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#1
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| Hallo zusammen ich habe vor kurzem eine Probestunde beim Kali (Sikaran) besucht und habe nun eine Frage, die mich seit dem beschäftigt. In der Schule wird geboxt, getreten, der Umgang mit dem Messer, dem Einzelnen und Doppelstock gelernt. Zwar habe ich mittlerweile verstanden, dass sich die Konzepte von der einen Waffe zur anderen übertragen lassen, doch das bezieht sich doch nur auf die Reaktion, wenn ich angegriffen werde?! Doch wie sieht es mit den Angriffen aus? Wenn in jeder Einheit mal was anderes trainiert wird, bin ich dann nach einem Jahr in der Lage zu "boxen" oder mich effektiv mit meinem Regenschirm zu verteidigen. Sorgt die Vielfalt des Kali nicht eher dafür, dass ich nach einigen Jahren vieles nur halb kann anstatt eines richtig? Denn schlagen mit den Fäusten hat doch eine ganz andere Mechanik als der Umgang mit dem Stock. Bin gespannt auf die Antworten. Gruß ML |
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#2
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| Das Eine kommt dem Anderen zugute - wenn Du Stock trainierst, trainierst Du auch Attribute die Dir beim waffenlosen oder mit dem Messer usw. helfen. Man sollte das aber mehr als 1-Mal pro Woche trainieren - bei 2-3-Mal Training die Woche sollte das (je nach Trainer) kein Problem sein. Was erwartest Du den von einer Kampfsportart? Was ist Dein Ziel? Schnell SV-fähiger zu werden, Spaß, .....???
__________________ Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind. (A. Einstein) Wer, wie, was, wieso ,weshalb ,warum wer nicht Fragt, bleibt dumm! |
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#3
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| soll ja leute geben, für die kampfsport nochwas anderes ist als zivilisten-bootcamp mit dem ziel schnellstmöglicher SV-lufthoheit... und ich hab mir sagen lassen, dass bei diesen leuten abwechslung die langfristige motivation erhöht... vielleicht auch nur ein gerücht.
__________________ -Ays- war HIER!!! |
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#4
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![]() Ich persönlich trainiere nicht nur für SV.
__________________ Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind. (A. Einstein) Wer, wie, was, wieso ,weshalb ,warum wer nicht Fragt, bleibt dumm! |
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#5
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| Hallo, das Kali-Sikaran , wie ich es 2000 bis Anfang 2002 bei Timm und Amaury beim PSV Karlsruhe trainiert hatte, war kein typisches klassisches Kali. Damals hieß es noch IKAEF, aber die Basics waren soweit ich aktuell noch informiert bin die gleichen. Jeff Espinous, der einer der Begründer des Kali-Sikaran und IKAEF ist, hat verschiedene philipp. und auch andere Stile gemixt. Darunter auch das Sikaran, was so ne Art phil. Kickboxen darstellt. Mir hat der Mix viel Spaß gemacht und es war einfach interessant die Welt der phil. Sitle kennenzulernen. Aber man lernt tatsächlich viele unterschiedliche Bewegungsabläufe für waffenlose und Waffenverteidigung. Ob man diese dann in einem Ernstfall abrufen kann hängt einfach davon ab wie oft Du es bis dato trainiert hast. Ich persönlich finde es mittlerweile wichtiger, dass man sowohl für die waffenlose als auch die Verteidigung gg. Waffenangriffe immer die gleichen oder zumindest ähnliche Bewegungsmuster trainiert, um diese dann im Ernstfall auch unter Stress anwenden zu können. Bin aber einfach primär an der SV interessiert. Meine ehem. Trainer Timm und Amaury sind beim PSV Karlsruhe (Polizei SV Karlsruhe e.V.: Trainerteam) Kali-Sikaran-Trainer und können Dir was das aktuelle Kali-Sikaran betrifft bestimmt weiterhelfen und gegebenenfalls meine Angaben korrigieren oder erweitern. Timm ist hier auch im Board. Vielleicht äußert er sich ja zu Deinen Fragen. Klassische phil. Stile egal ob Pekiti-Tirsia, Atillo Balintawak, Escrima... wenden anders als es im Kali Sikaran der Fall ist, eigentlich primär immer die gleichen oder sehr ähnliche Bewegungsmuster an. Viele Grüße Darkspidy Geändert von Darkspidy (23-08-2009 um 22:50 Uhr). |
