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  #1  
Alt 23-10-2007, 11:59
Benutzerbild von Padawan Vergel
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Kampfkunst: Modern Arnis
 
Registrierungsdatum: 29.03.2006
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Alter: 30
Beiträge: 1.135
Question Modern Arnis Concept System

Huhu Leutz

Hat jemand mehr Infos über Concept-Arnis?

Mich interessiert besonders der Unterschied zwischen dem Concept Arnis und dem Modern Arnis.
www.concept-arnis.de

Hoffe auf eine Antwort

Euer Padawan
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  #2  
Alt 23-10-2007, 12:14
Benutzerbild von yokai
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Kampfkunst: hauen, stechen, hebeln, würgen und werfen nach philippinischer tradition
 
Registrierungsdatum: 16.05.2007
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Standard

Zitat:
DER TRAINER - MEIN WEG ZUM CONCEPT ARNIS
Mein Name ist Thomas Plath, ich trainiere seit 1979 asiatische Kampfkünste, davon von 1984 bis 2002 das Wing Tsun der EWTO und seit 2003 das Ving Tsun Wong Shun Leungs. Von 2000 bis 2005 erlernte ich als Mitglied des Deutschen Arnis Verbandes (DAV) das Modern Arnis bis zum ersten Grad Schwarzgurt (Lakan Isa). Obwohl ich mich im DAV sehr wohl fühlte, entschloss ich mich, nach meiner Schwarzgurtprüfung eigene Wege zu gehen.

Im Programm des Modern Arnis bis einschließlich zum 1. Grad Schwarzgurt lernt man prinzipiell alle für den Kampf und die SV notwendigen Techniken und Konzepte der philippinischen Kampfkunst Arnis. Ich bemerkte aber schnell, dass mir die Einteilung des Trainingsstoffes in Farbgurt-Programme widerstrebte. Meiner Erfahrung nach führt das Absolvieren und Bestehen von Prüfungen und Graduierungen zu oft zu einer Technik- und Gürtelsammelei, bei der die Programme und Prinzipien nach bürokratischer Karteikarten-Methode geordnet und verwaltet werden. Dabei verlieren viele Trainierende den praktischen Bezug zu diesem Kampfsport. Für die Verwendbarkeit einer Kampfkunst ist aber gerade ein realitätsbezogenes Anwendungstraining essentiell.

Seit meinem ersten Kampfkunst-Training im Jahr 1979 steht für mich die praktische Anwendung jedes Kampf-Sportes im Vordergrund. Diese Einstellung konnte ich nun aber mit dem Modern Arnis nicht in Einklang bringen. Ich sah mich also gezwungen, das Erlernte nach meiner eigenen Trainingsphilosophie neu zu ordnen und zu überdenken, um es für mich zu einem funktionierenden Ganzen zu machen. Da das, was nach diesem Entwicklungsprozess herauskam, sich in vielen Punkten deutlich von dem unterscheidet, was ich ursprünglich erlernt habe, entschloss ich mich, das Ganze als ein neues System zu betrachten und ihm einen eigenen Namen zu geben: Modern Arnis Concept System oder kurz Concept Arnis (CA).

Ich verwende heute andere Basics, eine andere Schrittarbeit und Bewegungslehre und eine andere Zielsetzung, als es im Modern Arnis des DAV unterrichtet wird. Im CA gibt es keine Graduierungen und keine Gürtel, sondern nur grob abgegrenzte Vermittlungslevels, die zur reinen Orientierung innerhalb des Unterrichtsstoffes dienen und keine Aussage über die Kampf- oder SV-Fähigkeit des Schülers machen. Ziel ist die Weitergabe von Tools, die es jedem Trainierenden ermöglichen, sich individuell weiterzuentwickeln.

