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  #1  
Alt 01-03-2006, 18:26
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: zurZeitNix
 
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Beiträge: 26
Standard Abwehr einer geraden mit gunting

Hallo,
da ich mit Leuten aus verschiedenen KK sparre(wir schlagen mit wirkung) und nicht selber in einer dieser Schulen war, kenne ich einige Begriffe nur vom Hören und entschuldige mich vorweg für falsch geschriebene Ausdrücke.

Ich würde gerne Erfahrungen von Euch hören, mit welcher Technik Ihr am Besten eine Gerade(Jab, oder Cross) abwehrt, um so schnell wie möglich wieder angreifen zu können.

Ich habe vor kurzem guntings(angriff auf den Schlagarm) kennengelernt und halte sie für schwierig, da der Mensch ja 2 Arme hat. Nun wollte ich wissen, ob jemand von Euch vielleicht sehr gute Erfahrungen mit guntings gemacht hat.
Meiner Meinung nach ist tin sao(drücken des schlagarms auf das zentrum des Gegners) effektiver weil schneller.

Ich muss dazu sagen, dass ich FMA erst vor kurzem entdeckt habe und damit erst am Anfang stehe.
Danke vorweg für Antworten!
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  #2  
Alt 01-03-2006, 18:32
Benutzerbild von Eskrima-Düsseldorf
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Zitat:
Zitat von naspferd
Nun wollte ich wissen, ob jemand von Euch vielleicht sehr gute Erfahrungen mit guntings gemacht hat.
Ja ich, ich mach die sehr gerne. Allerdings mache ich eher Guntings mit dem Ellenbogen auf die ich Jabs auflaufen lasse. Wenn das schief geht ist der Kopf trotzdem gedeckt.

Vielleicht setze ich mal wieder eine entsprechende Technikserie auf meine Seite.

Grüße
Christian
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  #3  
Alt 01-03-2006, 18:51
Benutzerbild von sumbrada
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Zitat:
Zitat von christianvonpraun
Ja ich, ich mach die sehr gerne. Allerdings mache ich eher Guntings mit dem Ellenbogen auf die ich Jabs auflaufen lasse. Wenn das schief geht ist der Kopf trotzdem gedeckt.

Vielleicht setze ich mal wieder eine entsprechende Technikserie auf meine Seite.

Grüße
Christian
Yep, wenn man mit dem Ellenbogen reingeht, braucht man überhaupt keine Zeit um wieder angreifen zu können, da der Ellenbogen ja selber der Angriff ist und entweder die Faust trifft oder gar bis zum Kopf/rumpf durchrutscht.
Das Problem dieser Technik ist nur eine begrenzte Sparringstauglichkeit, die man entweder mit dicken Handschuhen machen muss, oder nur mit leichtem Kontakt, da sonst zuviel auf die zarten Fäustchen einstürmt.

Die anderen guntings haben das große praktische Problem, dass sie nur funktionieren, wenn der Gegner keine Jacken oder dicken Pullis anhat.
Ausserdem braucht man eine große Präzision, da, wie du richtig schreibst, der andere noch einen anderen Arm hat. Wenn es funktioniert und man den Arm des Gegners richtig trifft, kommt das große Kribbeln.
Dann gibt es noch das gunting gegen das Ellenbogengelenk, also parieren von innen und gunting von aussen. Das geht im Prinzip immer, aber ich mag es irgendwie nicht, weil ich irgendwie trotzdem in der Schusslinie bleibe.
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  #4  
Alt 01-03-2006, 19:05
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Zitat:
Zitat von sumbrada
Die anderen guntings haben das große praktische Problem, dass sie nur funktionieren, wenn der Gegner keine Jacken oder dicken Pullis anhat.
wir empfehlen da unseren mädels zum beispiel den einsatz eines kugelschreibers...hoffe das ist auch noch gunting in dem gemeinten sinn
gruss.
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  #5  
Alt 01-03-2006, 19:08
Benutzerbild von sumbrada
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Zitat:
Zitat von D-Nice
wir empfehlen da unseren mädels zum beispiel den einsatz eines kugelschreibers...hoffe das ist auch noch gunting in dem gemeinten sinn
gruss.

