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Muay Thai, Muay Boran, Krabi Krabong Informationen und Diskussionen über die thailändischen Kriegskünste Muay Boran und Krabi Krabong sowie den Nationalsport Muay Thai



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  #1  
Alt 08-06-2005, 10:52
Benutzerbild von marq
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: Glory & UFC fanboy
 
Registrierungsdatum: 07.07.2002
Beiträge: 20.742
Question Status Quo MT

Zitat:
Zitat von Guido Reimann


Wir hinken Qualitätsmäßig weit im Vergleich mit anderen Ländern hinterher. Und wir könnten in dieser Richtung erstmal nur erfolgreich für die Zukunft arbeiten, wenn es eine gemeinsame Linie und vielleicht sogar ein Zusammenschluß aller Verbände in Deutschland gäbe. Aber selbst dann würde es meiner Meinung und Erfahrung nach 5 bis 10 Jahre dauern, bis wir einen guten qualitativen Standard in Sachen Muay Thai erreichen würden, auf den man weiter aufbauen kann. Die Bemessungsgrenze für Muay Thai ist klar an Thailand angelehnt!

Nicht böse sein, aber uns fehlt es hier an vielen guten Trainern. Wir habe einfach nicht genügend Leute, die über eine jahrelange fundierte Muay Thai Ausbildung verfügen. Ich spreche jetzt nicht nur die Technikbeherrschung an! Vielen fehlt es mehr oder weniger an vielem nötigen Backroundwissen, welches nur gezielt und langjährig erlernt werden kann. Das bemängeln in erster Linie auch die Thais an uns!

Sicherlich gibt es welche, aber die sind rar gesäht! Und die sollten sich wirklich dafür einsetzen weitere Trainer auszubilden oder ausbilden zu lassen. Aber um es mal klar zu sagen, nicht an Hand von Wochenendausbildung über einen Jahreszeitraum. Das ist der falsche Weg. Ein guter Muay Thai Trainer kann nur über jahrelange Ausbildung und praktische Erfahrung heranreifen. Ich vergleiche das wie mit einem guten Wein. Es nützt nix wenn man auf die schnelle Leute ausbildet, die dann nach kurzer Zeit einen Trainerschein in der Hand halten!

Wir sind Muay Thai mäßig auf dem absteigenden Ast, jedenfalls so wie es momentan in Deutschland läuft. In Sachen Kick Boxen sieht es sicherlich etwas besser aus, aber so genau habe ich mich nicht mehr für diese Scene interessiert.

Um eines klar zu stellen, ich will hier niemanden angreifen. Ich verstehe mich mit vielen Leuten in der Scene gut bis sehr gut und natürlich sind da auch einige, die es nicht so gut mit mir können.

Ich darf mir aber sicherlich meine Meinungsbildung erlauben hier mal öffentlich zu machen ohne das es jetzt hier wieder in Streitigkeiten ausartet.

Quelle: http://www.kampfkunst-board.info/for...3&postcount=15
Das ist ein interessanter Artikel. Deshalb erlaube ich mir, mit Guido`s Beitrag einen neuen Thread zu eröffnen.

Wie seht Ihr das ? Ist Deutschland aufgrund der Uneinigkeit und den verchiedenen Interessen auf einem absteigenden Ast?


Vorallem, wie kann man die von Guido kritisierte praktizierte Ausbildung unter den deutschen Bedingungen (hauptsächlich Freizeittrainier) wesentlich verbessern?

Geändert von marq (08-06-2005 um 11:38 Uhr).
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  #2  
Alt 08-06-2005, 14:12
Benutzerbild von Nai Konom Dton
KKB-Userstatus: Intermediate
Kampfkunst: "Nicht mehr Activ"
 
Registrierungsdatum: 14.03.2005
Ort: NRW
Alter: 42
Beiträge: 271
Standard

Das sehe Ich auch so!!!
Die wenigen guten Treaner sind zeit ihres Lebens mit dem Sport verbunden und es ist ihr Beruf. Es sind mehrere Faktoren die mit diesem Problem meiner Meinung nach zusammen hängen.
Die Berufliche Perspektive hier ist bedeutend besser als in Thailand(auch bei ...Mio. Arbeitslosen). Somit ist der Geschäftliche Aspekt nicht so hoch wie Thailand(Quasi erst Profi Fighter und dann Treaner).
Diese Wochenend Seminare (Wurde hier noch vor kurzem angeboten) finde Ich Lächerlich!!!!!!!!!! Von wegen kommt alle zum MT egal ob Kick Boxen , TKD oder... Nachweis Kriterien erfüllen und in einem Jahr Muay Thai Treaner!Yipi ai Yea
Es fehlt dort doch an allem was den Muay Thai Kämpfer ausmacht.
Das Spirit, das empfinden dieser Kriegs Kunst im sinne von Ehre , Stolz und die Verbindung zu der Kultur.
MT ist nicht wie Mathematik(Ich lern die Technik also kann Ichs) sondern hat einen sehr tiefgründigen hintergrund"Background"!

