Kampfkunst-Board



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  #1  
Alt 02-03-2011, 23:35
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: wechselnd
 
Registrierungsdatum: 02.03.2011
Beiträge: 23
Standard Equipment und Ethik

Ich frage mich, ob sich wirklich kaum jemand für Produktionsbedingungen und Umweltverträglichkeit unseres Equipments interessiert, oder ob das bislang einfach nur untergeht.

Im Bereich der Bekleidung geht es ja schon ein wenig.
Und wer sucht der kann durchaus FairTrade, frei von Giftstoffen, Bio, Öko Klamotten finden.

Aber bei Trainingsgerät und Waffenarsenal sieht es da düster aus.
Zum Thema Material von Übungswaffen gibt es ja immer wieder Diskussionen, auch hier im Forum.
Um Vor- und Nachteile je nach Einsatzzweck von Kunststoffen, Alu und Stahl, oder verschiedenen Holzsorten wird angeregt gestritten.
Aber bei Kunststoffen fragt keiner nach dem Verhältnis von nachwachsenden zu fossilen Rohstoffen. Überlegungen zu Recycling oder biologischer Abbaubarkeit habe ich noch nirgends gelesen. Oder wie hoch mag der Energieverbrauch bei der Herstellung einer Alu-Klinge sein?
Auch bei Holz-Equipment fragt irgendwie niemand nach nachhaltiger Waldwirtschaft, Pestizidbelastung, oder weiteren Behandlungen wie dem Überziehen mit giftigen Lacken.

Lauter "Sicherheitsexperten" in unseren Kreisen, aber Gesundheitsschutz und Arbeitssicherheit bei der Herstellung unseres "Speilzeugs" interesseiert nicht.

Diese Fragen werden auch in der Produktbewerbung nicht aufgegriffen.
Dafür wird mit "Import von den Philippinen" des öfteren geworben.

Laut "Aktiv gegen Kinderarbeit" sind dort noch immer 11% der Kinder zwischen 5 und 14 zur Arbeit gezwungen (zum Vergleich: Indonesien 4%).
Und Armut ist nach wie vor ein sehr großes Problem dort (16% der Bevölkerung leben nach "Aktiv gegen Kinderarbeit" von weniger als 1US$ pro Tag).
Aber statt großer Empörung und Fragen nach den Produktionsbedingungen (insbesondere der Rohstoffförderung), gibt es große Freude, dass man sich für 10€ eine custom-made Klinge fertigen lassen kann.

Für mich ist das schwer nachzuvollziehen - zumal viele FMAler sich ja durchaus als begeisterte Philippinen-Freunde sehen ...

Any comments?
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  #2  
Alt 02-03-2011, 23:57
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: EskriMma
 
Registrierungsdatum: 12.12.2004
Ort: /dev/null
Beiträge: 2.256
Standard

Zitat:
Zitat von meph Beitrag anzeigen
Oder wie hoch mag der Energieverbrauch bei der Herstellung einer Alu-Klinge sein?
also mal ehrlich, man kann sich auch zu viele Gedanken machen. Ich kann solche Überlegungen noch bei Consumer-Produkten nachvollziehen, die 100000-fach verkauft werden, aber bei Alu-Klingen? Wieviele Leute in D machen denn FMA? Und wieviele davon haben eine Alu-Klinge?
__________________
Die HP meiner Freundin:
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  #3  
Alt 03-03-2011, 00:04
inaktiv
Kampfkunst: kämpfen
 
Registrierungsdatum: 21.02.2008
Ort: Ingenbohl
Alter: 22
Beiträge: 17.415
Standard

Ich habe letztens eine Studie gesehen, nach der in der Schweiz bei Kindern unter 16 Jahren die Arbeitslosenquote bei über 90% liegt! Eine geradezu schockierende Zahl!!!

Andere Länder wie China, Afghanistand und Thailand sind da schon sehr viel weiter, und arbeiten aktiv dieser alarmierenden Entwicklung entgegen.

