Kampfkunst-Board



Antwort
 
Themen-Optionen Ansicht
  #16  
Alt 06-11-2005, 14:28
Benutzerbild von KarateJendrik
Registered User
Kampfkunst: Grapling, Ringen und Wrestling
 
Registrierungsdatum: 29.07.2005
Ort: Kiel/Ellerbek
Alter: 19
Beiträge: 134
Standard interessant

cool was es nicht alles gibt in den wäldern. für mich war hasselnuss imm nur gut um mit meinen kleinen bruder(8) ritter zu spielen und mit ihm flitzebögen zu bauen. aber das ist mir neu, ich werde mal ich auf die suche begeben und mir etwas davon hohlen.

vielleicht sollten wir irgendwann mal besprechen wie man im wald überlebt^^

gruß Jendrik
Mit Zitat antworten
Quicklinks
  #17  
Alt 18-03-2008, 19:12
Benutzerbild von doc faust
KKB-Userstatus: Advanced
Kampfkunst: Fukijiu-Do
 
Registrierungsdatum: 05.02.2003
Ort: Svicarska
Beiträge: 564
Standard

so, hol ich den thread mal aus der versenkung... bin, hund sei dank, viel in der natur, und haselsträuche hats überall. will mir nun ein paar stöcke schneiden.

- nehme an, das trocknen dürfte im "mehrere wochen"-bereich liegen. hat jemand genauere angaben?
- ich meine gelesen zu haben, dass man die stöcke ölen (einlegen) soll. zu welchem zeitpunkt und wie lange?

wer weiss mehr?
__________________
The complex part in simplicity is timing - Keith Jarrett
Mit Zitat antworten
  #18  
Alt 18-03-2008, 21:36
Benutzerbild von Messerjocke2000
KKB-Userstatus: Intermediate
Kampfkunst: JKD, Kali
 
Registrierungsdatum: 09.04.2002
Ort: Düsseldorf
Alter: 32
Beiträge: 484
Standard

Zitat:
Zitat von doc faust Beitrag anzeigen
- nehme an, das trocknen dürfte im "mehrere wochen"-bereich liegen. hat jemand genauere angaben?
Eher Monate. Je langsamer, desto besser
Zitat:
Zitat von doc faust Beitrag anzeigen
- ich meine gelesen zu haben, dass man die stöcke ölen (einlegen) soll. zu welchem zeitpunkt und wie lange?

wer weiss mehr?
Um das Austrocknen noch zu verlangsamen, kannst Du die Enden mit Ponal oder Lack behandeln.
Rinde latürnich dran lassen.

Kilian
__________________
Scheiß auf den Stolz! Stolz tut nur weh, aber er hilft nie.
Marsellus Wallace,Pulp Fiction
Mit Zitat antworten
  #19  
Alt 18-03-2008, 22:20
Benutzerbild von captainplanet
KKB-Userstatus: Advanced
Kampfkunst: Aikido
 
Registrierungsdatum: 13.12.2004
Ort: Steiermark
Alter: 27
Beiträge: 648
Standard

Es kommt drauf an was man machen will. Für einen Bogen ist es ratsam die Enden zu versiegeln und den Stock mit Rinde ein paar Monate an einem kühlen, trockenen Ort liegen zu lassen. Für einen Kampfstock finde ich das aber übertrieben, den kann man auch in zwei, drei Wochen trocknen und Enden versiegeln muß gar nicht sein.

Einölen kann man ihn sobald er trocken ist. Man reibt das Zeug ein, läßt es einziehen und nach mindestens einer halben Stunde wischt man das überflüssige Öl ab. Wischt man es nicht ab dauert es ewig bis es aushärtet, so geht es ein kleines bisserl schneller.
Ich verwende Leinöl. Gut und billig. Manche verwenden einen Fetzen zum auftragen, aber ich finde das Zeug an den Händen sehr angenehm und liebe den Geruch. Nur meine Freundin hasst ihn. Versteh wer die Frauen!

Zu selbstgeschnittenen Stöcken sollte man vielleicht noch sagen (bin mir nicht sicher inwieweit das selbstverständlich ist) daß ein Ende dicker ist als das andere. Man muß sie also ab der Mitte gleichmäßig runterhobeln bis der Schwerpunkt genau in der Mitte ist.
Sollten sie nicht ganz gerade sein bzw. sich beim trocknen verziehen kann man sie dämpfen oder, wenns einfach sein soll, über einem kleinen Lagerfeuer heiß machen (das Holz soll sich nicht verfärben!!!) und geradebiegen.

