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#1
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| Mit großem Interesse habe ich das Thema „Fechtmaske oder Hockeyhelm?“ in den letzten Tagen verfolgt und dort durchaus interessante Beiträge gelesen, was mich dazu bringt diese Frage in den Raum zu Stellen: Welchen Stellenwert hat Sparring in euerem Training? Die Meinungen in dem oben genannten Punkt gingen teilweise doch ziemlich und von Grappling- bis Hockeyhandschuhen war alles vertreten, bei den Helmen genauso. Allerdings wurde nicht sehr viel über die Häufigkeit noch über die Art und Weise wie das Sparring betrieben wird allzu viel geschrieben. Mich würde interessieren wie euer Sparring aufgebaut ist. Trainiert ihr mehr Szenarien oder duellähnlich, nutzt ihr die Möglichkeiten des eingeschränkten bzw. bedingten Sparrings und mit welcher Intensität trainiert ihr (Leicht- oder Vollkontakt)? Welche Schutzausrüstung wird benutzt, schwerer oder leichter Helm bzw. dünne oder dicke Handschuhe oder vielleicht keine? Wie wertet ihr euer Sparring aus, jeder für sich oder zb. mit Punktesystem? So, das waren jetzt doch eine ganze Menge Fragen, die zu beantworten wohl ein bisschen Zeit in Anspruch nehmen wird. Trotzdem hoffe ich auf ein paar interessante Antworten. Ich versuche mal mit gutem Beispiel voranzugehen und gebe einen kurzen Abriss bezogen auf meine Gruppe in Berlin (bei Unklarheiten einfach nachfragen)? Bei uns hat Sparring einen hohen Stellenwert. So hoch, dass wir es fast jedes Mal am Ende unseres Trainings einbauen. Gekämpft wird Vollkontakt, Schutzausrüstung wird kaum benutzt. Die verwendeten Stöcke (Rattan) sind mit einem dichten und leichtem Schaumstoff gepolstert, haben aber noch genug „Biss“ um eine KO zu erzielen oser dicke Finger zu hinterlassen. Bei sehr fortgeschrittenen Leuten wird leichten bis mittelschwerer Rattan benutzt, für Messersparring Holz oder Alu. Je nach Stufe des Schülers wird das Sparring bedingt. Anfangs wird nur auf den Waffenarm, später auf den Körper ohne den Kopf und zum Schluss auf dem ganzen Körper geschlagen. Die genutzten Schützer beschränken sich auf Hand- und Unterarmschutz für totale Anfänger, wird aber recht bald abgelegt, und einen Boxkopfschutz mit Gitter für die erste Zeit wenn der Kopf als Ziel hinzu genommen wird. Jetzt ists erst einmal genug. Wie schon gesagt, hoffe ich auf reichlich Beiträge, Fragen und Antworten .Bis die Tage, Pat
__________________ Lameco Eskrima Orehenal - Berlin / Patrick Schlichting Neustart der berliner Gruppe |
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#2
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| "Die genutzten Schützer beschränken sich auf Hand- und Unterarmschutz für totale Anfänger, wird aber recht bald abgelegt, und einen Boxkopfschutz mit Gitter für die erste Zeit wenn der Kopf als Ziel hinzu genommen wird." Ähm...versteh ich das richtig, dass ihr nach der "ersten Zeit" Stockkampf ohne Helm betreibt? Ich persönlich lege schon Wert drauf, beim Sparring mit allem, was entfernt Ähnlichkeit mit nem Stock hat, was auf´m Kopf zu haben. Vorzugsweise nen Helm mit Gitter...ich weiß, wie ich aussehe, wenn ich heftig was an den Kopf bekomme...das brauch ich nich zwangsläufig beim Training. Die hässlichsten Schwellungen heb ich mir für´s wahre Leben auf ![]() Jo. Und an den Pfoten hab ich auch ganz gerne was, weil ich auch im hohen Alter noch genussvoll mit meiner Frau fummeln möchte ![]() Im Allgemeinen hat Sparring aber bei unsereinem doch einen recht hohen Stellenwert. Is ja irgendwie das spaßigste an der ganzen Sache. Geändert von Calfbite (03-04-2004 um 01:39 Uhr). |
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#3
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| ich find sparring doof, da tut man sich ja weh... ![]()