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#6
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| Zitat:
a) Früher haben viele KK-Trainer das parallele Training in mehreren KK-/ KS-Arten abgelehnt mit der Begründung es sei besser einen Bereich "so richtig" zu beherrschen als mehrere so halb. Das ist aber im Hinblick auf die Selbstverteidgung meiner bescheidenen Meinung nach ein sehr gefährlicher Irrtum. Für die SV geht´s gerade darum, in allen möglichen Distanzen einigermaßen "fit" zu sein und nicht in einem Teilbereich hui und in allen anderen pfui. Das Ziel ist ja nicht, einen spezialisierten (Kick-)Boxer im (Kick-)Boxen schlagen zu können. Und das Kali Sikaran, so wie ich es kennen lernen durfte, bietet eben eine große Bandbreite - was ich persönlich gut finde - allerdings lässt es eine entscheidende Distanz aus: Meine Kritik am Kali Sikaran wäre eher der fehlende Bodenkampf: Es werden zwar Techniken zum Boden (also Würfe/ Takedowns) trainiert, aber keine Techniken am Boden. b) Die "Mechanik" ist gar nicht sooo unterschiedlich, da in den FMA meist gleiche oder ähnliche Bewegungsmuster und Techniken für die Waffen und fürs Waffenlose benutzt werden. Das bedeutet auch: Wenn ich Stock trainere, trainiere ich automatisch fürs Messer und fürs Waffenlose mit. Ich kann Darkspidy´s Kritik auch nicht so ganz nachvollziehen. Ich habe zwar nur sehr kurz Kali Sikaran trainiert, aber ich habe sehr wohl die gleichen Bewegungsmuster mit Messer und Stock benutzt und die Übetragung DIESER Bewegungsmuster ins Waffenlose, es ist m.M.n. eigentlich NICHT so, dass im Kali Sikaran waffenlos und mit Waffe total unterschiedliche Sachen gemacht würden. Man denke bloß mal an die Empty Hand Application bzw. die Übertragung ins Cadena de Mano von Sinawali No. 4 bereits in den allerersten Prüfungsprogrammen. Allerdings muss ich auch wiederum zugestehen: Da ich PTK nicht so gut kenne, kann ich natürlich nix dazu sagen, ob die Idee der Übertragbarkeit im PTK noch stärker ausgeprägt ist oder besser vermittelt wird. Und wie gesagt: Ich hab Kali Sikaran auch nur ganz kurz trainiert... Insofern kann Darkspidys Kritikpunkt dann doch wieder gerechtfertigt sein. |
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#7
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| Hallo nochmal, @ Quickkick habe mich da vielleicht etwas falsch ausgedrückt. Natürlich gibt (oder zumindest gab) es im IKAEF/Kali Sikaran das Cadena De Mano, welches den Bewegungsmustern von Stock und Messer entspricht. Dieser Teil entspricht schon dem phil. Gedanken, der gleichen oder ähnlichen Bewegungsmustern. Aber es gab und gibt bestimmt noch den Box- und Kickboxbereich, wo man primär einfach Thai- und Kickboxtechniken an Pratzen und am Partner trainiert. Dieser Bereich unterscheidet sich einfach definitiv vom Cadena De Mano oder den Waffentechniken. Vorallem die Pratzenarbeit und das Kickboxsparring (Was damals etwas zu kurz kam, aber im aktuellen Kali Sikaran wohl mehr trainiert wird) hat mir sehr viel Spaß gemacht, aber es ist einfach meiner Meinung nach eher FMA/JKD als reines FMA. Nicht dass das schlecht ist, aber eben nicht klassisch und anders als bei vielen ursprüngliche Kali- oder Escrima-Stile. Wie gesagt einfach mal Timm und oder Amaury vom PSV KA anschreiben. Sind beide sehr nett und vorallem absolut top, was das Kali Sikaran und auch andere Stile betrifft. Viele Grüße Darkspidy |
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#8
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| Auf einen Angriff mit Stock oder Faust zu reagieren kann bestimmt mit den gleichen Konzepten funktionieren, aber mit dem Stock zu schlagen ist doch was anderes, als mit der Faust zu schlagen oder mit dem Messer zu agieren. Mir ist die SV schon wichtig, darum finde ich es komisch wenn man vieles nur anreißt ohne die Basics vertiefen zu können. |
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#9
