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Umfrageergebnis anzeigen: Wie wehre ich einen Messerangriff am besten ab?
Direktes Greifen des Waffenarms 8 22,86%
Weiterleiten mit dem Handrücken (gefolgt von weiterer Technik) 17 48,57%
Weiterleiten mit der Handfläche (gefolgt von weiterer Technik) 3 8,57%
Weiterleiten mit Handkante (gefolgt von weiterer Technik) 7 20,00%
Teilnehmer: 35. Du darfst bei dieser Umfrage nicht abstimmen

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  #1  
Alt 05-08-2005, 10:50
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Kampfkunst: Mi-ka-do (Was denkt ihr denn bei dem Nick :-))
 
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Ort: Düsseldorf
Alter: 37
Beiträge: 1.905
Standard Frage zur Waffenlose Messerabwehr

Hallo Zusammen,

ich betreibe Ju-Jutsu und da gibt es im Prüfungsprügramm auch waffenlose Messerabwehr

Die Chancen im Ernstfall damit erfolgreich zu sein, sehe ich irgendwo zwischen 0-10%

Es ist aber Teil des Prüfungsprogramms und deswegen werde ich es auch unterrichten. Nur wenn, dann schon vernünftig, deswegen meine Frage an Euch. Nun zu meiner Frage.

Ich bin ich kein Freund des direkten Greifens, wenn man den Arm nicht gestoppt bekommt, ist der Daumen u.U. kaputt. Also leite ich lieber weiter und greife dann.

Wenn man den Waffenarm weiterleiten will, ist es besser mit dem Handrücken oder der Handfläche weiterzuleiten?

Meine Einstellung ist den Handrücken zu nehmen, da etwaige Schnittverletzungen dort nicht so gravierend sind.

Was ist Eure Meinung dazu?
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  #2  
Alt 05-08-2005, 11:00
Benutzerbild von sumbrada
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Kampfkunst: Conceptler
 
Registrierungsdatum: 26.11.2003
Ort: Kiel
Alter: 34
Beiträge: 5.411
Standard

Richtig, wie du schon selbst sagst, sind die Chancen, ohne Schnitte rauszukommen, ausserst dürftig.
Dann sollte man schon dafür sorgen, dass man wenigstens die geschnittenen Partien eingrenzt.
Neben der Verbesserung von Reflexen, Timing, Fussarbeit und Koordination, ist das wohl auch der wichtigste Aspekt des Messertrainings.
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  #3  
Alt 05-08-2005, 11:00
diva
Gast
Kampfkunst:
 
Beiträge: n/a
Standard

Bei welchen Angriff? Den 1er Angriff?
Beim 3er Schnitt würde ich auf alle Fälle mit dem Handrücken nach unten auf die Innenseite weiterleiten. Beim 1er Schnitt auch, wenn er nicht allzu steil von oben kommt. Kommt der Angriff richtig steil von oben, dann würde ich eher mit der Handkante über den Kopf auf meine Innenseite weiterleiten, da ist der Weg kürzer und ungefährlicher (Bauch nicht im Weg).

Problematisch wird es, wenn das Messer in der Eispickelhaltung gegriffen wird. Dann ist das Weiterleiten mit dem Handrücken nach unten echt gefährlich, da die scharfe Seite der Klinge genau im Pulsaderbereich eingehakt werden kann. Da habe ich ehrlich gesagt bislang auch keine Lösung. Ggf. mit der äußeren Hand die messerführende Hand nach innen schlagen (hab ich noch nicht ausprobiert, aber beim Pekiti schon mal gesehen)

Diva
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  #4  
Alt 05-08-2005, 11:10
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: Mi-ka-do (Was denkt ihr denn bei dem Nick :-))
 
Registrierungsdatum: 06.04.2005
Ort: Düsseldorf
Alter: 37
Beiträge: 1.905
Standard

Beim 1er-Schnitt gehe ich von einem ca. 45°-Winkel aus und beim 3er-Schnitt der kommt halt horizontal, bisher benutzte ich (wie auch bei 2er) immer den/die Handrücken zum weiterleiten.

