wollen und es nach dem Training stattfindet. Auch dürfen sie „zur Abhärtung“ gegen Mauern schlagen, ich werde sagen, was ich davon halte bzw. ihnen von letzterem Abraten und anbieten den "Kampf aus Neugierde" zu überwachen und schlussendlich tragen die erwachsenen Menschen dafür ihre eigene Verantwortung. Empfehlen oder dazu raten würde ich ihnen allerdings nie. Du rätst dazu, wieso? Wieso interessiert Dich beispielsweise das „realitätsnahe Feedback“ - was auch immer das sein soll und wieso man das sonst nicht bekommen könnte - wenn Du eh nie die „Realität“ in Form eines Kampfes spüren willst oder wirst?

Zitat:
Zitat von sputnik sweetheard Beitrag anzeigen
Wenn der Wettkampf nicht mehr die Rahmenbedingungen für die Ausübung oder das Training vorgibt, werde ich auch nicht durch diesen Rahmen eingeschränkt. Is doch logisch oder ?
Weil Dich der Rahmen des Wettkampfs nicht mehr einschränkt, schränkst Du Dich selbst durch das Weglassen der Schienbeinschoner oder daraus entstehende Verletzungen ein?

Warum sollte Dich der Wettkampf einschränken, insbesondere, wenn Du nicht einmal für den Wettkampf trainieren musst, sondern lediglich kannst? Kommt jetzt auch hier das ganze Zeug über das „Muai“ im Gegensatz zum Muay und wie sehr wir durch den Sport eingeschränkt werden?

Ich persönlich biete lediglich die Möglichkeit, nach eigenen Maßstäben zu trainieren (vom Freizeitsportler, der lediglich die Fitness sucht und nicht einmal an Partnerübungen teilnehmen will, bis hin zum Wettkämpfer) und das Kämpfen zu lernen. Das möglichst verletzungsfrei oder mit einem möglichst geringen Verletzungsrisiko. Deshalb bräuchte es schon (zumindest irgendwelche nicht an den Haaren herbeigezogenen) Gründe, warum ich das Verletzungsrisiko bewusst erhöhen sollte, wenn ich Schoner weglasse - diese Gründe habe ich z. B. für diese einmalige Empfehlung vor dem ersten Kampf ohne Schoner. Dazu kommt, dass Freizeitsportler oder sogar Personen, die nicht einmal gegen Widerstände schlagen, keinerlei Abhärtung oder einen Hauch „realitätsnäheres Feedback“, als evtl. mit Schonern möglich, benötigen. Diese Abhärtung spielt eigentlich erst bei Wettkämpfern eine wirkliche Rolle (/e: und für sie ist auch ein Training mit Schonern "realitätsnah" genug für ihre Kämpfe ).

(Ich betreibe sogar sehr gerne lockeres spielerisches Sparring komplett ohne Schoner, wie ich es in Thailand zur Genüge trainiert habe. Das hat allerdings überhaupt nichts mit den von Dir genannten Gründen zu tun und setzt eine Menge bei beiden Partnern voraus. Auch treffe ich bewusst anders als ich es mit Schonern oder im Kampf (ohne Schoner) machen würde, ein Übertrag ist also beispielsweise nur in Sachen Rhythmus und Timing gegeben, jedoch keinesfalls bei der technischen Ausführung. Ich habe auch kein Problem damit, im Training mal ein paar härtere Runden ohne Schienbeinschoner zu drehen und mit blauen Flecken und schmerzenden Schienbeinen nachhause zu gehen, nur ist das meine bewusste Entscheidung und keine Empfehlung, die ich anderen gegenüber aussprechen würde.)

Zitat:
Zitat von Little Green Dragon Beitrag anzeigen
[...]
Nur ursprünglich hast Du geschrieben Du findest es wichtig, dass man Sparring auch mal ohne Schützer betreibt da dies für die "richtige technische Ausführung" unumgänglich sei.

Und das ist - egal ob man nun auf Wettkampf aus ist oder nicht - einfach Unfug.

Die richtige Technik oder technische Ausführung (also dann auch gern ohne Schützer) lernst Du nicht im Sparring. Man kann ja vielmehr sehen, dass dort technisch tendenziell eher unsauberer gearbeitet wird als bei reinen Partnerübungen o.ä., dass bleibt halt nicht aus.