Beim Training der einzelnen Konzepte und Theorien des Concept Arnis werden nach wie vor eine Anzahl von Tools und Übungen verwendet, die auch im Modern Arnis des DAV vorhanden sind, allerdings unterscheiden sie sich teilweise etwas in der Ausführung. Alle Übungen dienen immer als Methode zum Verstehen und Trainieren eines bestimmten Konzeptes oder Prinzips. Ein festes Programm, das auswendig gelernt werden kann, gibt es daher nicht. Drills und Übungen, die nur als Selbstzweck oder zum Erreichen einer Prüfung praktiziert werden, hängen leicht im luftleeren Raum ohne Bezug zur Realität. Das kann bei Übenden und Lehrern zu eklatanten Missinterpretationen und
letztendlich zu Fehlern bei der Ausführung führen. Diese Fehler, die, einmal eingeschliffen, fast nicht zu revidieren sind, versuchen wir bereits im Vorfeld mit entsprechender Unterrichtsmethode zu vermeiden. Daher verzichten wir weitgehend auf technische Arabesken und bemühen uns, einfache Ideen umzusetzen. Die zu erreichende Qualität steht dabei im Vordergrund, Stöckchenschach und Mikado sind nicht unser Ziel.

Diese Systematik entspringt meiner Erfahrung und meinem Wissen um die Kampfkunst, die ich seit dem Beginn meines Trainings im Jahre 1979 erworben habe. Ich erwarte nicht, dass diese Methodik zu jedem Schüler passt, noch behaupte ich, das CA sei das Maß aller Dinge. Aber das Modern Arnis Concept System gibt dem Schüler einen leichten Einstieg in die Konzepte der FMA und verhilft ihm zu einem anwendungsbezogenen Verständnis der Kampfkunst. Es entspricht meiner persönlichen Philosophie, mit diesen Dingen umzugehen.

hier wird ja schon ein unterschied angedeutet.
mich würde auch mal interessieren, ob jemand beide stile kennt und konkret grosse unterschiede nennen kann (ausser gürtelprüfungszeug uns so), z.b. wo ist der unterschied in der schrittarbeit?
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  #3  
Alt 23-10-2007, 12:30
Benutzerbild von noppel
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Kampfkunst: kognitive Dissonanzen
 
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vermittlungslevels statt graduierungen...
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  #4  
Alt 23-10-2007, 12:54
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Warum nicht, jedem das seine.

Persönlich bin ich der Meinung das dass Modern-Arnis Programm ok ist.
Ich persönlich sehe auch wenig Sinn darin ein neuen Stil zu machen nur weil man nicht gerne Prüfungen macht - ich selbst habe mehrere Jahre Modern-Arnis trainiert ohne eine Prüfung zu machen und dennoch habe ich was gelernt.

Dazu kommt noch das ich persönlich mit der Prüfung zum 1.Dan Modern-Arnis das System nicht voll begriffen habe und ich kann immer noch viel dazu lernen.
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  #5  
Alt 23-10-2007, 12:58
Benutzerbild von Panther
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PS: Ich habe dem Gründer eine Email geschrieben, den am Besten sollte er selbst was dazu sagen können.
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  #6  
Alt 23-10-2007, 13:07
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Das ist der gute alte Diokletian glaube ich! Dio, viel Erfolg!!

Gruß,
Eric
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  #7  
Alt 23-10-2007, 13:38
Benutzerbild von Mono
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Kampfkunst: Arnis/Eskrima/Kali, Jūjutsu/Jūdō, JunFan/JeetKuneDo
 
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Zitat:
Zitat von Heiko Strohm Beitrag anzeigen
PS: Ich habe dem Gründer eine Email geschrieben, den am Besten sollte er selbst was dazu sagen können.
Wird er bestimmt auch - ist ja hier am Board vertreten (Concept-Arnis)

Gruß,
Mono
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  #8  
Alt 23-10-2007, 13:42
Benutzerbild von yokai
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Kampfkunst: hauen, stechen, hebeln, würgen und werfen nach philippinischer tradition
 
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mich interessiert hier persönlich weniger die diskussion um sinn oder unsinn von verein vs eigener stil/freies training (wobei ich selbst auch "freelancer" in sachen stil bin ),
sondern eher den stil/technik unterschied zwischen MA und CA (ohne zu bewerten)

also beinarbeit, arbeit mit/ohne drills usw.
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  #9  
Alt 23-10-2007, 14:03
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Kampfkunst: ja
 
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Zitat:
Zitat von Padawan Vergel Beitrag anzeigen
Huhu Leutz

Hat jemand mehr Infos über Concept-Arnis?

