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  #1  
Alt 27-01-2008, 10:30
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: --------
 
Registrierungsdatum: 24.06.2007
Alter: 52
Beiträge: 232
Standard Sinn des Messertrainings

Hallo,

wer von euch trainiert Messer?
Und wer von euch hat schon Erfahrung mit Messern gemacht auf der Strasse?
Gibt es überhaupt jemanden der öfter als 10 mal so eine Auseinandersetzung hatte?
Aber erst bei einer Anzahl von Erfahrungen kann man doch erst von Erfahrungen sprechen und nicht von Glück oder Zufälligkeiten.
Ich frage deshalb weil der Unterschied zwischen Training und Realität sehr groß ist.
Und jeder der in der Sicherheit gearbeitet hat oder desöfteren seine Erfahrungen gemacht hat, weiß das.

Nun ist bei einer Messerauseinandersetzung der Stress nochmal ungleich höher und jeder der weiß was passieren kann wenn man am Boden liegt(auch ohne Messer), fragt nicht mehr nach der Verhätnimässigkeit, wenn er überleben will.

Wer von den Leuten die Messer trainieren oder gar unterrichten, würde einen Messerangreifer mit einem Messer stoppen wollen?
Wo er dochj vielleicht weiß, das es effektivere Waffen gibt?

Stellen wir uns einmal vor, jemand muß auf dem Weg zur Arbeit, oder zum Training immer durch einen schmalen Gang und läuft jedesmal Gefahr mit einem Messer angegriffen zu werden.
Würde er sich nicht auch eher mit einer Machete bewaffnen?
Sollte man nicht lieber so trainieren?

Bei einem Messerturnier, wieviele gleichzeitige Treffer gibt es da?
Und wieviel höher ist der Stress auf der Strasse?
Nicht unter Laborbedingungen, wo eben genau diese Messertechniken ausprobiert werden.

Oder ist Messertraining eine rein sportliche Sache?
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  #2  
Alt 27-01-2008, 10:55
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: Pekiti-Tirsia Kali
 
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Alter: 22
Beiträge: 145
Standard

öfter als 10 mal? hallo?
wer das von sich sagen kann wohnt entweder in nem dritte welt land, arbeitet in nem hochrisikoberuf oder ist wirklich der armseligste pechvogel der welt.
Allerdings wer das auch nur 1 mal überlebt kann schon soviel pech nicht haben.

Den selbstverteidigungseffekt von messertraining sehe ich in dem aha-effekt den es verursacht. Wenn man mit messern trainiert merkt man sehr schnell, wie gefährlich sie selbst für langjährige trainingspartner sind, und gibt den durch filme verursachten gedanken an die perfekte messerabwehr schnell auf.

Messerabwehr trainieren ist für mich zu 90% Sport/Spaß, wenn ich realistisches Training gegen Messer machen möchte, trainiere ich 200m Sprints.
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  #3  
Alt 27-01-2008, 11:03
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: Aikido, Modern-Arnis
 
Registrierungsdatum: 07.07.2005
Alter: 34
Beiträge: 93
Standard

Zitat:
Zitat von fmamann Beitrag anzeigen
Hallo,
wer von euch trainiert Messer?
Und wer von euch hat schon Erfahrung mit Messern gemacht auf der Strasse?
Gibt es überhaupt jemanden der öfter als 10 mal so eine Auseinandersetzung hatte?
Aber erst bei einer Anzahl von Erfahrungen kann man doch erst von Erfahrungen sprechen und nicht von Glück oder Zufälligkeiten.
Ich frage deshalb weil der Unterschied zwischen Training und Realität sehr groß ist.
Und jeder der in der Sicherheit gearbeitet hat oder desöfteren seine Erfahrungen gemacht hat, weiß das.

Nun ist bei einer Messerauseinandersetzung der Stress nochmal ungleich höher und jeder der weiß was passieren kann wenn man am Boden liegt(auch ohne Messer), fragt nicht mehr nach der Verhätnimässigkeit, wenn er überleben will.

Wer von den Leuten die Messer trainieren oder gar unterrichten, würde einen Messerangreifer mit einem Messer stoppen wollen?
Wo er dochj vielleicht weiß, das es effektivere Waffen gibt?

Stellen wir uns einmal vor, jemand muß auf dem Weg zur Arbeit, oder zum Training immer durch einen schmalen Gang und läuft jedesmal Gefahr mit einem Messer angegriffen zu werden.
Würde er sich nicht auch eher mit einer Machete bewaffnen?
Sollte man nicht lieber so trainieren?

Bei einem Messerturnier, wieviele gleichzeitige Treffer gibt es da?
Und wieviel höher ist der Stress auf der Strasse?
Nicht unter Laborbedingungen, wo eben genau diese Messertechniken ausprobiert werden.