Grüße Georg

Geändert von captainplanet (18-03-2008 um 22:25 Uhr).
Mit Zitat antworten
  #20  
Alt 19-03-2008, 12:04
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: Kali/DBMA
 
Registrierungsdatum: 01.12.2002
Ort: In der Nähe von Hannover
Alter: 37
Beiträge: 85
Standard

Weil ich den Thread damals gestartet habe, hier mal die Meinung, die ich mittlerweile habe:
Die einheimischen Hölzer brechen, wenn man mit Stock-zu-Stock-Kontakt mit nur mäßiger Power arbeitet und dann fliegt ein ggf. spitzes Bruchstück durch den Raum.
Mein Fazit: Lasst die Finger davon und nehmt Rattan, es gibt kein besseres Material.

Viele Grüße
Daniel
Mit Zitat antworten
  #21  
Alt 19-03-2008, 12:23
Benutzerbild von Sam Fisher
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: Dog Brothers Martial Arts
 
Registrierungsdatum: 23.11.2005
Ort: Hochheim (bei Wiesbaden)
Alter: 39
Beiträge: 1.271
Standard

Muß dem Daniel recht geben!!!!

Hasel bricht fix!

Die Franzosen nehmen Kastanientriebe für ihr "cane de combat". Gibts in Stockläden in Frankreich. Gehen aber recht fix kaputt, deswegen haben die immer gleich zehn ode mehr dabei.

Etwas, das nicht kaputt geht, ist Hartriegel. Das ist das härteste einheimische Holz. Kelten und Römer haben die Speerschäfte daraus gemacht.
Damit kann man gut trainieren...aber Achtung!...Hier ist der Stock dann wirklich eine Waffe. Bei Treffern geht was kaputt.

Denn Hartriegel schneidet man im Winter, lagert ihn ein eineinhalb Jahre im Keller, schält ihn dann, ein weiteres Jahr im Keller, dann schleifen und ölen.


@Daniel:

Der Staff, den Lonely Dog am Wochenende dabei hatte war aus Hartriegel. Das englische Wort ist "Dogwood". Ha, ha!

Ich habe vor zwei Jahren welchen geschnitten. Sie werden diesen Sommer fertig. Ich werde zum Sommercamp also ein paar Dogwood-Sticks verkaufen.
__________________
Sam Fisher
Mit Zitat antworten
  #22  
Alt 19-03-2008, 13:03
Benutzerbild von Twist
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: FMA
 
Registrierungsdatum: 28.08.2001
Ort: Freiburg
Alter: 29
Beiträge: 2.042
Standard

Hartriegel.. da musste ich erstmal nachschaun
Aber stimmt, Kornelkirsche als einheimische Hartriegel-Version soll gutes Holz sein!
__________________
Alex 'Twist' Bohusch
Never stop seeking what seems unobtainable...
Mit Zitat antworten
  #23  
Alt 19-03-2008, 13:06
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: stauchen, hauen, raufen und stechen
 
Registrierungsdatum: 04.06.2003
Ort: Backnang
Beiträge: 15
Standard in Wasser lagern oder trocknen lassen?

lässt man die Stöcke nun trocknen oder lagert man sie in Wasser (wie ich "Jörg B" verstanden habe) - und wenn man sie in Wasser lagert, wie genau?
Mit Zitat antworten
  #24  
Alt 19-03-2008, 13:16
Moderator
Kampfkunst: historisches Fechten und mehr
 
Registrierungsdatum: 20.08.2002
Ort: NRW
Alter: 38
Beiträge: 2.310
Standard

Mein Hinweis bezog sich auf die früher übliche Weise, Singlesticks zu lagern.
Die waren aus Esche, Haselnuß hat aber ähnliche Eigenschaften.

Stock abschneiden, schälen, Enden und Astknoten glätten/abrunden und dann in die Regentonne damit.