__________________ Balintawak Seminare 2008 mit Dieter Roser - Infos hier! "hinter allem steckt ein grosser plan - ich versteh ihn nur nicht" |
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#4
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| Hi Patrick, auch bei uns hat Sparring einen hohen Stellenwert. Wir machen eigentlich bei jedem Training irgendeine Art von Sparring. Sparring mit dem Stock: Sparring mit einem Safety ähnlich wie auch Ihr ihn benutzt (allerdings nehme ich einen leichteren Rattanstock und polstere ihn etwas stärker). Hierbei sind die Ziele vorher festgelegt, so wird z. B. nur zur Hand oder nur zum Bein geschlagen. Sobald wir einen zweiten Fechthelm haben, werden wir auch den Kopf als Ziel dazu nehmen. Sparring mit dem normalen Stock; hierbei wird ein Helm (WEKAF oder Fechthelm), Handschuhe, Tiefschutz und Gelenkschoner getragen. Die Ziele sind hierbei nicht vorgegeben, erlaubt ist was gefällt. Sehr kontrolliertes Sparring ohne Schutz mit normalem Stock. Für das Messersparring nehmen wir meist einfache Heizungsisolierung ohne Kern. Der Nachteil daß dieses Teil nicht wie ein Messer aussieht oder sich wie ein Messer anfühlt wird IMHO dadurch ausgeglichen, daß man sich damit mit Kraft ins Gesicht oder in den Hals stechen kann. Techniktraining oder kontrolliertes Sparring machen wir auch mit Aluklingen. Meiner Meinung und Erfahrung nach ist Sparring immer ein Drahtseilakt zwischen Realitätsnähe und Verletzungsgefahr: Durch zuviel Schutz gewöhnt man sich eventuell falsche Reaktionen an (Gesichtsgitter in den Schlag drehen, Blöcke mit der Alive Hand die durch einen Unterarmschoner geschützt wird etc.). Durch zu wenig Schutz hingegen steigt zum einen die Verletzungsgefahr, andererseits sehe ich hier das Problem, daß man wahrscheinlich zu kontrolliert angreift um seinen Trainingspartner (nicht Feind oder Gegner ) eben nicht zu verletzen. Grüße Christian P. S. Ich hatte so eine Diskussion schon einmal irgendwann gestartet an der sich leider nicht viele beteiligt haben. Ich hoffe Du hast mehr Glück.
__________________ DVD: Verteidigung gegen Messerangriffe von und mit Christian von Praun |
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#5
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| Wir haben überhaupt kein Sparring. Die Schläge können beim Training, je nach Erfahrung der Trainingspartner, auch sehr schnell und recht hart sein, müssen aber auf jeden Fall kontroliert bleiben, Schutz haben wir überhaupt nicht, ausser Boxer-Ausrüstung für waffenlose Techniken. |
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#6
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| Zitat:
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#7
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| hehe...vielleicht kann man aber auch mal einen anderen psychologischen Ansatz in Erwägung ziehen, und sich den psychischen Druck durch Absorbtion von Schlägen geben... |
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#8
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| Zitat:
![]() |
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#9
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| Bis jetzt nur im Rahmen der Notwendigkeit. EDIT-Selbstzensur-nich, dass ich hier noch das tue, was man off-topic-geraten nennt- Geändert von Calfbite (04-04-2004 um 22:20 Uhr). |
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#10
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| welchen Stellenwert Sparring für uns hat, wird man evtl. bei unserem Sparring Seminar im Herbst merken.... Darin werden wir Sparringsübungen (ähnlich derer die schon obern erwähnt wurden) trainieren, wie man sich im allg. auf den Kampf vorbereiten kann (auch mental) und letztlich auch sparren...