Sicher, sogar im ursprünglichen Sinn.
Es ist ja kein Geheimnis, dass die Waffe nicht ganz so unwichtig ist beim Kali.
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  #6  
Alt 01-03-2006, 19:17
Benutzerbild von D-Nice
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Zitat:
Zitat von sumbrada
Das Problem dieser Technik ist nur eine begrenzte Sparringstauglichkeit, die man entweder mit dicken Handschuhen machen muss, oder nur mit leichtem Kontakt, da sonst zuviel auf die zarten Fäustchen einstürmt.
dazu wollt ich noch sagen, absolut richtige aussage, hab das selbst letzte woche erst am eigenen körper erfahren, haben nen neuen kollegen der in der klassischen boxauslage kämpft..hat mich 3 x mit ner heftigen rechten klebe erwischt, thanx god hatte ich meinen helm auf ..dann hab ich mich auf meine wurzeln besonnen und hab schön den ellenbogen auf die rechte geschossen, da kam dann plötzlich nur noch die hälfte power ich denk auch dass der einsatz des ellenbogens wie christian auch schon schrieb im "echten"leben äusserst effektiv sein kann, weil man sehr gut gegen diesen heftigen haken, den son strassenschläger z.b rausklopft geschützt ist, ich geh einfach mal aus, ich schlag nicht als erster zu ...
gruss.
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  #7  
Alt 01-03-2006, 19:25
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einfach trocken mit dem diagonal versetzen Arm Faust des Gegners beiseite schlagen (schlägt er mit rechts, parierst du mit links und andersrum) und sofort mit deiner anderen Hand nachschlagen. Oder meiden und sofort nachschlagen, noch besser.... Ist einfacher und praktikabler als Gunt.. dingsdabumsda

Guntings? Keine Ahnung was das ist. Schätze ein Block der Faust z.B. mit dem Ellenbogen. Man lässt den anderen also in den spitzen Ellenbogen schlagen. Gibts beim Boxen nicht. Scheint mir auch nur schwierig anwendbar, da dies eine große Präzision erfordert. Wenns aber sitzt, dann könnte ich mir vorstellen das diese Dinger echt krachen und die Faust zerstören. Jetzt weiß ich auch warum ich mal in die FMA Schiene reinschnuppern will...

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  #8  
Alt 01-03-2006, 19:39
Benutzerbild von sumbrada
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Kampfkunst: Conceptler
 
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Zitat:
Zitat von FlyingFist

Guntings? Keine Ahnung was das ist.
Gunting heisst sviw Schere. Im klassischen gunting wird durch die gegenläufige Bewegung der Schlag abgewehrt und gleichzeitig der Arm selber angegriffen.
Hat man eine Waffe in der Hand, ist nach dem gunting auf jedenfall zappenduster, waffenlos erfordert es etwas mehr Power und Präzision.

Zitat:
Schätze ein Block der Faust z.B. mit dem Ellenbogen. Man lässt den anderen also in den spitzen Ellenbogen schlagen. Gibts beim Boxen nicht. Scheint mir auch nur schwierig anwendbar, da dies eine große Präzision erfordert. Wenns aber sitzt, dann könnte ich mir vorstellen das diese Dinger echt krachen und die Faust zerstören. Jetzt weiß ich auch warum ich mal in die FMA Schiene reinschnuppern will...

Das gute an den Ellenbogengeschichten ist, selbst wenn sie nicht klappen, ist man hinter dem Arm gut geschützt und durch den Vorwärtsdruck auch ausserhalb der Reichweite der meisten Schläge.
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  #9  
Alt 02-03-2006, 11:16
Benutzerbild von naughty dog
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Kampfkunst: JKD, Kali, CQC
 
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Beiträge: 277
Standard Fußarbeit nicht vergessen

Hi zusammen,

ich finde, daß man gerade bei Guntings die Fußarbeit nicht vergessen sollte. Nur die Technik des Gunting selbst reicht nicht aus. Bleibe ich dann einfach da stehen, kracht's halt mit der anderen des Gegners (was unter Umständen schlimmer ist, als wenn ich den anderen Schlag abbekommen hätte).

Man muß halt die gesamte Körperbewegung betrachten, um ein Gunting sicher zu machen. Dazu gehört für mich vor allem die richtige Fußarbeit, um mich z.B. auf die Flanke zu bringen, wo ich vor dem zweiten Arm weitgehend geschützt bin. Oder ich gehe während des Guntings vor und nehme sofort wieder eine Deckung ein!

Über die Effektivität von Gunting - Techniken losgelöst zu diskutieren ist für mich etwa so sinnvoll wie die Frage: Findet ihr das rote Licht im Fernsehbild eigentlich schön?? Man muß das Gesamtbild betrachten!!!!

so long,

naughty dog

P.S.: Die Ellbogengeschichte funktioniert klasse! Ich hab's im Sparring schon ausprobiert und hat prima geklappt!
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  #10  
Alt 02-03-2006, 11:42
Benutzerbild von KABA
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Kampfkunst: PFS, JKD, FMA, Grappling
 