Das geringe und buhlen der einzelnen Verbände ist auch das aller letzte da dies die lager der "einzelnen Interessen gemeinschaften"immer weiter von einander entfernt.
So entstehen auch dinge wie mein Fighter ist zwar besser als deiner aber er kämpft nicht gegen deine weil du nicht in unserem Verband bist.

Kurz um Guido hat leider RECHT.
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  #3  
Alt 08-06-2005, 15:25
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: Thai Martial Arts
 
Registrierungsdatum: 17.02.2004
Beiträge: 139
Standard

Ich bin zwar kein MT'ler, aber: Ich habe den Eindruck, dass es nicht nur an guten Ausbildern fehlt. Vielleicht müsste man noch einen Schritt weiter gehen und sich um die Mitglieder Gedanken machen. Es gibt hier in Deutschland ja nicht gerade viele, die ernsthaft MT betreiben, und das Publikum in vielen MT Gyms wirkt auf viele Interessierte, die den Sport an sich sehr gut finden, eher abschreckend. Wenn sich das ändern würde, könnte man vielleicht auch mehr talentierte Leute finden, die nach einigen Jahren als Aktive mit der Ausbildung zum Trainer anfangen.
Nur mal so ein Gedanke von mir ...
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  #4  
Alt 08-06-2005, 16:17
Benutzerbild von Thomas-Marc
Moderator
Kampfkunst: Muay-Thai, Boxen
 
Registrierungsdatum: 23.04.2003
Beiträge: 2.437
Standard

Zitat:
Zitat von holgerchen
Ich bin zwar kein MT'ler, aber: Ich habe den Eindruck, dass es nicht nur an guten Ausbildern fehlt. Vielleicht müsste man noch einen Schritt weiter gehen und sich um die Mitglieder Gedanken machen. Es gibt hier in Deutschland ja nicht gerade viele, die ernsthaft MT betreiben, und das Publikum in vielen MT Gyms wirkt auf viele Interessierte, die den Sport an sich sehr gut finden, eher abschreckend. Wenn sich das ändern würde, könnte man vielleicht auch mehr talentierte Leute finden, die nach einigen Jahren als Aktive mit der Ausbildung zum Trainer anfangen.
Nur mal so ein Gedanke von mir ...

Das es Trainer gibt, die sich beharrlich weigern, sich über Jahre hinweg fortzubilden, ist eine Seite der Medaille.

Das aktuelle Problem ist aber, dass diese Leute auf einmal auf die Idee kommen, einen eigenen Verband zu gründen, und dann Trainerausbildungen durchzuführen!

Es gibt immer weniger Trainer, die auch einen persönlichen bezug zu dem Sport haben, immer mehr handeln unter dem Vorsatz, mal eben das schnelle Geld zu verdienen! Deshalb auf die vielen Verbände und "Neu-Promoter".

Und da die Rechnung irgendwann nicht aufgeht, entstehen die Konflikte!
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  #5  
Alt 08-06-2005, 16:40
Benutzerbild von Guido Reimann
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: sportlich
 
Registrierungsdatum: 17.10.2002
Beiträge: 3.385
Standard

Zitat:
Zitat von holgerchen
Ich bin zwar kein MT'ler, aber: Ich habe den Eindruck, dass es nicht nur an guten Ausbildern fehlt. Vielleicht müsste man noch einen Schritt weiter gehen und sich um die Mitglieder Gedanken machen. Es gibt hier in Deutschland ja nicht gerade viele, die ernsthaft MT betreiben, und das Publikum in vielen MT Gyms wirkt auf viele Interessierte, die den Sport an sich sehr gut finden, eher abschreckend. Wenn sich das ändern würde, könnte man vielleicht auch mehr talentierte Leute finden, die nach einigen Jahren als Aktive mit der Ausbildung zum Trainer anfangen.
Nur mal so ein Gedanke von mir ...
Ja das ist einer von den vielen Punkten die ich genau vermisse! ABer nur komplett ausgebildete Trainer sind auch in der Lage ihre Schüler entsprechend zu trainieren. Wichtig ist auch der Aspekt, daß es nicht nur um Wettkampfausbildung beim MT geht!
__________________
Einträchtliche Grüße http://www.stoppt-rosa.de/ und vor allen Dingen "Lang lebe der König" !
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