Und da willst Du in einer Situation in der eh schon Stress mit an Board ist diesen auch noch künstlich erhöhen indem Du auf Schienbeinschoner verzichtest? Und das hilft einem dann wirklich technisch besser zu werden?
Ich habe da meine berechtigten Zweifel.

Hast Du denn selbst schon mal im Sparring mit dem bloßen (Schien)Bein versucht einen lockeren Low-Kick zu blocken? Das ist (wie ja auch schon von Narexis beschrieben) eigentlich eine Garantie für Verletzungen oder zumindest für unschöne blaue Flecken.

Warum sollte daher eigentlich jemand der keinen Wert auf Wettkämpfe legt (und daher nie "gezwungen" sein wird ohne Schutz zu sparren oder kämpfen) sich dann freiwillig die Knochen polieren lassen zumal es wie ausgeführt auch technisch überhaupt nichts bringt?
+1; danke.

LG

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Geändert von Narexis (26-09-2017 um 16:42 Uhr).
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  #24  
Alt 26-09-2017, 16:34
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Zitat:
Zitat von sputnik sweetheard Beitrag anzeigen

Reden wir jetzt über Ballett oder eine Kampfsituation ( was in meinem Verständnis eher mit MT zu tun hat
Mit anderen Worten, ob eine Technik "richtig" ausgeführt wird kann ich nur in einer Kampfsituation (Sparring) überprüfen .
Wenn dem nicht so wäre, würden viele Schauspieler, Ballett - oder Zirkuskünstler erstklassige Kämpfer präsentieren.
Unsere Ansichten und Erfahrungen gehen hier offensichtlich auseinander - ok kein Ding !
Die Kämpfer, die sich im Sparring auf einmal neue Techniken aneignen oder technische Sprünge machen und ich kennenlernen durfte, kann ich an einer Hand abzählen.... (Spätestens wenn's knallt...)

Ich dachte eigentlich immer, die Anwendung im Sparring sei (einer) der letzte(n) Schritte, bevor die Optimierung losgeht? Auch hat das wirkungsvolle Ausführen einer Technik nicht unbedingt auch das "richtige" Ausführen dieser Technik zur Folge. (Insbesondere bei Sweeps oder Würfen sehr häufig zu beobachten.)

LG

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  #25  
Alt 26-09-2017, 17:54
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Zitat:
Zitat von sputnik sweetheard Beitrag anzeigen
Wenn ich Dir erzähle in meinem Garten stehen Apfelbäume , wie kommst Du dann zu der Schlußfolgerung, daß dort keine Birnbäume wachsen ?


Sagen wir mal so:

Deine bisherigen Ausführungen lassen darauf schließen, dass Du Dich bislang (nur rudimentär) auf theoretischer Basis mit MT beschäftigt hast.

Warum hat Narexis schon hinreichend dargelegt.

Wenn Du bereits einmal selbst im Ring gestanden hättest (und sei es auch nur für Sparring) müsste Dir eigentlich der Denkfehler in Deiner Logik ganz praktisch vor Augen geführt worden sein.

Darüber hinaus:
Sollte die Argumentation "Nur im ungeschützten Sparring lerne ich die richtige Technik..." zutreffend sein würde das bedeuten, dass der allergrößte Teil der MT-Gyms ihr Training "falsch" aufbauen.
__________________
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  #26  
Alt 26-09-2017, 18:37
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Little Green Dragon,

Zitat:
Darüber hinaus:
Sollte die Argumentation "Nur im ungeschützten Sparring lerne ich die richtige Technik..." zutreffend sein würde das bedeuten, dass der allergrößte Teil der MT-Gyms ihr Training "falsch" aufbauen.
__________________
Das sind Deine Schlußfolgerungen - nicht die meinen oder ?
Ich verteufle die Schützervariante nicht. Narexis hat aus seiner Sicht genügend Argumente gebracht, die für mich auch nachvollziehbar sind.

Es geht mir nicht um "entweder - oder" bzw. irgendwelche ideologischen Dogmen.

Andererseits habe ich ein konkretes Beispiel gebracht , wo ich die Beziehung zwischen "richtiger" Ausübung einer Technik und Körperfeedback beschreibe ...


ps. ... von Theorie hab ich nich so viel Ahnung.


