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#1
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| Huhu Leutz Der "unerfahrene" Padawan hat mal wieder eine Frage ![]() Ich hab unter der Suchfunktion nur einen Thread gefunden, das annähernd das Thema Stockkontrolle aufgreift. Und zwar lautet der Thread "Angst mit Stock". In dem besagten Thread ging es darum, dass jemand bewußt daneben schlägt, damit der Partner nicht verletzt wird. So...aber in diesem Thread geht es mir um genau das Gegenteil. Bsp: Unter Stress Schläge so durchführen, dass wenn er z.B. aus irgendwelchen Gründen NICHT blockt, den eigenen Schlag rechtzeitig stoppt bzw. den Partner nur "soft berührt". Also trotz Stress weiterhin Kontrolle über den eigenen Stock zuhaben. Wie kann man die Kontrolle des eigenen Stocks verbessern? Mir ist schon klar, dass man z.B. durch Drills eine gewisse Stockkontrolle entwickelt. Und durch allgemein Trainieren mit Stöcken entwickelt man ebenfalls eine gewisse Stockkontrolle. Aber wie ist es wenn man z.B. unter Stress steht?? Ich habe das schonmal gesehen, dass bei Prüfungen jemand den anderen fast am Auge erwischt hat. Oder ne Kontaktlinse "weggeflogen" ist. Oder beim Chaostraining...der Verteidiger führt einen Gegenangriff und trifft ihn unabsichtlich "abgeschwächt" auf den Kopf. Und das passiert graduierungsunabhängig. Ok...man könnte jetzt darauf so antworten, dass man halt sehr oft unter Stress trainieren soll. Weiß vielleicht jemand noch hier, wie man Stockkontrolle entwickeln kann?? Gibt es vielleicht spezielle Übungen, die die Kontrolle verbessern? Freu mich über jeden Rat. Euer Padawan
__________________ May the flow be with you! Geändert von Padawan Vergel (05-06-2006 um 19:43 Uhr). |
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#2
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| ich würd sagen , die erfahrung und die trainingsfleissigkeit bringt sicherheit mit dem stock mit sich ... wobei, wir haben letzte woche videofaufnahmen gemacht, da will man sich ja immer schön sauber präsentieren und alles sauber machen, bei einer aktion hab ich dann ungestüm wie ich war, meinem trainingskollegen leicht auf den finger "geditscht" ...was natürlich trotzdem immer sehr weh tun kann, so auch bei ihm aber je mehr du trainierst desto mehr wirst du natürlich auch unter stresssituationen fitter...gemach junger padawan, das wird schon alles gruss. |
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#3
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| Zitat:
Aber gibt es nicht vielleicht spezielle Übungen/Drills, die primär die Stockkontrolle verbessern?
__________________ May the flow be with you! |
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#4
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| Im Sparring kann man dehr schön den Umgang mit Stress erlernen. Und die Stockkontrolle zudem auch. Auch kann man unterschiedliche Szenarios ausprobieren wie z.B. Gegner macht viel Druck, Gegner eher passiv, Trainer bewirft einen mit alten siffigen boxhandschuhen Ich finde auch Karanza sehr schön für den Umgang mit dem Stock. Hier kann man auch das Tempo variieren und die Sache so schwieriger machen. |
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#5
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| tausche deine stöcker gegen etwas schwereres aus,dann bekommst du automatisch mehr kontrolle über das leichtere ratan,ausserdem hilft es dir dabei die bewegungen flüssiger auszuführen! |
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#6
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| übung übung übung übung.. das ist der schlüssel. wie überall. dir ist das klar - schon klar ![]() du kannst dir zb. an ner schnur nen ring aufhängen für stichübungen, oder andere gegenstände die du irgendwo irgendwie befestigst oder aufhängst für schlagübungen. ziel ist aber immer mit der stockspitze zu treffen. damit du optisch auch immer weisst wo deine stockspitze ist, klebe einen ca 1cm breiten streifen silber/aluklebeband um deine stockspitze.. viel erfolg |
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#7
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| Zitat:
Ich möchte aber genau das Gegenteil Treffgenauigkeit ja...aber so abstoppen, dass mein Schlag meinen Partner bloß nur noch leicht bis mittelmäßig "berührt". ![]()