Man kann die Stöcke auch ganz normal trocknen, aber da geht ein bisserl was von der Elastizität verloren.
__________________
Don't judge the world by your own shitty standards. Just because you cannot do something doesn't mean no one else can do it.
(James A. Keating)
Mit Zitat antworten
  #25  
Alt 19-03-2008, 13:17
Benutzerbild von Sam Fisher
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: Dog Brothers Martial Arts
 
Registrierungsdatum: 23.11.2005
Ort: Hochheim (bei Wiesbaden)
Alter: 39
Beiträge: 1.271
Standard

Cornus mas.... der Hartriegel, Kornelkirsche, Kornellisse...

Die Römer haben ihre Lanzen und Speere vor allem in der Literatur oft nur als "Cornus" bezeichnet...

...so wie man sagt: "...er bohrte ihm den Stahl in die Eingeweide...", wenn man ja eigentlich Messer oder Schwert sagen müßte.

BTW Die Östereicher machen auch einen feinen Schnaps aus den "Kirschen".
__________________
Sam Fisher
Mit Zitat antworten
  #26  
Alt 19-03-2008, 13:21
Benutzerbild von Trinculo
Moderator
Kampfkunst: La Superba, Non-tree-hugging Yiquan
 
Registrierungsdatum: 15.01.2004
Ort: Rheinhessen
Alter: 38
Beiträge: 7.969
Standard

Zitat:
Zitat von Twist Beitrag anzeigen
Hartriegel.. da musste ich erstmal nachschaun
Aber stimmt, Kornelkirsche als einheimische Hartriegel-Version soll gutes Holz sein!
Wird auch von Roberto in diversen Reiseberichten empfohlen
__________________
« Why let reality spoil a perfectly good theory?»
Origin unknown
Mit Zitat antworten
  #27  
Alt 19-03-2008, 13:22
Benutzerbild von Sam Fisher
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: Dog Brothers Martial Arts
 
Registrierungsdatum: 23.11.2005
Ort: Hochheim (bei Wiesbaden)
Alter: 39
Beiträge: 1.271
Standard

Nochmal...

rs Training ist Rattan wirklich die erste Wahl! Schon aus Sicherheitgründen. Da braucht man nicht wie unsere Vorfahren gewässerte Esche. Wir haben da heute "besseres".

...viele besitzen aber auch gern ein paar Stöcke aus Kamagong oder Eisenholz. Da kommt auch keiner auf die Idee sie am Partner auszuprobieren. So sollte man auch die Sticks aus Hartriegel (Cornus mas) sehen.
__________________
Sam Fisher
Mit Zitat antworten
  #28  
Alt 19-03-2008, 13:48
Benutzerbild von roberto
Moderator
Kampfkunst: La Superba - italienischer Messer- und Stockkampf & Cavalieri d`Umiltà
 
Registrierungsdatum: 24.06.2002
Ort: 74172 Neckarsulm, Deutschland
Alter: 39
Beiträge: 2.331
Standard

Der cornus mas (deut. Kornelkirsche) ist eine reines Kampfholz! Die eigentlichen Kampfstöcke bzw. Stöcke zur Selbstverteidigung (welche man z. T. aber auch im Training verwendet) werden aus langfasrigen Harthölzern - es handelt sich dabei vorwiegend um Strauchhölzer - hergestellt:

Weide
Blutroter Hartriegel
Kornelkirsche
Weissdorn etc. ...

Eine Ausnahme stellt die Eiche dar. Auch wenn ein Laubgehölz, erscheint dieses Hartholz aufgrund seiner Resistenz geiegnet für den harten Ansprüchen des Stockkampfs auf der Straße.

rs Training bzw. fürs Sparring: Nuss oder Kastanie. Weshalb? Weil es bricht.* Rattan ist gut, sofern die Haltbarkeit des Stockes im Vordergrund steht. Zum Beispiel bei Paradeübungen.

Für den Trainingskampf sollte der Stock bei zu hartem Kontakt aber brechen. Dadurch überträgt sich die Kraft des Einschlages weniger auf die Knochen des Partners. Dies lässt auch ein Kämpfen ohne allzu große Schtuzausrüstung zu (also nur mit Fechtmaske, eine eher leichten Handschutz, und einem Unterleibsschutz).

Zum Scneiden:
Für Nuss nd Kastanie stimmen Jörgs und Dinos Aussagen. Bei den harten Strauchhölzern gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Einige italienische Stockhersteller schneiden wenn die Hölzer im Saft stehen. Die Kornelkirsche ist z. B. so hart, dass es nicht nötig ist sie unbedingt erst im Herbst/ Winter zu schneiden. Dafür tut man sich umso leichter in der Verarbeitung, wenn man seinen Kornelkirsch-Stock zwischen April und Juni schneidet.