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Beiträge: 345
Standard

Zitat:
Zitat von naughty dog
P.S.: Die Ellbogengeschichte funktioniert klasse! Ich hab's im Sparring schon ausprobiert und hat prima geklappt!
Japp, Elbow Destruction is geil
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Just Kidding Dude
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  #11  
Alt 02-03-2006, 11:52
Benutzerbild von Eskrima-Düsseldorf
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Kampfkunst: Eskrima Individual Combat System/Lightning Scientific Arnis
 
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Standard

Zitat:
Zitat von naughty dog
Hi zusammen,

ich finde, daß man gerade bei Guntings die Fußarbeit nicht vergessen sollte. Nur die Technik des Gunting selbst reicht nicht aus. Bleibe ich dann einfach da stehen, kracht's halt mit der anderen des Gegners (was unter Umständen schlimmer ist, als wenn ich den anderen Schlag abbekommen hätte).

Man muß halt die gesamte Körperbewegung betrachten, um ein Gunting sicher zu machen...
Das hatte ich jetzt als selbstverständlich vorausgesetzt, nur so funktioniert das. Ist aber vielleicht gar nicht verkehrt, da noch einmal explizit drauf hinzuweisen.

Grüße
Christian
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  #12  
Alt 02-03-2006, 12:28
Benutzerbild von nukeone
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Kampfkunst: schlafen und fressen
 
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Beiträge: 1.513
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Zitat:
Zitat von christianvonpraun
Das hatte ich jetzt als selbstverständlich vorausgesetzt, nur so funktioniert das. Ist aber vielleicht gar nicht verkehrt, da noch einmal explizit drauf hinzuweisen.

Grüße
Christian
ja, die schrittarbeit gehört dazu, wie beim block, da kannst ja auch nicht stehen bleiben und warten auf bessere zeiten,
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  #13  
Alt 02-03-2006, 17:53
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Kampfkunst: CSSD/SC, Ju Jutsu, Combative Tactical Systems, Combat Arnis
 
Registrierungsdatum: 14.10.2004
Beiträge: 188
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Nun, man darf sich vom Gunting als Technik für sich alleine nicht zuviel erwarten. Faktoren wie dicke Kleidung, schlechter Treffer des Guntings etc schmälern die Wirkung.
Gunting sollte nur ergänzend eingesetzt werden, soll heißen: Wenn das Gunting das Ziel verfehlt oder keine Wirkung entfaltet, dann muss die eigentliche Abwehr ( z.b. das Fegen/ Parieren der Geraden) ausreichen um den Angriffe nicht mehr ins Ziel zu bringen. Somit ist die Guntingtechnik schon fast redundant.
Meines Erachtens ist Gunting aber nicht unbedingt dazu da, den Angreifer vor Schmerz in die Knie gehen zu lassen. Das geht wohl eher selten. Interessant ist aber, dass ein Gunting auch einen Drehpunkt für ein Einklappen des gegnerischen Armes bietet. Selbst ein Kraftpotz kann mir dem Verteidiger schlecht im Gesicht herumfuchteln, und das Distanzschließen / Übergang zum Trapping wird viel einfacher, wenn der Arm am Gegner gepinnt wird weil die Ansatzstelle des Gunting zusammen mit dem Parieren ein Einklappen des Armes des Gengers verursacht.

Und Gunting ist mit Waffen halt am schönsten :-)

Grüße

Florian
__________________
Einfache Verteidigung für alle. Taktische Konzepte und Waffentraining für Profis. www.cssdsc.org
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  #14  
Alt 02-03-2006, 20:19
Benutzerbild von Kensei
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Kampfkunst: Brazilian JiuJitsu / MMA
 
Registrierungsdatum: 17.06.2004
Ort: Mitteldeutschland
Alter: 28
Beiträge: 1.670
Standard

Also ich liebe diese Dinger, besonders das Abfangen der gegnerischen Faust mit dem Ellenbogen.
Ich find die Idee einfach klasse, dass der Gegner sich quasi selber bestraft, dafür das er mir ins Gesicht langen wollte...
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  #15  
Alt 02-03-2006, 22:44
Benutzerbild von Sebastian
Administrator
Kampfkunst: Standup + Grappling
 
Registrierungsdatum: 25.08.2001
Ort: 'schland
Alter: 30
Beiträge: 8.495
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Ich würde das Gunting nur als aller erstes Entry sehen um entweder dann weiter in Fingerstich von Innen/Außen oder Schlag von Innen/Außen zum Gesicht überzugehen und dann weiterzumachen. Meiner Meinung nach ist das Gunting aber eher ein defensiver Entry und nicht meine Primärwahl, d.h. wenn ich es nicht mehr schaffe anders zu kontern/intercepten, dann als Anfang mit Gunting.
__________________
Have a break, have a ...discussion.
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