__________________ May the flow be with you! |
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#8
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| Zitat:
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#9
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| Zitat:
Schläge: 1) Pirelli hat Recht: Power is nothing without control. ![]() Powertraining macht erst Sinn, wenn eine gewisse Grundfertigkeit da ist. Kontrollübungen anfangs mit möglichst leichten Stöcken machen und erst auf schwerere Sticks umsteigen, wenn alles wirklich sitzt. 2) Anfangs alle Schläge erst in die Luft und bis in die Mitte schlagen. Locker und mit Hauptaugenmerk auf saubere Ausführung. Langsam steigern. 3)Wenn das klappt, Schläge 'durchschlagen', z.B. von oben rechts nach unten links. Auch hier langsam anfangen und allmählich steigern. Wichtig ist, jeden Schlag am Ende sofort in einen anderen Schlag übergehen zu lassen und natürlich mit korrekter Beinarbeit zu arbeiten. 4) Wenn das klappt, gegen einen Autoreifen oder besser gegen ein 'Phantom' schlagen. Ein Phantom ist ein mannshoher Holzpfosten mit einem etwa schulterbreiten Kreuzbalken auf der Höhe der Schultern und einem 'Kopf', das Ganze (z.B. mit Teppichresten) gut gepolstert. Langsam anfangen, und schrittweise steigern. Die Schläge immer mit richtiger Beinarbeit machen. 5) Wenn Du voll zuschlagen kannst, das Gleiche nochmal, nur diesmal die Schläge im letzten Moment ganz kurz vorher (nicht mehr als 2-3 cm vor dem Ziel) abstoppen. Auch hier: Langsam anfangen, schrittweise steigern, auf richtige Beinarbeit achten. Von 100 Schlägen darf maximal einer(!) durchkommen; für jeden Schlag, der trotzdem durchgeht, 5 Liegestütze machen. ![]() 6) Wenn das klappt, die Schläge, kurz bevor sie treffen, auf ein anderes Ziel umlenken bzw. in einen anderen Schlag verwandeln, z.B. einen diagonalen Schlag zum Kopf in einen horizontalen Schlag zur Seite. Siehe auch unter 5. 7) Üben, üben üben! Ich würde für alle Varianten (halb durch, ganz durch, auf den Treffer, abgestoppt, umgelenkt) etwa 2.500 bis 3.000 Wiederholungen ansetzen. Und das für jeden Schlag! Stiche: Auch hier gilt, langsam anfangen, allmählich steigern. 1) Stiche erst gegen ein stationäres Ziel üben, z.B. gegen ein Wandkissen. Am besten gegen mehrere unterschiedlich hoch angebrachte Kissen üben und sich von einem Partner zurufen lassen, welches man treffen soll. Wenn das gut klappt, kann sich der Partner im letzten Augenblick umentscheiden. 2) einen Tennisball an einer Schnur von der Decke hängen lassen und mit Stichen in Bewegung halten, dabei immer schön um den Ball herumgehen (Beinarbeit); keinen Stich auslassen, das heißt mit jedem Schritt muß der Ball getroffen werden, wenn nicht -> pumpen. ![]() 3) Wenn das klappt, einen schweren Ball (Medizinball/kleine Kegelkugel)auf einen nicht allzu breiten Pfosten legen nur noch kurz antippen, ohne das er runterfällt. Und wenn das alles hinhaut, alles nochmal von vorne mit Stöcken, die doppelt so schwer wie Deine Fightsticks sind. ![]()
__________________ Es wird zuviel erzählt von zu wenig Erlebtem |
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#10
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| Zitat:
aber ist ja nur meine kleine meinung aus nice-city ![]() sauber jörg da wird doch für unseren padawan die ein-oder andere übung bei sein .. Geändert von D-Nice (05-06-2006 um 21:24 Uhr). |
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#11
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| Zitat:
![]() IMO sollte zuallererst mal eine solide Grundlage geschaffen werden (sprich viel Beinarbeit und Schlagtraining) bevor man an Partnerübungen/ -drills oder Freikampf geht. Und vor allem Zeit lassen und nicht zu schnell auf Tempo und Power arbeiten. Wie schrieb ein alter amerikanischer SCA'ler (die Jungs machen Vollkontakt mit Rattan'schwertern' in Rüstung) so treffend: Zitat:
![]()
__________________ Es wird zuviel erzählt von zu wenig Erlebtem |
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#12
