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  #1  
Alt 18-11-2011, 01:29
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Standard stilmix oder "unverfälscht"?

Hey mal ne reine interessensfrage.das soll auf keinen fall wertend sein oder sich so anhören.meine frage ist ob es,vor allem im deutschsprachigen oder erweitert aufs europäische ausland erweitert,stile die seid ca 50-100 jahren nicht gemixt wurden?(ich weiß das fma erst ende des 20jh hier "ankam").

Die frage bezieht sich darauf das es kaum einen stil,nunvor allem in dt,gibt der "rein"unterrichtet wird.die lehrer haben unterschiedlichste dinge gelernt und unterrichten mixstile.ich weiß nicht wies mit pkt aussieht aber das würde mir spontan einfallen.als bsp eines unverfälschten stils.kann man bsp in dt "reines"doce pares(der stil is relativ jung und ebenfalls ein mixstil.aber vllt sogar deshalb ein gutes bsp ;-)) lernen?andre frage warum wird gemixt?
Klar.man lernt unterschiedliches und entwickelt auch irgendwann seinen eigenen stil zu kämpfen.dennoch packt ja nich jeder seine art in nen konzept und macht nen stil draus. ;-)

Isr das auf den ursprungsländern auch üblich?
Lg
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  #2  
Alt 18-11-2011, 05:57
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Ich unterrichte Lightning Scientific Arnis so, wie ich es gelernt habe...

Möchte es auch gewollt nicht mit anderen Systemen mischen, da die Konzepte und Methoden ein komplettes System ausmachen und FMA keine Aneinandereihung von mal gesehenen Techniken und Drills werden darf!
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  #3  
Alt 18-11-2011, 08:25
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Zitat:
Zitat von Vollkorn84 Beitrag anzeigen
meine frage ist ob es,...,stile die seid ca 50-100 jahren nicht gemixt wurden?(ich weiß das fma erst ende des 20jh hier "ankam").
...
Isr das auf den ursprungsländern auch üblich?
Doce Pares gibt es seit 1932 in der Form...Ballintawak hat sich nach dem 2. Weltkrieg aus dem Doce Pares abgespalten/entwickelt (um das mal ganz grob zu sagen). Im Doce Pares intern gibt es diverse "Sub-Stile", die auch ihre eigene Schlagnummerierungen und Spezialitäten haben. Im Balintawak unterschiedliche Trainingskonzepte (mit und ohne Grouping)

Die "Orginal"-Stile aus Californien sind das, was die Leute da von den Meistern gelernt haben (die selber bei diversen Leuten Trainiert haben).

Die Presas Brüder haben auch bei diversen anderen Stilen trainiert und das mit ihrem Familienstil kombiniert...

Antwort:
Auf den Philippinen ist es allgemein üblich das zu machen "was funktioniert".
Wenn man was sieht, was klappt und einem gefällt, adaptiert man das gerne.

Es gibt Philippinos, die dir am Sonntag eine Technik anders zeigen als am Freitag oder Samstag, wenn du sie drauf ansprichst kriegst du meist ein Schulterzucken und den Hinweis, das heute die Technik halt so aussieht...

Orientier dich lieber an Prinzipien - was einzelne Leute daraus innerhalb eines Stils machen kann gerade am Anfang oder als Aussenstehender ziemlich verwirrend sein.


Geändert von Icewing (18-11-2011 um 08:38 Uhr).
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  #4  
Alt 18-11-2011, 08:38
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Jo, wenn man eine Zeit lang drin ist merkt man, dass im endeffekt alle das gleiche machen. Mal ein bisschen mehr hiervon und ein bissal weniger davon, aber im Endeffekt...
Gerade heute, wo es so viele Videos gibt, seh ich immer nur FMA. Manchmal denk ich mir halt "boah cool, so kann man das auch verwenden???!!"

Schau dir ein paar Videos verschiedener Stile an. Nach dem ersten Tag wiederholt sich alles nur noch
__________________
"SV steht ja eigentlich für Einsetzbarkeit im Kampf und wird in der Einheit Penislängen gemessen."-Zitat DieKlette
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  #5  
Alt 18-11-2011, 09:40
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hola!

also in den fma gibt es wohl kaum "reine" stile. die alten und jungen philippinos trainieren gern mal "fremd". doce pares und balintawak haben gute kontakte, modern arnis, pekiti, lapunti, etc - sie trainieren und tauschen sich untereinander aus. das reine stil-denken herrscht auf den phil´s kaum.
das kenn ich eher aus den usa oder europa. da wird immer schön unterschieden.
ist wohl auch eine frage der mentalität.

