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#31
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| Klar, wenn er mich bedroht, kriegt er wirklich Ärger. Aber das sind ja erstmal nur Gefühle und Befürchtungen, keine Fakten. |
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#32
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__________________ « Le mensonge et la crédulité s'accouplent et engendrent l'opinion. » (Paul Valéry) |
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#33
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| Ich weiss, es ist schwierig es zu thematisieren, darum mache ich das jetzt auch nur theoretisch, auch für andere. Wenn es um sowas wie ungewollte Zärtlichkeiten oder plumpe Avancen in der Wohnung geht, wie sie oben auch in real beschrieben wurden, kann man ein Schlichtungsgespräch in Betracht ziehen. Das ist ja noch die mildere Form. Wenn es schon sowas wie merkwürdiger Gesichtsausdruck mit äusserst vulgären Aufforderungen, Einschüchterung ("wenn Du hier raus willst, musst Du ..."), Bedrohung oder eine erfolgreiche Flucht um den Küchentisch war, dann geht eine Schlichtung unter Androhung einer Anzeige noch gerade so eben. Kann sogar hilfreich sein, für einen selbst. Dabei geht es im Gespräch aber auch darum, das Wort "vermeintlich" vom Tisch zu streichen, und durch "tatsächlich" zu ersetzen. Wenn es noch mehr war, dann kann ich mir sowas nicht mehr vorstellen, höchstens NACH einer Verurteilung, im Rahmen des Täter-Opfer-Ausgleichs. Bei Sachen die man noch so eben als "Scheisse aber geht noch wenn er sich entschuldigt" hinnehmen kann, kann man sich überlegen, ihm diese Chance zu schenken, falls er es zugibt und sich in Therapie begibt. Das ist aber kein Kaffeekränzchen, sondern ein vorweggenommener Täter-Opfer-Ausgleich, in dem die Rollen vorher festzustehen haben, und wo nicht im Raum steht dass er sich "wehren" kann und irgendwas behaupten oder androhen. Sondern eine letzte Chance für ihn. Aber auch sowas wie eine abgebrochene Vergewaltigung, weil er im letzten Moment irgendeinen lichten Moment hatte oder man es ihm ausreden konnte, hinterlässt Spuren, und bedarf einer Heilung durch klares Offenlegen. Der optimale Gutfall ist, dass man beide, Täter und Opfer, heilen kann. Auch Täter haben fast immer noch einen Rest, der sich bewusst ist dass er aufgrund irgendwelchen Zorns von früher (Eltern usw.) was gemacht hat was nicht richtig war. Die Frage ist, wie gross der noch ist. Solche Leute leben in permanentem Zwiespalt dazwischen es zu wissen, und der Intensität des Zorns. Eine Therapie, und vor allem zu akzeptieren dass so jemand nicht völlig schlecht ist, kann da helfen. Wenn man mal böse Triebtäter erlebt hat, die eben nicht ganz grottenböse sind, wie sie sich dazu äussern, weiss man dass es manchmal noch Hoffnung gibt. Bei anderen kann man das knicken, die lügen um rauszukommen, und man kann es erkennen. Leute bei denen noch Hoffnung ist, sehen einfach nur traurig aus. Da sollte man auch keinen Druck machen, sondern einen Ausweg aufzeigen. Bei denen die nach Serienmörder aussehen ist eigentlich geschlossene Forensik angezeigt, ob man das erreichen kann ist eine andere Frage. In jedem Fall hätte ich dann auch geeignetes Werkzeug für den Fall der Fälle mit, die Narben die ich im Gesicht habe reichen mir. |
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#34
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| Für mich geht es dabei nicht um Schlichtung - das ist gar nicht möglich, nur um die Frage, ob ich mich wieder in das Umfeld des Täters "wagen" kann. |
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#35
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| Möchtest Du das denn?
__________________ Es gibt drei Wege, durch die man im Leben weiter kommt; durch Nachdenken, das ist der edelste Weg, durch Nachahmen, das ist der einfachste Weg, durch Erfahrung, das ist der bitterste Weg! |
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#36
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| Ja ! Denn ich müßte sonst etwas aufgeben, das mir sehr wichtig ist. Falls ich später merken sollte, daß es doch nicht geht (wegen der Gefühle), kann ich es ja immer noch aufgeben. Aber dann, weil ich es wirklich aufgeben will, und nicht, weil ich vor einer möglicherweise gar nicht vorhandenen Gefahr weglaufe. |
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#37
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| Zitat:
Wenn mir sowas passieren würde, und auch nur einer meines Umfeldes an meiner Aussage zweifeln würde, dann hätte diese Person die längste Zeit zu meinem Umfeld gezählt ![]()
__________________ Es gibt drei Wege, durch die man im Leben weiter kommt; durch Nachdenken, das ist der edelste Weg, durch Nachahmen, das ist der einfachste Weg, durch Erfahrung, das ist der bitterste Weg! |
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#38
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| Naja, mein Vermittler ist der Leiter des betreffenden Umfeldes (und damit quasi dort "fest installiert"), als privater Freund wäre er nichts für mich, seine Macho-Ansichten zum Thema sexuelle Gewalt haben mich schon immer genervt. Die -pardon- blöde Gans mit den esoterischen Ansichten ist eine relativ neue Bekannte von mir, aus der jetzt bestimmt keine Freundin mehr wird. |
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#39
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| Zitat:
Aber bitte denk nochmal darüber nach, Dir von außerhalb Unterstützung zu holen.
__________________ Es gibt drei Wege, durch die man im Leben weiter kommt; durch Nachdenken, das ist der edelste Weg, durch Nachahmen, das ist der einfachste Weg, durch Erfahrung, das ist der bitterste Weg! |
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#40
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| Auf jeden Fall. "Macho-Ansichten über sexuelle Gewalt" klingt gar nicht gut Zu dem Thema gibt es nur eine tolerierbare Ansicht ...