Oder ist Messertraining eine rein sportliche Sache?
Das kann man so pauschal nicht beantworten, jeder muss sich "sich" einen Grund finden warum er sich mit Messer (oder Klingenwaffen allgemein) auseinandersetzt.
Ich halte den ultimativen "realitätsanspruch" für das schlechteste Mittel mit Messern zu trainieren. Für mich ist das Messer ein "Werkzeug" im Training mit dem ich bestimmte Prinzipen trainiere, wie mit jeder anderen Waffe auch.
Besteht "wirklich" die Gefahr mit einem Messer angegriffen zu werden (siehe dein Beispiel mit dem schmalen Gang) halte ich es persönlich für das "dümmste" sich auf den "Kampf" vorzubereiten (mehr Messertraining, andere Waffen um sich "Vorteile" zu beschaffen..etc), viel sinnvoller ist es dann zu trainieren solche Situationen zu vermeiden. (risk vs. reward)


Der Realitätssinn sollte schon beim Training geschult werden, mann muss sich bewusst machen was man gerade macht (Fähigkeitsschulung vs. Anwendung z.B.). Wir sind heute ja auch völlig weg davon überhaupt genauere Aussagen über den "Realismusgehalt" machen zu können. Selbst wenn wir jemanden treffen der "auf der Strasse" 10+ Messerattacken überstanden hat, können wir sagen warum? Muss es daran liegen was er trainiert hat? Oder spielen nicht doch andere Faktoren wie Physis, Reaktionsvermögen, mentale Stärke, Skrupellosigkeit etc die grössere Rolle als Training und Technik?

Wenn ich so jemanden Treffe, ist er dann ein toller Messerkämpfer von dem ich viel lernen kann oder doch eher jemand der Grundlegend etwas falsch gemacht hat um (selbst in Risikoberufen!) 10 mal mit einem Messer angegriffen zu werden?
Fragen über Fragen
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  #4  
Alt 27-01-2008, 11:12
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Kampfkunst: --------
 
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Alter: 52
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Genau.
Es wird schwierig jemanden zu finden der 10 oder mehrmal sowas erlebt hat und nicht auf ein anderes Mittel zurück greift.
Aber kann man Messer als solches trainieren?
Bei einer längeren Waffe muss man ja mit der Waffe ganz anders arbeiten, man hat einen viel grösseren Effekt.
Und SV-Gedanke steht ja bestimmt bei einigen Messerseminaren im Vordergrund.
Nur, wo haben die ihre Erfahrungen gesammelt und was für eine eigentlich absurde Stuation trainiere ich denn da?
Macht es nicht vielmehr Sinn zu gucken, wie kann ich Gegenstände werfen, oder etc.?
Oder eben Machete gegen Messer.
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  #5  
Alt 27-01-2008, 11:22
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Hmm, Messerabwehr ist Schadensbegrenzung nicht mehr und nicht weniger. Es steigert die Aufmerksamkeit und die Reflexe. Und natürlich ist Training in der perfekten Umgebung (Dojo) mit den Trainingspartnern, welche einem nicht wirklich ans Leder wollen, nicht realistisch. Aber das ist kein Grund sich nicht durch Training mal mit der Situation ein bißchen auseinander zu setzen. Ein bißchen mit Druck trainieren kann z.B. helfen in einer Gefahrensituation nicht gleich komplett die Nerven zu verlieren.
Und wenn du waffenlos gegen Messer schon für unrealistisch hältst, was ist dann die Situation Messer gegen Machete?
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  #6  
Alt 27-01-2008, 11:22
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Was sind das denn für künstlich gestellte Fragen?!
Ist Dir langweilig?

Benutz die SuFu
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IM CEBU-MODUS !!! ;-))
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  #7  
Alt 27-01-2008, 11:28
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Zitat:
Zitat von salurian Beitrag anzeigen
Und wenn du waffenlos gegen Messer schon für unrealistisch hältst, was ist dann die Situation Messer gegen Machete?
Oder Pistole gegen Messer......usw.usw. solche Situationen solltest du alle trainieren!! Es bringt nicht nur Spaß sondern hat auch seinen Sinn!! Messerkampf ist dreckig, fies und gemein aber man muss sich damit auseinander setzen....
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Zitat Jörg B.: Normalerweise könnte ich diesen Mann jetzt schmeißen, aber normalerweise wiegt ein Mann auch nicht mehr als ein durchschnittlicher Kriegselefant!!
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  #8  
Alt 27-01-2008, 11:29
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Für mich ist das Messer die 'Krönung' des Trainings, denn keine andere Waffe/Waffenkombination verlangt so gut entwickelte Fähigkeiten und Reaktionen, v.a in der Nahdistanz. Und bei keiner anderen Waffe (Schußwaffen ausgenommen) kann ein kleiner Fehler derart gravierende Konsequenzen haben, wie beim Messer.

Die im Messertraining erworbenen Fähigkeiten sind natürlich auf leere Hände o.ä. übertragbar.

Was die sonstigen Fragen des Threaderstellers angeht, hülle ich mich besser in Schweigen, da ist mir ein bisserl zuviel Lala-Land dabei.
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Don't judge the world by your own shitty standards. Just because you cannot do something doesn't mean no one else can do it.
(James A. Keating)
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  #9  
Alt 27-01-2008, 11:29
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Nun, wir trainieren in erster Linie mit dem Messer diverse Drills, um sich für die waffenlose-SV intensiver zu sensibilisieren. Denn es macht schon einen Unterschied, wenn der potentielle Angreifer im Training z.B. einen Messerjab abfeuert, als wenn er dies ohne Messer tun würde. Hinsichtlich dessen schulst du Hand, Auge, Winkelarbeit etc. Ich glaube, wenn man explizit den Messerkampf trainieren will, wäre ein Aufenthalt im Gasastreifen nicht schlecht.