hier sagt man eben, dass man bmw, porsche oder benz fährt. philippinos sagen einfach, dass sie ein auto fahren. hauptsache es bringt dich von a nach b.

ich habe schon auf seminaren hier in d leute mitschreiben sehen. dann wundern sie sich, dass es auf den lehrvideos und auf dem nächsten lehrgang anders ausgeführt wird.

wie meine vorredner schon meinten- philippinos bzw viele fma-praktizierende sind sehr flexibel in der auslegung und ausführung von prinzipien und technik.
und das mag ich eben so gern an den fma.
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  #6  
Alt 18-11-2011, 09:47
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Zumindest für das PTK wie es von der Pekiti Tirsia Europe gelehrt wird kann ich sagen, dass es soweit "rein" weitergegeben wird, wie es von Grand Tuhon Leo T. Gaje an Tuhon Uli Weidle, und von ihnen an die Trainer der PTE weitergegeben wurde.
Hier wird weder "gemixt" noch "verfälscht".

Geändert von tustone (18-11-2011 um 09:50 Uhr).
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  #7  
Alt 18-11-2011, 10:36
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Zitat:
Zitat von FrAgGlE Beitrag anzeigen
Ich unterrichte Lightning Scientific Arnis so, wie ich es gelernt habe...

Möchte es auch gewollt nicht mit anderen Systemen mischen, da die Konzepte und Methoden ein komplettes System ausmachen und FMA keine Aneinandereihung von mal gesehenen Techniken und Drills werden darf!

Sehe ich genauso wobei ich da zweigleisig fahre... In meiner Gruppe in Neuss unterrichte ich LSA so wie von Dir beschrieben pur wie wir es gelernt haben.

In der ICS Gruppe in D´dorf mische ich wie die wilde Sau Natürlich nicht ohne Struktur - die ist sehr wichtig. Die Leute lernen bei mir zuerst mit Power aus einer guten Position zu schlagen aber auch wie man mit Powerschlägen der Gegenseite umgeht; dafür habe ich nach langem Suchen in diversen Stilen sehr gute Übungen aus dem LSA gefunden Zusätzlich unterrichte ich dort Sachen die ich im LSA so nicht gefunden habe, Takedowns aus dem Warriors-Eskrima, Boxen, Palakaw... Das mache ich in der Form jetzt seit ca. einem Jahr, erste Ergebnisse sieht man schon

Geändert von Eskrima-Düsseldorf (18-11-2011 um 11:12 Uhr).
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  #8  
Alt 18-11-2011, 12:44
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Zitat:
Zitat von tustone Beitrag anzeigen
Zumindest für das PTK wie es von der Pekiti Tirsia Europe gelehrt wird kann ich sagen, dass es soweit "rein" weitergegeben wird, wie es von Grand Tuhon Leo T. Gaje an Tuhon Uli Weidle, und von ihnen an die Trainer der PTE weitergegeben wurde.
Hier wird weder "gemixt" noch "verfälscht".
Es macht ja auch Sinn, dass manches erstmal als Gesamtbild gelernt und gelehrt wird. Manche Stile sind verwandt, andere widerum nicht.
Hat man einmal die gesamten Konzepte, etc. verstanden, kann man wahrscheinlich auch identische Ideen mitintegrieren.
Aber gerade in Europa und Amerika wird vieles auch einfach sinnlos einhergemischt und nennt sich dann Concepts und so weiter. Ist halt oftmals einfacher, man ist schneller Trainer und kann sich die Urkunden selbst drucken...

Auch stimmt es, dass auf den Philippinen gerne untereinander trainiert wird. Aber die meisten Jungs können das eigene System bereits, bevor sie woanders mitmachen und mischen nicht von Beginn an. Ist ein großer Unterschied...
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  #9  
Alt 18-11-2011, 12:59
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Zitat:
Zitat von FrAgGlE Beitrag anzeigen
Es macht ja auch Sinn, dass manches erstmal als Gesamtbild gelernt und gelehrt wird. Manche Stile sind verwandt, andere widerum nicht.
Hat man einmal die gesamten Konzepte, etc. verstanden, kann man wahrscheinlich auch identische Ideen mitintegrieren.
Aber gerade in Europa und Amerika wird vieles auch einfach sinnlos einhergemischt und nennt sich dann Concepts und so weiter. Ist halt oftmals einfacher, man ist schneller Trainer und kann sich die Urkunden selbst drucken...

