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#31
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| Das gilt mit Sicherheit, wenn man "komplexe" Techniken nutzt. Eine "einfache" Technik lässt sich mit einem sehr klobigen Schwert genauso einfach ausführen wie mit einem leichten Schwert. Je "einfacher" die Technik, umso einfacher lässt sich diese auch mit schweren Waffen nutzen. Und je "einfacher", umso kraftvoller wird die Technik auch. Um ein stabiles Schwert führen zu können braucht man u.a. starke Hüften: Latosa Concepts Stregth and Conditioning for Combative Training 3 - YouTube http://www.youtube.com/watch?v=uK1Ii...eature=related http://www.youtube.com/watch?v=bkLZx...eature=related Auch beim Krafttraining zeigt der dänische Latosa-Escrima Lehrer seinen Blick für die Effektivität. Wobei m.E. Grundübungen mit Langhanteln und Kurzhanteln viel "einfacher" und damit auch effektiver sind für die SV als Übungen mit Kettlebells und turnerische Übungen, aber der Geschmack ist eben auch beim Krafttraining bei einem freiheitlichen System unterschiedlich. Hier nochmals der Unterschied Schlacht und Duellkampf. Die Schlacht: 300 Männer schützen die Freiheit vor der Übermacht der Barbaren in der SV ohne je einen Ausweichsschritt zu machen. Zum Glück sind die Speere, Schilder und Schwerter stabil genug, um die Freiheit zu verteidigen. 300 Insane Fight Scene - YouTube Das Duell: Wenn sich ein Mann, der sich vor niemandem verbeugt einen Duellkampf liefert, dann kann auch ein leichtes Messer genügen und sogar ein spielerisches Ausweichen kann im Einzelfall sinnvoll sein. The Chronicles of Riddick: A Piece You Will Have. - YouTube Jeder muss sich überlegen, für was er trainiert und ob er eher Leonidas oder Vin Diesel als Vorbild für die SV nimmt. Beste Grüße Geändert von Security (04-10-2011 um 00:00 Uhr). |
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#32
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| Zitat:
Danke Itto! Bedeutet also letztendlich je schwerer der Gegenstand mit dem gekämpft wird, desto weniger "Feinheiten" in der Ausführung und mehr Blick auf das Wesentliche, wenn richtig verstanden? -falls ja, kann dies evtl. auch für leichte (o. wie es beschreibst ausbalanciertere) Waffen gelten, da es dort dann eh keinen Unterschied mehr macht? Viele Grüße, Deno
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#33
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| @Security: Mir ging es weniger um komplexe Techniken, sondern die Standards: Wenn ich Probleme habe mehrere oder gar nur ein oder zwei Cuts in Folge auszuführen, dann ist die Waffe definitiv nicht ausbalanciert bzw. zu schwer/klobig. Dazu muss man nur vergleichsweise zwei qualitativ unterschiedliche Waffen desselben Typus in die Hand nehmen und etwas "schwingen". Den Unterschied merkt man sofort. Kurz gesagt: Taugt die Waffe nicht für die Basistechniken, taugt sie erst recht nicht für komplexere Abläufe oder gar einen Kampf. @Deno: Wichtig sind die Feinheiten auch bei den wesentlichen Dingen, aber insgesamt ist das Broadswordfechten eine simple Angelegenheit, wie gesagt, in der grauen theorie reicht ein Drill für alle erforderlichen Grundlagen (weshalb wir ihn auch nahezu jede Übungsstunde ausführen). Es ist jedoch egal, ob für die SV, die Schlacht oder zum Duell oder sportlichen Zweikampf, das Broadsword sollte die Techniken zulassen, dies ist eien Frage der Qualität. Die Qualität der Techniken wird meiner Erfahrung nach auch durch die Qualität der Waffe beeinflusst. Aber ich gebe zu bedenken, dass die Qualität der Waffe prinzipiell gut war in Zeiten da Menschen sie benutzten mussten, um ihr Leben zu erhalten. Letztendlich muss man das Schwert in die Hand nehmen und gleich spüren, dass die Techniken damit so funzen, wie sie sollen mit größtmöglicher Effektivität. Beim militärischen Broadswordfechten, das wie gesagt ein simples System ohne viele Spielereien ist, ist das Anwendungsgebiet vielfältig, die Waffe muss also vielseitig einsetzbar sein, was sie schon nach dem Erachten alter Meister ist. Man nehme beispielsweise Captain James Miller, der ein kleines Fechtwerk 1737 veröffentlichte. Über ihn ist bekannt, dass er wohl in der Schlacht, im Duell und als Stage-Gladiator (auch Prizefighter genannt) im sportlichen Bereich aktiv war. Das Broadsword/Backsword wird von den alten Meistern in erster Linie als Militärwaffe gesehen, aber es war auch immer zu Duellen, sportlichem Zweikampf und SV im Einsatz und musste diesen Ansprüchen genügen. Wir trainieren im Fokus auf alle seine historischen Einsatzgebiete. Hier übrigens mal ein interessanter Blick von Combatives-Trainer Lee Morrisson zu eben jenen hist. Kampfkünsten: Something Old & Something Different
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#34