Mich interessiert besonders der Unterschied zwischen dem Concept Arnis und dem Modern Arnis.
www.concept-arnis.de

Hoffe auf eine Antwort

Euer Padawan
hm, mail Thomas Plath doch an, der wird es wohl selbst am besten erklären können, um was es geht.
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  #10  
Alt 23-10-2007, 14:21
Benutzerbild von Panther
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Kampfkunst: FMA / KM / JJ
 
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Zitat:
Zitat von yokai Beitrag anzeigen
mich interessiert hier persönlich weniger die diskussion um sinn oder unsinn von verein vs eigener stil/freies training (wobei ich selbst auch "freelancer" in sachen stil bin ),
sondern eher den stil/technik unterschied zwischen MA und CA (ohne zu bewerten)

also beinarbeit, arbeit mit/ohne drills usw.
Da stimme ich Dir zu.

Mich würde das Programm bzw. die Inhalte der verschiedenen Vermittlungslevels interessieren.
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Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind. (A. Einstein)
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  #11  
Alt 24-10-2007, 16:08
Benutzerbild von Concept-Arnis
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Kampfkunst: Ein betörendes, farbenfrohes Potpurri
 
Registrierungsdatum: 24.09.2007
Beiträge: 635
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Hallo Leutz.

Na, war ja klar, dass auch meine Seite irgendwann von Euch gefunden und durchgehechelt wird. OK, habe ich sicher auch schon mal gemacht.

Was soll ich nun schreiben, was noch nicht auf meiner Webseite steht?

Warum CA?
Weil ich recht früh begonnen habe, mir einen Kopf zumachen, wie man den Bewegungswust, den man im MA so vermittelt bekommt, denn nun am Besten anwendet. Dieser Frage muß man sich irgendwann stellen, will man nicht nur weiter Programme pauken und Gürtel sammeln. Da ich auf nunmehr 28 Jahre KK-Training zurückblicke, steht mir danach ohnehin nicht der Sinn. Von daher habe ich auch kein Problem damit, „nur“ den ersten Dan DAV-MA zu haben. Mir reicht das Gelernte vollkommen aus, im Gegenteil, ich habe das meiste wieder über Bord geworfen, bzw. unter der Rubrik „nice to know“ abgelegt: Dinge die man kennen darf, die man auch gerne immer wieder mal trainieren kann, von denen man aber wissen sollte, dass sie einem in einem echten Kampf nicht so viel nützen, wie man meinen könnte. Und Heiko: was das „System nicht voll begriffen“ angeht: ich arbeite an meinem eigenen System. Das hat andere Schwerpunkte und Ziele als MA. Der eigene Name ist letztlich lediglich der konsequente Schluß. Außerdem denke ich nicht, dass man wirklich viel Neues lernt, wenn man die hundertfünfzigste Entwaffnung oder TapiTapi-Sequenz trainiert. Weniger ist mehr!

Unterschiede zum DAV-MA? Ich orientiere mich vor allem an logischen Problemstellungen. Daher habe ich mein Training und meinen Unterricht (auch ich trainiere ja noch! ) nach den Distanzen gegliedert: Level 1: Largo; Level 2: Corto; Level 3: Waistbox, bzw „nice to know“.

Die Level sind nicht undurchlässig. D.h. ich setze im Unterricht einen Schwerpunkt, nehme aber auch gerne mal Sachen dazu, die nicht in das jeweilige Level gehören. Je nachdem, was ich vermitteln will. Ziel sollte die Anwendung sein und nicht die Prüfung. Versteckte Kosten, wie in bestimmten Verbänden, von denen ich einen nur zu gut kenne, gibt es bei mir nicht.

Im Largo orientierte ich mich zunächst an den MA-Largosachen, bildete mir dazu ein Konzept, nahm später ein paar Ideen dazu, die ich aus dem Training und Sparring mit einem Freund, der DBMA macht, gewonnen habe. Schrittarbeit wie gehabt, beste Abwehr ist Nichtdasein, Blocken nur wenn notwendig, arbeiten in die Lücke auf das nächstbeste Ziel. An oberster Stelle steht das „Hauptschalterprinzip“: Ist der Hauptschalter auf Null gestellt, ist das System stillgelegt. Wird auch „Führerbunkerprinzip“ genannt: kriegt das Hauptquartier einen Volltreffer, ist der Krieg schnell vorbei! Dieses sollte man so schnell und mit so wenig Aufwand wie möglich erreichen.

Im Corto arbeite ich vor allem mit dem Sixcount-Drill und den Übungen aus dem MA, wobei auch hier anwendungsbezogene Konzepte im Vordergrund stehen und nicht „irgendwasirgendwie“. Welche Konzepte das sind? Müßtet ihr eigentlich wissen, ich koche letztlich mit dem gleichen Wasser, wie ihr.