__________________ « Le mensonge et la crédulité s'accouplent et engendrent l'opinion. » (Paul Valéry) |
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#41
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| Ich denke Dir fehlt die wirkliche Wut und Empörung über seine Tat. So wirst Du keine sichere Position gegenüber dem Täter bekommen. Alles was Du bisher hier mitgeteilt hast zeigt ein starkes klammern deinerseits an einer jetzt nicht mehr vorhandenen Realität in diesem Umfeld (was für ein Umfeld? Therapiegruppe oder...?).
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#42
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| An Deiner Stelle würde ich mir das mit dem Gespräch wirklich gut überlegen ... va da der Vermittler ja auch nicht wirklich neutral zu sein scheint. ... Wenn es um mich ginge, gäbe es da wohl kein Gespräch und keine Vermittlung. Der Täter kann versuchen sich bei Dir zu entschuldigen. Sollte er etwas anderes tun, zeig ihn an. Außerdem denke ich, daß Du auf ein derartiges Umfeld (nicht einmal der Leiter der Gruppe steht zu Dir) gut und gerne verzichten kannst. Das was Du dort kriegst, kriegst Du woanders sicher auch ... und besser wahrscheinlich! Sei stark und steh zu Dir. Wünsche Dir viel Kraft! astrid |
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#43
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| Wenn das der Fall ist, das gibt's überhaupt nicht. Jemand aus einer Therapiegruppe (egal welcher Art) der einen Teilnehmer zuhause derart belästigt, und dann weiter mit demjenigen zusammen in der Gruppe sitzt in der man sich öffnen und geschützt fühlen muss, das ist unmöglich. Einer muss da weg, und das sollte mehr so der Täter sein. Wenn dann noch der Leiter ein Idiot ist der alles auf "Missverständnisse" zurückführen will, kann man es komplett knicken. Anzeigen, andere Therapiegruppe, arschlecken wie man hier sagt, oder ihm einen Satz heisse Ohren verpassen in der "Schlichtung". Das soll auch keine Schlichtung sein, sondern ein Täter-Opfer-Ausgleich, bei dem er Farbe bekennen soll und dafür Straferlass bekommt, in dem Sinne dass er nicht angezeigt wird. Ein Verfahren wird ohnehin im Sande verlaufen, da es keine Beweise gibt, aber es gibt einen Präzedenzfall, und er kann sich das nicht nochmal erlauben. Wenn es mehr so eine soziale, oder kulturelle Einrichtung ist, ist es das nicht wert. Allerdings verstehe ich, dass man sowas das ein Teil des eigenen Lebens geworden ist nicht so einfach wegwerfen möchte. Erst Recht nicht aus so einem Vorfall. Mir kommt es nur langsam hoch dass sich so jemand quasi "durchsetzt" weil man nicht "gefahrlos" in seiner Nähe bleiben kann. Wenn die Möglichkeit besteht, ihn mal mit einem recht gross geratenen Schrank bekannt zu machen der die Optionen festlegt, die er hat wenn nochmal was passiert, sollte man sich damit beschäftigen. |
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#44
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| Hallo Shenman 2 Geh zur Polizei oder zur Beratungsstelle oder beides. Ich bin gerade selber in dieser Situation und du kannst nur noch mehr verlieren. Ich habe es erst auch auf sich beruhen lassen und gehofft, dass der Typ seinen Fehler erkennt. Aber nichts da... jetzt bin ich "die Böse", die alles kaputt gemacht hat. Ich habe alles versucht... ein klärendes Gespräch, Freunde angesprochen, die vermitteln sollten.... ich fühlte mich mitverantwortlich und ich habe wirklich alles versucht, um irgendwie wieder normal damit umzugehen. Aber wenn man das einmal ausgesprochen hat, wird man immer weiter in die Defensive getrieben. Der Typ hat ja auch einen Mund und kann alles so drehen, wie er mag. Die Anderen hören es und .... den Rest kenne ich jetzt. und mir geht es echt richtig mies und ich habe lange gebraucht los zugehen und mir Hilfe zuholen. Ja, die Geschichte geht vor Gericht. Aber ich habe schon gewonnen.... eine Verfügung könnte dir vielleicht helfen. Ich konnte den ganzen Mist beweisen. Bei einer Verfügung brauchst du keinen Beweis, sondern du kannst deine Sache darstellen und verlangen, dass er dir nicht mehr nahe kommen darf. Wenn dein Antrag schlüssig ist, wird eine einstweilige Verfügung erlassen... mir hat es geholfen. Verabschiede dich von dem Gedanken, dass alles wieder normal wird und du in den Personenkreis von ihm zurückkehren kannst. Das wird nicht funktionieren, und je eher du das akzeptierst, desto besser. Die Leute, denen du wichtig bist, werden Kontakt halten, aber sei sehr vorsichtig. Ich bin umgezogen und habe sogar meine Arbeitsstelle aufgeben müssen. Mobbing ist eine furchtbare Waffe.... Nur wenn ich den Mund komplett gehalten hätte, wäre es nicht soweit gekommen. Aber ich konnte nicht meine Augen davor schließen, nachher passiert es noch anderen Frauen. Jetzt weiß ich, dass ich nicht die einzige war, die Opfer wurde durch diese Person, aber die einzige, die sich wehrt.... Sei vorsichtig! |
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#45
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| Zitat:
Ich hoffe, Dein Beispiel macht anderen Mut.
__________________ « Le mensonge et la crédulité s'accouplent et engendrent l'opinion. » (Paul Valéry) |
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