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| @ Jörg: Schöne Liste! @Padawan: Kontrolle oder nicht im Tapi Tapi: Setze beim nächsten Tapi Training deinem Parhner nen Helm auf. Trainiere Tapi (primär das Grundgerüst) mit maximaler Geschwindigkeit. Lass deinen Partner ab und zu den Block gegen 1 oder 2 weglassen. Diese Trainingsmethode kannst du in zwei Richtungen verwenden: 1. Der Schlagende lernt zu Treffen wenn kein Hinderniss da ist (im Prinzip genau das was wir am WE mit den Butts (innenbutts, Reinlenken, Rauslenken etc) gemacht haben - wenn der Parter nicht abwehrt wird er getroffen! Versuchs mal - is gar nicht so einfach im Drill wirklich zuzuschlagen wenn der andere nicht blockt )2. Der Schlagende trainiert Kontrolle! Versuche genau das Gegenteil! Nicht zu treffen... Und das aus maximaler Geschwindigkeit wenn du die Schläge eigentlich so ausführst, das du (wie bei 1. beschrieben) eigentlich jeden Schlag so ausfühst das er trifft! Nur eben 1-2 cm vorher abstoppen (der Helm hat nur noch ne Schutzfunktion )Kontrolle kannst du auch gut gegen Gegenstände (Stehende oder sich bewegende/frei hängende) üben. Kombiniere einfach die Zielübung mit Abstoppen vor dem Ziel. (Stell dich mal vor nen Laternenpfahl und mach freies Karanza "daran" - jedes "Doing" is ne Platzwunde )"Spontanes Abstoppen": Schlage mit max. kraft und Schnelligkeit div. kombinationen oder auch einzelne Schläge - irgendwann hält dein Partner dir nen Stock "in den Weg" des Schlags und du darfst diesen nicht treffen... etc. etc. etc. Hope that helps a little ![]() Gruß, Mono
__________________ FMABC.de - Filipino Martial Arts Beach Club / www.modern-arnis.de / www.balintawak-eskrima.de philippinische Kampfkunst in Neustadt in Holstein |
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#13
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| @all Eure Infos sind sehr hilfreich. danke danke für eure Beiträge. ![]()
__________________ May the flow be with you! |
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#14
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| Zitat:
In Prüfungssituationen kommt es meines Erachtens darauf an, wobei so etwas passiert (natürlich sollte im Idealfall nichts passieren ). Wenn ich dort mit Gegenangrifftechniken am Partner frei Arbeite, nur dieser nur passiv dort steht, dann muß man auch hier die Stockkontrolle haben, ihn nicht zu treffen. Wenn es sich jedoch um Drills mit teilweise "freier" Ausführung handelt, da sieht das ganze schon ganz anders aus. Da sind dann nämlich 2 Leute aktiv, und da denke ich schon, daß man ab einem gewissen Level davon ausgehen kann, daß die Leute gewisse Techniken/ Blöcke beherrschen... Wenn ich nur ausschließlich immer so trainiere, daß ich jedes Mal im Hinterkopf habe, der Block bzw. die Abwehr des anderen könnte nicht sitzen, dann werde ich wohl nie die volle Dynamik trainieren können Ich würde sogar soweit gehen zu sagen, wenn in bestimmten Situationen jemand nen Stock abbekommt, ist es unter Umständen selber schuld Da er in dieser Situation die erforderte Kontrolle nicht erbracht hat. Denn, wenn ich falsch blocke/ abwehre und mir vielleicht den Stock selbst dabei ins Gesicht ziehe, dann kann ich doch meinem Partner dafür nicht die Schuld geben! Aber das kommt natürlich immer auf die Situation an!! Viele Grüße, Lazygirly
__________________ Es gibt drei Wege, durch die man im Leben weiter kommt; durch Nachdenken, das ist der edelste Weg, durch Nachahmen, das ist der einfachste Weg, durch Erfahrung, das ist der bitterste Weg! |
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#15
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| @padawan Was Du suchst ist die Präzision hinter den Schlägen. Die Fähigkeit bei bedarf eben NICHT zu treffen. Das ist sehr einfach zu trainieren: Der Knackpunkt ist die Geschwindigkeit. Du musst Kontersequenzen üben. Übe sie langsam - sehr langsam! - am Mann und ohne jegliche Schutzausrüstung. Die Idee liegt darin jeden Schlag 1-2cm vor dem Ziel zu setzen bzw. bei durchgezogenen Schlägen 1-2cm am Ziel voirbeizuschlagen. Im Serrada nennt man dieses Training counters oder numbers. Mit der Zeit erhöhst Du die Schlaggeschwindigkeit. Das ist alles. Das langsame Üben hat zudem den Vorteil, dass auch dein Partner nicht in Unruhe versetzt wird und die zeit erhält sich Schritt für Schritt an die schneller werdenden Schläge zu gewöhnen. Ciao Roberto |
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