1) gehe davon aus das ein Schnitt am Handrücken nicht so schlimm ist wie an der Handfläche
(bei 'ner Messerabwehr gehe ich immer davon aus nicht verletzungsfrei rauszukommen)
2) An direktes Greifen glaube ich s.o.
3) kann man die Waffe gut Richtung Körper des Gegners leiten
4) Man muss nicht groß zielen: Ob ich mit dem oberen Handrücken, Handgelenk oder Unterarm treffe ist für die Bewegung egal

Sehe ich das richtig? Ich bin halt keine Waffenabwehrtier, weil ich es gelinde gesagt für Blödsinn halte, solange ich selber unbewaffnet bin.

Im Ernstfall (der zum Glück noch nie vorkam) gilt halt weglaufen, wenn das nicht geht
Jacke o.ä. über den Kopf werfen und dann weglaufen, wenn das nicht geht
Jacke o.ä. über den Kopf werfen und drauf kloppen bis der sich nicht mehr bewegt, wenn das nicht geht

Beten

P.S. Ich sehe es nicht ein bewaffnet durch die Gegend zu Laufen

Geändert von Ju-Jutsu-Ka (05-08-2005 um 11:13 Uhr).
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  #5  
Alt 05-08-2005, 11:18
diva
Gast
Kampfkunst:
 
Beiträge: n/a
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Zitat:
Zitat von Ju-Jutsu-Ka
Beim 1er-Schnitt gehe ich von einem ca. 45°-Winkel aus und beim 3er-Schnitt der kommt halt horizontal, bisher benutzte ich (wie auch bei 2er) immer den/die Handrücken zum weiterleiten.

1) gehe davon aus das ein Schnitt am Handrücken nicht so schlimm ist wie an der Handfläche
(bei 'ner Messerabwehr gehe ich immer davon aus nicht verletzungsfrei rauszukommen)
2) An direktes Greifen glaube ich s.o.
3) kann man die Waffe gut Richtung Körper des Gegners leiten
4) Man muss nicht groß zielen: Ob ich mit dem oberen Handrücken, Handgelenk oder Unterarm treffe ist für die Bewegung egal

Sehe ich das richtig? Ich bin halt keine Waffenabwehrtier, weil ich es gelinde gesagt für Blödsinn halte, solange ich selber unbewaffnet bin.

Im Ernstfall (der zum Glück noch nie vorkam) gilt halt weglaufen, wenn das nicht geht
Jacke o.ä. über den Kopf werfen und dann weglaufen, wenn das nicht geht
Jacke o.ä. über den Kopf werfen und drauf kloppen bis der sich nicht mehr bewegt, wenn das nicht geht

Beten

P.S. Ich sehe es nicht ein bewaffnet durch die Gegend zu Laufen

und 5. ... man kann eine Störtechnik (z.B. Fingerstiche in die Augen) anbringen, wenn die Waffe auf der Innenbahn ist.
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  #6  
Alt 05-08-2005, 11:21
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zur realistischen Abwehr gehört auch ein realistischer Angriff und nicht ein vorher abgesprochener Angriffswinkel

.....sonst ist und bleibt es prüfungsprogramm ....
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  #7  
Alt 05-08-2005, 11:22
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Zitat:
Zitat von diva
und 5. ... man kann eine Störtechnik (z.B. Fingerstiche in die Augen) anbringen, wenn die Waffe auf der Innenbahn ist.
Generell Ja, nur bei Störchtechniken zum Kopf verknote ich mir öfters die Arme und die Folgebewegung ist nicht so flüssig,
ich schlag liebe auf die kurze Rippe oder in den Unterleib oder bei Angriff 5 gibt es einen Knieschlag zum Oberschenkenel
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  #8  
Alt 05-08-2005, 11:24
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Zitat:
Zitat von marq
zur realistischen Abwehr gehört auch ein realistischer Angriff und nicht ein vorher abgesprochener Angriffswinkel

.....sonst ist und bleibt es prüfungsprogramm ....
Hast ja Recht, stimme ich dir voll zu
Aber gibt es überhaupt eine realistische waffenlose Abwehr gegen einen Messerangriff ???
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  #9  
Alt 05-08-2005, 11:25
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Ich habe auch mal gezeigt bekommen weder den Handruecken noch die Handflaeche zu benutzen, sondern stattdessen mit der Handkante. Da ist wohl die Schnittflaeche noch kleiner. Dazu kann euch Roberto sicherlich mehr erzaehlen.

