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#16
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| cool was es nicht alles gibt in den wäldern. für mich war hasselnuss imm nur gut um mit meinen kleinen bruder(8) ritter zu spielen und mit ihm flitzebögen zu bauen. aber das ist mir neu, ich werde mal ich auf die suche begeben und mir etwas davon hohlen. vielleicht sollten wir irgendwann mal besprechen wie man im wald überlebt^^ gruß Jendrik |
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#17
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| so, hol ich den thread mal aus der versenkung... bin, hund sei dank, viel in der natur, und haselsträuche hats überall. will mir nun ein paar stöcke schneiden. - nehme an, das trocknen dürfte im "mehrere wochen"-bereich liegen. hat jemand genauere angaben? - ich meine gelesen zu haben, dass man die stöcke ölen (einlegen) soll. zu welchem zeitpunkt und wie lange? wer weiss mehr?
__________________ The complex part in simplicity is timing - Keith Jarrett |
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#18
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| Rinde latürnich dran lassen. Kilian
__________________ Scheiß auf den Stolz! Stolz tut nur weh, aber er hilft nie. Marsellus Wallace,Pulp Fiction |
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#19
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| Es kommt drauf an was man machen will. Für einen Bogen ist es ratsam die Enden zu versiegeln und den Stock mit Rinde ein paar Monate an einem kühlen, trockenen Ort liegen zu lassen. Für einen Kampfstock finde ich das aber übertrieben, den kann man auch in zwei, drei Wochen trocknen und Enden versiegeln muß gar nicht sein. Einölen kann man ihn sobald er trocken ist. Man reibt das Zeug ein, läßt es einziehen und nach mindestens einer halben Stunde wischt man das überflüssige Öl ab. Wischt man es nicht ab dauert es ewig bis es aushärtet, so geht es ein kleines bisserl schneller. ![]() Ich verwende Leinöl. Gut und billig. Manche verwenden einen Fetzen zum auftragen, aber ich finde das Zeug an den Händen sehr angenehm und liebe den Geruch. Nur meine Freundin hasst ihn. Versteh wer die Frauen! ![]() Zu selbstgeschnittenen Stöcken sollte man vielleicht noch sagen (bin mir nicht sicher inwieweit das selbstverständlich ist) daß ein Ende dicker ist als das andere. Man muß sie also ab der Mitte gleichmäßig runterhobeln bis der Schwerpunkt genau in der Mitte ist. Sollten sie nicht ganz gerade sein bzw. sich beim trocknen verziehen kann man sie dämpfen oder, wenns einfach sein soll, über einem kleinen Lagerfeuer heiß machen (das Holz soll sich nicht verfärben!!!) und geradebiegen. Grüße Georg Geändert von captainplanet (18-03-2008 um 22:25 Uhr). |
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#20
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| Weil ich den Thread damals gestartet habe, hier mal die Meinung, die ich mittlerweile habe: Die einheimischen Hölzer brechen, wenn man mit Stock-zu-Stock-Kontakt mit nur mäßiger Power arbeitet und dann fliegt ein ggf. spitzes Bruchstück durch den Raum. Mein Fazit: Lasst die Finger davon und nehmt Rattan, es gibt kein besseres Material. Viele Grüße Daniel |
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#21
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| Muß dem Daniel recht geben!!!! Hasel bricht fix! Die Franzosen nehmen Kastanientriebe für ihr "cane de combat". Gibts in Stockläden in Frankreich. Gehen aber recht fix kaputt, deswegen haben die immer gleich zehn ode mehr dabei. Etwas, das nicht kaputt geht, ist Hartriegel. Das ist das härteste einheimische Holz. Kelten und Römer haben die Speerschäfte daraus gemacht. Damit kann man gut trainieren...aber Achtung!...Hier ist der Stock dann wirklich eine Waffe. Bei Treffern geht was kaputt. Denn Hartriegel schneidet man im Winter, lagert ihn ein eineinhalb Jahre im Keller, schält ihn dann, ein weiteres Jahr im Keller, dann schleifen und ölen. @Daniel: Der Staff, den Lonely Dog am Wochenende dabei hatte war aus Hartriegel. Das englische Wort ist "Dogwood". Ha, ha! Ich habe vor zwei Jahren welchen geschnitten. Sie werden diesen Sommer fertig. Ich werde zum Sommercamp also ein paar Dogwood-Sticks verkaufen.
__________________ Sam Fisher |
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#22
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| Hartriegel.. da musste ich erstmal nachschaun ![]() Aber stimmt, Kornelkirsche als einheimische Hartriegel-Version soll gutes Holz sein!
__________________ Alex 'Twist' Bohusch Never stop seeking what seems unobtainable... |
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#23
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| lässt man die Stöcke nun trocknen oder lagert man sie in Wasser (wie ich "Jörg B" verstanden habe) - und wenn man sie in Wasser lagert, wie genau? |
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#24
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| Mein Hinweis bezog sich auf die früher übliche Weise, Singlesticks zu lagern. Die waren aus Esche, Haselnuß hat aber ähnliche Eigenschaften. Stock abschneiden, schälen, Enden und Astknoten glätten/abrunden und dann in die Regentonne damit. Man kann die Stöcke auch ganz normal trocknen, aber da geht ein bisserl was von der Elastizität verloren.