Kaum ein Kind zwischen 10 und 16 ist fähig, seinen Lebensunterhalt allein zu bestreiten..... die meisten hängen noch den hart arbeitenden Eltern auf der Tasche, die selbst schon kaum Geld haben. Dadurch werden die Kinder schon früh daran gewöhnt, nicht zu arbeiten, und Geld von der Obrigkeit (Erst die Eltern, nachher der Staat) zu empfangen.

Aus nichtarbeitenden Kindern werden HArtz4 beziehende Erwachsene!

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  #4  
Alt 03-03-2011, 00:05
Benutzerbild von amasbaal
Moderator
Kampfkunst: Kali Sikaran, Pencak Silat Concept, Modern Arnis u.a.
 
Registrierungsdatum: 20.05.2006
Ort: Köln
Alter: 47
Beiträge: 3.873
Standard

davon mal abgesehen:

1. werden die meisten gebräuchlichen übungswaffen NICHT auf den philippinen hergestellt

und

2. sagen die boardregeln ganz klar, dass diskussionen zu politik und zeitgeschehen hier nichts zu suchen haben.
so wie dein text formuliert ist, ist er eine klare aufforderung zu entsprechenden diskussionen.

es ist dein erster beitrag und gleich so ein einstieg.

bin mal gespannt, ob du dich hier im board auch aus anderen gründen angemeldet hast. wetten, ob du noch mal was zu eigentlichen fma-themen posten wirst, werden angenommen....

also:
zu
und morgen:
gelöscht
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  #5  
Alt 03-03-2011, 14:18
Benutzerbild von amasbaal
Moderator
Kampfkunst: Kali Sikaran, Pencak Silat Concept, Modern Arnis u.a.
 
Registrierungsdatum: 20.05.2006
Ort: Köln
Alter: 47
Beiträge: 3.873
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auf wunsch eines users und da ich mich wohl in dir getäuscht habe und du doch nicht nur nen polit-spam loswerden wolltest, mache ich wieder auf.

bitte die regeln einhalten. wenn nicht gerade ein außerordentlicher zwischenfall oder mal wieder jahreswechsel ist , ist der ton hier nämlich recht angenehm. das soll er bleiben.

grüße
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  #6  
Alt 03-03-2011, 15:00
Benutzerbild von hundzerberus
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: Gassi gehen, FMA, Ju-Jutsu
 
Registrierungsdatum: 24.04.2009
Ort: daheim
Beiträge: 1.324
Standard

Ich gebs zu, ich bin schuld.

Auch wenn der Ton nicht sehr glücklich gewählt war, eventuell aus Umständen, die wir vielleicht nicht kennen, finde ich den Beitrag an sich nicht unpassend.

Glücklicherweise machen sich immer mehr Menschen Gedanken, wie die Produkte hergestellt werden, die sie kaufen und das sollte nicht bei Eiern, Kaffee und T-Shirts Halt machen.
Da die Philippinen ein armes Land sind, sind die Argumente nicht von der Hand zu weisen.

Also, damit das nicht ausschweift: themenbezogen und ohne politisch zu werden.

Soweit es Rattan betrifft, ist es meines Wissens nicht mehr so einfach Rattan nach Europa einzuführen. Zum Glück wird auf den Philippinen der Raubbau inzwischen bekämpft und nach Europa darf nur noch Rattan aus zertifizierten Plantagen importiert werden.
Sofern dies einigermaßen kontrollierbar ist, stellt das doch eine nachhaltige Einnahmequelle für die Philippinen dar, die sich auch umweltverträglich umsetzen lässt.
Der User raien kann dazu sicher mehr Hintergrundwissen schreiben.

Was Alu und Kunststoff betrifft stimmt die Anmerkung von gion toji sicher, dass diese kaum auf den Philippinen hergestellt werden.