Eine Chance einen Messerkampf bzw. Verteidigung zu überstehen sehe ich nur, für einige Sekunden ein Weichei zu sein und wegzurennen. Oder erst gar nicht in jener brennzligen Situation vor Ort zu sein. Hierbei ist es ernorm wichtig, seinen Instinkt zu schulen. Aber das steht auf einem anderen Blatt und bedarf einer anderen Trainingsweise.
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  #10  
Alt 27-01-2008, 11:30
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Zitat:
Zitat von salurian Beitrag anzeigen
Hmm, Messerabwehr ist Schadensbegrenzung nicht mehr und nicht weniger. Es steigert die Aufmerksamkeit und die Reflexe. Und natürlich ist Training in der perfekten Umgebung (Dojo) mit den Trainingspartnern, welche einem nicht wirklich ans Leder wollen, nicht realistisch. Aber das ist kein Grund sich nicht durch Training mal mit der Situation ein bißchen auseinander zu setzen. Ein bißchen mit Druck trainieren kann z.B. helfen in einer Gefahrensituation nicht gleich komplett die Nerven zu verlieren.
Und wenn du waffenlos gegen Messer schon für unrealistisch hältst, was ist dann die Situation Messer gegen Machete?


Also wenn ich eine Machete habe, sehr gut und realistisch.
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  #11  
Alt 27-01-2008, 11:31
Benutzerbild von AlArabiata
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@ Jörgi-Boy:

*lol*
...aber geantwortet hast Du trotzdem drauf
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  #12  
Alt 27-01-2008, 11:32
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Zitat:
Zitat von salurian Beitrag anzeigen
Hmm, Messerabwehr ist Schadensbegrenzung nicht mehr und nicht weniger. Es steigert die Aufmerksamkeit und die Reflexe. Und natürlich ist Training in der perfekten Umgebung (Dojo) mit den Trainingspartnern, welche einem nicht wirklich ans Leder wollen, nicht realistisch. Aber das ist kein Grund sich nicht durch Training mal mit der Situation ein bißchen auseinander zu setzen. Ein bißchen mit Druck trainieren kann z.B. helfen in einer Gefahrensituation nicht gleich komplett die Nerven zu verlieren.
Und wenn du waffenlos gegen Messer schon für unrealistisch hältst, was ist dann die Situation Messer gegen Machete?
Und wenn es um Schadensbegrenzung geht, wie hoch ist chance zu überleben?

Es geht ja nur darum zu klären ob der SV-Gedanke gerechtfertigt ist, oder Augenwischerei
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  #13  
Alt 27-01-2008, 11:33
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Zitat:
Zitat von AlArabiata Beitrag anzeigen
Was sind das denn für künstlich gestellte Fragen?!
Ist Dir langweilig?

Benutz die SuFu
Was hast du?
Interessiert mich.
Halt dich einfach raus wenn du es langweilig findest.
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  #14  
Alt 27-01-2008, 11:36
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Zitat:
Zitat von Yalcinator Beitrag anzeigen
Oder Pistole gegen Messer......usw.usw. solche Situationen solltest du alle trainieren!! Es bringt nicht nur Spaß sondern hat auch seinen Sinn!! Messerkampf ist dreckig, fies und gemein aber man muss sich damit auseinander setzen....
Ja, das stimmt.
Ich meine ja Messer gegen Messer.
Wenn dann sollte man doch das effektivste trainieren.
Auseinandersetzen sollte man sich auf jeden Fall damit und aufklären sollte man auch.
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  #15  
Alt 27-01-2008, 11:41
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Zitat:
Zitat von Jörg B. Beitrag anzeigen
Für mich ist das Messer die 'Krönung' des Trainings, denn keine andere Waffe/Waffenkombination verlangt so gut entwickelte Fähigkeiten und Reaktionen, v.a in der Nahdistanz. Und bei keiner anderen Waffe (Schußwaffen ausgenommen) kann ein kleiner Fehler derart gravierende Konsequenzen haben, wie beim Messer.

Die im Messertraining erworbenen Fähigkeiten sind natürlich auf leere Hände o.ä. übertragbar.

Was die sonstigen Fragen des Threaderstellers angeht, hülle ich mich besser in Schweigen, da ist mir ein bisserl zuviel Lala-Land dabei.

Bei sonstigen Fragen meinst du vielleicht, wer 10 mal oder mehr Erfahrungen gemacht hat.
Damit beziehe ich mir nur auf den Realismus des Trainings.
Denn schlussendlich zählt was wirklich funktion iert.
Ich denke die Turniere z.B. sind sehr unrealistisch und bringen auch bei erhöhtem Druck niemanden auch nur ein Stück weiter.
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