Waffenlos verwende ich ein paar Basics und Drills aus dem Inayan-Kadena de Mano, in Verbindung mit Ideen des inxbums. Umgesetzt allerdings mit Tools der FMA.


Ich will und kann nicht das Rad neu erfinden, mein Ziel war ein freies, meinen persönlichen Bedürfnissen angepasstes Training. That´s all.

Noch Fragen?

Greetz,
Thomas

BTW: Geldverdienen ist nicht mein Antrieb gewesen.

Ach ja: Omnis fluxit! Das CA ist ein lebendiges und fliessendes System, d.h. Veränderungen sind möglich und erwünscht, sofern sie das Gesamtziel - die persönliche Entwicklung des Einzelnen - unterstützen.
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...Auf das die anderen Kampfsportarten und Künste der Selbstverteidigung ... wissen, dass sie zu einem Kämpfer aus dem Wing Tsun besser klugen und ängstlichen Abstand halten. :D

Geändert von Concept-Arnis (24-10-2007 um 16:12 Uhr).
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  #12  
Alt 24-10-2007, 16:13
Benutzerbild von yokai
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Kampfkunst: hauen, stechen, hebeln, würgen und werfen nach philippinischer tradition
 
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Zitat:
Noch Fragen?
also von mir nicht
danke für die ausführliche antwort!
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  #13  
Alt 24-10-2007, 16:16
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Kampfkunst: IMB Eskrima / Jeet Kune Do / Cacoy Doce Pares
 
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O.k., dann definier mir nur mal bitte Largo, Medio und Corto bei dir. Da hat ja jeder so ein bißchen ne andere Ansicht. Ist keine bösartige Frage mit Hintergedanke oder sonst wie. Interessiert mich nur einfach mal.
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  #14  
Alt 24-10-2007, 16:31
Benutzerbild von Concept-Arnis
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Kampfkunst: Ein betörendes, farbenfrohes Potpurri
 
Registrierungsdatum: 24.09.2007
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Unn ich dachde, Kali iss mim Schtock???


Meine persönlich Definition:
Largo - Alles, wo die freie Hand nicht hinkommt. Die eigene Waffe ausnutzen, angreifen, wo ich am Besten ´rankomme (also oft die gegnerische Hand), weite Schrittarbeit, geringere Priorität auf Außen und Innen

Corto: Da, wo die freie Hand distanzmäßig in Spiel kommt. Ich kann nun damit angreifen und abwehren, der Andere kann das aber auch. Daher neue Möglichkeiten und Risiken, hohe Priorität auf Winkeln und Außen/Innensituation. Hebeln und Werfen gehören mit dazu.

Dabei gibt es noch eine "Übergangsdistanz": Die, wo ich zwar blocken und den gegnerischen Stock trappen kann, der Andere mich aber noch nicht mit der freien Hand erreichen kann. Das, wo im MA in der Regel Block-Check-Konter stattfindet. Das rechne ich der Einfachheit halber mit zum Largo, weil die freie Hand des Gegners relativ ungefährlich ist. Diese Distanz bleibt nach meiner Erfahrung allerdings nicht lange stabil. Entweder rutscht man schnell wieder ins Largo, oder es erfolgt ein Bodyclash und man ist ruckzuck im Corto. Daher gibt es in meiner Definition kein Medio!

Überhaupt habe ich oft bemerkt, daß man im Sparring meist im Largo bleibt, verringert sich die Distanz, prallen beide schnell aufeinander, es erfolgen Clinches und Headbutts, evtl. sind Buttstrikes noch erfolgreich, aber eine hübsche Tapi-Anwendung, mit Block-Check-Konter und Trapping wie gelernt, kann man da schnell vergessen. Jedenfalls, wenn man nach DBMA-Manier sparrt, und keiner das nächste Hämatom haben will.
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  #15  
Alt 24-10-2007, 16:57
Benutzerbild von salurian
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Kampfkunst: IMB Eskrima / Jeet Kune Do / Cacoy Doce Pares
 
Registrierungsdatum: 15.07.2003
Ort: Rodgau
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Beiträge: 1.096
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das deckt sich so ziemlich mit meiner erfahrung und ansicht
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