Was die Klingen angeht sehe ich Kunststoff auch Umweltgründen als keine wirklich gute, aber als die bessere Alternative. Aus folgenden Gründen:
Die Herstellung von Aluminium ist sehr energieaufwenig, das Recycling ebenso, aber es findet immerhin großflächig statt, schon deswegen weil Aluminium immer teuerer wird.
Für Holzschwerter wird oft Hart- und damit oft Tropenholz verwendet. Außerdem ist die Splittergefahr groß und lackiert werden muss es auch.
Kunststoff basiert zwar noch auf Erdöl, aber hier tut sich wissenschaftlich doch etwas, da wir ohne Kunststoffe nicht mehr auskommen und mittelfristig Kunststoffe ohne Erdöl notwendig werden.
Zudem sind Kunststoffwaffen sehr beständig und müssen in der Regel weniger nachgekauft werden als Holz- und Aluwaffen, die bei hartem Einsatz schnell kaputt gehen.
Kunststoff wird auch bereits in großem Maßstab recycled und dies mit geringerem Aufwand als bei Alu.
__________________
Und sollte ich vergessen haben, jemanden zu beschimpfen, dann bitte ich um Verzeihung! - Johannes Brahms
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  #7  
Alt 03-03-2011, 15:04
Benutzerbild von Icewing
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: Arnis Escrima Kali
 
Registrierungsdatum: 10.05.2010
Ort: Oslo
Alter: 35
Beiträge: 1.921
Standard

Ich find das Doce Pares HQ in Cebu immer wieder interessant, wenn man sieht wie die Leute da die WEKAF Helme schweissen, Stöcke lackieren und andere Arbeiten machen (wohl um Rabatt beim Training zu kriegen, das ist aber reine persönliche Spekulation)...Kinder sind das jedenfalls nicht.
Arbeitssicherheit ist allerdings ein Wort, dass die Leute da eher selten benutzen...

Was Raubbau an Tropenhölzern angeht, glaube ich nicht dass für ein paar Trainingsschwerter und Messer Bäume umgeholzt werden, das wird eher Resteverwertung sein - in unserer industrialisierten Welt würde mich allerdings auch das nicht wundern...
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  #8  
Alt 03-03-2011, 15:07
Benutzerbild von yokai
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Kampfkunst: hauen, stechen, hebeln, würgen und werfen nach philippinischer tradition
 
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Beiträge: 679
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da ich ja aluminium-trainingswaffen herstelle muss ich ja auch etwas dazu sagen

ich bin mir der thematik durchaus bewusst und versuche so weit es mir möglich ist dies auch zu berücksichtigen.
so wird bei mir viel holz für die griffe "recycelt", d.h. ich benutze schnittreste von schreinereien oder bretter von alten möbeln (das spart mich zwar auf der einen seite zwar etwas geld, aber der zeitaufwand beim wiederverwerten gleicht das kaum aus, ist mehr eine ideologische sache von mir).
desweiteren bin ich auf hartöl umgestiegen, das natürliche rohstoffe als basis hat und in ökotest gut abschnitt.
und der energieverbrauch von aluminium in der herstellung ist hoch, dessen bin ich mir auch bewusst, allerdings rechnet sich das ganze wieder, wenn ich sehe, das manche meiner kunden meine waffen nun schon seit jahren regelmässig im sparring testen und damit zufrieden sind.

ich finde es gut, das man sich mit "ethik und equipment" auseinandersetzt, gerade im hinblick auf deine genannten kritikpunkte und jeder selbst entscheiden muss, wie sehr er betroffen ist, oder dinge ändern/aktzepieren möchte (das ist auch überhaupt nicht ins lächerliche zu ziehen!)

dies gilt übrigends auch für alle ausrüstung im KS/KK, wenn ich sehe wie früher meine billigen boxhandschuhe und turnschuhe (wer weiss wo und wie produziert) im 6monate-takt auseinandergefallen sind und das doch bewusster eingekauft wurde und ich wirklich was davon habe und nicht nur die müllhalde..

das problem hierbei ist nur leider die transparenz (im hinblick auf transfair, ökologie usw. bei importen/produktion), oft muss man sich halt mit dem begnügen, was es gibt, da hilft auch ein bewusstsein nicht.
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Aluminium Arsenal - handmade aluminium training weapons