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| P.S.: Letztes Training haben wir im Freien "Schlachtfeldmodus" gespielt, freie Bewaffnung, leider nur zu viert. Das Ganze war auch eher im Sinne eines kleineren Clanscharmützels angelegt, in geordneter Formationskampf ist nochmal eine andere Nummer. Aber folgendes ließ sich feststellen: - Im Sturmangriff reichen ein, zwei Aktionen und die Sache ist vorbei, entweder für den Angreifer oder den Verteidiger - Schilddeckung und tiefer Stich haben dem Verteidiger am häufigsten das Leben gerettet - Schild nach vorne oder mit der Zweitwaffe einen Öffnungsangriff starten und dann mit der Hauptwaffe zuschlagen, war die sicherste Taktik für den Angreifer - sind beide Seiten aufeinander zugestürmt, ging die Sache aus wie bei Braveheart: Überleben war Glückssache ![]() - ist beim ersten Angriff der Gegner nicht gefallen, entstand ein Zweikampf, aber dieser war nur solange möglich bsi nicht ein weiterer Gegner auftauchte - Überlebenschancen auf dem Schlachtfeld sind gering, egal wie gut man kämpfen kann, das Chaos, die Masse der Gegner usw. sind unkontrollierbare Faktoren. Simples, rabiates Vorgehen sind der Schüssel zum Erfolg und natürlich eine gute Teamarbeit mit den Kampfkameraden. Natürlich war dies ein spaßiger Übunsgkampf unter Freunden, aber wir haben es mit großer Ernsthaftigkeit ausgeführt und es gibt einem zumindest grob einen Blick darauf, wie Technik sich im Schlachtfeldmodus verhält. Leider ist die Videoaufnahme zu schlecht geworden, aber Gruppen- und 2vs1-Kämpfe haben wir schon öfters gemacht, z.B. hier zu sehen: Chaîne de tuerkefechi - YouTube Chaîne de tuerkefechi - YouTube Chaîne de tuerkefechi - YouTube Wie gesagt. nicht allzu ernst nehmen, es ist eine spaßige Übungsform, die einem aber durchaus Aufschluss gibt über Faktoren wie Gruppenkampf, Überzahl usw.
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#35
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| Das scheint ein typisches "Cold-Steel Problem" zu sein. Der Barong ist auch zu schwer bzw. schlecht ausbalanciert. |
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#36
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| Chaîne de csknives - YouTube Chaîne de csknives - YouTube Chaîne de csknives - YouTube Inzwischen nutzen sie aber auch leichtere Säbel, sowohl als scharfe Versionen, als auch als Trainingswaffe: Chaîne de csknives - YouTube
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#37
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| Zum Thema Power generieren und Schwert, gerade beim Schnitttest am Ende sieht man schön wie dies aussehen kann: Chaîne de Dembach - YouTube
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#38
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| Zitat:
Oder auch je leichter desto hubrschrauberartiger ![]() Man braucht schlicht mehr Kraft um die Fliehkraft, die Trägheit der Masse etc. zu überwinden und zu kontrollieren - wird also insgesamt langsamer und muss mehr auf die eigene Balance (und Gelenke) achten. |
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#39
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| Jupp, allein schon, wenn man Richtungswechsel herbeiführen möchte/muss.
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#40
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| Och Mensch Ulrich..-so war das doch gar nicht gemeint! ![]()
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#41
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| Auch ein leichter Mann kann mit einem schweren Schwert sehr hart zuschlagen und zustechen, wenn er die Hüften und Beine hinter den Schlag/Stich bringt. Umgekehrt kann ein schwerer und starker Mann, der nur aus dem Arm schlägt eben nicht hart zuschlagen/zustechen, auch wenn er mit zwei 30 Kilo Kurzhanteln Bizepscurls trainiert. Um "schnell" zu sein muss man ansatzlos zuschlagen können ohne jede Ausholbewegung. Auch das ist in erster Linie eine Frage der richtigen Körpermechanik. Ideal ist natürlich immer beides: Viel Kraft und die richtige Körpermechanik, zumindest eines von beiden sollte man für die SV aber schon haben. Beste Grüße Geändert von Security (04-10-2011 um 22:12 Uhr). |
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#42
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| Zitat:
Natürlich steigt "Die Qualität" einer Aktion wenn sie mit mehr Kraft und Geschwindigkeit genauso akurat ausgeführt werden kann, als wenn man sie langsam ausführen würde. Nur die physikalischen Gesetze können wir alle nicht aushebeln und ich vergleiche eine Person, die ein Sportgerät an einer Hand führt, gerne mit einem Kran. . . |
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#43
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| Zitat:
Zitat:
allerdings sind im Fechten europ. Tradition Ausholbewegungen schon drin, die sich aus dem Gefecht ergeben. Da sind wir aber wieder bei den Untershcieden zwischen Duel und SV, für letzteren Bereich gebe ich dir recht.
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#44
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| Zitat:
Um eine schwere Waffe schnell zu bewegen muss man aber auch die Power aus den Oberschenkeln und Hüften nutzen können. Beste Grüße Geändert von Security (05-10-2011 um 22:02 Uhr). |
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#45
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