*Diese Infos beziehen sich natürlich auf die klassische europ. Stocklänge von 90-100cm. Da macht es einen sehr großen Unterschied, ob ich mit einem 100er Kastanie oder rattan sparre. Bei 60-75cm Stocklänge ist es nahezu egal. Die Wucht ist wesentlich geringer und da ist ein Rattanstock natürlich nicht schlechter als irgend ein anderer.


Ciao,

Roberto
__________________
"Na nuddu postu 'u mari è accussì ranni, 'u suli accussì forti, 'u celu accussì blu. Na nuddu postu 'u ventu cunta storie accussì beddi." Poesia Italiana

Geändert von roberto (19-03-2008 um 14:06 Uhr).
Mit Zitat antworten
  #29  
Alt 19-03-2008, 21:25
Benutzerbild von captainplanet
KKB-Userstatus: Advanced
Kampfkunst: Aikido
 
Registrierungsdatum: 13.12.2004
Ort: Steiermark
Alter: 27
Beiträge: 648
Standard

Von Kornelkirschen sollte man aus Naturschutzgründen eher die Finger lassen. Der Rote Hartriegel Cornus sanguinea ist weitaus häufiger und sicher genausogut.
Und Hasel, Esche, Traubenkirschen, Hainbuchen, Robinie, Ahorn und viele andere geben ausgezeichnete Stöcke. Es gibt keinen Grund davon abzuraten nur weil irgendjemand mal ein Stück mit Astlöchern verarbeitet hat und es ihm dann um die Ohren geflogen ist. Hartriegel ist außerdem viel schwieriger gerade und astfrei zu finden als die zuvor genannten.

Lg Georg
Mit Zitat antworten
  #30  
Alt 19-03-2008, 22:04
Benutzerbild von Bananenesser
KKB-Userstatus: Intermediate
Kampfkunst: bushidokai karate
 
Registrierungsdatum: 12.07.2005
Alter: 26
Beiträge: 427
Standard

hiho!

ich hab zwar von stockfechten keine ahnung, aber als gelernter schreiner von holz.

eiche würde ich nicht zum trainiern/sparren/kämpfen benutzen.
klar es ist ein superhartes holz aber es splittert leicht und ist säure haltig.
dadurch entzünden sich spliter die man sich einfängt leicht und die wunde fängt an zu eitern.

ausserdem reagiert dieser säure mit schweiss d.h. man hat eine gewisse zeit schwarze finger oder handflächen.

falls sich jemand einen langlebigen stock basteln will würde ich zur buche raten.
günstig, stabil, beständig, splittert kaum


bananenesser
__________________
schnell und direkt wirst du nur mit CHI! das resultat ist POWER!
Mit Zitat antworten
Antwort


Dieses Thema betrachten zurzeit 1 Personen. (0 registrierte Benutzer und 1 Gäste)
 
Themen-Optionen
Ansicht

Forumregeln
Es ist Ihnen nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Anhänge hochzuladen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Ihre Beiträge zu bearbeiten.

BB-Code ist An.
Smileys sind An
[IMG] Code ist An
HTML-Code ist Aus
Trackbacks are Aus
Pingbacks are Aus
Refbacks are Aus

Gehe zu

Ähnliche Themen
Thema Erstellt von Forum Antworten Letzter Beitrag
Tasche für Escrima Stöcke Zenmeister Arnis, Eskrima, Kali 9 15-09-2005 11:28
Gepolsterte Stöcke scotman Arnis, Eskrima, Kali 21 05-10-2004 12:54
Rattan Stöcke tkgroovy Nikolaus Budo Lehrgang 0 04-12-2003 14:33
Keine Stöcke dabei? daisho Arnis, Eskrima, Kali 24 22-09-2002 19:13
Polypropylen Stöcke esdo Arnis, Eskrima, Kali 17 07-07-2002 12:15


Alle Zeitangaben in WEZ +1. Es ist jetzt 12:00 Uhr.


Powered by vBulletin Version 3.7.3 (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2008, Jelsoft Enterprises Ltd.
SEO by vBSEO 3.2.0 ©2008, Crawlability, Inc.