Geändert von yokai (03-03-2011 um 15:13 Uhr).
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  #9  
Alt 03-03-2011, 15:11
Benutzerbild von yokai
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Kampfkunst: hauen, stechen, hebeln, würgen und werfen nach philippinischer tradition
 
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Zitat:
Zitat von hundzerberus Beitrag anzeigen
Zudem sind Kunststoffwaffen sehr beständig und müssen in der Regel weniger nachgekauft werden als Holz- und Aluwaffen, die bei hartem Einsatz schnell kaputt gehen.
ich geb dir bei allem recht, nur bei dem satz bin ich nicht einverstanden, komm mal mit zum sparringstreff nach wiesbaden, dann zeig ich dir mal was
ich mag das wort "schnell" in dem zusammenhang überhaupt nicht!!
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  #10  
Alt 03-03-2011, 15:13
inaktiv
Kampfkunst: manchmal
 
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Beiträge: 623
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Tja da hilft dann nur noch selber machen.
rs holz in den nächsten Wald

Eisen verhüttest du selbst aus Raseneisenerz im Rennofen

Und für Alu suchst du dir nur die nächsten Bauxit oder Lateritvorkommen, machst ne Elektrolyse und Tada.

Selbst ist der (umweltbewusste) Mann
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  #11  
Alt 03-03-2011, 15:15
Benutzerbild von hundzerberus
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: Gassi gehen, FMA, Ju-Jutsu
 
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Zitat:
Zitat von yokai Beitrag anzeigen
ich geb dir bei allem recht, nur bei dem satz bin ich nicht einverstanden, komm mal mit zum sparringstreff nach wiesbaden, dann zeig ich dir mal was
ich mag das wort "schnell" in dem zusammenhang überhaupt nicht!!
Also ich muss wohl eine Lanze brechen für yokai und seine Aluwaffen Die Teile sind wirklich super und yokai ist absoult korrekt, wenn es um ethische Einstellung geht. Also bitte nicht persönlich nehmen, yokai
Meine Erfahrungen sind einfach, dass Aluwaffen harte Grate bilden und hin und wieder auch reißen. Eine Aluwaffe mit scharfen Kanten ist für mich persönlich zu gefährlich fürs Training und Sparring. Die Dellen im Kunsstoff sind abgerundet und bilden sich teilweise sogar zurück.
Dass das mit Deinen Waffen anders sein könnte, will ich gerne ausprobieren
__________________
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  #12  
Alt 03-03-2011, 15:20
Benutzerbild von yokai
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Kampfkunst: hauen, stechen, hebeln, würgen und werfen nach philippinischer tradition
 
Registrierungsdatum: 16.05.2007
Alter: 35
Beiträge: 679
Standard

Zitat:
Zitat von hundzerberus Beitrag anzeigen
Also ich muss wohl eine Lanze brechen für yokai und seine Aluwaffen Die Teile sind wirklich super und yokai ist absoult korrekt was ethische Einstellung angeht. Also bitte nich tpersönlich nehmen, yokai
Meine Erfahrungen sind einfach, dass Aluwaffen harte Grate bilden und hin und wieder auch reißen. Eine Aluwaffe mit scharfen Kanten ist für mich persönlich zu gefährlich fürs Training und Sparring. Die Dellen im Kunsstoff sind abgerundet und bilden sich teilweise sogar zurück.
Dass das mit Deinen Waffen anders sein könnte, will ich gerne ausprobieren
kommt alles auf die legierung an und auf die definition von "kaputt gehen", zudem verdichtet sich das material im laufe der zeit.
stimmt aber, das man am anfang die klinge ab und an bei schartenbildung entgraten sollte. das lässt aber nach.

aber das meinte ich ja, ihr trainiert bestimmt anders als wir, habt andere ansprüche an euer training und habt euch mit euren bedürfnissen im hinblick auf das thema hier auseinandergesetzt und dementsprechent ausrüstung eingekauft - bewusst.

ich finde so etwas sollte schon angesprochen und bedacht werden (nicht nur in den FMA)!
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  #13  
Alt 03-03-2011, 16:33
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: wechselnd
 
Registrierungsdatum: 02.03.2011
Beiträge: 23
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Ich habe bewusst provozierend geschrieben und bin damit offensichtlich voll ins Fettnäpfchen getreten ... ... aber ich bemühe mich um Besserung.