Gruß
Ss
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  #27  
Alt 26-09-2017, 18:53
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Zitat:
Zitat von sputnik sweetheard Beitrag anzeigen
Andererseits habe ich ein konkretes Beispiel gebracht , wo ich die Beziehung zwischen "richtiger" Ausübung einer Technik und Körperfeedback beschreibe ...

Nicht alles was hinkt ist ein Vergleich und
allein die Tatsache das Du ne "Rolle vorwärts" aus dem Kibotu hierfür heranziehst lässt schon tief blicken...

Wo bzw. wann lernen die Protagonisten in Deinem Beispiel denn die richtige Roll- bzw. Falltechnik?

Auf der Matte oder erst in dem Moment wo Du ihnen die Matte wegnimmst?

(Letzteres würde ja bedeuten, dass sie die Rolle bislang nicht richtig gemacht haben.)

Ist es nicht vielmehr so, dass man die Matte in dem Moment entfernt wenn die Technik soweit sitzt, dass der Untergrund bzw. die Intensität der Übung dann eben nicht mehr relevant ist?

Davon ab: Eine falsch ausgeführte Fallübung mag AUA machen ist i.d.R. aber nicht weiter wild und führt nicht zu Verletzungen.

Ein Lowkick-Block ohne Schoner - wie gesagt probier es doch einfach mal im Sparring aus und dann reden wir weiter.
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  #28  
Alt 27-09-2017, 01:33
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Hallo Narexis,

Zitat:
Was soll denn dieses „reale Feedback des eigenen Körpers“ sein? Auch ein Tritt mit zwei Paar Schonern in der Wettkampfvorbereitung fühlt sich noch ziemlich real an und man merkt, womit getroffen wurde, wie die Hüfte eingesetzt wurde usw.
Geht’s jetzt um Gefühle oder um Realität ?
Du könntest Dich schon entscheiden oder ?

Um noch mal zu dem von mir vertretenen Punkt zu kommen, das eigene körperliche Feedback ist ein gewichtiger Aspekt in der Ausbildung der „richtigen“ Technik ( die Technik die Wirkung entfaltet, ohne zB. eine Selbstverletzung oder ein eigenes Agieren aus anderen Gründen wie , verlorene Stabilität etc. zu erschweren oder unmögich zu machen)

... Wenn mein Schienbein am Beckenknochen des Gegners bricht habe ich einerseits Pech
ausgerechnet auf einen Typen mit so einem stabilen Knochen zu treffen , andererseits wird wohl etwas mit meiner technischen Ausführung nicht passen .


Das ist der einzige Aspekt , den ich zum Überdenken mit in den Diskurs eingebracht habe .

Was sonst noch an Interpretationen und Mutmaßungen zu sehr umfangreichen Beiträgen geführt hat
Jeder tut , was er nicht Lassen kann



ps. scheinst auch ein ausgebuffter Stratege zu sein Narexis

Gruß
Ss
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  #29  
Alt 27-09-2017, 08:38
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Zitat:
Zitat von Little Green Dragon Beitrag anzeigen
Nicht alles was hinkt ist ein Vergleich und
allein die Tatsache das Du ne "Rolle vorwärts" aus dem Kibotu hierfür heranziehst lässt schon tief blicken...

Wo bzw. wann lernen die Protagonisten in Deinem Beispiel denn die richtige Roll- bzw. Falltechnik?

Auf der Matte oder erst in dem Moment wo Du ihnen die Matte wegnimmst?
[...]


Fallen auf Asphalt ist nun wirklich nicht erforderlich, um richtiges Fallen zu lernen. Man merkt auch auf der Matte sehr schnell, obs verkehrt ist, tut nämlich auch da weh (nur eben nicht so deftig).
Beispiel greift m.E. daher in der Tat etwas daneben.
__________________
I just keep tryin' ta get a little better
Said a little better than before
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  #30  
Alt 27-09-2017, 15:03
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Hallo Little Green Dragon,
Zitat:
Nicht alles was hinkt ist ein Vergleich und
allein die Tatsache das Du ne "Rolle vorwärts" aus dem Kibotu hierfür heranziehst lässt schon tief blicken...
Du Little Green Dragon , ich habe Verständnis dafür , sich hier auf so einer Plattform verbal auszuprobieren .

Was den Worten hier ein gewisses Gewicht verleihen kann, ist die Tatsache , daß Du und ich die Möglichkeit haben, sich Zeit zu nehmen die Worte bewusst zu wählen .

Gruß
Ss
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