__________________ Wer mich und mein löblich Handwerk verlacht, den schlag ich auf den Kopf, daß es ihn im Herzen kracht.(Augustin Staidt, Federfechter, 16. Jhd.) |
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#25
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| Cornus mas.... der Hartriegel, Kornelkirsche, Kornellisse... Die Römer haben ihre Lanzen und Speere vor allem in der Literatur oft nur als "Cornus" bezeichnet... ...so wie man sagt: "...er bohrte ihm den Stahl in die Eingeweide...", wenn man ja eigentlich Messer oder Schwert sagen müßte. BTW Die Östereicher machen auch einen feinen Schnaps aus den "Kirschen".
__________________ Sam Fisher |
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#26
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__________________ « Le mensonge et la crédulité s'accouplent et engendrent l'opinion. » (Paul Valéry) |
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#27
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| Nochmal... Fürs Training ist Rattan wirklich die erste Wahl! Schon aus Sicherheitgründen. Da braucht man nicht wie unsere Vorfahren gewässerte Esche. Wir haben da heute "besseres". ...viele besitzen aber auch gern ein paar Stöcke aus Kamagong oder Eisenholz. Da kommt auch keiner auf die Idee sie am Partner auszuprobieren. So sollte man auch die Sticks aus Hartriegel (Cornus mas) sehen.
__________________ Sam Fisher |
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#28
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| Der cornus mas (deut. Kornelkirsche) ist eine reines Kampfholz! Die eigentlichen Kampfstöcke bzw. Stöcke zur Selbstverteidigung (welche man z. T. aber auch im Training verwendet) werden aus langfasrigen Harthölzern - es handelt sich dabei vorwiegend um Strauchhölzer - hergestellt: Weide Blutroter Hartriegel Kornelkirsche Weissdorn etc. ... Eine Ausnahme stellt die Eiche dar. Auch wenn ein Laubgehölz, erscheint dieses Hartholz aufgrund seiner Resistenz geiegnet für den harten Ansprüchen des Stockkampfs auf der Straße. Fürs Training bzw. fürs Sparring: Nuss oder Kastanie. Weshalb? Weil es bricht.* Rattan ist gut, sofern die Haltbarkeit des Stockes im Vordergrund steht. Zum Beispiel bei Paradeübungen. Für den Trainingskampf sollte der Stock bei zu hartem Kontakt aber brechen. Dadurch überträgt sich die Kraft des Einschlages weniger auf die Knochen des Partners. Dies lässt auch ein Kämpfen ohne allzu große Schtuzausrüstung zu (also nur mit Fechtmaske, eine eher leichten Handschutz, und einem Unterleibsschutz). Zum Scneiden: Für Nuss nd Kastanie stimmen Jörgs und Dinos Aussagen. Bei den harten Strauchhölzern gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Einige italienische Stockhersteller schneiden wenn die Hölzer im Saft stehen. Die Kornelkirsche ist z. B. so hart, dass es nicht nötig ist sie unbedingt erst im Herbst/ Winter zu schneiden. Dafür tut man sich umso leichter in der Verarbeitung, wenn man seinen Kornelkirsch-Stock zwischen April und Juni schneidet. *Diese Infos beziehen sich natürlich auf die klassische europ. Stocklänge von 90-100cm. Da macht es einen sehr großen Unterschied, ob ich mit einem 100er Kastanie oder rattan sparre. Bei 60-75cm Stocklänge ist es nahezu egal. Die Wucht ist wesentlich geringer und da ist ein Rattanstock natürlich nicht schlechter als irgend ein anderer. Ciao, Roberto
__________________ "Na nuddu postu 'u mari è accussì ranni, 'u suli accussì forti, 'u celu accussì blu. Na nuddu postu 'u ventu cunta storie accussì beddi." Poesia Italiana Geändert von roberto (19-03-2008 um 14:06 Uhr). |
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#29
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| Von Kornelkirschen sollte man aus Naturschutzgründen eher die Finger lassen. Der Rote Hartriegel Cornus sanguinea ist weitaus häufiger und sicher genausogut. Und Hasel, Esche, Traubenkirschen, Hainbuchen, Robinie, Ahorn und viele andere geben ausgezeichnete Stöcke. Es gibt keinen Grund davon abzuraten nur weil irgendjemand mal ein Stück mit Astlöchern verarbeitet hat und es ihm dann um die Ohren geflogen ist. Hartriegel ist außerdem viel schwieriger gerade und astfrei zu finden als die zuvor genannten. Lg Georg |
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#30
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| hiho! ich hab zwar von stockfechten keine ahnung, aber als gelernter schreiner von holz. eiche würde ich nicht zum trainiern/sparren/kämpfen benutzen. klar es ist ein superhartes holz aber es splittert leicht und ist säure haltig. dadurch entzünden sich spliter die man sich einfängt leicht und die wunde fängt an zu eitern. ausserdem reagiert dieser säure mit schweiss d.h. man hat eine gewisse zeit schwarze finger oder handflächen. falls sich jemand einen langlebigen stock basteln will würde ich zur buche raten. günstig, stabil, beständig, splittert kaum bananenesser
__________________ schnell und direkt wirst du nur mit CHI! das resultat ist POWER! |
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