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| Hi Mister Little, denke da genauso wie Du. Lieber ist mein SV-Stil nicht sehr abwechslungsreich und hat wenige Bewegungsmuster, aber dafür schleift man diese ein. Aber das IKAEF hat viele Kampfkünstler (auch mich) auf die FMA aufmerksam gemacht und damit das FMA auch verbreitet. Alleine dafür war es genial. Das Kali Sikaran ist zwar ein System, aber da Jeff Espinous und Johann Skalberg ebenfalls viele verschiedende Stile lange Zeit trainiert haben ist es trotzdem ein Mix geblieben. "Auf einen Angriff mit Stock oder Faust zu reagieren kann bestimmt mit den gleichen Konzepten funktionieren, aber mit dem Stock zu schlagen ist doch was anderes, als mit der Faust zu schlagen oder mit dem Messer zu agieren." Da gebe ich Dir nur teilweise recht. Es gibt phil. Stile, in denen man tatsächlich komplett immer gleich schlägt, egal ob man mit Stock, Messer oder waffenlos. In diesen Stilen gibt es aber keine oder wenige klassische Fauststöße. Obwohl der Fauststoß durchaus einem Messerstich ähnelt. Welcher Stil der beste und praxistauglichste ist muss wohl jeder für sich selbst rausfinden. Viele Grüße Darkspidy Geändert von Darkspidy (24-08-2009 um 22:02 Uhr). |
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#10
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| So krass ist ja jetzt auch wieder nicht im Kali Sikaran. Da werden Dinge auch austrainiert, ausgebaut und der Schwierigkeitsgrad progressiv gesteigert. Aber natürlich ist es NICHT klassisch und natürlich hat es neben div. phil. Stilen auch Einflüsse aus dem Thaiboxen, Boxen, JKD, Savate, ... Was man immer schult sind Attribute. Aber und das muss man auch sagen: Obwohl Kali Sikaran meiner Meinung nach SV-tauglich ist, liegt der Fokus nicht auf der SV. Da stehen Spaß an der Bewegung, die "Kunst" etc. im Vordergrund. Mir gefällt es und ich finde es gut, dass es so "offen" ist, auch auf Seminare anderer Stile hingewiesen wird und man an einem "miteinander" interessiert ist. Mir ist das lieber als ein SV-Fokus und *******-Vergleich-Attitüde .Grüße yamog |
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#11
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| N'abend. Auch wenn ich in Sachen FMAs ein Leihe bin, würd es einfach so betrachten. Die FMAs sind primär Waffenstile und das ist ja auch nix schlechtes vorallem im Bezug auf Abwehr und improvisierte Waffen in Sachen SV. Kämpferisch wirst du wohl guten Leuten im waffenlosen Kampf nachhinken, weil die das einfach vertiefter trainieren. Das wie die Sache einen Boxer zu boxen... Vondaher die Basics des Waffenlosen Kampfes bekommste auch gut dort, aber die höheren Skills werden sicherlich sehr schwer bis unmachbar. |
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#12
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| Also ich würde mit Jeff oder Johan nicht unbedingt Boxen wollen! Zumal Jeff auch in seinen jungen Jahren sehr erfolgreich war in Vollkontakt Sportarten! Dies gibt er auch an seine Schüler weiter! Grüße
__________________ www.suceng.de |
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#13
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| Ups vergessen, wollte noch sagen, dass je höher man kommt beim Kali Sikaran, desto mehr Wert wird auf die Technik im allgemeinen und somit auch bei den waffenlosen Skills gelegt (Z.B. Sparring). Es hängt halt auch an dem einzelnen selbst, was er daraus macht!
__________________ www.suceng.de |
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#14
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| Das Kali Sikaran bietet jedem die Möglichkeit verschiedenste Skills zu entwickeln und heraus zu arbeiten. Auch hier gilt, die erlernten Techniken müssen austrainiert werden
__________________ Gruss Franz - Trainingsbücher - Trainingspläne- Telekommunikation - Japan Thailand Burma Fotos - GoodBody Shirts |
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#15
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![]() ![]() grüsle |
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