Ich bin für die ganze Thematik auch nur "Teilsensibilisiert" und keineswegs konsequenter FairTrade,Bio,Öko Konsument.
Und sehe seit dem Boom in anderen Markt-Segmenten, dass das ganze Zertifikat-Marketing auch schon wieder problematische Formen annimmt.

Ich war aber vor kurzem von jemandem aus einer FairTrade Genossenschaft (Spielzeugproduzenten) zu dem Widerspruch befragt worden, warum sich in Deutschland ausgerechnet im Sport- und Wellnessbereich kaum etwas tut.
Da es sich dabei in seinen Augen um reinen Luxus handelt, würde er erwarten, dass genau dort die Bereitschaft auf so etwas zu achten deutlich höher sein müsste ("noch wohler fühlen bei Sport, Spaß und Wellness dank gutem Gewissen").

Und auch ich sehe da einen Widerspruch.

Daher wollte ich hier eigentlich auf die Fragen hinaus (nach dem Motto: Erstmal vor der eigenen Tür kehren):
Beschäftigen sich andere FMAler und Verwandte auch mit diesem Themenbereich?
Welches Equipment in unserem Arsenal ist unter diesen moralisch ethischen Gesichtspunkten eher problematisch und welches weniger?

Ich will hier weder einen Aufruf starten durch "FairTrade,Bio,Öko-FMA-Equipment" die Welt zu retten - selbst wenn alle das machen wären die Auswirkungen nicht groß genug, da hat gion toji recht.
Noch handele oder importiere ich FMA-Equipment, das ich nun mit Zertifikaten unter das Volk bringen möchte.


Zitat:
Zitat von Icewing Beitrag anzeigen
Was Raubbau an Tropenhölzern angeht, glaube ich nicht dass für ein paar Trainingsschwerter und Messer Bäume umgeholzt werden, das wird eher Resteverwertung sein - in unserer industrialisierten Welt würde mich allerdings auch das nicht wundern...
Ich weiß auch nicht wie es mit dem Raubbau an Tropenhölzern für FMA-Equipment aussieht, aber laut Robin Wood und Konsorten machen die das sogar für Toilettenpapier und Taschentücher. Besonders dreist angeblich in Indonesien aber auch auf den philippinischen Inseln.
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  #14  
Alt 03-03-2011, 16:46
Benutzerbild von salurian
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Kampfkunst: IMB Eskrima / Jeet Kune Do / Cacoy Doce Pares
 
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Ort: Rodgau
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Beiträge: 1.096
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Die Schwerter die ich aus Cebu mitgenommen habe werden aus alten Autofederungen hergestellt (falls ich das richtig üebrsetzt habe).
Woher das Rattan stammt weiß ich nicht, ist mir im Prinzip aber auch wurscht, bei den Mengen die ich mitnehme ist das fast schon egal. Kinder hab ich auch keine arbeiten sehen. Ich kann allerdings Icewing in Bezug auf Arbeitsschutz zustimmen, ist echt ne Katastrophe.
Man kann schon von weitem sehen wie aus dem verrosteten Eisenrohr Dampf vom Lack (hoffe zumindest das es Lack war) auf steigt, und zwar in nicht unerheblichen Mengen, und der freundliche Filipino steckt die Stöcke qualmend nacheinander mit den bloßen Händen rein. Ich hab nur gedacht: hoffentlich gibts keine Verpuffung....
__________________
"Gewalt ist sinnlos, wenn sie nicht auf Video aufgenommen wird"
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  #15  
Alt 03-03-2011, 17:08
Benutzerbild von F. Büchner
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Kampfkunst: Giron Arnis / Escrima
 
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Ort: Hamburg
Alter: 47
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rettet den tropenwald

kauft MEHR tropenholz !!!!!!!!

gruß , frank
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