__________________ Balintawak Seminare 2008 mit Dieter Roser - Infos hier! "hinter allem steckt ein grosser plan - ich versteh ihn nur nicht" |
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#11
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| Hey Pat mein Freund! Ich finde Eure Art zu sparren sehr interessant. Ich finde es ist ein guter Weg um seine Techniken sehr realistisch anzuwenden und somit seine Drills im fast "Ernstfall" einzusetzten. Jeder Treffer zeigt somit Wirkung! Daraus resultiert unweigerlich beim nächsten Mal die gleichen Fehler nicht nochmal oder kaum zu machen, die zu einem enormen Wirkungstreffer des Sparringspartners geführt haben.Denn ohne Schutz sparrt man ganz anders, als ob man sich total in Safeties einhüllt. Die Konzentrationsfähigkeit muß hier um einiges höher sein, als beim "normalen" Sparring. Außerdem vermeidet es nach meinen Erfahrungen unnötiges "Draufgehaue". Gut es ist nicht jedermanns Sache und ich persönlich würde "Realcontact" Sparring, wie auch immer ihr es nennen wollt, nur mit sehr erfahrenen Leuten machen. Soll heißen Sparring ohne jeglichen Schutz! Ansonsten bevorzuge ich schon einen Kopschutz, gerade weil ich auch Brillenträger bin !Beste Grüße nach Berlin!!!! Guido P.S. Hoffe es geht Dir gut?Ich schaffe das nochmal, in nächster Zeit zu Dir zu kommen! ![]()
__________________ Einträchtige Grüße http://www.stoppt-rosa.de/ und vor allen Dingen "Lang lebe der König" ! Geändert von Guido Reimann (06-04-2004 um 11:08 Uhr). |
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#12
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| Haey Laddies, ich glaube Sparring soll eine Annäherung an Kämpfe ohne Pardon, nur eben unter abgesicherten Bedingungen, sein. Also kann ich entweder sagen: mit Schutz und dann voll auf die zwölf. Oder ich sage hne Schutz und dann kontrolliert angreifen, keine vitalen Punkte usw. Ich halte den Ansatz mit Schutzausrüstung für wesentlich praktikabler. Daher mach ich das ja auch so Einerseits kann man selber "alles" geben und auch mit einem Partner trainieren der ebensolches tut. Andererseits seh ich hinterher nicht aus wie ein Klumpen Fleisch und kann meinem Trainingspartner hinterher noch in die Augen sehen. Die sind dann nämlich nicht zugeschwollen. Sparring ohne Schutz halte ich einfach für zu gefährlich. Insbesondere im Hinblick darauf das die Entscheidung über Knochenbrüche und K.O.s in Sekundenbruchteilen fallen. Das muss ich mir in der Freizeit einfach nicht geben. Ach ja, bei uns hat auch mal einer seinen Trainingspartner unterm Helm ausgeknockt. Das Gewaltlevel geht also schon in Ordnung.(glaube ich) Ansonsten macht Sparring etwa knapp die Hälfte un seres Trainings aus(incl. freie Partnerübungen, Sparring mit Aufgabe etc.) Denn Du kannst nur Tun, was Du tun kannst. |
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#13
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| man sparrt mit realistischen Waffen und unrealistischer Schutzkleidung oder mit realistischer Schutzkleidung und unrealistischen Waffen. Oder mit realistischen Waffen und realistischer Schutzkleidung (sprich ohne), aber dann sparrt man nicht allzu oft. ![]() Alle Sparringsmethoden haben Vorzüge und Nachteile, ein wirklich 'rundes' Verständnis der Materie bekommt man IMO nur, wenn man alle möglichen Varianten trainiert. Wichtig ist aber immer, den Respekt vor der Waffe nicht zu verlieren, damit man sich gar nicht erst Dinge angewöhnt, die mit scharfen Waffen im Ernstfall Selbstmord wären.
__________________ Wer mich und mein löblich Handwerk verlacht, den schlag ich auf den Kopf, daß es ihn im Herzen kracht.(Augustin Staidt, Federfechter, 16. Jhd.) |
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#14
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| Zitat:
Gruß Tengu
__________________ Sein Verstand arbeitete mit der rasanten Geschwindigkeit eines Kontinentaldrifts- Terry Pratchett |
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#15
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| Zitat:
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