Persoenlich, wenn schon weiterleiten, mache ich es am liebsten mit dem Unterarm. Weiss nicht, ob das eine bessere Loesung ist, aber im Sparring hat es schon haeufiger geklappt (glaub ich - vielleicht hab' ich auch nur die Schnitte nicht bemerkt ).
__________________
"Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben."
~ André Gide
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  #10  
Alt 05-08-2005, 11:28
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@Marq

Von der Übung zum Angriff und nicht andersrum, wenn man von Anfang an nur aufeinander einsticht, wird nicht wirklich viel passieren.


Diese "Störtechniken" sind doch das eigentliche Ziel der Messerabwehr.
Ob nun Angriffe direkt zum Waffenarm, oder zu empfindlichen Stellen in Gesicht und Hals, nur wer schnell was zerstörerisches macht, kann den Messerkampf halbwegs unbeschadet überstehen. Ich finde, diese Dinge sollten so schnell wie möglich eingebunden werden, am besten mit Brille immer direkt zu den Augen.
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  #11  
Alt 05-08-2005, 11:29
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Zitat:
Zitat von ps3ud0nym
Ich habe auch mal gezeigt bekommen weder den Handruecken noch die Handflaeche zu benutzen, sondern stattdessen mit der Handkante. Da ist wohl die Schnittflaeche noch kleiner. Dazu kann euch Roberto sicherlich mehr erzaehlen.

Persoenlich, wenn schon weiterleiten, mache ich es am liebsten mit dem Unterarm. Weiss nicht, ob das eine bessere Loesung ist, aber im Sparring hat es schon haeufiger geklappt (glaub ich - vielleicht hab' ich auch nur die Schnitte nicht bemerkt ).
Beim Weiterleiten wirds aber schwer nur die Handkante zu benutzen, oder verstehe ich jetzt was total falsch.
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  #12  
Alt 05-08-2005, 11:32
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Zitat:
Zitat von sumbrada
Beim Weiterleiten wirds aber schwer nur die Handkante zu benutzen, oder verstehe ich jetzt was total falsch.
Soweit ich mich entsinnen kann war's tatsaechlich weiterleiten mit der Handkante. Mit der anderen Hand wurde geschlagen. Wie gesagt, fragt Roberto.
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  #13  
Alt 05-08-2005, 11:42
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Damit ihr vielleicht doch mal auf meine Frage eingeht nehmt doch einfach an der Umfrage teil
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  #14  
Alt 05-08-2005, 11:54
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Ich hab' mich jetzt mal für Weiterleiten mit dem Handrücken entschieden - mit den erwähnten Einschränkungen. Das Weiterleiten ist aber nicht das Ziel, sondern je nach Situation Flucht, Zerstörung des Gegners (vgl. Sumbrada - Fingerstichtraining mit Schutzbrille ist unerlässlich) oder Entwaffnung/Verhaftung.
Im Ju-Jutsu und in den FMA wird immer drauf rumgeritten, dass direktes Greifen nicht funktioniert, der Daumen bricht etc. - die Praxiserfahrung Ungeübter spricht dagegen. Das direkte Greifen ist eine Reflexhandlung, die man ausbauen, nicht unterdrücken sollte - natürlich als eine von mehreren Optionen. Schließlich ist ein Messer kein Baseballschläger und nicht jeder Angreifer FMA- oder SAL-Experte.
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  #15  
Alt 05-08-2005, 12:08
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Kampfkunst: Stockkampf
 
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Beiträge: 225
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Zitat:
Zitat von TacHead
... und nicht jeder Angreifer FMA- oder SAL-Experte.
Das Problem dabei ist, weiss man meistens erst wenn es vorüber ist. Man sollte sich nur nicht zu sehr auf seine Erfolge im Training verlassen und die Option der Flucht nicht vernachlässigen. Wenn man mit dem Rücken zur Wand steht ( bildlich gesprochen ), muss man dann halt versuchen das Beste daraus zu machen. Aber es darauf anlegen weil es im Training geklappt hat ?
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