Auch stimmt es, dass auf den Philippinen gerne untereinander trainiert wird. Aber die meisten Jungs können das eigene System bereits, bevor sie woanders mitmachen und mischen nicht von Beginn an. Ist ein großer Unterschied...

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  #10  
Alt 21-11-2011, 19:04
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Zitat:
Zitat von FrAgGlE Beitrag anzeigen
Es macht ja auch Sinn, dass manches erstmal als Gesamtbild gelernt und gelehrt wird. Manche Stile sind verwandt, andere widerum nicht.
Hat man einmal die gesamten Konzepte, etc. verstanden, kann man wahrscheinlich auch identische Ideen mitintegrieren.
Aber gerade in Europa und Amerika wird vieles auch einfach sinnlos einhergemischt und nennt sich dann Concepts und so weiter. Ist halt oftmals einfacher, man ist schneller Trainer und kann sich die Urkunden selbst drucken...

Auch stimmt es, dass auf den Philippinen gerne untereinander trainiert wird. Aber die meisten Jungs können das eigene System bereits, bevor sie woanders mitmachen und mischen nicht von Beginn an. Ist ein großer Unterschied...
entnehme ich deinem post das es also sinniger ist einen einzelnen bzw "traditionellen","ursprünglichen" stil zu wählen und ggf einen weiteren zu trainieren und sich das dann "selbst zu mixen"?bzw seine eigene art zu kämpfen zu entwickeln?
ist das bei einem hierzulande entstandenen stilmix nich gegeben?
wie würde es aussehen wenn ich nun auf die phillis fahren würde mit dem stilmix den ich hier lernte und an der meister mich fragt was ich denn gemacht hab und ich dann sage stil xyz(den er eh nich kennt,weil eben in D entstanden)?
wenn aber auf den phillis eh gemixt wird was das zeug hält,ises dann nich eigentlich egal?
oder haben die einfach mehr plan und wissen was zusammen geht und was nich?
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  #11  
Alt 21-11-2011, 19:53
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Ich glaube Du hast Joe falsch verstanden, er ist nicht grundsätzlich gegen das Mischen, man muss dabei nur wissen was man macht.

Grüße
Christian
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  #12  
Alt 21-11-2011, 20:13
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das hab ich schon verstanden.
dennoch klang,meines erachtens, durch das er es eher sinnig findet einen stil zu lernen und dann zu schauen was passt, als eine von vornherein als mixstil gekennzeichneten stil zu trainieren.
wie findet denn der noob heraus ob das was es gibt auch stimmig ist und der "trainer" weiß was er tut bzw welche stile er mixen kann?
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  #13  
Alt 21-11-2011, 20:54
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Zitat:
Zitat von Vollkorn84 Beitrag anzeigen
wie findet denn der noob heraus ob das was es gibt auch stimmig ist und der "trainer" weiß was er tut bzw welche stile er mixen kann?
Im Zweifel merkt er das eben gar nicht, das ist ja das Problem...
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  #14  
Alt 22-11-2011, 12:08
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Zitat:
Zitat von Vollkorn84 Beitrag anzeigen
dennoch klang,meines erachtens, durch das er es eher sinnig findet einen stil zu lernen und dann zu schauen was passt, als eine von vornherein als mixstil gekennzeichneten stil zu trainieren.
Jein... Es ist erstmal egal, wo man trainiert. Wegen mir auch gerne gemischt. Wichtig sollte hierbei nur sein, dass derjenige, der unterrichtet oder einfach nur trainiert, eine gewisse "Tiefe" besitzt. Sprich, er sollte schon wissen, was man warum mischen kann und was eben nicht. Das negative Beispiel wäre, zwei komplett unterschiedliche Konzepte zu mischen, diese könnten sich gegenseitig blockieren.

Und die Aussage, dass auf den Philippinen alles mit allem gemischt wird, habe ich anders erfahren. Sicherlich findet dort ein reger Austausch statt, aber vielleicht nicht so, wie er hier öfter mal dargestellt wird...
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  #15  
Alt 22-11-2011, 12:29
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Ich persönlich finde die frage nach einem reinen stil etwas hinfällig. kampfsport entwickelt sich ja schließlich weiter. dass liegt zum einen an den menschen die es lehren, an den bereichen der anwendung als auch an den menschen die es lernen. so wird es auch passieren, dass lehrer des selben systems unter den selben meistern verschiedene schwerpunkte setzt und inhalte variieren. auch ein einzelner lehrer / meister wird im laufe seines trainings und seiner erfahrung seinen stil verändern.
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